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Veröffentlicht am 30.03.2026

habe mich schwergetan

Missing Page - Tödliche Worte
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Antonia, Toni genannt, schleust sich mit einem Trick in die Gruppe der Workshop-Teilnehmer von Richard Griffan. Der erfolgreiche Schriftsteller will Nachwuchstalenten eine Chance bieten ihr Schreibtalent ...

Antonia, Toni genannt, schleust sich mit einem Trick in die Gruppe der Workshop-Teilnehmer von Richard Griffan. Der erfolgreiche Schriftsteller will Nachwuchstalenten eine Chance bieten ihr Schreibtalent zu verbessern. Allerdings ist Griffan, der auf seinem Herrensitz, Griffan Manor, dazu eingeladen hat, alles andere als umgänglich und geduldig. Wie er mit den Teilnehmern und seinem Personal umgeht, ist schon abschreckend.
Gleich am Anfang verkündet er, dass derjenige, dessen Arbeiten ihm am besten gefallen seinen gesamten Besitz und sein Vermögen erbt. Dann passieren seltsame Dinge auf Griffan Manor, die ich lange nicht einordnen konnte. Es war mir etwas verworren zwischen den Traumwandlungen von Toni, der Vorstellung der erledigten Aufgaben der Teilnehmer einen roten Faden zu erkennen. Dabei ist Toni die Einzige, deren Ziel nicht in der Verbesserung ihrer schriftstellerischen Fähigkeiten liegt. Sie verfolgt einen anderen Plan. Doch dann passieren seltsame Dinge auf Griffan Manor, blutige Dinge.
Zu allem Unglück ist das Anwesen wegen eines Unwetters von der Außenwelt abgeschnitten. Bei der Suche nach einem Ausweg aus der Isolation und der Bedrohung, durch wen auch immer, verweben sich immer mehr Realität und Traum. Es werden Allianzen eingegangen, denen man nicht unbedingt trauen kann. Welche Schlüsse Toni aus ihren Beobachtungen oder Träumen zieht, war dann doch auch etwas spannend für mich. Ich habe ihre Suche nach der Wahrheit wie das Ersteigen eines Turms empfunden. Je höher sie kam, um so mehr veränderte sich ihre Sicht und immer neue Bewohner gerieten in Tatverdacht. So auch sie selbst. Insgesamt betrachtet kann ich trotzdem nur 3,5 Lese-Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

uneingeschränkte Empfehlung, absolut lesenswert

Der Sommer, der uns blieb
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In einer Kleinstadt mit ländlichem Charakter erleben Britta, Pia und Martin ihre Jugendzeit. Sie sind unzertrennlich seit Pia in diese Gegend gezogen ist. Teilen alle Geheimnisse und erzählen sich ihre ...

In einer Kleinstadt mit ländlichem Charakter erleben Britta, Pia und Martin ihre Jugendzeit. Sie sind unzertrennlich seit Pia in diese Gegend gezogen ist. Teilen alle Geheimnisse und erzählen sich ihre Träume – bis sie ihr Abitur in der Tasche haben. In dem Sommer geschieht etwas, was die bisherige Innigkeit zerbrechen lässt und jeder seinen Weg ohne die anderen geht…
Sehr eindringlich und unter die Haut gehend beschreibt die Autorin das Wiedersehen der drei nach 20 Jahren, genau in der Zeit als die Pandemie zum Ausbruch kommt. Im steten Wechsel zwischen Gegenwart und Einblicke in die tiefe Freundschaft der Freunde in der Vergangenheit, bin ich in die Geschichte eingetaucht und, das kann ich schon einmal vorwegnehmen, war traurig, als ich das Buch fertiggelesen hatte.
Die Autorin hat die Gefühle, Gedanken und ihre manchmal verrückten Aktivitäten in der Jugend so anschaulich wie lebensecht beschrieben. Anfangs habe ich mich gewundert, warum sie die Heimatstadt der drei Jugendfreunde nicht benennt. Dann habe ich für mich festgelegt, dass sie so den Lesern freien Raum für die eigene Heimat oder sein Heimatgefühl geben will. Bei mir ist ihr das jedenfalls gelungen, da meine Gedanken immer wieder in meine Jugendzeit abgeschweift sind.
Während nur Martin in seiner Heimatstadt geblieben ist, sind Britta und Pia weggezogen. Nun sind beide wieder daheim und beide haben einen Grund dafür. Britta kann ihren zunehmend dementen Vater nicht mehr allein lassen und Pia will ihren ehemaligen und einzigen Freunden in ihrem Leben ihr Geheimnis anvertrauen. Ein Geheimnis, das sie alle angeht und ihr künftiges Leben verändern wird. Das mitzuerleben und mitzuleiden, hat mich unwahrscheinlich kurzweilig unterhalten und mitunter auch traurig gemacht.
Ein tolles Buch, dass ich uneingeschränkt weiterempfehle und das 5 Lese-Sterne mehr als verdient hat.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

der Schein trügt und es ist spannend die Wahrheit zu erfahren

Ein dunkles Versteck
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Es sind gleich drei Fälle, die die Freiburger Polizei bearbeiten muss.
Eine Tote wird im Waldstück schwer zugerichtet tot aufgefunden. Selten hat Evelyn Holm, leitende Ermittlerin der Freiburger Kripo, ...

Es sind gleich drei Fälle, die die Freiburger Polizei bearbeiten muss.
Eine Tote wird im Waldstück schwer zugerichtet tot aufgefunden. Selten hat Evelyn Holm, leitende Ermittlerin der Freiburger Kripo, so eine brutal zugerichtete Leiche gesehen. Wie die Rechtsmedizin feststellt, waren nicht die brutalen äußeren Verletzungen die Todesursache, die Frau ist an inneren Blutungen gestorben.
Dann ist da noch der Fall der seit Tagen vermissten Studentin, Katalina Hess. Die Tote und die Katalina verbindet eines: beide trugen ein geflochtenes Armband.
Immer wieder wendet sich die junge, verheiratete Isabell Walbaum an die Polizei. Sie fühlt sich von einem Stalker bedroht, der immer wieder vor und auf ihrem Grundstück auftaucht und auch während ihrer Arbeit im Bistro ihr gegenüber aufdringlich wird. Sogar ins Haus ist er bereits eingedrungen. Es war wirklich furchtbar und gleichzeitig auch spannend zu erleben, wie dieser gestörte Mann sich aufdringlich Isabell nähert, von Liebe faselt und ihre heftigen Zurückweisungen ignoriert. Wie schlimm und hilflos muss sich Isabell gefühlt haben. Ich habe sie echt bedauert.
Auch wenn die Autorin im letzten Drittel uns Lesern den wahren Mörder mitteilt, bleibt es doch super spannend. Dazu muss ich sagen, dass ich diese Person als Täter nie im Focus hatte. Nicht aufgehende Inszenierungen lassen den Tätet bringen völlig neue Verdächtige in den Focus der Polizei. Weil er gerissen ist, weil er vorausschauend plant und Beweise für seine Zwecke nutzt. Ein wirklich brillanter Thriller, den ich uneingeschränkt weiterempfehle und der 5 Lese-Sterne mehr als verdient hat.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

atmosphärisch mit viel Geschichte

Moorgold - Ein Erzgebirgskrimi
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Annalena Krest arbeitet für die Kripo Chemnitz. Leben tut sie in Ehrenfriedersdorf, einem Dorf nahe der tschechischen Grenze, gemeinsam mit ihrem zweijährigen Sohn Patrick. Auch wenn der tägliche Arbeitsweg ...

Annalena Krest arbeitet für die Kripo Chemnitz. Leben tut sie in Ehrenfriedersdorf, einem Dorf nahe der tschechischen Grenze, gemeinsam mit ihrem zweijährigen Sohn Patrick. Auch wenn der tägliche Arbeitsweg nach Chemnitz weit ist, ist es ihr wichtiger, dass ihr Sohn in der Natur und ohne Großstadtlärm aufwächst. Annalena liebt die Berge, die Wanderwege und auch die vielen Sagen und Geschichten über die Geister des Erzgebirges. Erst kürzlich war sie mit ihrem Sohn beim Gauklerfest auf Burg Wolkenstein, wo beide begeistert dem Puppenspieler zugesehen haben. Doch nun ist der tschechische Puppenspieler tot, in die Tiefe gestürzt und Annalena muss, nachdem die Rechtsmedizin Abwehrspuren gefunden hat, seinen Mörder finden.
Es war für mich spannend von Marzebilla und Schakagerl, den erzgebirgischen Sagengestalten zu lesen. Gleiches gilt für die Vertreibung Anwohner im Grenzgebiet. Die mussten nach dem Krieg ihre Häuser und Höfe nur mit dem Nötigsten verlassen und haben auf dem Fluchtweg teilweise ihre Schätze vergraben. Ein Gerücht, dass über Jahrzehnte viele Schatzsucher anzog. Als in diesem Frühjahr nach der Schneeschmelze ein Erdrutsch auslöst wird, werden die sterblichen Überreste eines Menschen freigelegt. Schnell wird klar, dass es sich um den seit 30 Jahren vermissten deutschen Unternehmer handelt, der sich ebenfalls der Schatzsuche verschrieben hatte.
Somit sind es zwei Tote, deren Mörder die Chemnitzer Kripo finden muss. Bei ihren Ermittlungen fand ich Annalena sehr engagiert und gleichzeitig aber auch unsicher, da ihr Chef und Mentor, Hauptkommissar Lorenz, eine berufliche Auszeit genommen hat. Der steht ihr zwar stets beratend zu Seite, doch oft will sie ihn auch nicht um Rat bitten. Oft entscheidet Annalena sich oft spontan zu Alleingängen, die sie in größte Gefahr bringen. Mir hat das Spannung gebracht, ließ mich aber auch an ihrer Professionalität zweifeln. Insgesamt betrachtet gibt’s von mir 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

toxische Jugendfreundschaft

Ultramarin
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Erst war es nur Neugier, die mich bewogen hat das Buch zu Lesen. Aber nach einigen Kapiteln war es Begeisterung, die mich an das Buch gefesselt hat. Einblicke in die Freundschaft zwischen den reichen Arztkindern, ...

Erst war es nur Neugier, die mich bewogen hat das Buch zu Lesen. Aber nach einigen Kapiteln war es Begeisterung, die mich an das Buch gefesselt hat. Einblicke in die Freundschaft zwischen den reichen Arztkindern, Sophie und Rafael, mit dem aus armen Verhältnissen stammenden Lou, sind von der Autorin sehr gut veranschaulicht. Raf ist dominant, sicher auch nazistisch veranlagt. Demütigt die Menschen um sich, weist sie ab, beschimpft und benutzt sie, um sie im nächsten Moment wieder an sich zu reißen. Lou liebt Raf und kommt trotz der vielen Enttäuschungen immer wieder zu ihm zurück, dabei müsste er es doch besser wissen. Anfangs dachte ich noch Lou wäre ein Mädchen, aber bei diesem bisexuellen Namen und wie die Autorin diese Figur anfangs beschrieben hat, konnte man das durchaus vermuten. Überhaupt erschien es mir, dass diese Jugendlichen ihre Gefühle, ihre Macht und ihre Leidfähigkeit austesten, auch in sexueller Hinsicht. Allen voran Lou. Der fühlt sich klein neben Raf und wenn der ruft, kommt er wie ein braves Hündchen angelaufen. Mehrfach habe ich mich gefragt, wie er das all die Jahre ausgehalten hat und jedes Jahr wieder mit den Geschwistern in den Urlaub gefahren ist. Und warum macht Sophie, Rafaels kleine Schwester, dabei immer mit? Sehen die Geschwister in Lou eine billige, willige Haushälterin und die im Bedarfsfall auch für mehr zur Verfügung steht? Emotional haben mich diese Beschreibungen aufgewühlt. Doch dann fährt auf der letzten gemeinsamen Reise Sophie nicht mit, dafür aber ihre Freundin Nora. Was dann in dem dänischen Ferienhaus von Rafs Vater passiert, ist unglaublich. Ich kann das Buch zu 100% empfehlen und 5 Lese-Sterne sind voll verdient.

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