spannend und abschreckend zugleich
Die Maske des ZornsIch möchte voranstellen, dass ich die beiden ersten Teile nicht gelesen habe. Das hat aber mein Lesevergnügen keinesfalls negativ beeinflusst.
Das Buch fokussiert auf drei Handlungsstränge. Da ist einmal ...
Ich möchte voranstellen, dass ich die beiden ersten Teile nicht gelesen habe. Das hat aber mein Lesevergnügen keinesfalls negativ beeinflusst.
Das Buch fokussiert auf drei Handlungsstränge. Da ist einmal die Arbeit des Wiener LKA, die von einer Reihe seltsamer Leichenfunde in Atem gehalten wird. Richard Schwarz und sein älterer Kollege Paul Marek müssen hinter das Geheimnis der in hochfrequentierten Parks zu Schau gestellten, besser gesagt gehängten, Leichen kommen. Was die Sache zusätzlich erschwert ist, dass den Toten anstelle des eigenen Kopfes ein Schrumpfkopf angenäht wurde. Die Beschreibungen dazu sind nichts für schwache Nerven. Für mich eher ein Plus.
Richard kümmert sich, neben den schwierigen Ermittlungen auch noch um Theres Lend, die wegen eines Giftanschlags im Krankenhaus ist und noch immer unter Ängsten leidet. Richard hatte ihr beim Anschlag durch sein schnelles Eingreifen nicht zum ersten Mal das Leben gerettet. Auch wenn er es sich nicht wirklich eingestehen will, fühlt er sich zu ihr hingezogen. Da er durch einen Unfall in der Kindheit recht entstellt aussieht und in der Vergangenheit bereits einmal fast die Kontrolle über sich und seine Wut verloren hat, weiß er nicht, ob er sich näher auf sie einlassen soll. Dabei scheint Theres vollstes Vertrauen zu ihm zu haben. Sie erzählt ihm Dinge, die sie nicht einmal ihrem Verlobten anvertraut. Alles hängt mit dem Haus des Grauens zusammen. In Ausschnitten erhält der Leser Einblicke in die grauenhaften Vorgänge dort, ohne den Gesamtzusammenhang zu erkennen. Das hat die Spannung bei mir mächtig steigen lassen.
Dann gibt es noch den Artistenzirkus in München. Den leitet Sarah, Richards Schwester und Richard unterstützt sie dort so gut er kann. Im Zirkus kommt es zu einem Unfall während der Vorstellung. Ein Unfall, der sich bei näherer Untersuchung als Mordanschlag herausstellt. Irgendwie kamen mir diese Abschnitte beim Lesen wie aus dem Zusammenhang gerissen vor. Erst nach Aufklärung des Wiener Falls und als Richard Sarah in München wieder besucht, schließt sich der Kreis. Denn hier wird deutlich, was Familie wirklich bedeutet. Insgesamt gesehen gibt’s von mir 4 Lese-Sterne.