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Veröffentlicht am 22.01.2026

Macht und Manipulation – spannend

Das falsche Versprechen
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Nik Pohl wird vom pensionierten Pharmazieprofessor Konstantin Uhlken kontaktiert. Dessen frühzeitiger Abschied von der Uni war nicht ganz freiwillig. Dem vorausgegangen waren von Uhlken entdeckte Unregelmäßigkeiten ...

Nik Pohl wird vom pensionierten Pharmazieprofessor Konstantin Uhlken kontaktiert. Dessen frühzeitiger Abschied von der Uni war nicht ganz freiwillig. Dem vorausgegangen waren von Uhlken entdeckte Unregelmäßigkeiten bei einer Pharmafirma, die Uhlken versucht hat nachzuweisen. Wenige Stunden nach dem Erstkontakt von Pohl und Uhlken wird dieser in einem Park erschlagen. Nick glaubt nicht an einen Raubüberfall und beginnt mit eigenen Recherchen. Unterstützt von seinen Freunden Balthasar und Jon.
Auch diesen neuen Fall des Trios fand ich wieder sehr spannend. Dieser Fall hat es in sich. Die Freunde geraten in arge Bedrängnis, denn die Gegner sind mächtig, skrupellos und geldgierig. Menschenleben zählen da nicht. Schon gar nicht das von Nik und seinen Freunden. Die geraten massiv in Bedrängnis, müssen sogar untertauchen. Was die Spannung noch zusätzlich anheizt ist, dass die Drahtzieher ihnen immer einen Schritt voraus sind und neue Ermittlungsansätze immer wieder ins Leere laufen. So unvorhersehbar und wendungsreich, wie dieser neue Thriller es ist, bekommt er von mir 4,5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

wenn Träume beängstigen und platzen

Wahnsinnszeit
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Eliza studiert Journalistik und man muss sie als Einzelgängerin bezeichnen. Erst als Jo, der stille Thies und Ava sie in ihrer Gruppe aufnehmen, fühlt sie sich in ihrem neuen, selbstständigen Leben angekommen. ...

Eliza studiert Journalistik und man muss sie als Einzelgängerin bezeichnen. Erst als Jo, der stille Thies und Ava sie in ihrer Gruppe aufnehmen, fühlt sie sich in ihrem neuen, selbstständigen Leben angekommen. Fühlt sich nicht mehr unsichtbar. Sie ist nun Teil einer funktionierenden Gruppe. Doch leider zeigt es sich recht bald, dass auch hier nicht alles zum Besten läuft. Der spontane Plan mit dem alten Audi von Jos Vater mal eben nach Berlin zu fahren, um nach dem Mauerfall Ossis zu „besichtigen“, geht schon mal total daneben. In der Gruppe kommt es immer mehr zu Spannungen untereinander. Ava verändert sich, weist Eliza ab, verschwindet für einige Zeit, um dann wieder zur Gruppe zurückzukehren. Verändert zwar, aber immer noch Ava.
In meinen Augen wird der Titel „Wahnsinnszeit“ im Buch gleich dreifach bedient. Einmal sind es die fünf jungen Studenten, die voller Ideen und Energien stecken und versuchen diese auszuleben und umzusetzen. Dann sind da noch die psychischen Probleme von Ava, die die Euphorie in der Gruppe immer wieder stören. Und als Letztes sind es auch die vielen nicht immer positiven Veränderungen innerhalb von Deutschland nach der Wende. Das alles setzt die Autorin in oft wunderbar bildhafter Sprache um. Zudem spricht sie von der Hauptfigur, Eliza, mal in der dritten Person und plötzlich wird Eliza zur Ich-Erzählerin. Der Wechsel geschieht fließend und ich empfand es beim Lesen als angenehm. Weniger gefallen haben mir dagegen Elis stark ausgeweiteten journalistischen Betrachtungen, immer dann, wenn sie sich in einer Situation unsicher fühlte. Insgesamt gebe ich 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

ruhiger Familienroman mit Spannungspotential

Sanddornschwestern
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Nur auf das Drängen ihrer Enkelin Nina lässt sich Agnes auf eine Reise nach Heringsdorf ein. Dort auf der Insel ist die jetzt 85jährige aufgewachsen und nach ihrem Weggang 1930 nie wieder zurückgekommen. ...

Nur auf das Drängen ihrer Enkelin Nina lässt sich Agnes auf eine Reise nach Heringsdorf ein. Dort auf der Insel ist die jetzt 85jährige aufgewachsen und nach ihrem Weggang 1930 nie wieder zurückgekommen. Zu traumatisch sind ihre Erinnerungen wegen des damaligen Vorfalls 1929. Ein Vorfall, der sie veranlasste die Ostsee zu verlassen und für den sie sich bis heute die Schuld gibt. Später gab es dann die Teilung Deutschlands, aber nun 1990 sind die Grenzen offen und Agnes beginnt eine Reise in ihre Kindheit und Jugend. Auch wenn sich vieles in den 60 Jahren die dazwischen liegen verändert hat und das nicht nur zum Guten, gibt es noch immer Orte, die die Erinnerungen wachrufen. Die fügt die Autorin immer wieder als Rückblenden ein, was mir sehr gut gefallen hat.
Der Familienroman ist einfühlsam geschrieben und schafft ein anschauliches Bild davon, wie Agnes mit ihrer Familie und insbesondere ihren beiden Schwestern ihre Jugend verbracht habt und wie sie sich mehr oder weniger engagiert in die anfallenden Arbeiten beim Hotelbetrieb eingebracht haben. Sie sind lebendig geschildert. Jedoch fand ich viele Entwicklungen hierbei vorhersehbar und dadurch kam bei mir nicht so richtig Spannung auf. Lediglich das Ende hat mich berührt. Als Agnes, dessen Lebenslauf von den eigenen Schuldgefühlen geprägt ist, dank ihrer Enkeltochter endlich die richtige Entscheidung trifft. Insgesamt gebe ich 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Die Fälle werden immer spannender

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Landunter gilt für die Gegend um Weilheim nachdem es tagelang gestürmt und geschüttet hat. Flüsse werden zu Bächen und reißendem Wildwasser. Vor nichts machen sie halt. Da sind alle Rettungskräfte von ...

Landunter gilt für die Gegend um Weilheim nachdem es tagelang gestürmt und geschüttet hat. Flüsse werden zu Bächen und reißendem Wildwasser. Vor nichts machen sie halt. Da sind alle Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr, THW rund um die Uhr im Einsatz. So auch Alexa Jahn, die bei der Weilheimer Kripo arbeitet. Sie und ihr Kollege Florian Huber sollen die Koordination der Einsätze übernehmen, Vermisstenmeldungen aufnehmen, mit anderen Worten sie sollen dafür sorgen, dass alles so weit es geht geordnet abläuft und keine Panik unter der Bevölkerung ausbricht. Keine leichte Aufgabe. So hat mir auch die Stelle im Buch, als Alexa einen verzweifelten Feuerwehrmann betend in seiner Pause in der Kirche antrifft, Gänsehaut gemacht.
Bei dem Ausmaß der Zerstörungen und der stetig ansteigen Zahl der Vermissten oder in Not geratenen Menschen, fällt es schwer die Übersicht zu behalten. Huber ist sich seiner Verantwortung als Koordinator voll bewusst, bewertet die Lage laufend neu und passt seine Anweisungen entsprechend an. Dagegen kam mir Alexa etwas unkoordiniert vor. Zu sehr auf Einzelschicksale fixiert. Sie würde am liebsten jedem und allen gleichzeitig helfen. So kommt es auch, dass sie wegen des Hinweises einer Camperin in die Berge aufbricht. Eine Entscheidung, die nicht nur ein mehr als 20 Jahre altes Geheimnis ans Licht bringt, es hat mir auch unwahrscheinlich spannende Lesestunden verschafft. Ich fand es sehr geschickt von der Autorin immer wieder in kursiver Schrift die Briefe einer Mutter an ihre Tochter einfließen zu lassen, wie auch die kranken Gedanken eines Mannes. Bei mir waren das Spannungstrigger, gerade, weil ich deren Zusammenhang mit dem aktuellen Fall nicht geahnt habe. Super gemacht. Darum gibt’s von mir auch 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

skrupellose Machtgier und Manipulation in Szene gesetzt

Das Spiel des Kaspar
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Es fällt mir nicht leicht eine Rezension zum Buch schreiben. Nicht weil ich es schlecht fand. Nein, weil ich während des Lesens und auch jetzt noch, nachdem ich es ausgelesen habe, sprachlos bin. Anfangs ...

Es fällt mir nicht leicht eine Rezension zum Buch schreiben. Nicht weil ich es schlecht fand. Nein, weil ich während des Lesens und auch jetzt noch, nachdem ich es ausgelesen habe, sprachlos bin. Anfangs erinnerte mich der Führungsstil, das Ausstechen und das Filtern von Informationen, das bei Pheelix Gamevisions an der Tagesordnung steht, an meine eigenen Wahrnehmungen in meinem ehemaligen Arbeitsumfeld. Informationen werden gezielt platziert und nur der hat eine Chance aufzusteigen, der sich am besten verkaufen kann und gleichzeitig skrupellos über Leichen geht. Ich fand das sehr realistisch, wenn auch in Zügen übertrieben. Kaspar Rockwell beherrscht diese Spielregeln bestens. Mehr noch, er führt aktiv Regie, lenkt das Spiel. DICE, sein neuestes Computerspiel, das kurz vor der Vermarktung steht, bezeichnet er als Spiegel. Ein Spiegel, der den Menschen zeigen soll, wie weit sie bereit sind zu gehen, um zu gewinnen. Dabei ist er das beste Beispiel dafür. Er ist ein Meister der Rhetorik, stets lächelnd lässt er niemand hinter seine Maske blicken. Kaspar kam mir in seiner Außenwirkung unantastbar vor, was der Autor sehr gut mit den eingearbeiteten Sozial-Media-Beiträgen einfließen lässt. Kaspar agiert nach eigenen Regeln, der Autor spricht von einem narrativen Spiel. Ich fand es sehr spannend mitzuerleben, wie weit dieser Mann dabei geht. Die Wirklichkeit spiegelnd, sie zum Teil überspannend darstellen und Fiktion sind die Mischung dieses wendungsreichen Thrillers, der mir sehr große Spannung vermittelt und der sich 5 Lese-Sterne absolut verdient hat.

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