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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2022

gelungener 3. Teil – 100%ige Lese-Empfehlung

Das Zeichen
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Arne Stiller, Kryptologe beim K11 in Dresden, hat in seinen jahrzehntelangen Berufsjahren schon einiges an Brutalität erlebt. Aber als er diesmal am Tatort des in seinem Schlafzimmer ermordeten Stefan ...

Arne Stiller, Kryptologe beim K11 in Dresden, hat in seinen jahrzehntelangen Berufsjahren schon einiges an Brutalität erlebt. Aber als er diesmal am Tatort des in seinem Schlafzimmer ermordeten Stefan Mahner steht, muss selbst er sich zusammenreißen, um nicht gleich wieder den Raum zu verlassen. Das Opfer weist nicht nur massige Schlagverletzungen auf, es wurde ihm auch die Gesichtshaut entfernt. Ein Anblick, den man kaum ertragen kann. Wer ist zu so etwas fähig? Genau dieser Frage muss Arne Stiller nachgehen und wie immer ist ihm sein direkter Chef, Nathan Schuster, dabei keine Hilfe. Zwischen den beiden knistert es auch in diesem Fall wieder mächtig. Aber nicht vor Zuneigung und Liebe zueinander, sondern vor Verachtung und Missgunst. Genau das ist es, was auch den 3. Fall wieder so unterhaltsam und lebendig erscheinen lässt.
Der Täter hat in Mahners Schlafzimmer ein mit Blut geschriebenes Zeichen an der Wand hinterlassen - Alpha 55. Stiller kann sich anfangs keinen Reim auf dieses Zeichen machen. Erst als beim nächsten Opfer ein weiteres Symbol auftaucht, ahnt er den Sinn, der hinter diesen Zeichen steht. Aber bis dieser Fall geklärt ist, stehen muss Stiller noch viele Zusammenhänge aufdecken und dem Leser stehen noch viele spannende Leseseiten bevor. Denn eins ist sicher: mit diesem Ausgang hätte ich nicht gerechnet! Von mir gibt’s darum auch 5 absolut verdiente Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 04.01.2022

spannende Unterhaltung

Die Autopsie
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Dieser Krimi hat mich gefesselt, was sicher auch an der sehr guten Intonation der Vorleserin lag.
Wir lernen die ehrgeizige Medizinstudentin Julia Schwarz kennen. Die 24-jährige Studentin, die ihr Studium ...

Dieser Krimi hat mich gefesselt, was sicher auch an der sehr guten Intonation der Vorleserin lag.
Wir lernen die ehrgeizige Medizinstudentin Julia Schwarz kennen. Die 24-jährige Studentin, die ihr Studium sehr ernst nimmt, welches sie durch einen Job im Krankenhaus sowie der Arbeit als Tutorin für die Erstsemester finanziert. Julias Traum ist es einmal Rechtsmedizinerin zu werden. Aber jetzt gerät in ihrem Leben so einiges durcheinander. Ihr WG-Mitglied, Lennart, wird des Mordes verdächtigt. Julia kann nicht glauben, dass er zu so etwas fähig ist. Als sie dann in der Rechtsmedizin eine zweite Tote mit den gleichen Würgemerkmalen am Hals auf dem Seziertisch sieht, vertieft sie sich näher in die Todesumstände, ein Entschluss, der sie selbst schlussendlich in arge Bedrängnis bringt….
Ich empfand dieses Buch/Hörbuch als sehr kurzweilig und spannend. Julia mit ihrem Ehrgeiz mochte ich von Anfang an. Auch ihr Glaube an die Unschuld von Lennart, wo doch alles gegen ihn sprach, hat mich für sie eingenommen. Gleichzeitig bleibt aber bis zum Schluss offen, wer hinter den Morden steht, so dass Spannung garantiert ist. In meinen Augen ein lesenswerter Krimi, den ich gerne weiterempfehle und dem ich uneingeschränkte 5 Lese-Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 02.01.2022

weil nicht sein kann, was nicht sein darf

Perfect Day
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Ann ist von ihrem Vater allein aufgezogen worden, da die Mutter sehr früh an Krebs verstorben ist. Liebevoll nennt er sie noch heute mein Käferchen, dabei ist sie nun bereits eine erwachsene, selbstständige ...

Ann ist von ihrem Vater allein aufgezogen worden, da die Mutter sehr früh an Krebs verstorben ist. Liebevoll nennt er sie noch heute mein Käferchen, dabei ist sie nun bereits eine erwachsene, selbstständige Frau. Doch jetzt wird ihr Vater des 10-fachen Mordes an kleinen Mädchen angeklagt. Er soll ein Serienkiller sein? Er, der weltweit anerkannte Philosophieprofessor und Anthropologe Walter Lesniak? Weil die Polizei sich mit den ermittelten Indizien zufriedengibt, beginnt Ann mit eigenen Ermittlungen ….
Dieser Thriller der Autorin hat mich diesmal etwas enttäuscht. In meinen Augen lag das daran, dass sie in Abständen immer wieder Aufsätze der 7-jährigen Ann zu bestimmten Gefühlsbegriffen eingearbeitet hat. Niedlich waren dabei die vielen Rechtschreibfehler, die diese Zeilen altersgerecht erscheinen lassen. Mich hat das aber irgendwann nur noch genervt, weil ich darin keinen Sinn bzw. Zusammenhang zu den Taten gesehen habe. Dann wieder gab Kapitel unter der Überschrift WIR, die einem Interview gleichkamen. Hier kann der Leser nur vermuten, wer mit Walter Lesniak das Interview führt. Da Walter in diesem Austausch immer ablenkende Auskünfte gab, Gegenfragen stellte und man nie konkrete Antworten erhielt, hat das bei mir nicht gerade zu Spannung geführt. Einzig die Abschnitte, wie Ann auf eigene Faust versucht Entlastendes für ihren Vater oder einen anderen Tatverdächtigen zu finden, waren für mich unterhaltsam und spannend. Erst durch das Nachwort habe ich erst richtig verstanden, welches Ziel die Autorin verfolgt hat. Insgesamt betrachtet gebe ich darum auch nur 3 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 30.12.2021

sie hat dich geboren, doch du kennst sie nicht

Der Herzgräber
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Heather findet im Nachlass ihrer Mutter zahlreiche Briefe an einen Michael Reave. Der Name ist ihr unbekannt, jedoch ergibt ihre Internetsuche, dass es sich bei ihm um einen verurteilten Serienkiller handelt. ...

Heather findet im Nachlass ihrer Mutter zahlreiche Briefe an einen Michael Reave. Der Name ist ihr unbekannt, jedoch ergibt ihre Internetsuche, dass es sich bei ihm um einen verurteilten Serienkiller handelt. Wie kann das sein? Ihre Mutter, die immer so streng zu ihr war, hat regelmäßig einem Serienkiller geschrieben? Aber auch der Abschiedsbrief ihrer Mutter, den sie ihrer Tochter hinterlassen hat, gibt Heather Rätsel auf. Denn der Brief ist gerichtet an „Euch beide“ - doch Heather hat keine Geschwister oder andere lebende Verwandte. Außerdem schreibt ihre Mutter vom „Monster im Wald“. Was meint sie damit? Diese lange offen gelassenen Fragen heizen beim Lesen die Spannung an. Die kaum zu erahnenden Entwicklungen halten diesen Spannungspegel auch auf hohem Niveau bis zum Schluss. Wobei ich sagen muss, dass mir der verurteilte Serienkiller, Michael Reave, ab der ersten Rückblende in seine früheste Kindheit leidgetan hat. Ein Gefühl, das bis zum Ende angehalten hat. Dass Michael Heather bei ihren Besuchen im Gefängnis immer auf Grimms Märchen in diversen Abwandlungen zu sprechen kam, hat mich etwas genervt (ging Heather sicher ebenfalls so). Ich habe mich mit diesem Thriller gut unterhalten gefühlt und gebe daher 4 Lese-Sterne

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Veröffentlicht am 26.12.2021

vom Hass vergiftet

Die Ungerächten
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Hannah Bloch hat schlimmes durchgemacht. Wegen einer leichten Epilepsie ist sie in eine Heilanstalt eingeliefert worden und unter das T4-Programm der Nazis gefallen. Hinter diesem Programm verbirgt sich ...

Hannah Bloch hat schlimmes durchgemacht. Wegen einer leichten Epilepsie ist sie in eine Heilanstalt eingeliefert worden und unter das T4-Programm der Nazis gefallen. Hinter diesem Programm verbirgt sich die Vernichtung von Menschen, die nach der Nazi-Definition nicht lebenswert sind. Ein grausames Programm, dem sie nur knapp entkommt. Aber die Namen ihrer Peiniger haben sich ihr eingebrannt und so versucht sie nach dem verlorenen Krieg ihre Peiniger zur Rechenschaft zu ziehen. Wagemutig, aber nicht kopflos, macht sie sich an dieses Ziel. Ein ähnliches Schicksal hat Pawel Kowna, der das Konzentrationslager Sachsenhausen nur knapp überlebt hat. Doch er verfolgt dieses Ziel verbissen, kennt keine Gnade mit den Tätern, verroht dabei und wird schlussendlich selbst zum Täter…
Es sind diese beiden Figuren, deren Wege sich im Laufe des Buchs auch begegnen, deren Rache der Leser miterlebt. Dem Autor gelingt es sehr gut diesen inneren Antrieb der beiden zu vermitteln. Während Hannah dabei ihren eigenen Weg und ihren großen Traum >Pilotin zu sein< dabei nicht aus den Augen verliert, ist Pawels Seele von seinen Rachegedanken längst verbrannt. Leider sind im Buch sehr viele Wiederholungen diesbezüglich vorhanden, was sich bei mir negativ auf den Lesefluss ausgewirkt hat. Man muss dieses Buch sehr aufmerksam lesen, da so unwahrscheinlich viele Personen vorkommen. Dadurch wiederum spiegelt der Autor aber sehr gut, dass bei den Nürnberger Prozessen nur die großen Nazi-Verbrecher zur Rechenschaft gezogen wurden, während die kleinen ungeschoren, oftmals mittels Persilschein ungestraft davongekommen sind.
Es ist nicht das beste Buch, was ich bisher von diesem Autor gelesen habe. Von mir gibt’s daher leider nur 3 Lese-Sterne.

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