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Veröffentlicht am 10.08.2025

Gelungene Mischung von Lebensträumen, Liebe und europäischer Geschichte

Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer
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Victoria Paxton-Stokes, Vicky genannt, reist mit Mutter und Gouvernante zur Kur nach Karlsbad. Was Rang, Namen und das nötige Kleingeld hat tut dies. Doch Vickie mit gerade 17 Jahren und Träumen von der ...

Victoria Paxton-Stokes, Vicky genannt, reist mit Mutter und Gouvernante zur Kur nach Karlsbad. Was Rang, Namen und das nötige Kleingeld hat tut dies. Doch Vickie mit gerade 17 Jahren und Träumen von der großen Liebe, geht wenn möglich eigenen Interessen nach. Der Dianaturm in Karlsbad ist bekannt dafür, dass sich hier Pärchen und Liebende treffen. Als sie im Hotel den jungen französischen Küchenchef Auguste sowie den deutschen Ingenieur Paul kennenlernt, lässt sie sich auf einen Ausflug genau dorthin ein. Es stellt den Beginn der jahrzehntelangen Freundschaft der drei jungen Leute dar.
Ich fand es wieder unwahrscheinlich unterhaltsam, wie Peter Prange hier in diesem Buch die Geschichte der frei jungen Menschen, die ihren Lebenstraum stets im Auge behalten mit Tatsachen und Fiktionen der europäischen Geschichte vereint. Dabei habe ich immer wieder Parallelen mit den aktuellen politischen Diskussionen Schwierigkeiten hier eine vernünftige Einigung zu finden festgestellt. Träume, Macht und Ohnmacht bei der Verwirklichung ihrer Lebensziele machen den Lesegenuss in diesem Buch aus. Sind es anfangs noch die strengen Konventionen, die das Leben von Vickie bestimmt, lernt sie in den fast 30 Jahren, die der Leser hier miterleben darf, dass hier eine massive Veränderung bis zum Jahrhundertwechsel zu verzeichnen ist. Neue Freiheiten, die sie nur zu gerne auch ihrer Tochter Claire geben will. Ich fand die drei Hauptfiguren, Vickie, Auguste und Paul sehr lebensecht dargestellt. Die muss man einfach gerne haben Von mir gibt’s 5 Lesesterne und ich freue mich bereits jetzt auf die Fortsetzung der Geschichte.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

konnte mich mit den Charakteren nicht anfreunden

Das Mädchen, das schwieg
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Kajsa Coren wohnt in Loswika, einem kleinen Ort auf einer norwegischen Insel. Kajsa ist Journalistin und hat gerade eine Auszeit aus dem Job als Journalistin genommen. Ihr Lebensgefährte Karsten, der bei ...

Kajsa Coren wohnt in Loswika, einem kleinen Ort auf einer norwegischen Insel. Kajsa ist Journalistin und hat gerade eine Auszeit aus dem Job als Journalistin genommen. Ihr Lebensgefährte Karsten, der bei seinem letzten Einsatz als Kripo-Beamter fast ums Leben gekommen wäre, sitzt 2 Jahre danach noch immer im Rollstuhl. Er hat seinen Lebensmut verloren, fühlt sich nutzlos. Trotz Therapie geht seine Genesung nicht weiter voran.
Doch dann wird die 32jährige Sissel Väge von einer Nachbarin tot im Haus aufgefunden. Ermordet und das bereits vor Tagen. Der ganze Ort ist in Aufregung. Kajsa soll für die Zeitung, da sie ja direkt vor Ort ist, einen Artikel schreiben. Sie lässt sich überreden und ich muss sagen, Kajsa macht ihren Job richtig gut. Akribisch durchleuchtet sie den Hintergrund der Toten, findet neue Ansätze, deckt Widersprüche auf und stellt neue Zusammenhänge fest. Alles Dinge, die die örtliche Polizei in Persona Ole Jakob Eggesbo nicht schafft. Überhaupt kommt mir dieser Lensmann recht inkompetent vor. Hat er doch bereits den Mord an Sissels Vater vor einem Jahr nicht aufklären können. Zum Glück scheint er in der jetzigen Situation seine eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen und bittet Karsten ihn zu unterstützen. Karstens Zusage ist für ihn gleichzeitig ein Schritt zurück ins Leben.
Am Anfang des Krimis habe ich gedacht: mein Gott gibt es nur kranke Menschen in dem Ort? Eine völlig isoliert lebende junge Frau, die vor Jahren aufgehört zu sprechen, ein örtlicher Beamter, der durch Unfähigkeit glänzt, ein Ehepaar, das sich zu hassen scheint und dessen Tochter gemobbt wird. Irgendwie war mir das zu viel. Besser dagegen haben mir dagegen die Rückblenden auf eine mehr als grausame Kindheit von zwei Kindern gefallen. Sie haben mich zwar sehr traurig gestimmt, haben aber bei mir das Kopfkino anspringen lassen.
Insgesamt gebe ich dem Krimi 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

nichts ist wie es scheint, spannend gemacht

Todeskälte
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Sheriff James Cohen steht vor dem privaten Ruin. Sein demenzkranker Vater hat einen Brand im Pflegeheim zu verantworten. Nun hat dieser keinen Heimplatz mehr und wohnt bei James, was einer tickenden Zeitbombe ...

Sheriff James Cohen steht vor dem privaten Ruin. Sein demenzkranker Vater hat einen Brand im Pflegeheim zu verantworten. Nun hat dieser keinen Heimplatz mehr und wohnt bei James, was einer tickenden Zeitbombe gleichkommt, da der Vater keine Minute mehr alleingelassen werden kann. Dann sind da auch noch die Schadensersatzansprüche gegen seinen Vater, für die James aufkommen muss.
Doch das muss erst einmal zurückstehen. Wichtiger ist es, den entführten Lucas lebend aus den Händen des Serientäters zu befreien.
Nach etwa 1/3 des Buchs, bei dessen Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, warum hat der Autor gleich zu Anfang den Täter bekanntgegeben. Wo bleibt da die Spannung? Doch dann kommt die Kehrtwende. Nichts ist so wie von mir vermutet. Lucas ist ein Außenseiter in der Schule, gemobbt, nicht dazugehörend. Mir hat er echt leidgetan. Doch auch er hat seine dunklen Geheimnisse. So weitet sich dieser spannende Thriller von der Suche nach einem entführten Jugendlichen über die Suche nach weiteren Opfern des Serientäters aus. Ausweglosigkeit, Gut und Böse verflechten sich mit Überlebenswillen und Rache. Eine unwahrscheinlich spannende Mischung, die mich wunderbar unterhalten hat. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

wieder ein gelungener Thriller

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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In der Neubausiedlung „Auf Mons“, hier haben sich die Winklers ein Haus gekauft und freuen sich nun gemeinsam mit ihrer 4jährigen Tochter Emilia einzuziehen. Sie sehen ihrem Traum vom eigenen Heim nun ...

In der Neubausiedlung „Auf Mons“, hier haben sich die Winklers ein Haus gekauft und freuen sich nun gemeinsam mit ihrer 4jährigen Tochter Emilia einzuziehen. Sie sehen ihrem Traum vom eigenen Heim nun endlich in Erfüllung gehen. Noch nicht alle Neubauten in der Siedlung haben bereits einen Käufer gefunden, aber die Nachbarn, die bereits hier wohnen, erscheinen den Winklers sehr nett zu sein. Besonders Johanna Mannstein, eine Mitvierzigerin, wirkt sehr hilfsbereit und herzlich. Damit ist sie das genaue Gegenteil zu ihrem Mann Guido, der eher wortkarg und introvertiert wirkt. Mir war Johanna überhaupt nicht sympathisch. Ihre Hilfsangebote kamen mir übergriffig vor.
Dann kommt es des Nachts bei den Winklers zu Stromausfall und sowohl Ines und Marco hören Geräusche, wie von einem Eindringling und fühlen sich beim Schlafen beobachtet. Aber eine Überprüfung der Türen und Fenster weisen nicht auf einen Einbrecher hin. Selbst als Marco sämtliche Schlösser austauscht, ändern sich diese nächtlichen Eindrücke und die damit verbundenen Ängste nicht. Dann ist auch noch das Verhalten von James, ihrem Familienhund, auffällig. Er wirkt träge, total erschöpft. Bei einem Einbrecher hätte er doch bellen müssen. Spätestens als Marco beim Spaziergang mit James im noch unbewohnten Nachbarhaus, bei dem zu seiner Verwunderung die Haustür offenstand, eine weibliche Leiche findet, kam bei mir so richtig Spannung auf. Die sich auch im Folgenden fast bis zum Schluss gehalten hat. Von mir gibt’s insgesamt 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

am Anfang recht unglaubwürdig

Wer Verderben sät
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Elza arbeitete als Lesehelferin auf dem Weingut der Familie Wagensonner in einem kleinen Ort in Österreich. Sie ist sogar mit Lorenz Wagensonner eine Vernunftsehe eingegangen. Lorenz ist eher wortkarg, ...

Elza arbeitete als Lesehelferin auf dem Weingut der Familie Wagensonner in einem kleinen Ort in Österreich. Sie ist sogar mit Lorenz Wagensonner eine Vernunftsehe eingegangen. Lorenz ist eher wortkarg, überschüttet sie zwar nicht mit überbordender Liebe, aber er behandelt sie gut. Doch eines Morgens erwacht sie und Lorenz liegt mit Schaum vorm Mund leblos neben ihr im Bett. Elza ist voller Angst, dass die ihr gegenüber misstrauischem Dorfbewohner, die jeglichen Kontakt mit ihr meiden und nur schlecht über sie reden, in ihr seine Mörderin sehen würden. Sie trifft nach Stunden des Grübelns eine Entscheidung….
Das Buch liest sich recht flüssig. Jedoch habe ich Elzas Entscheidungen als nicht ganz nachvollziehbar empfunden. Gleiches trifft auch auf die Arbeit sowohl der österreichischen als auch der ungarischen Polizei zu. Mit welch nichtigen Erklärungen die sich zufriedengegeben haben, empfand ich als unrealistisch.
Natürlich war es spannend sich selbst Gedanken zu den immer wieder bei Elza eintreffenden Zetteln mit „Ich weiß, was du getan hast.“ zu machen. Einige sind als offene Drohung verfasst. Elzas einziger Verbündeter, denn sonst kann sie sich niemandem anvertrauen, ist der nach einem Unfall querschnittsgelähmte Nachbarsohn Rupert. Aber auch er scheint nach einiger Zeit von den Ereignissen überfordert zu sein. Erst im letzten Drittel nimmt die Spannung im Buch so richtig an Fahrt auf. Was unter anderem auch an der unerwarteten Auflösung der Todesfälle liegt. Insgesamt gebe ich 3,5 Lese-Sterne.

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