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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2020

Leider nicht der stärkste Teil der Reihe, aber dennoch lesenwert!

True North - Unser Traum von Für immer
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Ein weiteres Mal habe ich die Möglichkeit bekommen eine Reise in den beschaulichen Bundesstaat Vermont zu unternehmen. Dieses Mal an der Seite von Skye und Benito, der zur Familie Rossi gehört und bereits ...

Ein weiteres Mal habe ich die Möglichkeit bekommen eine Reise in den beschaulichen Bundesstaat Vermont zu unternehmen. Dieses Mal an der Seite von Skye und Benito, der zur Familie Rossi gehört und bereits in Band 4 und 5 mit von der Partie war.

Ich kann es nicht leugnen, der Schreibstil von Sarina Bowen trifft bei mir immer wieder ins Schwarze! Das Lob gebührt allerdings nicht nur der Autorin, sondern in diesem Falle auch der Übersetzerin Wanda Martin, die in der Lage ist, uns den Text auch im Deutschen flüssig lesen zu lassen und damit das Leseerlebnis nicht schmälert.

Auch nach einer halbjährigen Pause konnte ich sehr schnell wieder in die Geschichte rund um die Shipleys und Rossis einsteigen. Durch immer wiederkehrende Rückblenden in der dritten Person erzählt Skye ihre Geschichte zur Zeit der Highschool, in der sie Benito kennen und lieben gelernt hat. Dazwischen finden sich in der ersten Person Beschreibungen der jetzigen Zeit, in der Skye unverhofft nach Vermont zurückkehren und sich damit mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss.

Insgesamt war dies für mich neben Teil 1 der bisher schwächste Band der Reihe. Die gewählten Themen sind für mich einfach schon zu oft in anderen Büchern vorgekommen. Nichtsdestotrotz habe ich auch diese Geschichte der Autorin in Rekordzeit gelesen, denn mir gefiel die Dynamik zwischen den Hauptprotagonisten sehr, ich bin also definitiv nicht enttäuscht. Band 7, in dem es um Dylan, dem jüngsten Spross der Shipleys geht, ist dementsprechend schon gekauft und wartet darauf von mir gelesen zu werden!

Fazit: Leider nicht, das stärkste Buch der Reihe, aber dennoch vor allem aufgrund des Umgangs zwischen Benito und Skye eine wirklich rührende Geschichte!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2019

Ein Jugendbuch über ein wirklich wichtiges Thema

Wie du mich siehst
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Auch wenn das Cover eher schlicht gehalten ist, sticht es doch aus der Masse hervor durch die deutliche Trennung von schwarzer und weißer Farbe. Dadurch bin ich sehr schnell auf das Buch aufmerksam geworden, ...

Auch wenn das Cover eher schlicht gehalten ist, sticht es doch aus der Masse hervor durch die deutliche Trennung von schwarzer und weißer Farbe. Dadurch bin ich sehr schnell auf das Buch aufmerksam geworden, aber unter anderem auch aufgrund des mit einem Kopftuch gezeichneten Mädchens, das Shirin, die Protagonistin der Geschichte darstellen soll. Man erkennt dadurch recht schnell, dass sich das Buch wohl um den Konflikt zwischen Menschen mit einer anderen Kultur und der „heimischen“ Bevölkerung drehen wird.

Diese Thematik finde ich äußerst spannend. Die Auseinandersetzung bzw. die Begegnung mit einer anderen Religion, mit anderen Bräuchen und –ganz banal- einem anderen Aussehen findet in Deutschland eigentlich tagtäglich statt. Allerdings kennt man dadurch nicht automatisch den Menschen der sich unter einem Kopftuch oder ähnlichem verbirgt. In dieser Geschichte gehen viele Mitmenschen Shirins aber davon aus, dass alle Muslime, vor allem diejenigen, die ihre Kultur nach außen tragen, gemeingefährlich sind und man besser die Straßenseite wechseln sollte.

Zu Beginn der Geschichte habe ich eine gewisse Zeit gebraucht, um mit Shirin warm zu werden, was allerdings nichts mit dem Schreibstil der Autorin zu tun hatte. Shirins Ausdrucksweise erschien mir teilweise etwas „derb“ und war stellenweise sehr fäkalienlastig. Außerdem versteht man als Leser nicht sofort, wieso sie anderen gegenüber so distanziert und feindseelig eigestellt ist. Nach und nach versteht man allerdings, wie sehr die junge Frau – nur weil sie sich anders kleidet als andere- unter ihren Mitschülern leidet, unter der Art wie sie von anderen angesehen, beschimpft oder auch körperlich misshandelt wird. Ihr Leben scheint einfach nicht fair zu sein und nicht einmal ihre Eltern stehen ihr bei, da sie sich doch einfach zusammenreisen solle – sie selbst (also die Eltern) hätten viel schlimmere Dinge im Iran erlebt.

Mit jeder weiteren Seite verliebt sich die Protagonistin gegen ihren eigenen Willen aber auch ein Stückchen mehr in Ocean. Diese Annäherung der beiden wirkte auf mich so authentisch wie es schon lange keine sich entwickelnde Romanze getan hat. Umso wütender wurde ich mit jedem weiteren Satz der die beiden wieder ein Stückchen auseinandergetrieben hat. Mich hat es wirklich schockiert, mit welchen Widerständen die beiden zu kämpfen hatten und mit welcher Vehemenz den beiden Steine in den Weg gelegt wurden. Ich musste stellenweise weinen, wollte am liebsten irgendetwas durch den Raum werfen und Scherben produzieren, aber gleichzeitig wollte ich den beiden zurufen, nicht aufzugeben und für sich einzustehen. Dass mich eine Erzählung so mitnimmt, habe ich schon sehr lange nicht mehr erlebt.

Die in der Geschichte beschriebenen Probleme, sind vor allem in Zeiten der verstärkten Fluchtversuche so vieler Menschen aus Ländern in denen Kriege oder andere Katastrophen herrschen, aktueller denn je. Dieses Buch versucht begreiflich zu machen, dass selbst Menschen, die sich durch das Erlernen der Sprache und der Akzeptanz der neuen Kultur in die Gemeinschaft eingegliedert haben, immer noch angefeindet werden. Diese Tatsache ist einfach traurig. Allerdings stellt Tahereh Mafi klar, dass auch die Menschen, die anfeindet werden, nicht frei von Vorurteilen sind und sich möglicherweise dadurch selbst ins Abseits stellen.

Fazit: Man muss dieses Buch einfach lesen! Mich hat dieses Buch auf eine Weise berührt, wie es bisher nur wenige Geschichten getan haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2019

Einfach hervorragend!

Ein bisschen Romantik, bitte!
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Ein weiteres Buch aus der Feder von Saskia Louis und ich bin wieder Feuer und Flamme! Nachdem ich mich in den letzten Wochen mit eher mäßigem Erfolg zum Lesen hatte aufraffen können, habe ich dieses Buch ...

Ein weiteres Buch aus der Feder von Saskia Louis und ich bin wieder Feuer und Flamme! Nachdem ich mich in den letzten Wochen mit eher mäßigem Erfolg zum Lesen hatte aufraffen können, habe ich dieses Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen. Es macht einfach Spaß, die wie immer sehr humorvollen und oftmals ironischen Sätze zu lesen. Mein Lesefluss kam zu keiner Zeit ins Stocken, vielmehr bin ich durch die Seiten geflogen und war nach sehr kurzer Wiedereingewöhnung in Eden Bay angekommen.

Ein besonderes Schmankerl dieser Geschichte ist die Tatsache, dass die Hauptperson Norah den Beruf der Liebesroman-Autorin gewählt hat, allerdings seit geraumer Zeit nicht mehr an die Liebe glaubt und jegliche Inspiration verloren hat. Dadurch, dass Saskia Louis ebenfalls dieses Genre bedient, werden einige Probleme , die mit dem Schreiben zusammenhängen -vor allem die gefürchtete Schreibblockade- thematisiert, aber auch die Liebesgeschichte als solche nicht so ernst genommen wie gewohnt.
Ich war mir eigentlich fast sicher, dass Jared der nächste sein würde, der sein Single-Dasein gegen eine glückliche Beziehung eintauschen würde und so war es dann auch. Die Art und Weise wie sich bei ihm der Entwicklungsprozess vollzogen hat, war allerdings ganz anders als erwartet. Ich hätte nicht gedacht, dass mir der eingefleischte Junggeselle derart ans Herz wachsen könnte. Vielleicht hatten seine von ihm zubereiteten Süßkartoffel-Pommes einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss darauf.

Aber vor allem die wahrheitsliebende Norah, die ihre eigene Meinung zu keiner Zeit zurückgehalten hat, war das absolute Highlight des dritten Teils der Eden-Bay-Reihe. Ich bin selbst leider nicht so entwaffnend ehrlich und war begeistert davon wie leicht mich die junge Frau für sich einnehmen konnte. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen, hatte Norah tatsächlich etwas mit ihrer Schriftstellertätigkeit erreicht. Gleichzeitig konnte man erahnen, wie schnell dieses Business Lesenachschub fordert und Deadlines ebenso wie persönliche Schicksalsschläge die Kreativität beeinflussen können. Beim Lesen mache ich mir viel zu selten klar, welch immense Arbeit und Disziplin hinter dem Schreiben von Büchern steckt, die man innerhalb weniger Stunden ausgelesen hat, die den Autor jedoch Monate kosten.

Besonders amüsant war der jeweilige Einstieg in die Kapitel, der zum Teil auf Bücher verwies, die aus der Hand der Autorin selbst stammten oder aus anderen bekannten Romanen oder Filmen adaptiert, aber derartig verändert wurden, dass man nicht anders konnte als darüber zu lachen.

Und natürlich waren auch wieder einige Einwohner des kleinen Städtchens am Start, die man schon aus den vorherigen Büchern kannte. Dieses Konzept verfolgt Saskia Louis bei fast jeder ihrer bisher erschienenen Buchreihen, wodurch man sich als Leser bereits darüber Gedanken machen kann, wer wohl zum Mittelpunkt der nächsten Geschichte in Eden Bay werden könnte. Es sind noch einige Herzen nicht besetzt, worüber ich mich sehr freue, denn dadurch steht einer erneuten Rückkehr in die Kleinstadt nichts im Wege!

Fazit: Dieses Buch ist für mich bisher der beste Teil der Reihe. Saskia Louis überzeugt durch ihren humorvollen Schreibstil und ihrer Fähigkeit Klischees für sich zu nutzen und teilweise ad absurdum zu führen. Es macht einfach Spaß Geschichten über die Bewohner von Eden Bay zu lesen.

Veröffentlicht am 11.03.2019

Locker leichter Young-Adult-Roman zum Verlieben

Du bist der Liebe nicht egal
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Nunja, das Cover ist nicht besonders vielsagend, sondern mutet eher etwas 08-15 an. Allerdings nimmt man mit dem Titelbild durchaus Bezug zum See, der eine wichtige Rolle in Kates Leben spielt, sodass ...

Nunja, das Cover ist nicht besonders vielsagend, sondern mutet eher etwas 08-15 an. Allerdings nimmt man mit dem Titelbild durchaus Bezug zum See, der eine wichtige Rolle in Kates Leben spielt, sodass die Gestaltung durchaus ihre Berechtigung hat.

Allerdings hat mich nicht das Titelbild, sondern vielmehr der Name der Autorin des Buches dazu bewogen den Klappentext zu lesen, den ich durchaus ansprechend fand.

Mir hat der Schreibstil ausgesprochen gut gefallen. Ich bin geradezu durch die Seiten des Buches geflogen und hatte nie das Gefühl, dass sich das Buch in die Länge zieht. Dass sich das Buch um das Thema Podcast dreht, fand ich sehr spannend. Ich höre dieses Format zwar selbst nur sehr selten, allerdings bewundere ich Menschen, die in der Lage sind auf Knopfdruck über ein bestimmtes Thema zu sprechen und ihre Zuhörer damit zu begeistern.

Ich habe zwar schon relativ früh erkannt, in welche Richtung die Geschichte sich entwickeln würde, aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Die Protagonisten sind mir einfach ans Herz gewachsen, dann fällt ein etwas vorhersehbarer Handlungsverlauf nicht so sehr.

Die Erzählung besticht nicht unbedingt durch aberwitzige Wendungen, allerdings erwartet man das von Büchern dieses Genre auch nicht. Vielmehr vermittelte mir der Roman einfach ein gutes Gefühl und ich hatte Spaß beim Lesen.

Fazit: Ein locker leichter Young-Adult Roman, der mir ausgesprochen gut gefallen hat. Die Geschichte wird nicht die letzte sein, die ich von der Autorin lesen werde.

Veröffentlicht am 11.03.2019

Ein Debüt, das Lust auf Meer macht

Tiefseeherz
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Das Titelbild ist schlicht und ergreifend zauberhaft. Die Farben passend zum Meeresthema, die Wahl der Schrift für den Titel des Buches, das Mädchen mit den geschlossenen Augen – all diese Elemente fügen ...

Das Titelbild ist schlicht und ergreifend zauberhaft. Die Farben passend zum Meeresthema, die Wahl der Schrift für den Titel des Buches, das Mädchen mit den geschlossenen Augen – all diese Elemente fügen sich zu einem harmonischen Bild zusammen. Am liebsten würde ich das Buch schon jetzt als Print in meinem Regal stehen sehen.
Ich bin schon vor einer ganzen Weile als großer Fan des loomlight-Verlages auf die Autorin der Geschichte aufmerksam geworden. Ein romantisches Fantasyabenteuer in einem fiktiven kleinen Städtchen direkt am Meer – das klang in meinen Ohren sehr vielversprechend. Außerdem sollte man jungen Autorinnen und Autoren -wenn immer möglich- eine Chance geben sich zu beweisen.

Da es sich um das Debüt der Autorin Johanna Rau handelt, waren meine Erwartungen nicht unermesslich hoch. Mehr als positiv überraschen konnte mich der flüssige Schreibstil. Eigentlich sind Bücher, die im Präsens geschrieben sind, nicht unbedingt mein Fall. Aus welchen Gründen auch immer sorgt diese Zeitform dafür, dass ich nur sehr stockend in die Erzählung starten kann. Ich war allerdings nach kurzer Eingewöhnungsphase in Lavender so fasziniert von der Art und Weise wie Johanna mit der deutschen Sprache umgehen kann, dass ich überhaupt nicht über die Gegenwartsform gestolpert bin. Man fühlt sich direkt wohl in Lizzies Familie, auch wenn mir ihre Mutter und Schwester schon beim Lesen etwas anstrengend vorkamen, allerdings haben die beiden auch für lustige Momente gesorgt.

Der Roman wird ausschließlich aus der Sicht der Protagonistin Lizzie erzählt. Jacks Perspektive habe ich eigentlich zu keiner Zeit vermisst. Manchmal ist es durchaus spannend nicht sofort alle Einzelheiten im Leben der beiden Hauptpersonen zu kennen, sondern erst nach und nach die einzelnen Puzzleteilchen miteinander zu verknüpfen.

Die Grundidee des Buches hat mir durchaus gefallen, die Umsetzung war mir an der ein oder anderen Stelle allerdings zu unausgereift. Teilweise konnte ich mir gewisse Sachverhalte einfach nicht wirklich vorstellen. Außerdem wirkte die Lösung der Probleme, denen sich die mitwirkenden Personen gegenübersahen, etwas zu sehr gewollt, ebenso wie die Verkettung der glücklichen Zufälle, die zum Ende hin recht häufig vorkamen und das Buch unrealistisch wirken ließen.

Davon abgesehen gefiel mir die von Johanna geschaffene Welt sehr gut und ich bin mir sicher, dass wir noch viel von dieser vielversprechenden Jungautorin hören werden.

Fazit: Ein unglaublich flüssiger Schreibstil machen dieses Buch besonders reizvoll. Allerdings wirkt die Geschichte in meinen Augen vor allem zu Ende hin etwas übereilt und unrealistisch. Inhaltlich ist also durchaus noch Luft nach oben da. Ich hoffe allerdings trotz alledem bald weitere Geschichten der lieben Johanna lesen zu dürfen!