Platzhalter für Profilbild

Redrose

Lesejury Star
offline

Redrose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Redrose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2025

Hotel Liebelei, ankommen und wohlfühlen

Das kleine Berghotel in Südtirol / Kochduell im Berghotel
0

Im wahren Leben würde ich wahrscheinlich nicht im Berghotel Liebelei in Südtirol einchecken. Zum einen geht es vorrangig darum, dass Singles mit Hilfe des magischen Wasserfalls ihren Seelenpartner finden ...

Im wahren Leben würde ich wahrscheinlich nicht im Berghotel Liebelei in Südtirol einchecken. Zum einen geht es vorrangig darum, dass Singles mit Hilfe des magischen Wasserfalls ihren Seelenpartner finden und zum anderen brauche ich mein eigenes Bad. Von der beschwerlichen Anreise möchte ich überhaupt nicht reden, die hat Köchin Friederike bereits hinreichend getestet und ich habe mit der Ärmsten mitgefühlt. 😉

Wie immer gelingt es der Autorin mich in die Geschichte einzusaugen, schon nach wenigen Sätzen werde ich Teil der Crew und warte gespannt auf die Neuankömmlinge. Neben Köchin Freddy, die ganz sicher für mein kulinarisches Wohlbefinden sorgen wird, gibt es auch ein Wiedersehen mit einem Protagonisten aus einer anderen Serie der Autorin, was für ein gelungenes Crossover.

Sascha, Gourmetkoch mit drohendem Burnout, ist mir anfangs nicht so sympathisch, ein richtiger Macho, der hauptsächlich mit unsensiblen Sprüchen auffällt, aber seine Hündin liebt ihn über alles, dann kann er ja so schlimm nicht sein.

Bei einem Kochduell zwischen Hausmannskost und haute Cuisine bin ich unentschlossen, mir schmeckt beides und direkt nach Ende des Buches hatte ich so richtig Lust auf Südtiroler Schlutzkrapfen, glücklicherweise gibt es sogar ein Rezept hierfür im Buch.

Die Atmosphäre auf dem Berg, der Wasserfall und Oma Rosie, dies alles ist dann doch die beschwerliche Anreise wert und das Berghotel ist mein Happy Place geworden. Hier scheint die Welt noch in Ordnung, das Wasser ist klar, die Luft rein und Schurken haben hier nichts zu suchen.

Viel zu schnell ist die Geschichte schon wieder ausgelesen und ich drücke uns allen ganz fest die Daumen, dass es weitergeht mit dem Berghotel. Von mir gibt es 5 Kochlöffel für das Kochduell im Berghotel und eine Leseempfehlung für alle, die sich mal wieder für ein paar Stunden wegträumen möchten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2025

Klassentreffen sind höchst gefährlich

Liebe ist nicht von gestern
0

Ich weiß schon, warum ich kein Fan von Klassentreffen bin. Plötzlich sieht man jede Menge Leute wieder, die man schon in der Schulzeit nicht gemocht hat und das hat sich im Laufe der Jahre auch nicht geändert. ...

Ich weiß schon, warum ich kein Fan von Klassentreffen bin. Plötzlich sieht man jede Menge Leute wieder, die man schon in der Schulzeit nicht gemocht hat und das hat sich im Laufe der Jahre auch nicht geändert. Oder alte Gefühle für die Jugendliebe kochen hoch, weshalb es schon einige Ehen gab, die an einem Klassentreffen gescheitert sind. 😉.

Für Mila wird das erste Klassentreffen nach 15 Jahren bitter. Auf der Abschlussfeier hatte sie noch mit ihren großen Karriereplänen geprahlt und musste nach einem großen Fehler inzwischen wieder in ihr Kinderzimmer bei ihrer Mutter einziehen. Aber das versucht sie noch zu verbergen, wie überhaupt jeder aus ihrer Klasse etwas zu verbergen hat.

Wie ein großer Unbekannter so nach und nach die Geheimnisse ihrer Klasse enthüllt, die sie vor 15 Jahren in einer Zeitkapsel in der Erde vergraben haben, ist faszinierend zu lesen und berührend zu gleich. Nicht jede Katastrophe aus der Teenagerzeit ist bei Licht betrachtet auch tatsächlich eine und manche bieten auch eine Chance, wenn man sie denn erkennt.

Marie Kronemann schreibt Bücher, die berühren. Ihre Protagonisten sind Menschen wie du und ich, mit allen Fehlern und Schwächen, aber auch liebenswerten Seiten, in denen wir uns wiedererkennen dürfen.

Die erste große Liebe, Liebeskummer, Geheimnisse mit der besten Freundin, Mobbing, hier findet jeder etwas, was ihn an die Schulzeit erinnert, und ich fühle mich ein wenig nostalgisch und lasse meine eigene Jugend Revue passieren. An die Träume, die man damals gehabt hat und über was für Dinge man sich aufgeregt hat, worüber man heutzutage nur den Kopf schütteln würde.

„Liebe ist nicht von gestern“ überrascht mit immer neuen Wendungen und macht süchtig nach mehr. Gemeinsam mit den Bewohnern der Kleinstadt warte auch ich gespannt auf die Veröffentlichung der neuesten Geheimnisse und genieße den Klatsch und Tratsch. Manche Personen werden mir erst so richtig sympathisch, nachdem ihre Schwächen offengelegt wurden oder zu mindestens sind ihre Handlungen dann nachvollziehbar.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne für diese wunderbare Geschichte und bin schon gespannt, was als Nächstes von der Autorin kommt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2025

Mit dieser Familie braucht man keine Feinde

Nordseerätsel
0

Obwohl ich schon einige Bücher der Autorin gelesen habe, ist Nordseerätsel mein erstes Buch mit Ralphael Freesen, dem Detektiv von der Insel Föhr. Dabei habe ich bereits zwei Vorgängerbände verpasst, die ...

Obwohl ich schon einige Bücher der Autorin gelesen habe, ist Nordseerätsel mein erstes Buch mit Ralphael Freesen, dem Detektiv von der Insel Föhr. Dabei habe ich bereits zwei Vorgängerbände verpasst, die es gleich auf meine Wunschliste schaffen.

Schon nach den ersten Seiten ist mir klar, dass hier eine dichte Geschichte auf mich wartet. Unglaublich, was die Autorin alles hineinpackt. Rückblenden in ein Verschickungsheim auf Föhr, die Bändigung des Womanizers Raphael und natürlich das große Rätselspiel eines alten Mannes, der im Stile von Agatha Christie seine Familie und Erben gerne mal vorführt und ihnen dabei einen Gewinn von 100.000,00 Euro vor die Nase hält.

Die Dynamik innerhalb dieser Familie, wie jeder dem anderen den Gewinn nicht gönnt und es sich mal wieder zeigt, dass Geld den Charakter verdirbt, das alles ist höchst amüsant zu lesen. Dass ausgerechnet der esoterisch angehauchte Typ, der sich selbst Sommerwind nennt und gerne mal Bäume umarmt, der sympathischste der Familie ist, hätte ich auf den ersten Blick auch nicht gedacht.

Heike Denzau erzeugt eine Spannung, die mich immer wieder die Seiten umblättern lässt, ich muss unbedingt die Rätsel lösen und als dann auch noch der Tod einzieht, auf Mörderjagd gehen. Immer wieder werde ich dabei mit unerwarteten Wendungen überrascht und am Schluss wird es auch noch höchst dramatisch, einfach klasse.

Nordseerätsel hat mich begeistert und ausgezeichnet unterhalten. Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und empfehle dieses Buch weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2025

Verwirrender Beginn, spannender Mitteilteil, schockierendes Ende

Alpenglühen
0

Alpenglühen startet mit einem unheimlichen Nachbarn, viel Blut, aber keiner Leiche und es dauert eine Weile, bis die Zusammenhänge erkennbar werden.

Die Autorin spielt mit ihren Protagonisten und mit ...

Alpenglühen startet mit einem unheimlichen Nachbarn, viel Blut, aber keiner Leiche und es dauert eine Weile, bis die Zusammenhänge erkennbar werden.

Die Autorin spielt mit ihren Protagonisten und mit meinen Gefühlen. Nicht nur Hauptkommissar Florian Forster weiß lange nicht, wem er trauen kann und wer gut und wer böse ist.

Ich tappe im Dunkeln und erst spät erkenne ich, wie raffiniert mich die Autorin an der Nase herumgeführt hat, klasse.

Alpenglühen entführt mich in das beschauliche Allgäu, welches sich nur vordergründig als Idylle entpuppt. Ich mag diesen Wechsel von geschürten Erwartungen und der Realität und vergebe 5 Sterne für diese Achterbahnfahrt der Gefühle.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2025

Nervenzerfetzende Spannung im schönen Wien

Mörderische Wahrheiten
0

Nach den fesselnden Entwicklungen um Carlotta Fiores Privatleben und dem fiesen Cliffhanger aus „Wiener Totenlieder“, geht es im zweiten Teil endlich weiter. Und gleich mit erheblichem Tempo, denn es scheint ...

Nach den fesselnden Entwicklungen um Carlotta Fiores Privatleben und dem fiesen Cliffhanger aus „Wiener Totenlieder“, geht es im zweiten Teil endlich weiter. Und gleich mit erheblichem Tempo, denn es scheint wieder einen Serienmörder in Wien zu geben. Die Morde an Jugendlichen erinnern sehr an einen Serienmörder, der vor 30 Jahren geschnappt wurde, aber dieser kann es nicht sein, da er erst kürzlich im Gefängnis verstorben ist. Die Jugendlichen wollen sich trotzdem nicht einsperren lassen und leider wird allzu oft der falschen Person das Vertrauen geschenkt. Als Leserin sehe ich das Unheil kommen, aber muss hilflos mitansehen, wie es zu weiteren Morden kommt.

Wobei Täter und Motiv für mich bis zum Schluss im Dunkeln liegen, Theresa Prammer gelingt es meisterlich mich an der Nase herumzuführen und liefert immer neue Verdächtige, weshalb ich nicht aufhören kann zu lesen, „Mörderische Wahrheiten“ ist einfach zu spannend.

Wie fühlt man sich wohl als Familie eines Serienmörders? Hat die Ehefrau wirklich nichts geahnt von den Untaten ihres Mannes? Kann ich meinen freundlichen Nachbarn trauen oder steckt womöglich in einem von ihnen ein Untier?

Zentrale Figur neben Carlotta ist wieder einmal Konrad Fürst, der ehemalige Polizeibeamte, mit dem größten Wissen über den verstorbenen Serientäter, aber seit seinem Erwachen aus dem Koma kann sich Fürst an nichts mehr erinnern. Was für ein schreckliches Gefühl muss das sein, wenn du schon einen Großteil deines Lebens gelebt hast und dich an nichts davon mehr erinnern kannst? Oder ist das auch eine Chance auf einen Neubeginn? Alles besser machen?

Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf, während alles auf den großen Showdown zusteuert.

Theresa Prammer schafft authentische Figuren mit Herz, deren Schicksal mich nicht kalt lässt. Mein Herz blutet und ich wünsche mir so sehr, dass die Suche des Vaters nach der verschwundenen Tochter nach so vielen Jahren ein Happyend bekommt.

Wer sich selbst in der spannenden Welt von Carlotta verlieren möchte, dem empfehle ich, unbedingt mit „Wiener Totenlieder“ zu starten und dann die „Mörderische Wahrheiten“ zu erfahren, obwohl beide Bände unterschiedliche Mordfälle beinhalten. Aber es lohnt sich beide Bücher zu lesen und ich bin jetzt schon sehr gespannt auf den dritten Teil.

Ich vergebe verdiente 5 Sterne für diese mitreißende Reihe und halte Ausschau nach weiteren Büchern von Theresa Prammer.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere