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Veröffentlicht am 04.12.2019

Ein durchschnittliches Buch

Next to You
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Mir wurde dieses Buch durch NetGalley vom LYX Verlag zur Verfügung gestellt.

Der erste Gedanke nach diesem Buch war “Band 1 ist besser”. Ganz ehrlich war zu erwarten, denn Band 1 ist fast immer besser ...

Mir wurde dieses Buch durch NetGalley vom LYX Verlag zur Verfügung gestellt.

Der erste Gedanke nach diesem Buch war “Band 1 ist besser”. Ganz ehrlich war zu erwarten, denn Band 1 ist fast immer besser und dieser Band war nicht schlecht, aber Band 1 war besser. Ich weiß, ich wiederhole mich hier.

Aber kommen wir zunächst einmal zu den guten Dingen von diesem Buch, bevor ich euch sage, was mich gestört hat. Addison ist ein Plussizemodel und somit haben wir endlich mal eine Hauptperson, die keinen perfekten Körper hat! Nicht nur das, nein es wird auch immer wieder erwähnt, dass sie Plussize ist. Das kann manchmal nervig sein, aber isgesamt fand ich es eher positiv, denn ich neige dazu sowas schnell zu vergessen. Addison wird als Powerfrau dargestellt, doch sie ist keineswegs perfekt, auch sie überkommen zweifel und auch sie nagt an kleinen Sätzen rum, die mal vor Jahren zu ihr gesagt wurden. Und das macht sie sympatisch.

Drake ist auf den ersten Blick ein typischer Bad-Boy, selbstverliebt, rücksichtslos und jede Nacht ne andere. Doch für ihn ist Addison was ganz besonders, bei ihr kann er endlich Gefühle zu lassen und endlich offenbaren, was sein wahrer Typ Frau ist. Klingt oberflächlich, langweilig und vorhersehbar. Ist er auch. Man braucht nur den Klappentext zu lesen und man weiß schon wie das Buch ausgehen wird. Seine tragische Vergangenheit wirkt auch nicht gerade ausgearbeitet.


Gestört an dem Buch hat mich unter anderem, dass wir die erste Hälfte des Buches ein ewiges Hin und Her zwischen Addison und Drake ist. Erst wird geflirtet und dann kann die Beziehung nicht sein, weil Gründe. Aber die Anziehung zwischen den beiden ist so groß, da können sich die beiden gar nicht wehren. Und nach ca. 170 Seiten kommt dann die große Überraschung, alle Zweifel haben sich wie durch Zauberhand in Luft aufgelöst und sie sich zusammen. Aber dann geht auf einmal alles viel zu schnell. Gefühlt jede Seite erreichen die beiden einen neuen Meilenstein ihrer Beziehung (Achtung, leichte Übertreibung) und es besteht kaum Zeit das die Bindung zwischen den beiden sich festigt.

So kommen wir noch zu ein paar inhaltlichen Kleinigkeiten, die mich nerven. Sie ist ja angeblich so ein tolles Model, aber hat immer nur dann Termine, wenn sie nicht für ihn arbeiten muss, oder wie? Richten sich die großen Labels nach ihrem Terminplan oder sagt ihre Agentur einfach alle Termin ab, die ihr nicht passen. Und der zweite Punkt ist, dass er sie immer so anhimmelt und mit Komplimenten überhäuft, aber er bekommt nie eins, weil “sein Ego ja schon groß genug ist”? Mädel, dein Ego ist vielleicht auch groß genug, vielleicht solltest du auch mal geben und deinem Freund sagen, dass er dir wichtig ist. Und dann gibt es noch ein Szene in der sie Nein sagt und er weiter macht, auf den ersten Blick ein absolutes No-Go, aber dann stellt sich heraus ihr Nein war kein ernst gemeintes Nein. Wie sollen wir der Gesellschaft klar machen, dass Nein Nein bedeutet wenn es noch nicht einmal feministische Hauptfiguren schaffen?

Der Schreibstil und der Inhalt ermöglichen einen ohne Probleme schnell in das Buch rein zu kommen und auch nach zwei Wochen Pause ohne Probleme mitten im Kapitel wieder anzufangen, ich hab es für euch getestet. Das man aufhört zu lesen und keine Motivation hat weiter zu machen liegt aber eher am Inhalt. Der Schreibstil ist sehr gut und macht Spaß.

Mein Fazit zu “Next to You”
Es war ganz nett, aber mehr auch nicht. Ich kann mich über ein paar dinge aufregen und ein paar Dinge finde ich gut. Es war einfach nicht herausragend gut oder schlecht. Einfach nur noch ein Klischeebelastet New Adult Buch, das nicht aus der Menge herausstechen kann. So sehr ich mich auch über Plussize gefreut habe, der Rest darf deshalb nicht vernachlässigt werden.

Veröffentlicht am 27.11.2019

Ein langer Epilog

Palace of Blood - Die Königin
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Mir wurde dieses Buch über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Nachdem letzten Satz von Band 3 braucht man dieses Buch! Ich wusste das zum Glück schon bevor ich den dritten ...

Mir wurde dieses Buch über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Nachdem letzten Satz von Band 3 braucht man dieses Buch! Ich wusste das zum Glück schon bevor ich den dritten Band gelesen habe, naja eigentlich schon bevor ich Band 1 gelesen habe, weil ich ziemlich spät mit der Reihe angefangen habe und Vera (Verasliteraturtraum.de) mir davon erzählt hat. Ich habe daraus den Schluss gezogen den dritten erst anzufangen, wenn ich den vierten zuhause habe. Also habe ich innerhalb von wenigen Tagen Band 3 und 4 verschlungen.


War das eine gute Entscheidung? Nicht unbedingt. Es war natürlich super, nach diesem Ende sofort mit Band 4 weiter zu machen und nicht tausend Tode zu sterben, weil der letzte Satz so grausam ist. Aber Band 4 ist auch einfach so anders im Vergleich zu den ersten drei Bänden, dass ich gebraucht habe um vollständig in das Buch rein zukommen. Es gibt einfach viel zu viele Perspektiven.

Ich habe am Anfang von Reihen immer Probleme damit all die unterschiedlichen Personen auseinander zuhalten, aber mir ist es noch nie in einem 4. Band passiert. Versteht mich jetzt nicht falsch, ich habe die ersten drei Bände aufmerksam gelesen, aber ich brauchte in diesem Band ab und zu einen Moment um zu verstehen, wie die einzelnen Charaktere zu einander stehen.


Abgesehen davon stellt sich bei diesem Buch natürlich auch noch die Frage, ob die Trilogie einen vierten Band braucht. Ganz ehrlich, Nein. Dieser Band wäre nicht notwendig gewesen, das offene Ende beim 3. Band hat mir irgendwie gefallen. So stand der Fokus darauf wie Rea zu sich selbst steht und ob sie mutig genug ist öffentlich zu bekennen was sie ist, mit Band 4 geht der Fokus jetzt aber auf die Bewegung. Das Happy End ist nicht, wie Rea zu sich selbst steht, sonder es geht darum wird am Ende die richtige Person auf dem Thron sitzen.

Ein Kritikpunkt, den viele Leser auf Lovelybooks äußern, ist das sich dieses Buch wie ein zu langer Epilog anfühlt. Und das trifft es genau. Das bisschen Action, dass passiert, wird sofort in den ersten Seiten platziert, so dass man gefühlt nur noch ein Geschichte über das Happy End liest. Es zog sich einfach, da man nicht mehr das gewöhnte Tempo hat.


Aber abgesehen davon, habe ich es genossen. Es war einfach schön wieder in die Welt einzutauchen und zu erleben wie es nun wirklich weiter geht. Es war gut ein Ende zu haben, denn sonst hätte ich garantiert zu denen gehört, die ständig rum jammern, dass es kein richtiges Ende gibt. Es hat uns allen also eine Menge Leid erspart.

Mein Fazit zu “Palace of Blood”

Es war schön ein Ende zu haben. So musste man sich nicht durch Fanfictions wühlen, bis man ein würdiges Ende findet. Aber das ist auch mit das Beste am Buch, einen Abschluss zu haben und noch einmal in die Welt eintauchen zu können. Insgesamt war das Buch nach dem starken 2 und 3 Band eher enttäuschend, auch wenn ich froh bin, es gelesen zu haben. Für Fans definitiv ein Muss, aber nur für dieses Buch würde ich jetzt nicht die Reihe anfangen. Für das 3 Buch aber schon.

Veröffentlicht am 17.11.2019

Ein toller Own Voices Roman

Kissing Lessons
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Dieses Buch wurde mir vom Kyss Verlag als Rezensionsexemplar zugeschickt.

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Nicht nur weil das Cover wunderschön ist und es an meinem Geburtstag erschienen ist (irgendwie ...

Dieses Buch wurde mir vom Kyss Verlag als Rezensionsexemplar zugeschickt.

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Nicht nur weil das Cover wunderschön ist und es an meinem Geburtstag erschienen ist (irgendwie fühle ich mich dadurch mit dem Buch verbunden), auch der Klappentext hat mich sofort interessiert. Es geht um eine Liebesgeschichte mit einem Escort und einer Autistin. Ich liebe diversity in New Adult, noch mehr liebe ich sie wenn es Own Voices sind. Und Helen Hoang ist selber Asperger-Autistin, was will man mehr?

Bevor ich euch mehr zum Inhalt verrate, erstmal ein bisschen was über Asperger. Da ich es selber bestimmt nicht korrekt wieder geben kann, hier ein kleiner Auszug von Experten:

"Das Asperger-Syndrom ist eine Form von Autismus. Menschen mit Asperger-Syndrom finden den Umgang mit anderen Menschen und den Aufbau von Beziehungen schwierig. Sie haben aber gute sprachliche Fähigkeiten. Sie neigen dazu, Dinge wörtlich zu nehmen. Oft verarbeiten sie Sinnesreize anders, haben intensive (manchmal sehr spezielle) Interessen und eine Abneigung gegenüber Veränderungen."
(https://autismus-kultur.de/autismus/asperger.html)

Also was heißt das für Stella? Sie hat Schwierigkeiten damit zu erkennen, wann sie mit ihren Fragen zu weit geht oder wann eine Frage oder Aussage nicht ernst gemeint ist. Außerdem nimmt sie Sinnesreize ganz anders auf, zu laute Musik oder ständig wechselndes Licht ist für sie anstrengender als für andere Menschen.

Aber abgesehen davon ist Stella ein ganz normaler Mensch, sie fühlt sich von den Erwartungen ihrer Eltern unter Druck gesetzt und will ihren Erwartungen entsprechen um sie glücklich zu machen. Sie geht zur Arbeit und hat Angst andere zu enttäuschen. Genau deshalb stellt sie Michael an, um ihr beizubringen, wie Sex und Co eigentlich geht. Zu dieser Methode würde nicht jeder greifen, aber an sich ist die Idee nicht schlecht.

In diesem Buch geht es aber nicht nur um Stella, wir lernen auch Michael kennen. Warum er im Escort-Service arbeitet und welche Sorgen er mit sich rumschleppt. Über ihn will ich nicht ganz so viel verraten, da seine Geschichte eher ans Ende des Buch gehört. Aber er ist Bookishboyfriendmaterial! Er ist einfach so gut geschrieben, er ist ein Gentleman, sein Träume und Wünsche sind so gut und ich will einfach mit Stella tauschen!


Aber natürlich gibt es ab und zu auch die typischen New Adult stellen, an denen man einfach nur die Charaktere anschreien will, dass sie endlich miteinander reden sollen. Aber abgesehen davon hat das Buch es geschafft zu unterhalten und ein bisschen über Asperger aufzuklären.

Der Schreibstil ist definitiv nicht für jeden etwas, es wird aus der dritten Person erzählt. Dadurch entsteht erstmal ein wenig Abstand zwischen Leser und Hauptpersonen, aber nach ein paar Kapiteln ist mir das schon gar nicht mehr aufgefallen. Nachdem man sich daran gewöhnt hat ist es leicht in diesem Buch zu versinken und nicht zu merken, dass man schon wieder 100 Seiten gelesen hat.

Mein Fazit
Dieser Own Voices Roman bringt Abwechslung in die New Adult Welt. Bei diesem Buch hatte ich tatsächlich das Gefühl was neues zu lesen, was bei New Adult irgendwie schon erwähnenswert ist. Es sind zwei tolle Charaktere, die man einfach gern haben muss, eine spannende Handlung und nur wenig Frustration aufgrund mangelnder Kommunikation. Ich habe tatsächlich was gelernt, als ich dieses Buch gelesen habe. Also an alle, die ein Auge auf dieses Buch geworfen haben, lest es! Egal ob ihr es kauft oder eure Bibliothek dazu bringt es anzuschaffen, es lohnt sich.

Veröffentlicht am 14.11.2019

Zu sehr wie "Up all Night"

Never Too Close
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Dieses Buch wurde mir als E-Book über NetGalley zur Verfügung gestellt.

Ich hatte Probleme mit den ersten 200 Seiten des E-Books und das ist bei 353 Seiten nicht gut. Das heißt nämlich, dass ich mich ...

Dieses Buch wurde mir als E-Book über NetGalley zur Verfügung gestellt.

Ich hatte Probleme mit den ersten 200 Seiten des E-Books und das ist bei 353 Seiten nicht gut. Das heißt nämlich, dass ich mich durch fast 2 Drittel des Buches gequält habe. Ich hatte einfach die ganze Zeit das Gefühl, dass ich dieses Buch schon gelesen hatte. Es kam mir nämlich so vor, als wenn es das gleiche wie “Up all Night” von April Dawson ist. Nur in Paris statt in New York. Und das war überhaupt nicht fesselnd. Loan und Violette sind so das typische Beispiel von Best Friends to Lovers, an sich nicht unbedingt was schlechtes, doch einfach nicht originell gestaltet.

Aber erstaunlicher weise nach fast 2 Wochen Pause und keinen Erwartungen an die letzten 150 Seiten, ging es doch ganz gut. Okay, ich war gefesselt von der Story und musste sie mitten in der Nacht beenden. Ich weiß so gar ziemlich genau woran es lag, aber das würde jetzt spoilern!

Der Schreibstil ist ganz gut, nicht herausragend, aber einfach zu lesen. Er hilft nur leider nicht dabei über die Handlung hinwegtäuschen, doch das heißt ja schon mal das für diese Autorin noch Hoffnung besteht und die nächsten Bücher besser werden.

Mein Fazit

Gefühlt ist die Hälfte aus “Up all Night” von April Dawson kopiert, natürlich ist der Gefallen komplett unterschiedlich. Aber letztlich sind es zwei beste Freunde und Mitbewohner, die heimlich füreinander Gefühle haben und das nun wirklich nicht neues. Wenn es wenigstens originell umgesetzt wäre, könnte ich bei dem Hype ja mitmachen. Empfehlen kann ich es nur an alle, die “Up all Night” noch nicht gelesen haben und es in naher Zukunft nicht vor haben.

Veröffentlicht am 07.11.2019

Ein überwältigend gutes Buch

Sieh mich an
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Dieses Buch wurde mir über das Bloggerportal vom heyne>fliegt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Momentan lese ich viel über Brandopfer. “Nächstes Jahr am selben Tag”, “Cinder & Ella”, ...

Dieses Buch wurde mir über das Bloggerportal vom heyne>fliegt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Momentan lese ich viel über Brandopfer. “Nächstes Jahr am selben Tag”, “Cinder & Ella”, “Cinder & Ella 2” … Das ist nicht beabsichtig, aber auch “Sieh mich an” darf sich nun einreihen. Ava hat alles in einem Feuer verloren, ihre Familie, ihre beste Freundin (die gleichzeitig ihre Cousine ist) und ihr Zuhause. Nun wohnt sie bei ihrer Tante und ihrem Onkel, die ihre einzige Tochter in diesem Feuer verloren haben. Doch wie sollen sie nach all dem was geschehen ist wieder ein Normal finden? Genau darum geht es in diesem Buch, Ava soll endlich wieder zur Schule gehen, Freunde finden und zu ihren Hobbys zurückfinden.

Ich habe keine Ahnung wie es ist ein Feuer zu überleben, dass alles von dir genommen hat, was dir wichtig ist. Ava hat es geschafft mir zu zeigen, wie es ihr damit geht. Sie hat den Lesern ihr Leben, ihre Ängste, ihre Zweifel und ihre Sorgen offenbart. Natürlich ohne es zu wissen, schließlich ist sie eine Figur in einem Buch und ihr ist nicht bewusst, dass sie in einem Buch lebt.

Ava findet an der Schule eine neue Freundin, Piper, die auch wie sie Brandnarben trägt. Piper geht viel offener mit ihren Narben um. Ava ist beeindruckt von ihr und bewundert ihren Mut. Piper bringt Ava dazu ihrem alten Hobby nachzugehen und sich dem Schulalltag zu stellen. Doch die beiden sind die perfekte Erinnerung daran, dass egal wie gut es dir auf den ersten Blick geht und du zugibst, oft ist so viel mehr im Kopf los. Gerade die letzten hundert Seiten haben noch mal gezeigt wie gut dieses Buch ist. Ich war am Heulen und war nicht in der Lage das Buch weg zulegen, aber diese Seiten haben den Charakteren noch mal eine Tiefe geben, die ich nicht erwartet habe.

Geschrieben ist es übrigens gut, es ist einfach zu lesen und man kommt schnell durch.

Mein Fazit

Dieses Buch hat starke Konkurrenz, dennoch es es geschafft zu überzeugen. Nicht nur überzeugen, dieses Buch kann sich selbstbewusst neben “Cinder & Ella” und “Nächstes Jahr am selben Tag” einreihen als großartiges Buch über ein Mädchen mit Verbrennungen. Dieses Buch zeigt eine Coming of Age Geschichte in der die Protagonisten sich ihren Ängsten stellen müssen