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Veröffentlicht am 14.08.2019

Was bitte war das denn? -Nicht zu empfehlen!

Dragon Hunter Diaries - Drachen bevorzugt
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Klappentext:

“ Gesucht: Drachenjäger

Schwert wird gestellt. Keine Vorerfahrung notwendig.

In einem Moment ist Ronnie noch eine etwas pingelige Mathelehrerin, im nächsten verbrennt schon ihre Halbschwester ...

Klappentext:

“ Gesucht: Drachenjäger

Schwert wird gestellt. Keine Vorerfahrung notwendig.

In einem Moment ist Ronnie noch eine etwas pingelige Mathelehrerin, im nächsten verbrennt schon ihre Halbschwester vor ihren Augen zu schwarzer Asche … und plötzlich ist Ronnie Drachenjägerin. Sie wird mit einer Welt konfrontiert, in der es von Dämonen, Drachen und Geistern nur so wimmelt. Jetzt soll Ronnie die Sterblichen beschützen – und hat keine Ahnung, was genau zu tun ist! Nur gut, dass ihr der heiße Halbdämon Ian zur Seite steht. Der kann ziemlich gut küssen, aber sich mit ihm einzulassen, ist brandgefährlich … „

Kurzbeschreibung:

Nervige, ständig quasselnder Protagonistin, die nur durch Zufall alles richtig zu machen scheint.

Cover:

Nette Aufmachung, aber das Original der englischen Originalausgabe find ich besser. Da es wenigstens die Markierungen auf Ian’s Schultern zeigt. Hier sieht man einfach nur einen heißen Typen, dessen Äußeres dafür gebraucht wird, Frauen zum Kauf zu verleiten, ohne dass es einen Bezug zum Inhalt des Buches hat.

Rezension:

Zu Beginn muss ich sagen, ich bin froh dieses Buch hinter mich gebracht zu haben. Denn ich war einfach von 90% dieses Buches nur genervt.

Ronnie, kurz für Veronica, wirkte im gesamten Buch nicht wie eine erwachsene junge Frau, eher wie ein pupertierender Teenie, der die Auffassungsgabe eines Kleinkindes hat. Hinzu kommen ihre Zwangsstörungen, dass immer alles an seinem Platz und sauber zu sein muss, die sie liebevoll als ihr „Angsttierchen“ bezeichnet. Was ich ja schon ganz süß fand. Aber das ständige Wiederholen, dass dieses Tierchen da irgendwo in ihrem Kopf sitzt, war zum Augen verrollen. Es hat mich auch wahnsinnig gemacht, dass sie bei wichtigen Themen, die sie selbst angeschnitten hat, stets und ständig vom Thema abgelenkt hat. So kann man ein Buch ebenfalls in die Länge ziehen.

Ian, der andere Protagonist, ist schwer zu beschreiben, da er für mich sehr unnahbar wirkte, und das bis zum Schluss. Ich konnte mich schwer mit ihm anfreunden. Mir gefiel auch nicht, dass er Ronnie immer nur Häppchen an Infos, über die sie bescheid wissen sollte, quasi vor die Füße geworfen hat. Als erfahrener Drachenjäger hätte ich mir mehr Engagement von seiner Seite gewünscht, dass er Ronnie ausbildet. Es wurde darüber geschrieben, dass sie wohl etwas von ihm gelernt hat, aber was genau das war, blieb unklar. Dann ist die Erwähnung auch absolut irrelevant. Denn im Kampf konnte sie sich meines Erachtens nicht wirklich beweisen, es war wohl alles eher dem Glück oder dem Zufall geschuldet.

Man wird zu Beginn des Buches sehr schnell in die Handlung geworfen. Etwas gefühlskalt finde ich Ronnie’s Art, nach dem Tod ihrer Schwester. Denn sie schafft es direkt nicht, sich an Ihr Versprechen gegenüber Helen zu halten. Ich kann verstehen, dass sie verwirrt ist, nach all den Infos über magische Wesen, wie Drachen, Dämonen und Geistern. Aber mir hat hier wirklich der Schmerz des Verlustes gefehlt.

Nach der Einführung durch das erste Kapitel wurde es verwirrend. Man wurde irgendwie so schnell durch den Plot geschoben, dass man nicht mehr hinterher kam alles für sich zusammenzustellen. Kampfszenen jeglicher Art, die mehr durch Ian vollzogen wurden, wirkten unreal und Ronnie hat ihre Gegner einfach nur tot gequatscht. Man, die Frau hat nur geredet. Stets und ständig. Und ich weiß nicht, warum sie die Notwendigkeit gesehen hat, sich und ihre Art dauernd zu erklären. Ich war noch vor der Hälfte des Buches davor abzubrechen. Am Liebsten hätte ich Ronnie, und teilweise auch Ian, gerne mal kräftig geschüttelt.

Völlig unverständlich für mich war jede Handlung in Richtung Ende, ab dem Punkt, dass Ronnie ihre Wohnung verwüstet vorfand und man ihr das Schwert ihrer Schwester gestohlen hatte. Anstatt den Dieb zu finden, wird erstmal zu Abend gegessen. Total verdreht.

Und wieso sind Ian und Ronnie Drachenjäger, wenn sie doch eigentlich die „Sterblichen“ vor Dämonen beschützen sollen? Die Wortwahl ist mir völlig fern. Aber wären Drachen als Dämonenjäger nicht besser gewesen? Und wo sind die Drachen? Und wenn speien sie nicht Feuer, anstatt es zu atmen? Das Buch hat mich verwirrt zurückgelassen. Selbst jetzt nach 2 Tagen des Verarbeitens kommen immer noch Fragen über Fragen auf.

Es hat mich auch eine ganze Weile gebraucht zu realisieren, dass Ronnie, die teilweise als Ich-Erzählerin auftritt, offensichtlich das Buch geschrieben hat. Klar ist es mir erst durch den Originaltitel „Memoir of a Dragon Hunter“ geworden. Ich hatte mich schon über die absolut sinnfreien Kapitelüberschriften gewundert. Ich wollte mir immer wieder an den Kopf greifen, wahrscheinlich hab ich es auch getan.

Entschuldigt, aber ich kann an diesem Buch einfach kein gutes Haar lassen. Und um so mehr ich darüber nachdenke, um so mehr Ungereimtheiten und Fragen kommen auf. Ich sollte wirklich damit abschließen.

Fazit:

Dies war mein erstes Buch von Katie MacAlister und ich werde nicht ein weiteres von ihr lesen. Ich hatte einige auf meiner Wunschliste, aber mit diesem Buch hat sie mir die Lust auf mehr von ihr völlig genommen. Ihr Art von Humor, wirkte schwer und aufgesetzt. Aber lustig war es nicht!

Danksagung:

Ich danke dem LYX Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 05.08.2019

Schwach und unglaubwürdig

Der Hundeflüsterer
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Klappentext:

»Der Hundeflüsterer« ist der Auftakt der rasanten Thriller-Reihe mit dem ehemaligen BND-Ermittler David Stein von den Bestsellerautoren B.C. Schiller.

David Stein lebt zurückgezogen auf ...

Klappentext:

»Der Hundeflüsterer« ist der Auftakt der rasanten Thriller-Reihe mit dem ehemaligen BND-Ermittler David Stein von den Bestsellerautoren B.C. Schiller.

David Stein lebt zurückgezogen auf Mallorca und nennt sich selbst einen Hundeflüsterer. Was niemand weiß: Er hat als ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter eine neue Identität angenommen, um nach dem Tod seiner Frau weit weg von Gewalt, Tod und Lügen ein neues Leben zu beginnen. Doch bald holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Als er den Hinweis erhält, dass man den Mörder seiner Frau ausfindig gemacht hat, überreden ihn seine früheren Partner zu einem letzten gefährlichen Einsatz …

Quelle: NetGalley.de
Kurzmeinung:

Eine an sich starke Geschichte mit schlechter, ja leider sehr schwacher, Umsetzung. Ich war kurz davor das Buch mittendrin abzubrechen.

Cover:

Das Cover, mit dem einsamen Mann am Steinpier, alles in einem gehauchten Blau gehalten, inklusive dem Klappentext haben mich dazu gebracht, dass ich mich bei NetGalleyDE für dieses Buch beworben habe. Das Düstere im Bild hat mich sofort angesprochen und wirkte passend.

Rezension:

Zu Beginn des Buches war ich voll dabei. Es gab eine kurze erklärende Einleitung in die Vergangenheit, aufgrund derer man den Gefühlszustand des Protagonisten David Stein verinnerlicht. Und ich konnte all seine Gefühle und Verlustängste daraufhin auch absolut nachvollziehen.

Als sich die Szene der Erzählung Richtung Berlin, weg von David Stein und zu seinen ehemaligen Geheimdienstverbindungen, wendet, konnte ich auch ein wenig schmunzeln. Da fand ich doch tatsächlich ein wenig Humor, im Sinne von Sarkasmus, auf Seiten des Militärs. Im weiteren Verlauf fing es aber an ein wenig unangenehm für mich zu werden, da ich immer wieder über den Namen „Gurbanguly“ gestolpert bin. Klar, wollten das Autorenteam hier einen Namen nehmen, der aus dieser Region kommt, auch wenn alles der Fiction entspricht. Aber ein wenig leichter hätte man es doch machen können. Schön und gut, im Laufe des Buches habe ich den Namen beim Lesen für mich nur noch mit „G“ abgekürzt.

Irritiert hat mich auch das Verhalten der neuen Freundin des Protagonisten. Wieso müssen Frauen immer so clichée-haft dargestellt werden, dass sie bei allem und nichts sofort „loskreischen“ müssen. Die Reaktion an dieser Stelle fand ich etwas überzogen, zumal dieser Charakter Skandinavierin ist, und die doch bekannt dafür sind, in sich zu ruhen. Doch leider sollte sich solch ein Verhalten bei einer anderen Protagonistin im Laufe des Buches wiederholen. Was auch an dieser Stelle absolut unangebracht war.

So interessant das Buch auch begonnen hat, es hat nicht weiter an Spannung gewonnen. Im Gegenteil, zur Mitte hin kam gähnende Langeweile auf, dass ich mich wirklich überwinden musste, das Buch nicht abzubrechen. Was in an sich schade finden. Des der Plot hat Potenzial, doch die ständigen Wi(e)derholungen haben irgendwann nur noch gewaltig genervt. Viele der Dialoge wirken gezwungen und teilweise sinnfrei.

Für mein Empfinden wurde zuviel Wert auf Nebensächlichkeiten gelegt, dadurch wirkten die dann doch wichtigen Abschnitte (entschuldigt meine Ausdrucksweise) hingerotzt!

Nachdem ich mit dann doch entschieden hatte, das Buch weiter zu lesen und auch zu beenden, wurde die gähnende Langeweile (ja, ich muss das jetzt auch mal wiederholen) abgelöst von einer knallharten Schießerei und Verfolgungsjagd, die weder Sinn noch Verstand hatte. Ich fühlte mich dabei von den Worten regelrecht durch das Geschehen gehetzt und die Details wurden unübersichtlich. Man konnte sich das gar nicht so schnell vorstellen, wie es einen durch die Geschichte gejagt hat.

Für mich wurde auch nicht wirklich der Titel des Buches ersichtlich. Klar, die Geheimdienstoperation wurde ebenfalls so benannt, doch wirklich von der Arbeit Stein’s als „Hundeflüsterer“ war nicht viel zu lesen. Davon hätte ich mir mehr gewünscht. Denn der Titel war ebenfalls ein Grund für meine Bewerbung für dieses Rezensionsexemplar.

Als ich mich dem Ende des Buches näherte, zwischen der Verfolgungsjagd, einschließlich des Schusswaffengebrauchs, und dem Ende war wieder einmal Flaute, ging dann alles sehr schnell. Es wirkte ein wenig, als ob die Handlung nun schnell zum Abschluss kommen muss. Die Handlungen und Dialoge waren dadurch nicht sehr flüssig.

Fazit:

Ein weiterer Teil von David Stein wird wohl nicht auf meinem Wunschzettel, geschweige denn auf meinem SuB, landen. Dafür war der erste Teil einfach nicht „rasant“ genug, wie versprochen. Irgendwie trauere ich meiner Zeit hinterher, die ich verschwendet habe, dieses Buch zu lesen. Schade, wirklich schade.

Veröffentlicht am 26.07.2019

Gegenwart verschwimmt mit Traum und Vergangenheit

Die Grimm-Chroniken (Band 3)
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Klappentext:

Goldenes Sonnenlicht fiel durch die Scheiben direkt auf den Glassarg, in dem ein Mädchen schlief. Schwarzes glattes Haar lag ihr über die schmalen Schultern und reichte bis zu ihren Brüsten. ...

Klappentext:

Goldenes Sonnenlicht fiel durch die Scheiben direkt auf den Glassarg, in dem ein Mädchen schlief. Schwarzes glattes Haar lag ihr über die schmalen Schultern und reichte bis zu ihren Brüsten. Es glänzte seidig, als wäre es gerade erst gebürstet worden. Lange dunkle Wimpern umrahmten ihre geschlossenen Augen. Sie trug ein blütenreines weißes Kleid aus zarter Spitze. Wie sie dort lag, wirkte sie vollkommen friedlich, so als könnte sie keiner Menschenseele etwas zuleide un. Es herrschte eine andächtige Stille , die von Rumpelstein zerbrochen wurde. „Töte sie, Wilhem“, forderte er mit kalter Härte. „Bohre ihr einen Pflock ins Herz. Nur so können wir sicher sein, dass sie wirklich tot ist.“

Kurzmeinung:

Im Vergleich zu den ersten beiden Bänden ist dieses Buch etwas ruhiger angelegt, was aber der Charakterentwicklung keinen Abbruch tut.

Cover:

Und wieder einmal schafft es diese Reihe mit einem atemberaubenden Cover aufzufahren. Der typische, und wichtige Spiegel, ist wieder im Zentrum. Doch diesmal wird er von „Schneewittchen“ ein wenig verdeckt, eben genauso, wie es im Buch beschrieben wird. Auch die erhobenen Stellen der Blätter und des Titels dürfen auch hier nicht fehlen. Absolut gelungen.

Rezension:

Maya Shepherd kann auch in dem dritten Teil der „Grimm-Chroniken“ weiter mit ihrem leichten und flüssigen Schreibstil punkten. Der Rückblick zu Band 2 lies mich locker in die Fortsetzung der Geschichte eintauchen. Trotz aller Ruhe, die dieses Buch ausstrahlt, denn in diesem Teil wurde ein wenig Geschwindigkeit herausgenommen, war ich vom ersten Wort an gebannt. Die Flucht von Mary und Dorian nach Hamburg, schien genauso ausweglos, wie Will’s Mission.

Während die Autorin mich wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her geworfen hat, kommt nun aber endlich der wichtige rote Faden zwischen den einzelnen Handlungen auf. Viel damit zu tun, hat Schneewittchen. Doch bei ihr habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, ob sie denn wirklich so „böse“ ist, wie Königin Mary es Will und seine Freunde zu glauben lassen mag. Denn Will scheint zu zögern, seitdem er ein anderes Schneewittchen bereits im Traum kennengelernt hat. Dies war ein gebrochenes und zu tief trauriges Mädchen, nicht aber das verhasste „Monster“ von dem Rumpelstein immer spricht. Dadurch Will die Mission mit gemischten Gefühlen antritt, und in den Apfel beisst, der ihn im Traum zu Schneewittchen führen wird, eröffnet sich ein weiterer dritter Handlungsstrang. Und ich hoffe, dass mich die Autorin hier nicht in eine zu verworrene Erzählung schickt.

Während Mary und Dorian sich auf der Flucht befinden, kommen Mary leichte Zweifel an Dorian bzw. wieviel Wahrheit er ihr bisher wirklich erzählt hat. Zwar weiß sie, wie gefährlich Dorian’s Vater ist, aber nicht genau, warum genau sie von ihm gejagt wird und sie fragt sich, warum Dorian ihr nichts von ihren leiblichen Eltern erzählt. Alles in allem vertraut sie aber ihrer Liebe zu ihm, denn diese scheint unerschütterlich-

Trotz der ruhigeren Erzählweise, entwickeln sich alle Charakter weiter und man lernt jeden Einzelnen ein kleines Stückchen besser kennen und ihre Handlungen besser verstehen.

Fazit:

Band 3 kann mit den ersten Bänden von der Geschwindigkeit nicht mithalten, eröffnet aber einen neuen Handlungsstrang und lässt hoffen, dass der nächste Teil wieder ordentlich an Fahrt aufnimmt. Wichtig ist dieser Band aber mit Sicherheit für den weiteren Verlauf des gesamten Plots der Reihe.

Veröffentlicht am 24.07.2019

Traumwandeln mit düsteren Aussichten

Die Grimm-Chroniken (Band 2)
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Kurzmeinung:
Durch tieferes Abtauchen in die Charaktere der Protagonisten nimmt der Plot an Fahrt auf und verspricht noch eine Menge Spannung...
Traumwandeln mit düsteren Aussichten

Klappentext:
„Die ...

Kurzmeinung:
Durch tieferes Abtauchen in die Charaktere der Protagonisten nimmt der Plot an Fahrt auf und verspricht noch eine Menge Spannung...
Traumwandeln mit düsteren Aussichten

Klappentext:
„Die zweite Folger der „Grimm-Chroniken“ enthüllt ein Schneewitchen, wie es bisher niemand kannte. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, ebenso wie zwischen Wahrheit und Lüge, Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Realität. […]

Rezension:
Zu allererst muss ich erwähnen, dass ich die ersten Seiten gefüllt mit einem kurzen Rückblick sehr gut finde. Die Zusammenfassung der Geschehnisse aus dem ersten Teil hat mir geholfen leichter wieder in die Geschichte zu finden. Solch einen Rückblick würde ich mir bei mehr Buchreihen wünschen, gerade dann, wenn viel Zeit zwischen dem Erscheinen den einzelnen Teile liegt.

Während in Band 1 die Charaktere der einzelnen Protagonisten nur oberflächlich angerissen wurden, taucht man in diesem Teil schon ein wenig tiefer ab. Was in jedem Fall wichtig ist für die Entwicklung der fortlaufenden Handlung und um diese besser zu verstehen. Ich freue mich, Will und seine Freunde, sowie auch Mary und Dorian näher kennen zu lernen.

Der lockere und flüssige Schreibstil von Maya Shepherd lässt mich schnell in die Welt der „Grimm-Chroniken“ abtauchen. Trotz der Kürze des Buches, von nur 160 Seiten, bleiben Details aber nicht aus. Die Detailgetreue einzelner Schauplätze ist atemberaubend. Allein schon die Beschreibung von Schloss Drachenburg, da möchte ich mir den Ort gern persönlich ansehen.

Einige Fragen aus dem ersten Teil werden zufriedenstellend geklärt, gleichzeitig tuen sich auch wieder unzählige weitere auf. Nicht nur die Spannung wird dadurch immer weiter aufgebaut, auch der Neugier wird immer mehr Futter vorgeworfen. Die Autorin weiß ganz genau, wie viel Wahrheit sie schon aufdecken kann und wo sie sich zurückhalten muss.

Interessant ist, wie Will feststellt, dass die eigenartigen „Wahnvorstellungen“ seine Vaters doch nicht so „irre“ sind, wie es ihm bisher erschien. Trotz allem bleibt er aber skeptisch gegen über der gesamten Situation, während Maggy absolut in der „Märchenwelt“ aufgeht. Joe hingegen ist hier der absolute Pessimist und kann der ganzen Situation einfach nichts abgewinnen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass er nicht versteht, wieso Will und seine Schwester Maggy vom Lebkuchenhaus essen können, während für ihn jeder Bissen nach Pappe schmeckt.

Die Verbindung der Märchen der Grüder Grimm mit dem Klassiker „Dracula“ von Bram Stoker find ich interessant und wirft eine überraschende Wendung ein. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Erzählungen weiter miteinander verknüpfen. Überrascht war ich ebenfalls, als die Autorin sogar eine reale Person, die „Hexe“ Maria Harms, aus der historischen Geschichte Deutschlands einbindet. Damit beweißt Maya Shepherd, wie phantasiereich ihr Schreibergeist ist und ich bin sehr neugierig, inwieweit Maria Harms für den gesamten Plot noch von Bedeutung sein wird.

Eine große Frage stellt sich mir und ich hoffe diese bald beantwortet zu bekommen. Kennen sich Will und Schneewittchen bereits aus einer anderen Zeit und Welt? Ich hoffe nur, dass diese Märchenadaption nicht ins Futuristische übergeht. Bin einfach nicht so der Fan von Science-Fiction.

Die Idee des Traumwandelns fnde ich super interessant. Hoffentlich behält man in den kommenden Bänden den Überblick zwischen Traum und der vergangenen und gegenwärtigen Realität.

Fazit:
Ein sehr stimmiges Buch, welches neugierig auf die Fortsetzung macht, denn die offenen Fragen sollen doch möglichst beantwortet werden.

Veröffentlicht am 19.07.2019

Zukunftsvampire in spannungsloser Handlung

Rain & Aidan
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Kurzbeschreibung:

Tauche ein in die dystopische Liebesgeschichte von Rain und Aidan.

Ein dem Vampirismus ähnlicher Zustand ist im Jahr 2081 die Lösung gegen Krankheit und Alterung. Über die Hälfte der ...

Kurzbeschreibung:

Tauche ein in die dystopische Liebesgeschichte von Rain und Aidan.

Ein dem Vampirismus ähnlicher Zustand ist im Jahr 2081 die Lösung gegen Krankheit und Alterung. Über die Hälfte der Bevölkerung hat sich zum Schutz vor der Sonne in eine moderne Welt im Untergrund zurückgezogen: Vampirya.

Hier lebt auch die junge Rain über ihrer kleinen Bäckerei im Bahnhof. Von der Art und Weise, wie die Menschen in der Oberwelt behandelt werden, hat sie keine Ahnung. Bis eines Tages ein junger Mann in ihrem Lager sitzt ...

"Komm mit mir nach oben, Rain. Tanz für mich im Regen."


Kurzmeinung:

Ein etwas anderer Vampirroman, der mich am Ende nicht überzeugen konnte.

Rezension:

Dieser dystopisch angehauchte Vampirroman entführt uns in die Zukuft. Die Weltbevölkerung hat einen Weg gefunden ewiges Leben zu erlangen. Aber nicht jeder darf und will die Möglichkeit der Verwandlung nutzen. Die Idee des Storyboards für eine Vampirgeschichte finde ich einzigartig und hat mich bewegt, mich unter LovelyBooks.de. Ich habe auch mit Spannung angefangen zu lesen. Doch sehr schnell kam die Enttäuschung. Trotz an sich kurzer Kapitel und einer Story, die echt Potential hat, kam doch schnelle Langeweile beim Lesen auf.
Ich habe das Buch zweitweise weglegen müssen, um mich neu dafür zu motivieren. Denn ein Buchabbruch kommt für mich niemals in Frage.
Leider baut sich nicht wirklich Spannung auf, auch wenn der Versuch da ist. Die Gefühlsprünge, hier sogar richtig benannt, gehen mir einfach zu hoch hinaus und zu schnell. Durch Lücken in der Handlung, bin ich überrascht, dass Rain von jetzt auf gleich mit Aiden ins Bett steigt und dann auch noch ihr, doch neu gewähltes, Vampirleben hinter sich lässt. 
Mir fehlt einfach mehr Handlung mit mehr Spannung, mehr Details. Die Autorin hat hier eine Welt versucht zu erschaffen, die es aber bedarf näher und intensiver beleuchtet zu werden. 

Fazit:

Das Buch kann im letzten Kapitel endlich mit wahren Gefühlen und einem Cliffhanger punkten, doch reicht mir das leider nicht aus, um die Reihe weiter zu verfolgen.