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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2019

Die Spionin der „Schwäbischen Pompadour“

Die Meisterbanditin
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*Sehr gelungener historischer Roman und schöner Auftakt in eine neue Reihe*

Ich kenne von der Autorin schon Bücher über die 'Salbenmacherin Olivera' und mag ihren Schreibstil sehr. Mit diesem Buch startet ...

*Sehr gelungener historischer Roman und schöner Auftakt in eine neue Reihe*

Ich kenne von der Autorin schon Bücher über die 'Salbenmacherin Olivera' und mag ihren Schreibstil sehr. Mit diesem Buch startet sie eine neue Reihe mit der Hauptprotagonistin Marie. Marie ist 17 Jahre, Tochter eines Kleinbauern und ihre Welt bricht zusammen als ihr Schwarm Bartholomäus ihr eröffnet, dass er ein anderes Mädchen heiraten wird. Zur damaligen Zeit gab es nicht viel Möglichkeiten für junge Mädchen. Entweder heiraten oder sich als Magd verdingen. Ihr Vater will sie nicht weiter durchfüttern und schickt sie vom Hof.

In ihrer Not versucht sie eine Stelle bei der Gräfin Wilhelmine von Grävenitz, der Mätresse des Herzogs von Württemberg, zu bekommen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, dass sie eine Stelle als Küchenmagd bekommt. Doch das Glück währt nicht lange. Der Jäger Hubertus stellt ihr nach und bringt sie in eine missliche Lage. Die Gräfin hat viele Feinde im Herzogtum und nutzt die Not des Mädchens aus. Sie schickt das Mädchen mit einer Theatergruppe los, das von ihrem Meisterspion geleitet wird. Marie wird nicht nur auf der Bühne die Meisterbanditin, sondern auch eine geschickte Diebin und Spionin.

Mir hat die Geschichte gut gefallen und Marie war mir von Anfang an sympathisch. Es war eine schöne Zeitreise in den August und September des Jahres 1721.

Die gut 300 Seiten sind schnell gelesen, weil Frau Stolzenburg die Handlung sehr kompakt gestaltet hat und mit relativ kurzen Kapiteln schnelle Szenenwechsel bietet.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung

Veröffentlicht am 17.09.2019

Ein sehr persönlicher Fall für Leonhard Kreuthner

Schwarze Piste
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*Ein spannender Regionalkrimi der von Michael Schwarzmaier hervorragend gelesen wird*

Wiedereinmal stolpert der Kreuthner über eine Leiche. Diesmal beim Marsch durch den Schnee, abseits der Piste. Eine ...

*Ein spannender Regionalkrimi der von Michael Schwarzmaier hervorragend gelesen wird*

Wiedereinmal stolpert der Kreuthner über eine Leiche. Diesmal beim Marsch durch den Schnee, abseits der Piste. Eine Frau sitzt eingeschneit auf einer Parkbank und blickt ins Tal mit aufgeschnittenen Pulsadern. Es deutet vieles auf Selbstmord doch kurz darauf findet der Kreuthner nochmal eine Leiche an der gleichen Stelle. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel.
Diesmal verarbeitet Andreas Föhr die Themen Finanzkrise 2008, Kapitalismuskritik und linken Terror in seiner Geschichte. Ich fand alles zusammen sehr stimmig und die Aufklärung am Ende war sehr gelungen.

Privat ist bei den Ermittlern auch einiges geboten. Wallner ist mittlerweile Vater, der Kreuthner ist verliebt und Opa Manfred hat als Uropa auch einiges zu tun.

Ich finde die Krimi-Reihe entwickelt sich schön weiter und ich freue mich auf die Band 5 „Totensonntag“.

Michael Schwarzmaier war als Sprecher wieder hervorragend.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Das Leben der Dame Edith Sitwell

Die Dame hinter dem Vorhang
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*Eine schillernde Persönlichkeit des frühen 20. Jahrhunderts*

Bis zu diesem Buch habe ich noch nie etwas von der Dame Edith Sitwell gehört. Klappentext und Leseprobe haben mich neugierig auf die Geschichte ...

*Eine schillernde Persönlichkeit des frühen 20. Jahrhunderts*

Bis zu diesem Buch habe ich noch nie etwas von der Dame Edith Sitwell gehört. Klappentext und Leseprobe haben mich neugierig auf die Geschichte dieser beeindruckenden Frau gemacht. Edith Sitwell wurde 1887 als ältestes Kind einer Adelsfamilie geboren. Sie hat 2 jüngere Brüder, die sich ebenfalls der Literatur gewidmet haben.
Ihr Vater hat sie als Jugendliche in einen Metallrahmen spannen lassen um ihre Nase und ihre Wirbelsäule zu korrigieren. Das Verhältnis zu ihre Eltern war immer kühl und die einzige Vertraute in ihrer Kindheit war Emma, die Tochter des Gärtners. Jahre später wird Emmas Tochter Jane Hausmädchen bei Edith und wird ihre engste Vertraute.
Jane und Emma sind fiktive Charakter, aus deren Perspektive die Autorin einige Episoden aus Edith Sitwells Leben beleuchtet.
Es liest sich amüsant wie die Dame Edith mit der jungen Schauspielerin Marilyn Monroe im Hotelzimmer eine Flasche Brandy leert oder wie sie sich mit ihrem Kleidungsstil selbst inszeniert. Es werden viele bekannte Namen erwähnt u.a. der Photograph Cecil Beaton und der Maler Pavel Tchelitchew, dem sich die Dame Edith sehr verbunden fühlte.

Beim Lesen war mir die Figur der Jane näher als die Hauptperson Edith. Ich hätte gerne mehr aus der Sicht von Edith oder ein paar Gedichte bzw. Zitate von ihr gelesen. Für das Hausmädchen Jane habe ich ein Gefühl entwickeln können, für die Dame Edith Sitwell leider kaum.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Ein Familiendrama

Karwoche
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*Düstere Geschichte hinter den Kulissen einer Schauspieler-Familie*

Um sich aus einer misslichen Lage zu retten, führt Leonhard Kreuthner bei einem Bekannten, mit dem er sich zuvor ein waghalsiges Autorennen ...

*Düstere Geschichte hinter den Kulissen einer Schauspieler-Familie*

Um sich aus einer misslichen Lage zu retten, führt Leonhard Kreuthner bei einem Bekannten, mit dem er sich zuvor ein waghalsiges Autorennen geliefert hat, eine Fahrzeugkontrolle durch. Im Laderaum des Autos findet er eine verkohlte Leiche. Bald darauf finden die Ermittler eine weitere Leiche und es verdichten sich die Annahmen, dass die Morde mit einem tragischen Unfall an Weihnachten zusammenhängen. Damals wurde die Tochter einer bekannten Schauspieler-Familie erschossen in der Scheune aufgefunden.

Clemens Wallner kommt einer tragischen Familiengeschichte auf die Spur.

Opa Manfred ist wieder in Hochform und um in die Gunst von jungen Frauen zu kommen nimmt er es auch mit der Wahrheit nicht so genau. Einfach ein Schlitzohr!

Am Ende gibt es noch eine ganz besondere Überraschung für den Kommissar Wallner.

Es war wieder ein Genuss Michael Schwarzmaier zuzuhören.

Veröffentlicht am 13.09.2019

Deutlich schwächer als Band 1

Eifersucht
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Nachdem mir „Eisenberg“ (Band 1 der Reihe) recht gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. Leider konnte mich diese Fortsetzung nicht ganz überzeugen.

Judith Kellermann soll ihren ...

Nachdem mir „Eisenberg“ (Band 1 der Reihe) recht gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. Leider konnte mich diese Fortsetzung nicht ganz überzeugen.

Judith Kellermann soll ihren Lebensgefährten aus Eifersucht in die Luft gesprengt haben. Rachel Eisenberg übernimmt den Fall eher widerwillig. Im Verlauf der Recherche ergeben sich einige Ungereimtheiten und es zeigt sich, dass eine frühere Beziehung der Angeklagten eine wichtige Rolle spielt.

Den ganzen Fall fand ich merkwürdig und nicht wirklich glaubhaft. Das mysteriöse Geheimnis um den Tod von Rachels Schwester ( wurde in Band 1 schon thematisiert) spielt wieder eine Rolle und wird am Ende auch gelüftet.

Für mich war die Geschichte zu langatmig und ohne richtige Spannung.

Michael Schwarzmaier hat gewohnt gut vorgetragen