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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2019

Solide Geschichte mit Luft nach oben

Das falsche Grab
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Bei diesem Buch hat mich das Cover mit den Bienenstöcken im Wald sofort angesprochen. Ich habe privat mit Bienen zu tun und deshalb war ich neugierig wie sich Bienen als Spürnasen machen.

Die Idee hinter ...

Bei diesem Buch hat mich das Cover mit den Bienenstöcken im Wald sofort angesprochen. Ich habe privat mit Bienen zu tun und deshalb war ich neugierig wie sich Bienen als Spürnasen machen.

Die Idee hinter der Geschichte finde ich gut. Sniffer Bienen, die auf Drogen, Sprengstoff oder auch Leichen konditioniert sind.
Leider nehmen die Bienen im Buch für mich zuwenig Raum ein. Da habe ich mir mehr erhofft. Auch vom Entomologen Hansen habe ich mehr "wissenschaftliche" Details im Verlauf der Handlung erwartet.

Neben der Krimihandlung, die nicht spektaklär spannend ist, gibt es noch einige kleine Erzählstränge, die Tiefgang hatten. Es geht u.a. um wissenschaftliches Arbeiten an den Hochschulen und Ossi vs Wessi . Das fand ich gut und einige Stellen haben mich nachdenklich gemacht.

Ich bin gespannt ob der Protagonist Dr. Klaas Hansen durch diese Geschichte Geschmack am Ermitteln gefunden hat, den eigentlich ist er ein stiller und mürrischer Wissenschaftler.

Veröffentlicht am 29.03.2019

Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als wir uns vorstellen können

Die Seele
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Mario Kertscher ist es in diesem Buch gelungen, spirituelle Themen wie: Gott, Seele, Reinkarnation, Geister und einiges mehr, auf eine sehr bodenständige Art zu behandeln. Sein großes Vorbild ist Allan ...

Mario Kertscher ist es in diesem Buch gelungen, spirituelle Themen wie: Gott, Seele, Reinkarnation, Geister und einiges mehr, auf eine sehr bodenständige Art zu behandeln. Sein großes Vorbild ist Allan Kardec, ein Spiritist aus dem 19. Jahrhundert.

Er führt den Leser von den großen, theoretischen Themen, zu den Alltagsproblemen die jeder kennt. Allen voran Partnerschaft, Familie, Arbeit und Geld.

Neben sehr interessanten Einblicken in seine Lebensgeschichte, bietet er zu jedem Thema eine Auswahl an medialen Durchsagen an.

Mit der christlichen Grundausrichtung bin ich gut zurecht gekommen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es für manche zu viel Gott und Bibel sein könnte.

Das Buch ist in einer sehr angenehmen Sprache geschrieben und gut gegliedert. Es eignet sich daher auch als Nachschlagewerk.

Veröffentlicht am 28.03.2019

Eine Ende mit Fragezeichen

Ich bin die Rache
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Das ist der sechste und abschließende Band der Shepherd Reihe und der Brüder Ackermann / Williams.

Der Klappentext verrät schon viel und daher möchte ich gar nicht auf den Inhalt eingehen. Nur soviel ...

Das ist der sechste und abschließende Band der Shepherd Reihe und der Brüder Ackermann / Williams.

Der Klappentext verrät schon viel und daher möchte ich gar nicht auf den Inhalt eingehen. Nur soviel vorab: Maggie stellt sich ihrem größten Alptraum und versucht im Alleingang den 'Taker' zu finden und verschwindet während ihrer Suche spurlos.
Marcus und Francis folgen ihrer Spur und in einem Indianerreservat kommt es zum großen Showdown.

Die ersten 5 Bände habe ich fast am Stück durchgelesen und habe mich sehr auf das Finale gefreut. Mit dem Ende bin ich aber unzufrieden. Irgendwie ist das nicht rund. Ich habe das Gefühl noch lose Fäden in den Händen zu halten.

Mit dem Hörbuch bin ich in den Genuss des hervorragenden Sprechers Thomas Balou Martin gekommen. Den kannte ich bisher nicht. Er hat die verschiedenen Rollen sehr überzeugend interpretiert und vor allem Francis Ackermann eine sehr rauchige und kratzige Stimme verliehen.

Die Handlung würde eigentlich nur 3 Punkte von mir bekommen, da ich aber das Hörbuch bewerte und der Sprecher sehr entscheidend ist, gebe ich 4 Punkte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Stimme
  • Atmosphäre
  • Handlung
  • Spannung
Veröffentlicht am 26.03.2019

Ursula, die Gamswirtin, fleissig und bescheiden

Die Gamswirtin
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Maria Buol ( 1861-1943) war eine Tirolerin Dichterin und hat zur Hundertjahrfeier des 'Tiroler Aufstands' 1909 die Erzählung "Die Gamswirtin" veröffentlicht. Es handelt sich um die Lebensgeschichte ...

Maria Buol ( 1861-1943) war eine Tirolerin Dichterin und hat zur Hundertjahrfeier des 'Tiroler Aufstands' 1909 die Erzählung "Die Gamswirtin" veröffentlicht. Es handelt sich um die Lebensgeschichte der Ursula Knoflach.

Jetzt, gute 100 Jahre später, hat Georg H. Knoflach, ein Nachfahre der Gamswirtin, diese Erzählung neu bearbeitet. Er hat sich sehr bemüht, dem Charakter und der Sprache des Textes treu zu bleiben.

Die junge Urschel kommt mit 10 Jahren in ihre erste Dienststelle als Magd. Als Tochter einfacher Leute hat sie nichts, nur 2 fleißige Hände und ein gutes Herz. Mit Anfang 20 wirbt der junge Gamswirt um sie, obwohl der Standesunterschied groß war. Es wird eine Ehe aus Liebe geschlossen und die beiden sind mit dem Wirtshaus und den Kindern gut beschäftigt.

Mit der Schließung des Klosters 'Maria Waldrast' verlieren die Wirtsleute eine wichtige Einnahmequelle, den die Wallfahrer sind auch gerne eingekehrt. Bald darauf müssen sich die Tiroler gegen französische Truppen wehren. Eine schwere Zeit für die armen Leute.

In diesem Buch ist es geschickt gelungen, historische Ereignisse mit der Lebensgeschiche der Ursula Knoflach zu verbinden.

Die Erzählung ist in einer modernen Sprache verfasst, die Dialoge sind so gut es ging in der alten Sprache und Ausdrucksweise gehalten. Das ist schön und bringt dem Leser diese Zeit nahe, aber es braucht mehr Aufmerksamkeit.

Mir war die Person Ursula Knoflach sympathisch und ich habe die Zeitreise ins 18. Jahrhundert genossen.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Gelungener Abschluss der Reihe um Kaspary und Wenninger

Schatten
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Im vierten und letzten Teil der Reihe um die Salzburger Ermittler Kaspary und Wenninger, wird Beatrice Kaspary mit ihrem größten Schmerz der Vergangenheit konfrontiert. Dem brutalen Mord an ihrer Freundin ...

Im vierten und letzten Teil der Reihe um die Salzburger Ermittler Kaspary und Wenninger, wird Beatrice Kaspary mit ihrem größten Schmerz der Vergangenheit konfrontiert. Dem brutalen Mord an ihrer Freundin Evelyn.

Zwei Todesfälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, führen Beatrice Kaspary zurück in ihre Studentenzeit. Sie gibt sich noch heute die Mitschuld am Tod ihrer besten Freundin. Doch durch Evelyns Tagebücher bekommt Beatrice eine ganz neue Sicht auf die damalige Zeit und ihre Freundschaft.

Dummerweise habe ich, aus Versehen, den 3. Teil 'Stimmen' übersprungen und habe dadurch manche Aspekte erst im Nachhinein verstanden. Einige Handlungen bauen aufeinander auf und es ist wirklich ratsam die Teile hintereinander zu lesen bzw. anzuhören.

Andrea Sawatzki hat wieder hervorragend gelesen und konnte mit ihren ruhigen und charaktervollen Stimme eine passende Atmosphäre schaffen.