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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2026

Beeindruckende Mischung aus Fantasy und historischem Drama

The Poet Empress
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The Poet Empress ist eines dieser besonderen Bücher, die einen von der ersten Seite an packen und nicht wieder loslassen, weit über die letzte Seite hinaus.
Gleichzeitig ist auch von Anfang an schnell ...

The Poet Empress ist eines dieser besonderen Bücher, die einen von der ersten Seite an packen und nicht wieder loslassen, weit über die letzte Seite hinaus.
Gleichzeitig ist auch von Anfang an schnell klar, dass dies keine leichte Geschichte sein wird, sondern stattdessen von Leid und Grausamkeiten gezeichnet ist.
Yin Wei wächst als Tochter eines Reisbauern in Armut und Hunger auf, sieht aber einen Ausweg, als Konkubinen für den Thronfolger des Kaisers gesucht werden.
Leider nur ist das Leben im Palast voller Gefahren und erinnert immer wieder an historische Erzählungen über Intrigen im chinesischen Kaiserpalast.
Hier gelingt der Autorin eine tolle Mischung: Das wohlbekannte Setting wird mit Fantasy-Elementen nicht nur ergänzt, sondern wunderbar bereichert.
Die Magie wirkt nicht fehl am Platze, sondern fügt sich ganz natürlich in die Welt ein, das System dahinter ist leicht verständlich und doch außergewöhnlich.

Generell hat mich die Atmosphäre durchgängig in ihren Bann gezogen, man ist in jeder Szene mitten drin, kann sich die Kulisse gut vorstellen und fühlt mit den Charakteren mit.
Diese waren auch schön ausgearbeitet - Wei war mir schnell sympathisch, aber auch die Nebencharaktere konnten überzeugen und selbst Prinz Terren lernt man im Laufe der Geschichte besser kennen.
Vereinzelt hätte ich mir noch eine Charakterübersicht gewünscht, aber auch ohne konnte ich mir die wichtigsten Namen recht gut merken.
Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen, wenn auch nicht super außergewöhnlich oder poetisch (wie es der Titel vielleicht vermuten lässt), dies hat mich aber gar nicht gestört.
Insgesamt ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen wollte und das mich auf die beste Art an Werke wie "A Song to Drown Rivers" erinnert hat.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Unterwegs mit Loki

Loki − Her Twisted Heart
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Griechische, römische und nordische Götter, alle zusammen in einer Welt, getrennt durch ein Tor von der Welt der Menschen.
Das Setting hat mir von Anfang an richtig gut gefallen, vor allem da die Götterwelten ...

Griechische, römische und nordische Götter, alle zusammen in einer Welt, getrennt durch ein Tor von der Welt der Menschen.
Das Setting hat mir von Anfang an richtig gut gefallen, vor allem da die Götterwelten normalerweise ja eher getrennt sind. Eine Karte ihrer Welt veranschaulicht das Ganze zusätzlich nochmal schön.
Mitten drin sind natürlich der allseits bekannte Gott Loki sowie Harlow, die als eine Agrai die Welt der Menschen bewacht.
Auch das Konzept der Agrai fand ich sehr interessant und spannend, ebenso wie die Beschreibungen der Götterwelt samt Göttern und mystischen Wesen.

Die Geschichte wird überwiegend aus Harlows Perspektive erzählt, jedoch kommt auch Loki vereinzelt mal zu Wort. Sein Anteil hätte gerne noch ein wenig größer ausfallen können, aber generell hat mir Harlow als Erzählerin auch gefallen.
Der Schreibstil war angenehm zu lesen, nur das Tempo habe ich teilweise als etwas komisch empfunden: Manche Szenen fühlten sich leicht überhastet an, andere hingegen als etwas zu lang.
Überwiegend mochte ich den Aufbau aber - die Einführung gelingt gut, es werden direkt einige Fragen aufgeworfen, die neugierig machen, während man in kleinen Häppchen mehr Infos über die Welt etc. erhält.
Während manche Fragen schnell beantwortet werden, kommen immer wieder auch neue hinzu, sodass die Spannung aufrechterhalten wird.
Auch die Kampfszenen und die Beschreibungen der Welt haben mir sehr gefallen, ebenso wie Lokis Charme in großen Teilen. Bei ihm habe ich manchmal allerdings noch den Funken des gewissen Etwas vermisst, genau wie bei der Liebesgeschichte.
Insgesamt hat mich die Geschichte aber bisher gut unterhalten und ich bin auf die Fortsetzung gespannt.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Fantasy Slice of Life

The House Witch 1
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Finlay ist nicht nur der neue Koch im Königsschloss einer Fantasy-Welt, sondern gleichzeitig auch heimlich eine Haushexe. Was das bedeutet? Fliegende Teller, sich selbst schälendes Gemüse und laufende ...

Finlay ist nicht nur der neue Koch im Königsschloss einer Fantasy-Welt, sondern gleichzeitig auch heimlich eine Haushexe. Was das bedeutet? Fliegende Teller, sich selbst schälendes Gemüse und laufende Besen, dazu ein süßer Kater.
Wir begleiten ihn bei seiner Ankunft und erleben, wie er nach und nach die Schlossbewohner besser kennenlernt und für Aufruhr sorgt.

Dieses Buch passt perfekt zum Cozy Genre, es ist einfach super entspannt zu lesen und sorgt immer wieder für ein schönes warmes Gefühl.
Gleichzeitig hat es mich sehr an eine Art Slice of Life Serie erinnert, die Kapitel wirken wie eine kurze Episode, in der nur Kleinigkeiten passieren und zwischendurch mal etwas über die Rahmenhandlung erzählt wird.
Dies ist super, wenn man nur immer wieder mal ein paar Kapitel zwischendurch lesen will, führt allerdings auch zu einigen Längen, wenn man viele Seiten am Stück liest.

Dabei ist der Weltenaufbau relativ unkompliziert, sodass man die Grundlagen der Magie und Länderpolitik schnell versteht.
Die Idee einer (männlichen) Haushexe hat mir auch besonders gut gefallen, es passt auch perfekt zu einer cozy Fantasy Geschichte. Mein Highlight waren die verschiedenen Beziehungen und wie sich diese entwickelt haben, sei es zum Küchenpersonal oder auch zum Königspaar selbst.
Wer einfach nur immer wieder mal ein bisschen mit einem Buch in eine gemütliche Welt abtauchen will, ist hier gut mit beraten, wer atemlose Spannung sucht jedoch eher fehl am Platze.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Ein Manager-Märchen

Einatmen. Ausatmen.
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Marlene und Alex sind beide erfolgreich, allerdings auf ihre ganz eigene Art: Marlene ist eine Top-Managerin, Alex ein medial bekannter Coach.
Das Problem nur ist, dass Marlene wenig vom Umgang mit anderen ...

Marlene und Alex sind beide erfolgreich, allerdings auf ihre ganz eigene Art: Marlene ist eine Top-Managerin, Alex ein medial bekannter Coach.
Das Problem nur ist, dass Marlene wenig vom Umgang mit anderen Menschen versteht, Alex hingegen mit finanziellen Schwierigkeiten kämpft.
Während die Geschichte zunächst noch recht realistisch und leicht satirisch beginnt, entwickelt sie sich immer mehr zu einer Art Märchen, wie es auch im Laufe der Handlung von einem Kind erfunden wird.
Man sollte dementsprechend nicht mit der Erwartung ins Buch gehen, dass alles super realistisch verläuft, manche Entwicklungen gehen dafür zu schnell, manche Zufälle sind zu passend.
Falls man sich davon nicht stören lässt, erwartet einen eine kleine, aber feine Geschichte über das, was im Leben wirklich zählt.

Der Schreibstil war angenehm zu lesen, mit wechselnden Perspektiven zwischen Alex und Marlene.
Marlenes Kapitel haben mir hierbei besser gefallen, ich mochte ihren doch recht speziellen Charakter und ihre ganze Art wirklich sehr.
Besonders schön war es aber auch, ihre Entwicklung zu verfolgen, hier konnte ich öfters gut mitfühlen. Auch ihre Interaktionen mit den anderen Charakteren waren abwechselnd herrlich komisch und überraschend emotional berührend.
Diese Mischung aus Witz und Tiefe empfand ich als besonders und als ein tolles Leseerlebnis.
Auch gut: Man konnte ebenfalls ein wenig für sich selbst aus dem Buch mitnehmen und von Marlene inspiriert darüber nachdenken, was einem eigentlich wichtig ist und wie man auch Kleinigkeiten wieder zu schätzen lernt.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Spannung mit Luft nach oben

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Natalies beste Freundin Cara lernt beim Feiern einen Mann kennen, am nächsten Tag wird sie bewusstlos und in Lebensgefahr aufgefunden.
Kurzerhand beschließt Natalie selbst zu ermitteln, als sich ihr die ...

Natalies beste Freundin Cara lernt beim Feiern einen Mann kennen, am nächsten Tag wird sie bewusstlos und in Lebensgefahr aufgefunden.
Kurzerhand beschließt Natalie selbst zu ermitteln, als sich ihr die Gelegenheit bietet, im Haus des Verdächtigen zu arbeiten.
Zunächst zum Schreibstil: Die Sprache ist recht simpel gehalten, dazu gibt es viele kurze Kapitel, wodurch man quasi durch die Seiten fliegt und ein sehr flüssiges Leseerlebnis hat. Die Übersetzung fand ich zwischendurch jedoch auch mal ein wenig komisch. Auch gab es vereinzelt seltsame Gedankensprünge im Text, bei denen die Sätze irgendwie nicht ganz zusammengepasst haben.
Generell kann man die Geschichte aber in kurzer Zeit verschlingen, wenn man möchte.

Die Grundidee fand ich auch ziemlich spannend und ich war durchweg an der Auflösung interessiert, auch wenn man einiges schon erahnen konnte.
Ab und zu trat die Handlung aber auch ein wenig auf der Stelle, es gab Wiederholungen und ich hätte mir noch "mehr" gewünscht.
Auch bei den Charakteren wäre etwas mehr Tiefe nicht schlecht gewesen.
Natalie wird grundsätzlich ganz gut charakterisiert, allerdings mochte ich ihre Art und Handlungen oft so gar nicht. Sie kommt sich schlau vor, aber ist dabei sehr naiv und handelt riskant und unbedacht, was ich nicht so sehr mag.
Die Nebencharaktere bleiben insgesamt auch eher blass.
Insgesamt durchaus eine recht spannende Unterhaltung für einige Lesestunden, allerdings ist da auch noch Luft nach oben.

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