sehr witziger Start
Ich und die MenschenIn diesem Buch treffen wir einen nicht näher benannten Außerirdischen, der auf die Erde kommt, um einen gewissen mathematischen Fortschritt anzuhalten, der den Menschen ansonsten zu einer großen Weiterentwicklung ...
In diesem Buch treffen wir einen nicht näher benannten Außerirdischen, der auf die Erde kommt, um einen gewissen mathematischen Fortschritt anzuhalten, der den Menschen ansonsten zu einer großen Weiterentwicklung ihrer selbst verhelfen würde. Dies möchte der Planet, von dem der Außerirdische kommt, verhindern. Warum genau wurde, zumindest für mich, nicht im Detail erläutert.
Am Anfang gibt es sehr viele kurze Kapitel in denen der Außerirdische die Erde und das menschliche Leben erkundet und für Seinesgleichen beschreibt. So erfahren wir von seinen ersten Schritten auf der Erde und wie er den Körper einens Menschen angenommen hat. Dieser Mensch ist der Professor, der die mathematische Formel entdeckt hat und damit ausgeschaltet werden muss - ebenso alle, die davon wissen. Und genau das ist nun die Aufgabe des Außerirdischen: Herauszufinden, wer davon weiß und die Personen beseitigen.
Da er jedoch mit den Geflogenheiten auf der Erde nicht vertraut ist, läuft er zuerst nackt durch die Gegend und nimmt sich Gegenstände aus Geschäften ohne sie zu bezahlen. Wie all dies durch den Autor beschrieben wird, empfand ich als großartigen Humor. Hier werden so viele Eigentheiten der Menschen beschrieben und in Frage gestellt, dass man sie einfach nur mit Humor nehmen kann. Wer sich selbst zu ernst nimmt, wird sicherlich nicht darüber lachen können, aber ich fand es großartig. Auch wie er unsere Sprache lernt und wie ihm schleierhaft ist, dass wir beim Lesen wirklich jedes Wort wahrnehmen müssen und wir für ein Buch Stunden brauchen, ist unheimlich gut beschrieben. Genauso stelle ich es mir tatsächlcih vor, wenn eine außerirdische Lebensform bei uns aufschlagen würde und sehen würde, in welchem Stadium der Entwicklung wir stecken. Ich bin nämlich fest davon überzeugt, dass es viel weiter entwickelte Lebewesen im Universum gibt und konnte mich daher in den Gedanken zu Anfang des Buches absolut wiederfinden, wodurch ich unfassbar gut unterhalten wurde.
Je länger dieser Außerirdische jedoch auf unserem Planeten weilt und je besser er die Ehefrau und den Sohn des Professors kennenlernt, desto weniger möchte er seinen Plan ausführen. Er findet immer mehr Gefallen am Menschsein. Zwar zeigt der Autor nun auch die positiven Seiten von uns Menschen auf und was wir eigentlich alles gut machen und doch nicht so einfach gestrickt sind, wie der Außerirdische zu Beginn dachte, jedoch verlor der Roman hier für mich den Spritz. Ab hier wurde es für mich weniger unterhaltsam und der Roman verlor seine Besonderheit. Das fand ich sehr schade. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass der Autor eine andere Lösung gefunden hätte.
Das Ende hat mir dann wiederum gut gefallen, da es überraschend war und trotz seiner Ernsthaftigkeit was Schönes hatte.