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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2026

Im Gemälde

Zwei in einem Bild
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Aus anderer Perspektive gesehen: tagsüber erscheinen die Personen in jedem Gemälde der Galerie bewegungslos und starr, nachts dürfen sie agieren, ein eigenes Leben führen. Der Leser kann an ihren Gedanken ...

Aus anderer Perspektive gesehen: tagsüber erscheinen die Personen in jedem Gemälde der Galerie bewegungslos und starr, nachts dürfen sie agieren, ein eigenes Leben führen. Der Leser kann an ihren Gedanken teilhaben. Besonders an denen eines jungen Mannes aus einem Gemälde von Matisse. Dieser wirkt eigenartig auf Claire. Sie liebt gemalte Bilder und ist glücklich über ihren Job, nächtens die Museumsräume zu putzen und die Gemälde nahezu ungestört betrachten zu können. Dabei geschieht das Unglaubliche: Claire kann hinein ins Gemälde klettern. Sie lernt Jean, einen Sohn Matisses, näher kennen und entdeckt auch die Welt anderer Kunstwerke. Ihr offenbart sich Ungeahntes.
Morgan Pager beschreibt ein Welt hinter Glas. Wie geht es den Figuren, wie leben sie, was fühlen sie und vor allem: was machen sie, wenn keine Besucher anwesend sind? Interessant, unerwartet - Gedankenspiele, die ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Andererseits aber auch ein wenig traurig stimmen …
Mit einigen Längen, jedoch phantasievoll und sogar mit einem Kriminalfall mitunter spannend.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Zuckersüße Liebe

The Baby Dragon Café
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In Starshine Valley gibt es etwas Großartiges: das Café, in welchem Drachenminis willkommen sind. Das war wohl keine sehr gute Idee, denn die Draggos machen viel kaputt. Das zahlt keine Versicherung! Cafebesitzerin ...

In Starshine Valley gibt es etwas Großartiges: das Café, in welchem Drachenminis willkommen sind. Das war wohl keine sehr gute Idee, denn die Draggos machen viel kaputt. Das zahlt keine Versicherung! Cafebesitzerin Saphira steht kurz vor der Pleite.
Dann greift das Schicksal ein.
Die Charaktere sind einfach angelegt und handeln nicht immer nachvollziehbar, aber ziemlich klischeehaft. Und Aiden ist nicht die hellste Kerze, aber voller Liebe.
Ein Superrahmen für die Handlung sind die Babydrachen und ihre Eigenheiten; das Thema gäbe so viel mehr her als eine simple und kitschige Lovestory.
Aber: für Verliebte ein wahrer Herz- und Seelenzucker!

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Annis Leben

Das gute Leben
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Interessantes hatte ich erhofft; nämlich eine Zeitgeschichte, beginnend in den 60ern in einer Gegend in Deutschlands Süden.
Bekommen habe ich eine Lebensgeschichte. Oma Anni, eingewandert aus Rumänien, ...

Interessantes hatte ich erhofft; nämlich eine Zeitgeschichte, beginnend in den 60ern in einer Gegend in Deutschlands Süden.
Bekommen habe ich eine Lebensgeschichte. Oma Anni, eingewandert aus Rumänien, vererbt Enkelin Chrissy ihr Haus bei Nürnberg. Das geplante Aufräumen wird zu einer
Reminiszenz. Beim Durchstöbern lernt Chrissy ihre Oma wirklich kennen. Ihre Mutter, selbst ungewolltes Kind, hat sie dort abgeliefert und ist nach Amerika ausgewandert. Omas Leben ist überwiegend von der Arbeit bei der Firma Quelle bestimmt. Ihr Anfang im erträumten Land war nicht leicht. Recht eigennützig quartiert sie sich beim Bruder ein, staunt, dass er über ihr Auftauchen und darüber, dass sie ihn ausnutzt, nicht begeistert ist. Genauso ärgert sie sich über den aufnahmeunwilligen Onkel. Wovon sollen denn sie und ihr Kind leben, ohne Geld, ohne Einkommen?
Nadine Schneider beschreibt Annis Leben ausführlich, detailliert beobachtet, analysiert Gefühle, berichtet ungeschönt. Positive Seiten klingen nur an, werden nicht gewertschätzt. Man sieht eine Anni, die ständig voller Zorn ist, den sie auch weitergibt. Sympathie erweckt keiner der Charaktere des Buches.
Ein gutes Leben? Kann man so oder so sehen.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Drachen in der Schule

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und Plusminus, der Mathedrache
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Zwei supersüße Drachen, nämlich ein Weihnachtsdrache und ein Mathedrache, geben hier die Hauptrollen.
Specki, äähh, Spekulatius, liebt Speckibuchstaben wie ä,ö,ü. Die benutzt er dort, wo sie hinpassen, ...

Zwei supersüße Drachen, nämlich ein Weihnachtsdrache und ein Mathedrache, geben hier die Hauptrollen.
Specki, äähh, Spekulatius, liebt Speckibuchstaben wie ä,ö,ü. Die benutzt er dort, wo sie hinpassen, aber auch in dafür unüblichen Worten. So wird aus „Mama“ schnell mal,“Mämä“, diese Ausspracheübung macht Spaß.
Tolle Idee, Umlaute, die Leseanfängern schwerfallen, zu üben. Die farbige Hervorhebung ist hilfreich und auffällig. Kleine hübsche Illustrationen wecken Aufmerksamkeit.
In der Schule, Lernanfängern gut bekannt, kommt ein weiterer Drache, eine Handpuppe hinzu. Er stellt Matheaufgaben, die die Leser begeistert mitlösen. Auch das macht Spaß. Aber dann: Drache Plusminus ist weg!!!
Wie es weitergeht? Selber lesen!
Das Buch ist toll, kindgerecht, bunt, spannend, lustig, motivierend - gefällt uns sehr gut!

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Zeitgeschichten

Das White Octopus Hotel
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Kunstgutachterin Eve Shaw ist Kunstsachverständige. Ihr eigenartiges Tattoo, ein Oktopus, wandert auf ihrer Haut herum. Um einen merkwürdigen Fall zu recherchieren, reist sie in ein eigentlich verlassenes ...

Kunstgutachterin Eve Shaw ist Kunstsachverständige. Ihr eigenartiges Tattoo, ein Oktopus, wandert auf ihrer Haut herum. Um einen merkwürdigen Fall zu recherchieren, reist sie in ein eigentlich verlassenes Hotel, in dem die Zeit verrückt spielt. Nicht nur das, man kann auch Verstorbene anrufen - ein einziges Mal. Allerdings wurde es vor langer Zeit geschlossen, ist nur noch eine Ruine. Dennoch hofft Eve, einen Wunsch erfüllt zu bekommen.
Alexandra Bell legt einen schwungvollen Anfang hin, die Handlung flacht aber bald ab, offenbart einige Widersprüchlichkeiten. Alles dreht sich um Oktopusse, das wird schnell ermüdend. Auch die Horrorszenen konnten mich nicht überzeugen. Die Handlung verwirrt sich, verläuft in Spiralen. Manche Gedankengänge sind nett, andere eher unheimlich. Schuld spielt eine stets präsente Rolle. Die Protagonistin verliert sich.
Konnte mich trotz spannender Ansätze nicht wirklich überzeugen.

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