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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2022

Auf der Suche

Fischers Frau
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Mia, Kuratorin, analysiert und zerfasert einen einzigen Satz ins Unendliche. Ein Problem aus ihrer Vergangenheit und mit ihrem Vater läßt sie endlos grübeln. Diese ausufernden Andeutungen langweilen. Interessanter ...

Mia, Kuratorin, analysiert und zerfasert einen einzigen Satz ins Unendliche. Ein Problem aus ihrer Vergangenheit und mit ihrem Vater läßt sie endlos grübeln. Diese ausufernden Andeutungen langweilen. Interessanter wird es bei der Geschichte des „einerseits hochprofessionellen und andererseits erschreckend unbedarften Pop-up-Fälscherkollektivs“, welches Japanische Keramikschalen nachmacht. Aber am besten gefiel mir Mias Suche nach der Herstellerin eines speziellen Pommerschen Fischerteppichs. Echt oder Fälschung? Mit einer Botschaft? Interessant ist die Historie solcher Textilien. Als Zubrot während des Fangverbots 1928 knüpften Fischersfrauen die sogenannten „Perser von der Ostsee“.
Viele Hinweise führen Mia in ein fremdes Land, zu fremden, sehr hilfsbereiten Menschen. Und zu einem besonderen. Mia findet eine Geschichte hinter einer Geschichte. Schön, poetisch.
Karin Kalisa schreibt ausufernd, gefühlvoll. Einige Passagen sind stimmig, anschaulich, lebendig. Andere, langatmige, nicht.
„Fischers Frau“ - eine interessante, poetische und auch märchenhafte Erzählung.

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Veröffentlicht am 07.06.2022

Unterhaltsam

Fisch Land Tod
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Bestattungsunternehmer Jesper Stein und seine ungewöhnliche Gehilfin Nina Peters, Pfarrerstochter und Punkerin, sind Originale, allerdings mit verschiedenen Lebensstilen. Welten prallen aufeinander. Zusammen ...

Bestattungsunternehmer Jesper Stein und seine ungewöhnliche Gehilfin Nina Peters, Pfarrerstochter und Punkerin, sind Originale, allerdings mit verschiedenen Lebensstilen. Welten prallen aufeinander. Zusammen aber sind sie ein Dreamteam. Über ihren Job: Beerdigungsvorbereitungen sind interessant und aufschlussreich beschrieben, trotzdem ist das Prozedere irgendwie gruselig und ein wenig makaber. Alles aber immer NICHT despektierlich.
Der mysteriöse Tod eines Verstorbenen veranlasst Jesper und Nina, einige Nachforschungen anzustellen. Es wird spannend! Eine zweite Erzählebene läßt Zusammenhänge vermuten.
Reiner Wekwerh und Rita Schwarz haben einen sehr unterhaltsamen Ostseekrimi verfasst, spannend und humorvoll geschrieben und gut zu lesen.

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Veröffentlicht am 03.06.2022

Fantasievoll

Das Haus zwischen den Welten
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Endlich ist das magische Haus frei und kann auf Reisen gehen. Mitsamt seinen Bewohnern. Lustig, wenn nicht gerade ein Schluckauf alle Insassen ständig durcheinander wirbelt und zwischen verschiedenen Welten ...

Endlich ist das magische Haus frei und kann auf Reisen gehen. Mitsamt seinen Bewohnern. Lustig, wenn nicht gerade ein Schluckauf alle Insassen ständig durcheinander wirbelt und zwischen verschiedenen Welten hin- und herfliegt. Das betrifft das Mädchen Neun, Eiderdaus den Zauberer, dazu einen liebenswerten Troll, einen schwertschwingenden Kochlöffel und Skelett Dietrich im Schrank. Alle wollen aus verschiedenen Gründen zur Hüpfkästchenmeisterschaft. Jetzt wird es so richtig spannend: Überraschungen, Pech und fiese Tricks erwischen unsere Helden.
Heldin Neun ist genial, mutig, unerschrocken, selbstbewusst und hilfsbereit. Aber ob das reicht, ihre dringendste Frage zu klären?
Amy Sparkes unterhält mit skurrilen Einfällen, verrückten Namen und lustigen Wortneuschöpfungen ihre jugendliche Leserschaft. Macht Spaß, zu lesen.
Verlegt von Dragonfly in der Verlagsgruppe Harper Collins.

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Veröffentlicht am 31.05.2022

Märchenhaft

Met-Magie – Der Trunk der Götter, Barden und Bauern
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Fantasievolle Sagen und Geschichten über die Entstehung des Mets wurden liebevoll zusammengetragen. Märchenhaftes weiß zu unterhalten. Egal ob die Rede von afrikanischen Königen, betrunkenen Geiern, Magiefressern ...

Fantasievolle Sagen und Geschichten über die Entstehung des Mets wurden liebevoll zusammengetragen. Märchenhaftes weiß zu unterhalten. Egal ob die Rede von afrikanischen Königen, betrunkenen Geiern, Magiefressern oder Katzenfrauen ist, bunt und kreativ sind sie alle. Übersinnliches begleitet den Leser durch alle Erzählungen. Aber auch historische Ereignisse werden benannt. Ob es die erwähnten Hexen je gab? Manches ist sehr mysteriös, manches nebelhaft … .
Die aufgezählten Metsorten machen Lust aufs Ausprobieren, haben sie doch so ansprechende Namen wie Winterzauber, Tränen des Ra, Grüner Galgenstrick, Westminster Fog, Jolly Rogers, Scottish Blood oder Bardensang.
Unterhaltsam und abwechslungsreich zu lesen, teils leicht verständlich in einfacher Sprache erzählt, auch anspruchsvoll verwirbelt, interessant allemal.

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Veröffentlicht am 27.05.2022

Der Fünfzigste

Schlaflos auf Sylt
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Zum 50sten mit den Eltern ins noble Sylt. What? Dort angekommen, wird der Leser mit viel unnützem Wissen über die Insel gefüttert. Und dann: Eine exorbitante Überraschungsparty mit ziemlich allen Personen ...

Zum 50sten mit den Eltern ins noble Sylt. What? Dort angekommen, wird der Leser mit viel unnützem Wissen über die Insel gefüttert. Und dann: Eine exorbitante Überraschungsparty mit ziemlich allen Personen aus Merles Vergangenheit! »Fünfzig Jahre – fünfzig Menschen …«, meinten ihre Eltern. Super Idee - nicht. Viele fast vergessene Erlebnisse und Erinnerungen prasseln auf das Geburtstagskind ein. Neckische Spielchen und sexlastige Übungen werden durchgezogen. Nur anfänglich unterhaltsam. Vor allem die enthemmten Silveragers danach … dieses Kopfkino, aaarrrggghhh! Nicht nur für die perplexe Merle, zumal sie auch noch andere Neuigkeiten erfährt. Hoch geht es her. Es folgt ein Austausch von Lebensweisheiten der Damen aller Altersklassen. Jede ist von den ihrigen überzeugt.
Die Autorin greift auch ein Urlaubsortdilemma auf: Wohnraum für Servicekräfte. Vortragsartig wird die Situation erklärt. Merle tut mir einfach nur leid.
Claudia Thesenfitz kann wunderbar locker und unterhaltsam schreiben. Hier tut sie es nicht, einen Wohlfühlroman stelle ich mir anders vor.

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