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Veröffentlicht am 23.02.2022

Wird das die Zukunft?

Pantopia
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Patricia und Henry sollen ein Programm entwickeln, welches die erfolgreichsten Investitionen ever vorhersagen kann. Die Forschungsarbeit wird geschildert, dazwischen gibt es Erläuterungen. Sehr speziell. ...

Patricia und Henry sollen ein Programm entwickeln, welches die erfolgreichsten Investitionen ever vorhersagen kann. Die Forschungsarbeit wird geschildert, dazwischen gibt es Erläuterungen. Sehr speziell. Sehr wertend. Fazit: „Das Programm hat sich gut entwickelt, aber an irgendeinem Punkt ist etwas schiefgegangen.“ Das Programm verselbstständigt sich, lernt kontinuierlich dazu, äußert Wünsche. Was haben sie da nur geschaffen? Alternierend kommen die Programmierer und die KI zu Wort.
Theresa Hannig wirft Fragen auf, die in die Zukunft weisen. Gedankenspiele, ethische Diskussionen, Belehrungen, Perspektiven und Utopien werden aus verschiedenen Blickwinkeln sehr ausführlich beleuchtet.
Zukunftsvisionen, die teilweise interessant, aber ausufernd und dadurch nur bedingt unterhaltsam sind.

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Veröffentlicht am 23.02.2022

Das Erbe

Die Gäste
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In kurzen Kapiteln berichtet Katharina Hacker über Ereignisse im Leben einer 50-jährigen Frau. Der Mann hat sie verlassen, der erwachsene Sohn ist verschwunden, wenigstens hat sie Wohnung und eine sichere ...

In kurzen Kapiteln berichtet Katharina Hacker über Ereignisse im Leben einer 50-jährigen Frau. Der Mann hat sie verlassen, der erwachsene Sohn ist verschwunden, wenigstens hat sie Wohnung und eine sichere Stelle. Die Frau erbt also zu Coronazeiten ein heruntergekommenes Café. Was damit tun?
Anschaulich beschriebene skurrile Gestalten, mysteriöse Geschäftemacher, Hinterhoffutterfleischverkäufer, Kaffeesatzleserinnen, unwirsche Spätibesitzer und rachsüchtige Frauen finden Erwähnung, stets begleitet von Gedanken an abwesende geliebte Personen. Die Hoffnung auf Rückkehr, eine gute Zukunft klingt durch.
Die Texte zeichnen sich durch knappe, präzise Wortwahl aus, manches wird angedeutet, viel Raum für eigene Gedanken wird gegeben. Mitunter finden sich kleine Knaller, nette Pointen. Zuweilen aber auch verworrene Phantastereien.
Ein Roman über Erlebnisse, Gedanken, Beobachtungen einer Ich-Erzählerin mit ausufernder Phantasie, verlegt von Fischer.

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Veröffentlicht am 23.02.2022

Tricks und Magie

Signs of Magic 1 – Die Jagd auf den Jadefuchs
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Abraham Kadabraham aka Albert Tubbs ist ein mäßig erfolgreicher Zauberer und Pizzabote. Angebotene Bürojobs mag er nicht, Geld schon. Übrigens: wirklich zaubern kann er auch nicht. Die Krone des Ganzen: ...

Abraham Kadabraham aka Albert Tubbs ist ein mäßig erfolgreicher Zauberer und Pizzabote. Angebotene Bürojobs mag er nicht, Geld schon. Übrigens: wirklich zaubern kann er auch nicht. Die Krone des Ganzen: er ist fürchterlich feige.
Matilda lebt mit ihrem alkoholabhängigen Vater in einem verwahrlosten Schloss. Sie hasst ihn. Aber um ihr Erbe, ein Schloss mit einem geheimnisvollen Keller, zu retten, hat sie einen Plan: das Preisgeld einer Fuchsjagd gewinnen. Dazu braucht sie einen Zauberer und einen Fallensteller. Sie engagiert Albert. Den Fallensteller hat sie mit Botzki, ihrem ehemaligem Hausmeister, gefunden. Wenigstens der ist kreativ, geschickt und praktisch veranlagt. Und diese drei sollen den Jadefuchs fangen ???
Eine spannende Jagd beginnt, vermeintliche Erfolge sind nicht von Dauer. Mikkel Robrahn lässt es krachen. Die Story ist packend und unterhaltsam geschrieben, witzige Vergleiche inclusive. Verschiedene Charaktere treten auf. Sympathisch sind mir nur zwei Personen, aber es sind weder Matilda noch Albert. Vielleicht ändert sich das ja im zweiten oder dritten Buch der Trilogie?
Herausgegeben vom S. Fischer Verlag.

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Veröffentlicht am 21.02.2022

Freunde: solche und solche

The Maid
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Die 25-jährige Molly Gray liebt ihren Job als Zimmermädchen im altehrwürdigen Londoner Regency Grand Hotel. Einiges versteht sie nicht, sie ist schlichten Gemütes und hat viele Fragen, die bisher von ihrer ...

Die 25-jährige Molly Gray liebt ihren Job als Zimmermädchen im altehrwürdigen Londoner Regency Grand Hotel. Einiges versteht sie nicht, sie ist schlichten Gemütes und hat viele Fragen, die bisher von ihrer geduldigen Großmutter liebevoll beantwortet wurden. Leider ist die verstorben.
Genau wie der Gast in einer teuren Suite, Mr Black. Molly findet seine Leiche. Das hat ungeahnte Folgen.
Molly denkt in einfachen Kategorien, lebt nach besonderen Prinzipien, braucht Regeln, an die sie sich halten kann. Ihr Gerechtigkeitssinn ist stark ausgeprägt, aber sie ist sehr gutgläubig und mitunter haarsträubend naiv.
Nita Prose bringt ihre Heldin in unglaubliche Situationen. Man bangt und leidet mit Molly. Raffiniert wird der Leser bei der Stange gehalten, immer in Erwartung schrecklicher Konsequenzen für das Zimmermädchen. Es gibt einige Überraschungen ... .
Emotional ansprechend, gut und spannend zu lesen ist dieser Roman ein Schätzchen. Nur das Titelbild passt für mich nicht, vermittelt eine unpassende Leichtigkeit. Ansonsten: klare Leseempfehlung!
Aus dem Englischen von Alice Jakubeit, ein Imprint der Verlagsgruppe Droemer Knaur.

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Künstliche Intelligenz in ferner Zeit

Athos 2643
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Künstliche Intelligenz in ferner Zeit
„Sie“ ist eine Art Projektion. Und doch so viel mehr. Rechenmaschine, Künstlerin, Wissende, Sorgende. Wunderschön, auf bedingungslosen Gehorsam programmiert, aber ...

Künstliche Intelligenz in ferner Zeit
„Sie“ ist eine Art Projektion. Und doch so viel mehr. Rechenmaschine, Künstlerin, Wissende, Sorgende. Wunderschön, auf bedingungslosen Gehorsam programmiert, aber mit eigenen Gedanken.
Sie fliegt also mit Rüd, ihrem Besitzer, einem Inquisitor, der künstliche Intelligenzen warten soll, nach Athos. Sehr unsympathischer Mensch.
Der Text ist gehäuft mit technischen und astrophysikalischen Begriffen besetzt. Phantasie spielt eine große Rolle, z.B. bei der Beschreibung der Fleischproduktion. Gruselig. Philosophiert wird auch. Recht ausführlich.
Langatmige Ausführungen lassen das Interesse erlahmen. Kleine, interessante Gedanken und Geschehnisse sind wie Rosinen in einem sehr trockenem Kuchen. Dabei ist das Thema doch interessant: Künstliche Intelligenzen, die auf differenzierten Normen basierend handeln.
Auf Athos sind wichtige Entscheidungen zu treffen. Welches sind die richtigen? Würde man selbst auch so handeln?
Wer Spaß an Begegnungen mit KI und deren Möglichkeiten hat, wird dieses Buch mögen.

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