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Veröffentlicht am 03.01.2026

Wie die Erde um die Sonne

Wie die Erde um die Sonne
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Worum geht es?: Graham und ich waren nicht füreinander bestimmt. Und doch hatten wir zusammen unsere höchsten Höhen erreicht und waren zusammen in die tiefsten Tiefen hinabgestürzt. Seine Luft war zu meinem ...

Worum geht es?: Graham und ich waren nicht füreinander bestimmt. Und doch hatten wir zusammen unsere höchsten Höhen erreicht und waren zusammen in die tiefsten Tiefen hinabgestürzt. Seine Luft war zu meinem Atem geworden, sein Boden war meine Erde. Die Flammen seines Herzens waren mein Feuer und seine Tränen mein Wasser. Sein Geist wurde zu meiner Seele. Und dennoch war nun der Moment gekommen, Abschied zu nehmen.



Das Cover: Das Cover ist wieder einmal großartig gelungen. Wie alle Bücher der Reihe ist auch dieses ein echtes Schmuckstück im Bücherregal. Der Farbschnitt ist wunderschön und harmoniert perfekt mit dem restlichen Design. Insgesamt wirkt das Buch sehr hochwertig und ästhetisch – ein echter Hingucker.

Der Schreibstil: Der Roman wird in der Ich-Perspektive erzählt und wechselt zwischen Lucy und Graham, was einen tiefen Einblick in die Gedanken und Gefühle beider Figuren ermöglicht. Die Kapitel haben eine perfekte Länge – meist weniger als zehn Seiten – sodass man mühelos durch die Geschichte fliegt. Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll, atmosphärisch und leicht zu lesen. Der Plottwist am Ende war für mich leider nicht besonders gelungen, da es im Verlauf der Handlung bereits viele Hinweise gab. Dennoch habe ich die Geschichte gebannt verfolgt und wollte unbedingt wissen, wie es mit Lucy und Graham weitergeht.


Die Hauptfiguren: Lucy ist in unkonventionellen Verhältnissen aufgewachsen. Ihr Vater starb früh, und ihre Mutter war ein lebensfroher Wirbelwind, der nie wirklich erwachsen wurde. Während Lucy diese Art inspirierte, hat sie ihre ältere Schwester Lyric eher abgeschreckt. Nach dem Tod der Mutter versucht Lucy verzweifelt, das Band zwischen sich, Lyric und Mari zu bewahren, doch Lyric entfernt sich schnell. Als Lucy erfährt, dass sie Tante ist, kümmert sie sich liebevoll um Talon und entwickelt dabei Gefühle für Graham. Manchmal war Lucy mir persönlich etwas zu viel – zu esoterisch, zu intensiv, zu sehr „alles oder nichts“. Dennoch mochte ich ihre Wärme und ihre Fähigkeit, selbst jemanden wie Graham, der anfangs wie ein Eisklotz wirkt, langsam aufzutauen.

Graham ist in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen. Sein Vater war gewalttätig, und seine Mutter hat ihn verlassen. Dadurch hat er früh gelernt, niemandem zu vertrauen. Seine Ehe mit Lyric – oder Jane – war eher eine Zweckgemeinschaft ohne Liebe. Als sie schwanger wird, bricht für ihn zunächst eine Welt zusammen, denn er wollte nie Kinder haben. Doch Talon schleicht sich langsam in sein Herz, und auch Lucy beginnt, seine Mauern zu durchbrechen. Die Frage bleibt: Kann jemand wie Graham lernen zu vertrauen, wenn er so oft enttäuscht wurde?


Endfazit: "Wie die Erde um die Sonne" ist ein toller Abschlussband einer großartigen Reihe. Brittainy Cherry hat erneut eine sehr gefühlvolle Geschichte geschaffen, die das Herz erwärmt. Besonders für Leserinnen und Leser, die weniger Drama und Herzschmerz bevorzugen, ist dieses Buch bestens geeignet. Der Plot zum Ende war für mich nicht ideal umgesetzt, und Grahams kalte Art hat es mir anfangs schwer gemacht, ihn ins Herz zu schließen. Doch letztlich ist es eine wunderschöne Geschichte mit starken Botschaften über Vertrauen, Familie und Heilung.


Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Marry the Millionaire

Marry the Millionaire
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Worum geht es?: Lavender traut ihren Augen nicht, als sie nach sieben Jahren plötzlich ihrer große Jugendliebe Ace gegenübersteht. Als wäre das unverhoffte Wiedersehen nicht schon schlimm genug, schlägt ...

Worum geht es?: Lavender traut ihren Augen nicht, als sie nach sieben Jahren plötzlich ihrer große Jugendliebe Ace gegenübersteht. Als wäre das unverhoffte Wiedersehen nicht schon schlimm genug, schlägt er ihr einen total verrückten Deal vor. Sie soll Ace heiraten. Im Gegenzug erhält Lavender eine Million Dollar, die sie dringend benötigt.

Aber sind Aces Absichten tatsächlich so ehrenhaft? Und was geschieht, wenn Lavender sich der Anziehung zwischen ihnen nicht entziehen kann und Ace erneut verfällt?

Wird sie ihr Herz dieses Mal schützen können?



Das Cover: Das Cover ist wunderschön gestaltet und wirkt sehr edel. Besonders der farbige Buchschnitt ist ein echter Blickfang und rundet das Gesamtbild perfekt ab. Für mich ist es das hübscheste Buch der gesamten Reihe und ein echtes Highlight im Regal.

Der Schreibstil: Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive erzählt und wechselt zwischen Lavender und Ace, was einen sehr intensiven Einblick in die Gefühlswelt beider Figuren ermöglicht. Zwischendurch gibt es kurze Kapitel aus der Vergangenheit, die die Teenagerzeit der beiden beleuchten und wichtige Hintergründe liefern. Die Kapitel sind insgesamt sehr kurz, sodass man regelrecht durch die Geschichte fliegt. Leider war der Plot gegen Ende für mich etwas vorhersehbar, was ich schade fand. Dafür war der Epilog zuckersüß und hat die gesamte Reihe auf eine wunderschöne, runde Weise abgeschlossen.

Die Hauptfiguren: Lavender wächst in einem strengen Elternhaus auf, in dem ihr Vater als Pastor das Sagen hat und ihre Mutter kaum eine Stimme besitzt. Als Lavender in jungen Jahren schwanger wird, bricht für ihre Familie eine Welt zusammen. Sie schafft es jedoch, sich aus diesem Umfeld zu lösen und ihre Tochter Grace alleine großzuziehen. Lavender ist eine starke, mutige Frau, deren Entwicklung man gerne verfolgt. Allerdings war für mich schwer nachvollziehbar, warum sie trotz der herablassenden Art, mit der Ace sie anfangs behandelt, noch so starke Gefühle für ihn hegt.

Ace begegnet nach vielen Jahren seiner Jugendliebe wieder und erfährt, dass er Vater ist. Er möchte eine Beziehung zu seiner Tochter aufbauen und geht dafür einen Deal mit Lavender ein. Zu Beginn wirkt er sehr kühl und abweisend, und ich konnte ihn nicht immer richtig greifen oder verstehen. Im Verlauf der Geschichte macht er jedoch die größte Charakterentwicklung durch, was ihn letztlich zu einer sehr interessanten Figur macht.


Endfazit: "Marry the Millionaire" ist ein toller Abschlussband, der mir insgesamt sehr gut gefallen hat. Besonders Grace und Lavender sind wunderbare Protagonistinnen, die man einfach ins Herz schließen muss. Man wünscht ihnen nur das Beste. Auch wenn der Plot zum Ende hin nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat, bleibt es ein großartiger Abschluss einer wirklich schönen Reihe. Wichtig ist, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen – auch wenn jeder Band für sich abgeschlossen ist, bauen die Enden immer aufeinander auf und leiten den nächsten Teil ein.

Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Outlander - Ein Schatten von Verrat und Liebe

Outlander - Ein Schatten von Verrat und Liebe
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Worum geht es?: Jamie Fraser kehrt von den Toten zurück – doch seine große Liebe Claire hat seinen besten Freund geheiratet …

»Outlander – Ein Schatten von Verrat und Liebe« ist der dramatische 8. Teil ...

Worum geht es?: Jamie Fraser kehrt von den Toten zurück – doch seine große Liebe Claire hat seinen besten Freund geheiratet …

»Outlander – Ein Schatten von Verrat und Liebe« ist der dramatische 8. Teil der Welt-Bestseller-Saga von Diana Gabaldon: ein hochspannender, gefühlvoll erzählter und exakt recherchierter Mix aus historischem Roman, Zeitreise-Abenteuer und Familiensaga.

1778 ist ein dramatisches Jahr für die Frasers: Der amerikanische Unabhängigkeitskrieg steuert auf seinen blutigen Höhepunkt zu; William, der junge Graf von Ellesmere, findet zu seinem Entsetzen heraus, dass er Jamies unehelicher Sohn ist und damit von einem Rebellen und verurteilten Verbrecher abstammt; und die verwitwete Claire hat in die Ehe mit Lord John Grey eingewilligt, Jamies bestem Freund. Ihr Herz droht zum zweiten Mal zu brechen, als etwas geschieht, das sie in ihren kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt hätte: Eines Tages steht der totgeglaubte Jamie quicklebendig vor ihr.

Zumindest wissen Claire und Jamie ihre Tochter Brianna im 20. Jahrhundert in Sicherheit – oder?

Das Cover: Das Cover des Buches wirkt sehr edel und passt hervorragend zum Genre historischer Romane. Die Farbgebung ist stimmig und ansprechend, sodass das Buch optisch sofort ins Auge fällt.

Der Schreibstil: Der Schreibstil ist typisch für Diana Gabaldon: detailreich, verschachtelt und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Claire berichtet in der Ich-Perspektive, während andere Figuren wie Jamie oder William aus der Erzähler-Perspektive begleitet werden. Die Kapitel variieren stark in ihrer Länge – manche umfassen nur wenige Seiten, andere ziehen sich über mehr als dreißig Seiten. Während der Anfang des Romans sehr stark ist, verliert die Handlung danach deutlich an Tempo. Viele Passagen wirken langatmig, und das Buch hat insgesamt zu viele Längen. Einige Abschnitte waren für mich so zäh, dass ich sie übersprungen habe, weil sie die Handlung kaum voranbrachten.

Die Hauptfiguren: Die Hauptfiguren bleiben zwar emotional präsent, doch ihre Entwicklungen wirken zunehmend stagnierend. Claire und Jamie kämpfen weiterhin tapfer gegen die Wirren des Krieges, doch ihre Konflikte wiederholen sich teilweise. Brianna und Roger erleben zwar dramatische Ereignisse, doch auch hier fehlt es an frischen Impulsen. Lord John Grey und William stecken in politischen Intrigen fest, die zwar interessant beginnen, sich aber ebenfalls in die Länge ziehen.

Endfazit: Mein Endfazit fällt daher ernüchternd aus: Ich nehme mir jedes Jahr ein Buch der Reihe vor, in der Hoffnung, dass noch ein großer Knall kommt – doch meiner Meinung nach ist die Luft inzwischen raus. Die vielen Längen und die stagnierenden Charakterentwicklungen machen den Lesefluss schwer. Überraschenderweise hat die Serienadaption, die viele Handlungsstränge gekürzt hat, der Geschichte gutgetan. Ich hätte es nie gedacht, aber die Serie Outlander ist für mich inzwischen deutlich besser als die Bücher. Der Start dieses Bandes war vielversprechend, doch er hat im Verlauf stark nachgelassen.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Weihnachten mit Susan Mallery

Weihnachten mit Susan Mallery
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Worum geht es?:

Leidenschaft und Weihnachtsküsse

Ein Schlag auf den Kopf − und ihre Vergangenheit ist wie ausgelöscht. Als Angela aufwacht, sitzt ein verführerisch starker Mann neben ihrem Bett, vorgeblich ...

Worum geht es?:

Leidenschaft und Weihnachtsküsse

Ein Schlag auf den Kopf − und ihre Vergangenheit ist wie ausgelöscht. Als Angela aufwacht, sitzt ein verführerisch starker Mann neben ihrem Bett, vorgeblich Deputy Sheriff Shane McBride. Seine Fragen kann sie nicht beantworten. Stattdessen gibt sie sich dem Traum hin, ein neues Leben mit ihm zu beginnen.

Leidenschaft und Pfefferkuchen

Es gibt keine Probleme, nur Lösungen, findet die quirlige Darcy und stürzt sich auf ihr vorweihnachtliches Gute-Laune-Projekt: den viel zu ernsten Detective Mark Kincaid verführen. Weder ihrem Charme noch ihren Pfefferkuchen widersteht er. Doch Darcy verschweigt ihm etwas …

Mistelzweig und Weihnachtsküsse

Von wegen "O du fröhliche"! Die Adventsstimmung ist Feuerwehr-Captain Jordan Haynes gründlich verhagelt. Beim Versuch, eine Katze zu retten, hat er sich übel verletzt. Immerhin hat die kratzbürstige Mistletoe überlebt, und ihre ebenso dankbare wie hübsche Besitzerin Holly tut alles, um ihm den Krankenstand mit Keksen und netten Plauderstunden zu versüßen.

Das Cover: Schon das Cover stimmt mit seinem kitschig-süßen Design perfekt auf die Weihnachtszeit ein und vermittelt genau die Atmosphäre, die einen beim Lesen erwartet.

Der Schreibstil: Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu verfolgen. Erzählt wird aus der Erzählerperspektive, und die Kapitel variieren stark in ihrer Länge – mal nur wenige Seiten, mal über zwanzig. Auch die drei Geschichten selbst fallen unterschiedlich lang aus: Während die erste rund 90 Seiten umfasst, bringt es die letzte auf über 150. Einheitlichere Längen hätten mir persönlich besser gefallen. Dramaturgisch hat mir die erste Geschichte am besten gefallen, doch insgesamt sind alle drei Erzählungen stimmig, unterhaltsam und passen wunderbar in die Advents- und Winterzeit.

Die Hauptfiguren: Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und tragen jede Geschichte auf ihre Weise.

In „Leidenschaft und Weihnachtsküsse“ kämpft Angela nach einem Unfall mit Gedächtnisverlust, während Sheriff Shane versucht, professionell zu bleiben, obwohl er sich von Anfang an zu ihr hingezogen fühlt.

„Leidenschaft und Pfefferkuchen“ stellt die impulsive Darcy in den Mittelpunkt, die es sich in den Kopf gesetzt hat, den kühlen Detective Mark zu verführen – auch wenn dieser sich auf nichts Festes einlassen möchte.

In „Mistelzweig und Weihnachtsküsse“ rettet Feuerwehrmann Jordan die Katze Mistletoe aus einem einsturzgefährdeten Haus und landet selbst im Krankenhaus. Die Besitzerin Holly fühlt sich schuldig und setzt alles daran, ihm zu helfen – auch wenn ihre manchmal sehr naive Art nicht immer meinen Geschmack getroffen hat.

Endfazit: „Weihnachten mit Susan Mallery" ist ein schönes Buch für die Weihnachtszeit, das winterliche Stimmung wunderbar transportiert und sich perfekt für gemütliche Lesestunden eignet. Auch wenn mir die letzte Geschichte an einigen Stellen zu langatmig war, bietet das Buch insgesamt herzerwärmende Unterhaltung für kalte Wintertage.

Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Royal Heist

Royal Heist
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Worum geht es?: Darcy ist eine brillante Trickbetrügerin, die in jede Rolle schlüpfen kann. Mit ihrer Crew begeht sie spektakuläre Raubzüge - immer mit dem Ziel, Gerechtigkeit zu üben. Ihr größter Coup ...

Worum geht es?: Darcy ist eine brillante Trickbetrügerin, die in jede Rolle schlüpfen kann. Mit ihrer Crew begeht sie spektakuläre Raubzüge - immer mit dem Ziel, Gerechtigkeit zu üben. Ihr größter Coup steht allerdings noch bevor: Rache an den britischen Royals, die ihre Familie zerstörten, als sie noch ein Kind war. Um in den inneren Kreis der Königsfamilie zu gelangen, gibt sie sich als perfekte Kandidatin für Kronprinz Spencer aus, der mit einer Hochzeit den Ruf der Monarchie retten will. Doch ausgerechnet sein unberechenbarer Bruder Tristan droht Darcys Pläne zu durchkreuzen - er fordert sie ständig heraus und zieht sie gleichzeitig in seinen Bann. Während Darcy zwischen ihrem Herzen und ihrer Pflicht hin- und hergerissen ist, wird es immer schwieriger, ihre Tarnung aufrechtzuerhalten. Aber sie weiß genau, dass Tristan und sie keine Zukunft haben. Denn wenn er herausfindet, wer sie wirklich ist, verliert sie alles ...

Das Cover: Das Cover ist minimalistisch gestaltet, passt aber hervorragend zum Genre und zur Atmosphäre des Romans. Besonders der schöne Farbschnitt macht das Buch zu einem echten Hingucker im Regal und unterstreicht den hochwertigen Gesamteindruck.

Der Schreibstil: Der Schreibstil ist wie bei Büchern von Lena Kiefer gewohnt flüssig und leicht zu lesen. Erzählt wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Darcy und Tristan, was einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Konflikte ermöglicht. Die Kapitel sind mit zehn bis zwanzig Seiten angenehm lang. Allerdings zieht sich das erste Drittel etwas, da die emotionale Spannung zwischen Darcy und Tristan erst nach rund hundert Seiten spürbar wird. Danach nimmt die Handlung jedoch deutlich Fahrt auf, bleibt bis zum Schluss spannend und endet mit einem gemeinen Cliffhanger, der sofort Lust auf den nächsten Band macht.

Die Hauptfiguren: Darcy und Tristan stehen klar im Mittelpunkt der Geschichte. Darcy und ihr Bruder verfolgen seit Jahren einen Racheplan gegen die Königsfamilie, nachdem ihre Mutter aufgrund eines Unfalls eines Kindes der königlichen Familie, entlassen wurde. Diese Vergangenheit hat Darcy geprägt: Zu Beginn wirkt sie hart, zielstrebig und völlig auf Vergeltung fixiert. Doch im Laufe der Handlung öffnet sie sich Tristan, dem zweitältesten Sohn der Königin. Sie erkennt, dass eine arrangierte Ehe mit seinem Bruder Spencer sie emotional zerstören würde – doch gleichzeitig steht ihr Racheplan auf dem Spiel.

Tristan selbst ist ein spannender Gegenpol. Als „ewiger Zweiter“ in der Thronfolge ist er es gewohnt, im Schatten seines Bruders zu stehen und Verantwortung für dessen Fehltritte zu übernehmen. Seine Verbindung zu Darcy entwickelt sich schnell und glaubhaft, auch wenn sie eigentlich für Spencer vorgesehen ist. Von Tristan hätte ich gerne mehr erfahren, denn er wirkt wie eine Figur mit vielen unentdeckten Facetten, die hoffentlich in den Folgebänden noch stärker beleuchtet werden.

Endfazit: Im Gesamtfazit ist Royal Heist ein gelungener Auftakt, der jedoch einige Längen im ersten Drittel aufweist. Für Leserinnen und Leser, die Geschichten mit royalem Flair oder Regency‑Elementen lieben, ist das Buch dennoch ein Volltreffer. Mir persönlich waren es stellenweise etwas zu viele Nebenfiguren, wodurch ich gelegentlich den Überblick verlor. Trotzdem bleibt der Roman ein vielversprechender Start, der neugierig auf die Fortsetzung macht.

Das Buch erhält von mir gute 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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