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Veröffentlicht am 21.06.2025

The Darkness Between Us

The Darkness Between Us | Mit wunderschönem Farbschnitt
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Worum geht es?: Nach all den Jahren voller ungelöster Geheimnisse über jene Nacht, die Siljas Leben für immer veränderte, wagt sie es endlich, ihr Herz an einen Mann zu verschenken. Doch alles läuft schief ...

Worum geht es?: Nach all den Jahren voller ungelöster Geheimnisse über jene Nacht, die Siljas Leben für immer veränderte, wagt sie es endlich, ihr Herz an einen Mann zu verschenken. Doch alles läuft schief und ihre Welt zerbricht erneut. Inmitten ihrer Verzweiflung tritt ein Mann aus ihrer Vergangenheit in ihr Leben zurück – einst kaum mehr als eine flüchtige Bekanntschaft, doch jetzt ist er jemand, der die Schmetterlinge wieder zum Leben erweckt. Aber es braucht Zeit, bis sie ihm vertraut – und noch länger, bis sie erkennt, dass er seine eigenen dunklen Geheimnisse mit sich trägt. Silja glaubt, das Leben hätte ihr eine zweite Chance geschenkt. Was sie jedoch nicht ahnt: Sie ist nur eine Spielfigur in einem perfiden Racheplan. Während sie denkt, die Liebe und eine neue Familie gefunden zu haben, schwebt sie in größter Gefahr … und die Zeit läuft.

Das Cover: Dieses Buch ist einfach schön. Ich liebe das Cover. Der Kontrast zwischen dem dunklen Hintergrund und den hellen Blumen ist einfach wunderschön. Und dann dieser Buchschnitt – einfach toll.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive abwechselnd von Silja und Malte erzählt. Der Schreibstil war durchwachsen. Ich hatte so meine Probleme, in das Buch hineinzukommen. Ich musste wirklich noch mal den Klappentext lesen, um überhaupt zu verstehen, worum es geht. Das finde ich sehr schade, da ich mich mittlerweile gerne überraschen lasse. Erst nach ca. 70 Seiten kam ich so langsam in die Geschichte hinein. Das ist mir allerdings für einen Liebesroman zu lang. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir im Großen und Ganzen aber sehr gut. Sie schreibt sehr kurz und knackig – so sind auch die Kapitel aufgebaut. Zusätzlich ist das Buch mit sehr viel Poesie und Dramatik gepackt. Wer also eine leichte Lektüre sucht, sollte hiervon die Finger lassen. Das Ende war echt süß und hat zur Geschichte gepasst. Ein 100%iges Friede-Freude-Eierkuchen-Ende hätte auch einfach nicht gepasst.

Die Hauptfiguren: Silja ist die beste Freundin von Honey, die wir bereits aus dem ersten Band kennen. Ich hatte mich besonders auf Siljas Geschichte gefreut, da ich sie im ersten Band als große Kämpferin wahrgenommen habe. Das war in diesem Buch total anders. Sie ist sehr unsicher und auch gebrochen. Silja lebt in einer Beziehung, die sie überhaupt nicht glücklich macht, aber sie möchte daran festhalten. Und dann taucht plötzlich Malte auf, der immer wieder mit ihr flirtet. Sie merkt schnell eine Verbindung zu Malte, möchte aber ihrem Freund treu bleiben. Komischerweise wurde ich mit Silja anfangs nicht so ganz warm. Wo war die Kämpferin und knallharte Journalistin aus dem ersten Band? Ich hatte das Gefühl, ich lese ein Buch über eine ganz andere Protagonistin. Sie hat eine tolle Entwicklung gemacht, aber hier hat die Autorin in meinen Augen keine gute Überleitung vom ersten zum zweiten Band geschaffen.

Malte ist ein alter Freund von Honey, den wir schon im ersten Band kennengelernt haben. Er hat früher mit Honey auf dem Weihnachtsmarkt gearbeitet. Ich muss gestehen, ich habe Malte schon immer gemocht. Seine lockere Art und dass er Silja immer als Schönheit betitelt, macht ihn sympathisch. Besonders seine Vergangenheit fand ich spannend – sie hat insbesondere im letzten Drittel eine dramatische und besonders spannende Wendung genommen. Malte ist schon lange in Silja verliebt, hat aber immer das Gefühl, nicht gut genug für sie zu sein. Zudem glaubt er, dass seine Flirtversuche von Silja nicht ernst genommen werden. Malte ist einfach ein herzensguter Mensch, der irgendwann mal falsch abgebogen ist, aber eigentlich das Herz am richtigen Fleck hat.

Endfazit: Nachdem mich der erste Band umgehauen hat, war "The Darkness Between Us" für mich eine Pflichtlektüre. Leider konnte dieses Buch nicht ganz mit der hohen Messlatte vom ersten Band mithalten. Malte als Protagonist konnte mich überzeugen, mit Silja hatte ich jedoch manchmal meine Schwierigkeiten. Der Schreibstil hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich Startschwierigkeiten hatte. Eine gute Fortsetzung, auch wenn meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden.

Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Wie das Feuer zwischen uns

Wie das Feuer zwischen uns
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Worum geht es?: Alyssa Waters und Logan Silverstone waren einmal unzertrennlich, obwohl jeder in True Falls ihnen deutlich zu spüren gab, dass sie nicht zusammenpassten. Bis er Alyssa verließ, als sie ...

Worum geht es?: Alyssa Waters und Logan Silverstone waren einmal unzertrennlich, obwohl jeder in True Falls ihnen deutlich zu spüren gab, dass sie nicht zusammenpassten. Bis er Alyssa verließ, als sie ihn am meisten gebraucht hätte. Doch jetzt ist Logan zurück - und mit ihm auch das schmerzliche Feuer zwischen ihnen, das über all die Jahre nicht erloschen ist. Logan weiß, dass er Alyssa aus dem Weg gehen sollte, weil sie sich ein Leben ohne ihn aufgebaut hat. Aber die Erinnerung an ihre glücklichsten Momente ist zu stark. Für einen Moment schlagen ihre Herzen wieder im selben Rhythmus, auch wenn dies Alyssas Welt ein weiteres Mal zu zerstören droht...

Das Cover: Was für ein schönes Buch ist das! Ich liebe das Cover, ich liebe den Farbschnitt. Machen wir es kurz: Ich liebe alles an diesem Buch. Ein Augenschmaus in jedem Bücherregal. Well done – LYX Verlag.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive abwechselnd von Alyssa und Logan erzählt. Es ist in zwei Teile geteilt und enthält einen Zeitsprung von fünf Jahren. Ich habe den Schreibstil geliebt. Die Kapitel sind zwischen 10 und 15 Seiten lang. Ich habe das Buch fast inhaliert. Der Stil ist – mal wieder – sehr poetisch und gefühlvoll. Gut, ich muss gestehen: Wer bei diesem Buch nach überraschenden Plot-Twists sucht, sucht vergebens. Aber das braucht diese Geschichte auch nicht. Im Vordergrund steht die Charakterentwicklung von Alyssa und Logan. Selbst im Mittelteil kamen mir die Tränen. Einfach großartig. Und dann ist da noch das Ende – meine Güte, da hat sich die Autorin selbst übertroffen. Was Schöneres gibt es wohl nicht.

Die Hauptfiguren: Alyssa ist ein junges Mädchen, das in einem wohlbehüteten Elternhaus aufgewachsen ist. Eines Tages trennen sich jedoch ihre Eltern, und ihr Vater bricht den Kontakt zu seinen Kindern ab, um seinen Traum als Musiker zu verwirklichen. Alyssa ist am Boden zerstört und findet in der Freundschaft zu Logan großen Halt. Eigentlich kommen beide aus so unterschiedlichen Welten, dass man meinen könnte, sie hätten nichts gemeinsam. Mit der Zeit wird aus Freundschaft mehr, und sie möchte eine Beziehung mit ihm eingehen – doch da gibt es einige Hindernisse. Zum einen ist da ihre Mutter, die in Alyssa immer eine große Enttäuschung sieht und sie ständig unterbuttert. Dann ist da ihre große Schwester Erika, die Logan einfach überhaupt nicht ausstehen kann. Und zu guter Letzt sind da noch Logans Probleme. Ach, Alyssa ist einfach zuckersüß. Eigentlich habe ich mich anfangs immer gefragt, warum sie so beharrlich zu Logan steht und ihm immer wieder verzeiht. Er hat schließlich so viel Mist gebaut – die einfachste Lösung wäre gewesen, das Weite zu suchen. Aber gut, wo die Liebe hinfällt. Ich habe Alyssa für ihre Engelsgeduld und ihre ruhige Art bewundert. Mit einer solchen Mutter und all den Problemen, weiß ich nicht, ob ich ebenso reagiert hätte.

Logan ist ein junger Mann, der das genaue Gegenteil von Alyssa ist. Er wächst in schwierigen Verhältnissen auf: Seine Mutter ist drogenabhängig, sein Vater Drogendealer und gewalttätig. Einzig sein Halbbruder Kellan ist sein Anker. Und dann lernt er Alyssa kennen. Er versteht nicht, warum sie sich mit ihm abgibt. Für ihn ist sie eine Prinzessin – ein Traum, der wohl nie in Erfüllung gehen wird. Insgeheim liebt er sie, weiß aber selbst, dass er alles mit seinen großen Problemen nur verbocken würde. Besonders Logan hat mich in diesem Buch begeistert. Von einem drogensüchtigen, gebrochenen Jungen hat er sich zu einem starken und selbstsicheren Mann entwickelt. Und dann ist da noch diese große Bruderliebe zu Kellan. Meine Güte, besonders in diesen Momenten kamen mir die Tränen. Wie schön ist es zu lesen, dass bedingungslose Liebe nicht nur zwischen Liebespaaren existieren muss.

Endfazit: Was ist denn hier los? Band 2 der Romance Elements-Reihe – und schon wieder 5 Sterne? Ich habe alles an diesem Buch geliebt. Der Schreibstil ist grandios und sehr gefühlvoll. Besonders toll fand ich, dass dieses Buch nicht zu schwer ist. Manchmal sind Bücher von Brittainy C. Cherry selbst mir zu tragisch, aber dieses hier hat genau meinen Geschmack getroffen. Alyssa und Logan als Protagonisten sind großartig, und selbst Erika und Kellan als Nebencharaktere sind einfach nur Zucker. Ich meine, gerade Erikas schrullige und schräge Art hat mir manchmal den Tag versüßt. Ich bin auf die Folgebände gespannt und hoffe, dass auch sie mich so catchen können. Wird das etwa meine neue Lieblingsbuchreihe?

Das Buch erhält von mir begeisterte 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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Worum geht es?: Lola freut sich sehr, als sich ihre Mitbewohnerin Vivian in den charismatischen Pascal verliebt, denn Vivian galt immer als Außenseiterin. Nach ein paar Wochen mit Pascal ist Vivian jedoch ...

Worum geht es?: Lola freut sich sehr, als sich ihre Mitbewohnerin Vivian in den charismatischen Pascal verliebt, denn Vivian galt immer als Außenseiterin. Nach ein paar Wochen mit Pascal ist Vivian jedoch nicht wiederzuerkennen: Sie wird unzuverlässig und verstrickt sich in Lügen. Die Lage spitzt sich zu, als Vivian nach einem Streit mit Lola wie vom Erdboden verschwindet. Für Lola ist klar: Hier stimmt etwas nicht! Das fürchtet auch Elias, Vivians Halbbruder. Weil die Polizei nichts unternehmen kann, beschließen Lola und Elias, Vivian auf eigene Faust zu helfen. Während sich die beiden bei ihrer Suche immer näherkommen, ahnen sie nicht, welche Grenzen Vivian für die vermeintliche Liebe längst überschritten hat…

Das Cover: Das Buchcover gefällt mir sehr gut, auch wenn man auf den ersten Blick meinen könnte, dass es sich um eine Dark Romance handelt. Es ist ein Eyecatcher, und das Blau und Pink im Hintergrund kommen toll zur Geltung. Ich persönlich mag den Buchschnitt aber überhaupt nicht. Der Schriftzug „Niemand liebt dich so wie ich“ sieht einfach nicht schön aus – da hätte man etwas Ansprechenderes gestalten können.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive abwechselnd aus der Sicht von Vivi, Lola und Elias erzählt. Dabei werden die Kapitel manchmal aus der Gegenwart und manchmal aus der Vergangenheit vor Vivis Verschwinden erzählt. Ab und zu sind auch Tagebucheinträge von Vivi zu lesen. Die Kapitel sind zwischen 10 und 20 Seiten lang und hatten für mich die perfekte Länge für einen Thriller.

Machen wir es kurz und schmerzlos: Ich habe den Schreibstil überhaupt nicht gemocht. Diese ständigen Perspektivwechsel haben mich nur verwirrt und ehrlich gesagt auch angestrengt. Einmal habe ich mitten im Kapitel eine Pause eingelegt und kam überhaupt nicht wieder hinein. Ich musste erst zum Anfang des Kapitels zurückblättern und schauen, wer nun der Erzähler ist und ob wir in der Gegenwart oder Vergangenheit sind.

Das Ende konnte mich dagegen begeistern! Hier hat die Autorin eine Wendung eingebaut, die ich überhaupt nicht habe kommen sehen.

Die Hauptfiguren: Lola ist die beste Freundin und Mitbewohnerin von Vivi. Auf einer Party begegnet sie Pascal, der daraufhin eine Beziehung mit Vivi eingeht. Lola fand Pascal schon von Anfang an merkwürdig – zum einen will er nie auf Fotos zu sehen sein, dann versteckt er Kleidung in Lolas Wäsche. Es wird einfach immer skurriler. Lola möchte Vivi vor ihm warnen, aber Vivi ist hoffnungslos verliebt.

Eines Tages verschwindet Vivi, und Lola macht sich große Vorwürfe. Hätte sie sich nur nicht mit Vivi gestritten! Sie will Vivi unbedingt finden und ist sich sicher, dass Pascal hinter allem steckt. Die Polizei kann leider keine Vermisstenanzeige aufnehmen, sodass Lola in Eigenregie ermittelt. Ich habe sie als sehr fürsorgliche, warmherzige Freundin wahrgenommen – selbst als Vivi Geldprobleme hatte, gab sie ihr ohne zu zögern welches.

Elias ist Vivis älterer Halbbruder. Anfangs nimmt er Lolas Sorgen nicht ernst, aber schlussendlich schließt er sich ihrer Suche an. Elias hatte zwar nie die beste Beziehung zu seiner Schwester, doch auch er ist sich sicher, dass Pascal dahinter steckt. Mit der Zeit nähert er sich Lola an, aber seine Vergangenheit steht ihm im Weg. Elias ist ein kleiner Softie im Wolfspelz: Nach außen gibt er sich cool und unnahbar, doch innerlich ist er verletzlich und möchte endlich sein Leben ordnen.

Endfazit: Von Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich habe ich so viel Gutes gehört, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Leider konnte es mich nicht überzeugen.

Der Schreibstil war mir zu anstrengend mit den ständigen Perspektivwechseln. Lola und Elias haben mich zwar überzeugt, aber die Autorin hat eine zusätzliche Geschichte rund um ein Mädchen namens Penelope eingebaut, sodass immer mehr Charaktere hinzukamen. Irgendwann war ich einfach nur noch überfordert. Mir hätte das Buch besser gefallen, wenn sich die Handlung ausschließlich um die Suche nach Vivi gedreht hätte. Das Ende war großartig und spannend – ich war schockiert! Abschließend kann ich sagen, dass das Buch eine wichtige Thematik anspricht, von der ich vorher noch nie gehört hatte. Die Grundidee ist toll, aber die Umsetzung war nicht meins.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar über vorablesen zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

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Veröffentlicht am 07.06.2025

The Wrong Bride

The Wrong Bride
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Worum geht es?: Die Familie Windsor ist bekannt für ihre ausgeklügelte Heiratspolitik in den höchsten Kreisen der High Society. Ihr Leben lang musste Raven deswegen dabei zusehen, wie ihre ältere Schwester ...

Worum geht es?: Die Familie Windsor ist bekannt für ihre ausgeklügelte Heiratspolitik in den höchsten Kreisen der High Society. Ihr Leben lang musste Raven deswegen dabei zusehen, wie ihre ältere Schwester Hannah statt ihr verlobt und auf das Leben vorbereitet wurde, von dem Raven insgeheim träumt: an der Seite von Ares Windsor. Als Hannah am Hochzeitstag aber nicht am Altar erscheint, wird Modedesignerin Raven keine andere Wahl gelassen, als einzuspringen und Ares zu heiraten - den Mann, in den sie schon immer verliebt ist. Von nun an jeden Tag mit ihm zusammen zu sein, obwohl er ihre Gefühle nicht erwidert, ist ein wahr gewordener Albtraum - oder die perfekte Chance, Ares endlich für sich zu gewinnen...

Das Cover: Ich finde das Buch einfach traumhaft. Besonders gefällt mir der Kontrast zwischen den rosa Rosen und dem schwarzen Hintergrund. Man könnte zunächst denken, dass es sich um eine Dark-Romance-Geschichte handelt, doch das ist nicht der Fall. Der Farbschnitt ist sehr süß, allerdings habe ich schon schönere Buchschnitte gesehen.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt – abwechselnd von Raven und Hannah. Ich habe den Schreibstil geliebt! Die Kapitel sind sehr kurz, teilweise haben sie weniger als zehn Seiten, wodurch ich schnell in die Geschichte hineingefunden habe. Die Autorin schafft es, die Charaktere detailliert zu beschreiben und mich als Leserin oder Leser mitzureißen. Selbst Nebencharaktere wie Hannah oder Sierra haben mich mit ihren vielschichtigen Facetten überrascht. Es wurde eine große Welt rund um die Geschichte von Raven und Ares erschaffen.

Im Mittelteil war mir persönlich etwas zu viel Friede, Freude, Eierkuchen. Ja, ich weiß, das Buch hat sehr viel Drama – insbesondere auf den letzten 100 Seiten. Doch ich finde es ermüdend, wenn ein Kapitel nach dem anderen sich nur um die Techtelmechtel zwischen Raven und Ares dreht. Manchmal war es einfach ein bisschen "too much".

Die letzten 100 Seiten haben mich am meisten begeistert. Die Geschichte spitzt sich so stark zu, dass Wendungen auftauchen, die ich nicht habe kommen sehen. Das Ende ist einfach grandios und rundet das Buch perfekt ab. Ein klassisches Märchen-Ende hätte nicht gepasst – besser hätte man es nicht schreiben können.

Die Hauptfiguren: Raven ist die jüngere Schwester von Hannah und war ursprünglich für eine arrangierte Ehe mit Ares vorgesehen. Doch Hannah und Ares verliebten sich ineinander, sodass Raven sich schweren Herzens zurückzog. Für sie war es Liebe auf den ersten Blick, doch aus Liebe zu ihrer Schwester löste sie die Verlobung im gegenseitigen Einverständnis und ließ Hannah den Vortritt.

Kurz vor der Hochzeit ist Raven unglücklich. Hannah jedoch scheint gedanklich nicht ganz bei der Hochzeit zu sein – ihre Karriere als Schauspielerin steht für sie an oberster Stelle. Die Regeln der Ehe will sie nicht akzeptieren und so sagt sie die Hochzeit bereits zum dritten Mal ab. Nun springt Raven ein. Zwar liebt sie Ares nach wie vor, doch sie will keine Ehe mit einem Mann eingehen, der eigentlich eine andere liebt.

Mit der Zeit entwickelt sich aus Freundschaft mehr, und Raven und Ares führen eine Bilderbuch-Ehe. Doch dann bereut Hannah ihre Entscheidung und will Ares zurückgewinnen.

Raven ist einfach ein Herzensmensch. Besonders ihre Mutter und ihre ältere Schwester Hannah machen ihr das Leben zur Hölle. Sie wird stets als Selbstverständlichkeit angesehen und häufig mit Hannah verglichen. Ich bewundere sie dafür, wie ruhig sie immer geblieben ist, selbst wenn ihre Mutter oder Hannah sie angeblafft oder niedergemacht haben. Mir persönlich wäre da irgendwann der Kragen geplatzt. Sie macht eine beeindruckende Entwicklung durch: Sie lernt, sich selbst an erste Stelle zu setzen und nicht zu allem Ja und Amen zu sagen. Wer einem keinen Respekt erweist, sollte selbst keinen erwarten können.

Ares ist der älteste Sohn der Windsor-Familie. Seine Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen, und nun ist seine Großmutter das Familienoberhaupt. Es ist in der Windsor-Familie Tradition, dass Ehen arrangiert werden. Von Anfang an war eine Eheschließung mit Raven geplant, doch durch Umwege wurde er stattdessen mit ihrer älteren Schwester verlobt.

Kurz vor der Hochzeit ist Ares unglücklich. Hannah glänzt häufig mit Abwesenheit, und ihre Dreharbeiten haben stets Vorrang vor Familienessen oder Hochzeitsplanungen. Selbst Raven verbringt mehr Zeit mit den Hochzeitsvorbereitungen als Hannah. Als Hannah die Hochzeit zum dritten Mal verschiebt, ist Ares wütend. Schließlich findet die Hochzeit dann doch statt – aber nicht mit Hannah, sondern mit Raven.

Für Ares ist dies nicht einfach, denn Raven war schon immer seine beste Freundin. Doch wenn er ehrlich zu sich selbst ist, hatte er schon immer heimliche Gefühle für sie.

Ares ist ein Kämpfer durch und durch. Als er merkt, wie Ravens Familie mit ihr umgeht, unterstützt er sie, wo er nur kann. Persönlich waren mir allerdings seine Eifersuchtsanfälle ein wenig zu extrem. Immerhin ist er mit einem Model verheiratet – Fotoshootings mit Männern gehören da doch zum Alltag. Ich verstehe nicht, warum Raven das immer nur belächelt hat und ihm alles durchgehen ließ. Trotzdem fand ich es toll, wie er um seine Ehe mit Raven gekämpft und alles in Bewegung gesetzt hat. Die beiden haben sich einfach verdient, und auch Ares gönne ich sein Glück von Herzen.

Endfazit: Als ich den Klappentext von The Wrong Bride gelesen habe, wusste ich: Das muss ich lesen! Allerdings muss ich zugeben, dass der Klappentext sehr irreführend ist. Ich hatte mit einer Art one-sided enemies-to-lovers-Geschichte gerechnet, doch das war überhaupt nicht der Fall. Der Klappentext gehört dringend überarbeitet.

Aber zurück zur Geschichte: The Wrong Bride ist eine tolle Liebesgeschichte mit einem packenden Schreibstil und einigen Wendungen, die mich wirklich überrascht haben. Ares und Raven sind wunderbare Protagonisten, und auch Nebenfiguren wie Hannah, Sierra oder die Großmutter haben zur perfekten Abrundung der Geschichte beigetragen.

Ein Kritikpunkt bleibt: Ich fand es schade, dass Hannahs und Ravens Vater kaum eine Rolle in der Geschichte gespielt hat. Bis zum Ende habe ich gehofft, dass er noch eine prägende Rolle übernehmen würde – leider vergeblich. Hier hätte die Autorin mehr daraus machen können. Es ist schade, wenn Charaktere in einem Buch auftauchen, die letztlich keine Bedeutung für die Handlung haben.

Abschließend kann ich sagen, dass The Wrong Bride ein großartiger Auftakt ist, und ich bin gespannt auf die Folgebände. Eine große Leseempfehlung von mir!

Das Buch erhält von mir fast perfekte 4,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Die Yacht

Die Yacht
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Worum geht es?: Eine exklusive Silvesterparty auf einer Luxusyacht im Hafen von Ventimiglia. Als Hannah von der wohlhabenden Libby und deren Ehemann eingeladen wird, sieht sie dem Abend nicht nur mit Vorfreude ...

Worum geht es?: Eine exklusive Silvesterparty auf einer Luxusyacht im Hafen von Ventimiglia. Als Hannah von der wohlhabenden Libby und deren Ehemann eingeladen wird, sieht sie dem Abend nicht nur mit Vorfreude entgegen. Obwohl die beiden Frauen schon lange befreundet sind, wiegen die sozialen Unterschiede schwer. Bereits kurz nach der Ankunft fühlt Hannah sich wie Libbys persönliches Sozialprojekt und beschließt, an Neujahr frühestmöglich abzureisen. Doch am nächsten Morgen stellt sie mit Entsetzen fest, dass die Yacht auf dem offenen Meer treibt - mit leerem Tank, nur wenigen Vorräten und ohne die Möglichkeit, Hilfe zu rufen. Schon bald wird der erste Passagier vermisst...

Das Cover: Besonders an dem Buch gefällt mir der knallige Farbschnitt. Es ist wirklich ein Eye-Catcher. Was das Cover angeht, finde ich es ganz okay. Es passt zur Geschichte, aber mal ehrlich – eine Yacht von oben und mehr nicht? Da hätte der Verlag definitiv mehr daraus machen können.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Hannah erzählt. Insgesamt war der Schreibstil recht gut. Besonders der Anfang war sehr stark, und ich war sofort Feuer und Flamme. Allerdings hatte ich immer das Gefühl, dass ich bei dem Buch nicht so recht vorankomme. Das lag zum einen daran, dass die Kapitel mit ihren 20 bis 30 Seiten recht lang sind. Solche Längen strengen mich einfach an, insbesondere bei Thrillern. Der Mittelteil war für mich etwas langatmig, da hat mir einfach die Spannung gefehlt. Es dreht sich viel um das Thema Survival, aber so richtig schocken konnte mich nichts. Die letzten 50 Seiten fand ich dann aber richtig gut – endlich nahm die Geschichte Fahrt auf. Gut, was soll ich sagen? Die Auflösung, wie es zu dem Unglück gekommen ist, habe ich schon vorhergesehen, aber das hat mich nicht weiter gestört.

Die Hauptfiguren: Hannah ist eine junge Frau, die von einer Kindheitsfreundin zu einer Silvesterparty auf einer Yacht eingeladen wird. Sie möchte die Freundschaft mit Libby aufrechterhalten, obwohl sie eigentlich weiß, dass ihre Vorstellungen sich total unterscheiden. Libby lebt in gutbürgerlichen Verhältnissen, ist verheiratet und genießt den Luxus. Hannah verkneift sich den ein oder anderen Kommentar, aber irgendwann platzt alles aus ihr heraus. Sie fühlt sich zunehmend unwohl in der Welt der Reichen und Schönen – und dann passiert das große Unglück. Hannah wächst über sich hinaus und versucht zu überleben.

Ich muss sagen, bei Hannah bin ich nach wie vor zwiegespalten. Ich finde es toll, dass sie endlich lernt, ihren Mund aufzumachen und sich gegen die anderen zu behaupten. Andererseits habe ich das Gefühl, dass Hannah sich manchmal über die anderen in der Gruppe stellt. Das hat mich einfach genervt. Dennoch hat sie von allen Charakteren in diesem Buch die größte Entwicklung durchgemacht.

Endfazit: "Die Yacht" ist ein gutes Buch für Einsteiger. Das Setting mit der Yacht, verloren auf offener See, ist mal etwas anderes. Hannah ist eine starke Protagonistin, die dieses Buch prägt. Den Kontrast zwischen Arm und Reich mochte ich allerdings nicht. Es gibt die „doofen Reichen“ und die „schlauen Armen“ – aber mal ehrlich, brauchen wir heutzutage wirklich noch solche Stereotypen? Abschließend kann ich sagen, dass ich gute Lesestunden hatte.

Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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