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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2019

Spannungsabbau im Mittelteil

Im Wald der Wölfe
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Inhalt:
Jan Römer braucht nach seiner Scheidung Abstand von Köln und fährt in eine kleine abgelegene Hütte in Thüringen. Dort ist von Erholung jedoch nicht viel zu spüren, da in der Nacht eine verletzte ...

Inhalt:
Jan Römer braucht nach seiner Scheidung Abstand von Köln und fährt in eine kleine abgelegene Hütte in Thüringen. Dort ist von Erholung jedoch nicht viel zu spüren, da in der Nacht eine verletzte Frau vor seiner Tür steht, die ihm erzählt ihr Name sei Hannah Wozniak und sie sei beim Joggen gestolpert. Sie kommen weiter ins Gespräch und sie beginnt ihm vom „Wald der Wölfe“ zu erzählen. Im „Wald der Wölfe“ sind eine ganze Reihe von Morde geschehen und alle Opfer tragen ein Brandzeichen eines Wolfes. Diese Verbrechen wurden nie aufgeklärt. Da Jan Journalist ist und für die Rubrik „Ungelöste Kriminalfälle“ zuständig ist, wird er hellhörig. Doch als er am nächsten Tag noch mehr aus der Frau herausbekommen wollte, ist sie schon verschwunden. Jan versucht trotzdem auf eigene Faust zu recherchieren und gerät schon bald selbst in das Visier des Mörders.


Meine Meinung:
Das ist der 4. Teil der Krimireihe um Jan Römer von Linus Geschke. Die vorherigen Teile habe ich nicht gelesen. Ich hatte aber auch keine Probleme deswegen und konnte der Geschichte gut folgen. Dementsprechend kann ich sagen, dass man diesen Teil auch ohne Kenntnis der vorherigen Teile lesen kann.

Der Anfang der Geschichte hat mich richtig gefesselt. Ich fand die Kapiteleinteilung sehr gelungen. Es wurde abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten in der Gegenwart erzählt, außerdem gab es Kapitel aus der Vergangenheit und auch noch Kapitel die aus der Sicht dem Mörders erzählt werden, sowohl aus der Vergangenheit und in der Gegenwart. Im Mittelteil hat dann die Spannung leider ganz schön gelitten. Mit dem düsteren Wald hätte man eine so tolle spannungsgeladene und Gänsehaut bereitende Atmosphäre schaffen können. Doch irgendwie kam da gar nichts rüber. Es wurde nur viel geredet und Jan und seine Freunde tappten einige Zeit ganz schön auf der Stelle. Zum Ende hin wurde es dann wieder spannender und das Finale war noch einmal besonders actiongeladen und man hat mit den Protagonisten richtig mitgefiebert. Obwohl ich sagen muss, dass ich die Vorgehensweise am Ende nicht verstehen konnte.

Jan und seine Kollegin Mütze waren wirklich sympathische Charaktere. Ganz besonders Mütze mochte ich gern. Sie ist eine starke, aber auch, durch ihre Vergangenheit, ziemlich gebrandmarkte Frau. Auch die Studentin Lena war eine Bereicherung für die Geschichte. Sie hat mit ihrem scharfen Verstand einiges zu dem Fall beitragen können. Lediglich für den Freund von Jan und Mütze, den Boxer Arslan, konnte ich mich nicht erwärmen. Er hat das typische Klischee des Prolls erfüllt. Er schlägt erst zu, bevor er nachdenkt, er fährt einen Mercedes mit jede Menge PS usw. Dieser Charakter hat mir leider gar nicht gefallen und hat meiner Ansicht nach gar nicht zu Jan, Mütze und Lena gepasst.


Fazit:
Das Buch hat mir gut gefallen, obwohl sich der Mittelteil wirklich etwas gezogen hat und die Spannung dadurch ganz schön gelitten hat. Ich hätte mir gewünscht, es wäre mehr auf den Wald eingegangen worden und das ganze Setting wäre etwas düsterer gewesen. Der Anfang und das Ende waren aber wiederum richtig super, sodass ich trotzdem eine klar Leseempfehlung ausspreche und 3,5 Sterne vergebe.

Veröffentlicht am 29.07.2019

Emotional und tragisch

Perfectly Broken
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Klappentext:
Sie hat mit ihrer großen Liebe auch sich selbst verloren. Doch dann hört sie seine Stimme, seine Musik. Sie hat ihn noch nie gesehen, trotzdem berührt er sie tief in ihrem Herzen. Kann sie ...

Klappentext:
Sie hat mit ihrer großen Liebe auch sich selbst verloren. Doch dann hört sie seine Stimme, seine Musik. Sie hat ihn noch nie gesehen, trotzdem berührt er sie tief in ihrem Herzen. Kann sie sich erlauben, ein zweites Mal zu lieben?


Inhalt:
Brooklyn verliert ihre große Liebe Thomas. Um über diesen Verlust hinwegzukommen kehrt sie ihrer Wohnung in Manchester und allem was sie an Thomas erinnert den Rücken. Sie zieht in ein kleines Städtchen namens Bedford. Dort hat ihr ihre Mutter eine Stelle in einem Cafe als Kellnerin besorgt und eine kostengünstige Wohnung ist auch in Sicht, doch das einzige Manko daran ist, dass die Wohnung durch eine Tür mit der Nachbarwohnung verbunden ist. Doch Brooklyn bleibt aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse nichts anderes übrig, als diese Wohnung zu nehmen. Außerdem ist die Türe auch verschlossen und keiner von beiden hat den Schlüssel dafür.
Durch die Türe kann sie jedoch jedes Geräusch hören, dass ihr Nachbar Chase macht. Nach und nach fangen die beiden an durch die Tür zu kommunizieren und fühlen sich immer mehr zueinander hingezogen. Doch Brooklyn ist hin- und hergerissen, da sie ihre verlorene Liebe nicht betrügen will.


Meine Meinung:
Die Geschichte wird aus Brooklyn's sowie aus Chase Sicht erzählt, wobei Brooklyn's Sicht mehr Kapitel gewidmet sind. Auch werden ab und zu Szenen aus Brooklyn's Vergangenheit eingeworfen, was einen besseren Blick auf ihre Beziehung mit ihrer verlorenen Liebe Thomas wirft. Das lässt einen an der Trauer von Brooklyn teilhaben und man fühlt mit ihr, da man verstehen kann, dass es schwer ist einen Menschen wie Thomas zu verlieren.

Schon gleich am Anfang erfahren wir, dass Brooklyn Thomas auf tragische Weise verloren hat und daraufhin ihrer Heimatstadt Manchester den Rücken kehrt. Ich konnte Brooklyn's Schritt total nachvollziehen, da einem der Abstand aus dem bekannten Umfeld wirklich gut tut. Auch ihre abwehrende Haltung gegenüber Chase, dem sie nach und nach immer näher kommt, konnte ich nachvollziehen. Sie hat einfach Hemmungen, da sie denkt, sie würde Thomas betrügen, wenn sie sich wieder auf jemanden einlässt.

Jedoch fand ich, dass sich die Beziehung der beiden schon ziemlich rasant entwickelt hat. Die beiden verlieben sich ja schon fast, nachdem sie das erste Mal die Stimme des jeweils anderen gehört haben. Das fand ich etwas zu viel und auch ein wenig unrealistisch. Die Kommunikation zwischen den beiden durch die Tür hat mir aber trotzdem ganz gut gefallen. Dieses gegenseitige Necken war durchaus amüsant. Die beiden geben auch wirklich ein süßes, sympathisches Paar ab und waren auch wirklich sympathisch. Besonders Brooklyn konnte ich schon aufgrund dessen am Anfang ins Herz schließen, da sie ein genauso große Serien- und Buchverrückte ist, wie ich.

Der Twist am Ende war mir dann aber wieder etwas zu viel. Ich finde die Geschichte hätte dieses ganze Drama am Ende nicht gebraucht.


Fazit:
Eine wirklich süße Liebesgeschichte über Verlust und das wagen eines Neuanfangs. Das Buch ließ sich flüssig lesen, jedoch hätte man das Drama am Ende ruhig weglassen können, da die Thematik des ganzen Buches meiner Ansicht nach schon tragisch genug war.


Bewertung: 3,5 Sterne

Veröffentlicht am 22.07.2019

Eine tolle Geschichte über Freundschaft und Familie

An Nachteule von Sternhai
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Inhalt:
Bett und Avery könnten unterschiedlicher nicht sein. Bett lebt in Kalifornien, ist abenteuerlustig und liebt es draußen zu sein, vor allem im Wasser. Avery lebt in New York, liest gern und macht ...

Inhalt:
Bett und Avery könnten unterschiedlicher nicht sein. Bett lebt in Kalifornien, ist abenteuerlustig und liebt es draußen zu sein, vor allem im Wasser. Avery lebt in New York, liest gern und macht am liebsten Dinge, die man drinnen tun kann. Doch plötzlich kreuzen sich ihre Leben aufgrund ihrer Väter. Diese sind beide alleinerziehend und haben sich auf einer Messe kennen und lieben gelernt. Die beiden beschließen, dass ihre Töchter sich näher kennenlernen und Freudinnen werden sollen und möchten sie zusammen in ein Sommercamp stecken. Bett hat die E-Mails ihres Vaters gelesen und sogleich die E-Mail-Adresse ihrer „Schwester in spe“ ausfindig gemacht. Damit beginnt eine lange Korrespondenz, während der sich die beiden immer besser kennenlernen. Obwohl die beiden es tunlichst vermeiden wollen „Schwestern“ zu werden, werden die Mails immer vertrauter und persönlicher, ohne dass die beiden es wollen.


Meine Meinung:
Zuerst hat mich das tolle Cover angesprochen. Die Leseprobe hat mich dann neugierig gemacht und die Idee der E-Mail-Korrespondenz fand ich auch sehr interessant. Zunächst habe ich gedacht, dass das irgendwann vielleicht doch etwas nervig werden könnte, aber genau das Gegenteil war der Fall. Die Korrespondenz erfolgt auch nicht ausschließlich zwischen Bett und Avery, sondern auch mit und zwischen anderen Personen. Was ich mir jedoch noch gewünscht hätte, wären Zeitangaben wie Datum und Uhrzeit in den E-Mails gewesen. Es wurde zwar hin und wieder angezeigt, dass es nun „2 Monate später“ oder „3 Monate später“ ist, aber mir wäre das anhand von Daten in den E-Mails persönlich lieber gewesen.

Die beiden Protagonisten Bett und Avery sind wirklich süße Kinder. Jede hat so ihre Macken. Avery hat vor vielen Dingen Angst und ist eher die, die erst über ihren nächsten Schritt nachdenkt. Bett ist da eher spontan und stürzt sich Hals über Kopf in verschiedene Situationen. Beide waren mir wirklich sympathisch und haben mir auch oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.


Der Schreibstil ist angenehm, locker und leicht. Ich habe das Buch an einem Abend in einem Rutsch durchgelesen. Ich wollte es einfach nicht mehr aus der Hand legen, da es ich ganz neugierig gemacht hat, wie sich die Beziehung zwischen Bett und Avery entwickelt. Aber auch der Weg, den die Nebencharaktere machten, war sehr interessant. Das Buch hat mich wirklich gut unterhalten und mich mitfiebern lassen.



Fazit:
Eine schöne Geschichte über Familie und Freundschaft. Hat mir wirklich gut gefallen. Lediglich die Zeitangaben in den E-Mails haben mir gefehlt. Ich finde das Buch ist nicht nur etwas für Kinder, sondern kann auch durchaus von Erwachsenen gelesen werden.


Bewertung: 4 Sterne

Veröffentlicht am 15.07.2019

Makaber und verstörend, aber auch faszinierend und fesselnd

Harz
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Inhalt:
Jens Haarder ist ein krankhafter Sammler, man könnte ihn wohl als Messi bezeichnen. Er sammelt alles was er finden kann und kann sich von nichts trennen. Auf seinem Hof lebt er mit seiner Frau ...

Inhalt:
Jens Haarder ist ein krankhafter Sammler, man könnte ihn wohl als Messi bezeichnen. Er sammelt alles was er finden kann und kann sich von nichts trennen. Auf seinem Hof lebt er mit seiner Frau Maria und seiner sechs Jahre alten Tochter Liv. Seine Frau ist krank und kann sich um die Ordnung nicht mehr kümmern. Als Liv ins schulfähige Alter kommt, bekommt Jens Angst, dass die Behörden ihr Leben auf dem Hof genauer betrachten werden und ihm seine Tochter wegnehmen könnten. Daraufhin inszeniert er einen Bootsunfall und erklärt sie für tot. Die kleine Liv lebt von nun an in einem Container und darf von niemandem gesehen werden.


Meine Meinung:
Das Buch ist definitiv nicht der typische, actionreiche Thriller. Hier geht das Grausame viel tiefer und wächst über die Jahre hinweg. Eine Obsession verleitet hier zu diesen makaberen Taten.

Die Geschichte wird immer wieder aus verschiedenen Perspektiven und Zeiten erzählt. Hier wird über die Kindheit von Jens Haarder berichtet, außerdem haben wir natürlich die Sicht aus Liv's Perspektive und dann gibt es noch Briefe, die Maria Haarder an ihre Tochter Liv geschrieben hat auch noch ein paar andere. Der Schreibstil ist sehr trocken und macht die verschiedenen Situationen noch makaberer als sie ohnehin schon sind.

Jens Haarder hat es mit der Ordnung noch nie so genau genommen. Er sammelt alle möglichen Dinge, die er nach und nach auf dem Hof, in der Werkstatt und auch im Haus zu stapeln beginnt. Seine Frau Maria hat, solange sie konnte, versucht eine gewisse Ordnung auf dem Hof zu halten. Jedoch konnte sie irgendwann nicht mehr so wie sie das wollte. Aber sie hat ihrer Tochter Liv immerhin das Lesen und Schreiben beigebracht.

Die Beiden waren für mich eher schwer einzuschätzen. Auf der einen Seite waren sie mir sympathisch, aber auf der anderen Seite auch nicht. Wenn in ihrem Leben wohl einiges anders gelaufen wäre, dann hätte hier eine glückliche Familie leben können. Doch in der Vergangenheit ist da schon einiges schief gelaufen, was Jens diesen Knacks gegeben hat und auch Maria hatte einiges wegzustecken.

Liv ist hierbei ein unschuldiges Kind, die in eine merkwürdige Familie hineingeboren ist, die schon einige Schicksalsschläge auch hinnehmen musste und wohl auch schwer verkraftet hat. Sie hat nie Kontakt mit anderen Kindern gehabt und sich darauf verlassen, dass ihr Vater und ihre Mutter ihr den richtigen Weg zeigen. Das Leben, das diese Kleine führen muss, tat mir im Herzen weh, auch wenn sie nichts anderes kannte. Ich habe von Anfang an mit ihr mitgefiebert und gehofft, dass sich ihre Eltern ändern.

Die Geschichte hat mich sehr in seinen Bann gezogen, sodass ich kaum aufhören konnte zu lesen. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich das Leben auf dem Hof entwickelt. Auch wenn das Buch im ersten Drittel meiner Meinung nach ein paar Längen hatte, konnte mich die Geschichte dennoch fesseln.

Das Ende hat mich auch etwas nachdenklich und mit schwerem Herzen zurückgelassen. Die verschiedenen Situationen, waren schon echt nicht so leicht wegzustecken.

Fazit:
Die Autorin hat hier einen Thriller geschaffen, der einen nicht durch blutige Szenen oder besonders actiongeladene Szenen schockiert, sondern auf eine ganz besondere Weise. Das Grauen sitzt hier zunächst ganz tief versteckt und wächst mit der Zeit. Auch wenn sich das Buch im ersten Drittel ein wenig gezogen hat, konnte mich die Geschichte trotzdem durchgehend fesseln und hat mich begeistert.


Bewertung: Ich vergebe 4,5 Sterne Das Buch war großartig, aber eben kein Highlight.

Veröffentlicht am 10.07.2019

Eine traurig, schöne Geschichte und definitiv kein Kinderbuch

Das Labyrinth des Fauns
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Inhalt:
Ofelia reist mit ihrer hochschwangeren, kränklichen Mutter zu ihrem neuen Stiefvater, der seine Truppen in einer alten Mühle mitten im Wald stationiert hat. Ihr richtiger Vater war Schneider und ...

Inhalt:
Ofelia reist mit ihrer hochschwangeren, kränklichen Mutter zu ihrem neuen Stiefvater, der seine Truppen in einer alten Mühle mitten im Wald stationiert hat. Ihr richtiger Vater war Schneider und ein guter Mann, der leider schon verstorben ist. Schon beim ersten Treffen sieht Ofelia das Böse in ihrem Stiefvater und dass er keinen Funken Liebe oder Barmherzigkeit in sich trägt. Ihre Mutter jedoch versucht diesem zu Gefallen und ihm alles recht zu machen.
Ofelia hat es in dieser Mühle schon nicht leicht, da taucht auf einmal ein geheimnisvoller Faun auf der Ofelia offenbart, dass sie eigentlich eine Prinzessin des Reiches tief unter der Erde ist. Um dorthin zurückzukommen muss sie drei Aufgaben lösen. Doch diese Aufgaben sind nicht einfach zu lösen und Ofelia stehen harte Prüfungen bevor.


Meine Meinung:
Schon der Film von Guillermo del Toro „Pan's Labyrinth“ hat mich absolut begeistert und gleichzeitig schockiert. Als ich erfahren habe, dass Cornelia Funke den Roman zum Film geschrieben hat, musste ich dieses Buch einfach lesen und ich wurde nicht enttäuscht.

Ofelia hat es nicht leicht. Sie reist mit ihrer schwangeren, kränklichen Mutter zu ihrem Stiefvater. Dieser ist ein grausamer Mensch und hat keinen Funken Liebenswürdigkeit an sich. Selbst ihre Mutter liebt er nicht wirklich, weil er wohl auch nicht wirklich lieben kann. Er sieht sie nur als Brutstation für seinen Sohn, den er unbedingt braucht. Die kleine Ofelia würdigt er zunächst keines Blickes.

Es ist ein wirklich düsteres Setting. Schon am Anfang zeigt sich wie brutal und grausam Ofelias Stiefvater Vidal und seine Soldaten sind. Der einzige Lichtblick in der ganzen Geschichte ist die Dienstmagd Mercedes, die das Leid der kleinen Ofelia sieht und dieser auch Beachtung schenkt.

Auch der fantastische Teil der Erzählung ist schaurig und man weiß bis zum Ende nicht, ob der Faun nun gut oder böse ist. Die Aufgaben die er Ofelia stellt sind schwierig und gefährlich und bringen sie auch in der „echten“ Welt in Schwierigkeiten.

Ganz besonders gefallen haben mir auch die Illustrationen. Diese sind wirklich wundervoll gezeichnet. Auch die einzelnen Geschichten die zwischendrin erzählt werden waren sehr interessant und haben noch einmal ein bisschen Einblick in die Vergangenheit gegeben und die Geschichte bereichert.


Fazit:
Der Roman von Cornelia Funke steht dem Film in Nichts nahe. Vor allem die zwischengeschobenen Geschichten fand ich interessant. Dieses Buch ist jedoch nichts für Kinder, da es sehr brutal und blutig zugeht. Die Geschichte ist traurig, aber auch schön, obwohl mich das Ende trotzdem etwas wehmütig zurücklässt, wie es schon der Film getan hat.