Profilbild von Schmoekertante

Schmoekertante

Lesejury Star
offline

Schmoekertante ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Schmoekertante über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2025

Rasante Spannung und knisternde Romantik

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
0


Eigentlich wollte Liv mit der Teilnahme an einem geheimnisvollen Autorenwettbewerb nur Werbung für ihren Webtoon machen. Dass für sie damit ein unfassbares und gefährliches Abenteuer beginnt, hätte sie ...


Eigentlich wollte Liv mit der Teilnahme an einem geheimnisvollen Autorenwettbewerb nur Werbung für ihren Webtoon machen. Dass für sie damit ein unfassbares und gefährliches Abenteuer beginnt, hätte sie sich nicht träumen lassen.

Der erste Band der neuen Dilogie von Sabine Schoder hat mich von der ersten Seite an gepackt. Das Tempo der Handlung ist hoch, die Spannung steigt von Seite zu Seite und lässt den Leser am Ende mit einem wirklich gemeinen Cliffhanger sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten.
Die Geschichte wird aus Livs Sicht erzählt und gemeinsam mit ihr kommt man Schritt für Schritt einem grausamen Geheimnis auf die Spur. Wir gut, dass Liv dieses Abenteuer nicht allein bestehen muss. Neben ein paar sehr sympathischen Freunden, findet sie in dem undurchschaubaren Flame auch eine tiefe aber leider verbotene Liebe.

Der Hauptcharakter Liv ist wirklich großartig. Sie ist mutig, schlagfertig und stolpert zielsicher von einem Fettnäpfchen ins nächste. Dabei kann sie aber auch immer über sich selbst lachen und liefert sich höchst amüsante Wortgefechte mit Flame, der insgeheim ihr Herz höher schlagen lässt. Vor allem ist sie aber absolut loyal und setzt sich selbstlos für ihre Freunde ein, was sie immer wieder in Schwierigkeiten bringt.
Auch Flame ist ein höchst interessanter Typ, der aber sehr undurchschaubar und geheimnisvoll wirkt. Gegen Ende von Band eins werden einige seiner Geheimnisse gelüftet, jedoch hoffe ich, dass wir in Band zwei noch weiter hinter seine Fassade blicken dürfen.
Und dann sind da natürlich noch die 9 Musen, die eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielen. Sabine Schoder hat hier 9 Individuen geschaffen, die wirklich gut ihre jeweilige Aufgabe verkörpern. Auch wenn es sich um göttliche Wesen handelt, bekommen sie sehr menschliche Eigenschaften und dass macht sie auf eine faszinierende Weise (un)sympathisch.

Ein wenig hat mich die Handlung an Sabine Schoders Trilogie „Die Romeo and Juliet Society“ erinnert, denn den Aufbau der Geschichte empfand ich als recht ähnlich. Auch hier gibt es eine verbotene Liebe, eine anscheinend unlösbare Aufgabe und ein dunkles Geheimnis. Wobei im Palace of Ink and Illusion deutlich mehr Spice zu finden ist, als bei Romeo und Julia.

Fazit:
Palace of Ink and Illusion ist ein atemberaubender Fantasyroman mit einer sympathischen Heldin, vielen Geheimnissen und einer (un)möglichen Lovestory.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2025

Tolle Idee, aber sehr kompliziert umgesetzt

Die Buchreisenden - Eine Tür aus Silber und Lügen
0

Auch im zweiten Teil der Buchreisenden-Dilogie versuchen Adam und Elisa die silbernen Türen zu öffnen, um Elisas Mutter zu finden. So reisen Sie in die zauberhafte Welt des Sommernachtstraums, streifen ...

Auch im zweiten Teil der Buchreisenden-Dilogie versuchen Adam und Elisa die silbernen Türen zu öffnen, um Elisas Mutter zu finden. So reisen Sie in die zauberhafte Welt des Sommernachtstraums, streifen durch Camelot und müssen sich am Ende nochmals in den düsteren Wald des Vampyrs begeben.

Eine Tür aus Silber und Lügen ist der zweite Band der Buchreisenden Dilogie von Akram El-Bahay. Das Buch ließ sich gut lesen und die Buchwelten sind wunderbar bildhaft beschrieben. Besonders gut gefallen hat mir, dass brutale Szenen nicht zu detailliert beschrieben wurden, trotzdem konnte man als Leser das grausame Geschehen gut nachvollziehen.
Allerdings ist mir die ganze Geschichte viel zu kompliziert konstruiert. Der Autor hatte eine tolle Idee und sicherlich sind für ihn auch alle Geschehnisse und Beschreibungen logisch und nachvollziehbar. Mir als Leser ist es aber immer schwerer gefallen, der Geschichte zu folgen und die Zusammenhänge zu verstehen. Das große Ganze wurde am Ende schon klar, die Details habe ich dann aber als gegeben hingenommen, ohne sie weiter verstehen zu wollen.

Die Charaktere im Buch haben seit dem ersten Band der Geschichte eine gewaltige Entwicklung durchgemacht. Adam, der im ersten Teil noch eher zurückhaltend und unsicher war, ist nun der mutige Abenteurer, der alles daran setzt, das Geheimnis zu lüften und Jane zu befreien. Elisa dagegen, die ja im ersten Teil sehr bestimmt und selbstbewusst dargestellt wurde, rückt hier mehr in den Hintergrund und läuft eher mit. Das fand ich persönlich sehr schade, da ich Elisas forsche Art sehr gerne mochte. Außerdem ging mir diese Entwicklung der Charaktere zwischen Band eins und zwei etwas zu schnell, insbesondere da der zweite Teil ja nahtlos an den ersten anschließt.
Was mich wirklich gestört hat, war die Beziehung zwischen Adam und Elisa bzw. die fehlende Entwicklung von einer Zweckgemeinschaft zu einem Liebespaar. Auch wenn es hier nicht um eine romantische Geschichte geht, hätte ich mir doch gewünscht, dass sich die Beziehung zwischen Adam und Elisa entwickelt hätte und es nicht plötzlich und völlig überraschend zum (ersten?) Kuss gekommen wäre.

Fazit:
Die Buchreisen-Idee fand ich wirklich toll und auch die Geschichte an sich ist spannend. Allerdings hat der Autor diese für meinen Geschmack viel zu kompliziert umgesetzt, so dass ich am Ende zwar das große Ganze aber nicht wirklich alle Details der Geschichte verstanden habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 12.05.2025

Eine interessante Reise, die viele Fragen offen lässt

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
1

Adam hat eine besondere Gabe. Durch seine magische Stimme kann er in die Geschichten der Bücher reisen. Er ist Teil einer verschworenen Gemeinschaft, die sich die Libronauten nennt. Die Libronauten bieten ...

Adam hat eine besondere Gabe. Durch seine magische Stimme kann er in die Geschichten der Bücher reisen. Er ist Teil einer verschworenen Gemeinschaft, die sich die Libronauten nennt. Die Libronauten bieten betuchten Menschen Reisen in ihre Lieblingsbücher an, um die Handlungen dort hautnah mitzuerleben. Durch teils tragische Ereignisse entdeckt Adam, dass seine heile Erzählerwelt gar nicht so idyllisch ist. Es warten viele Geheimnisse darauf von ihm gelüftet zu werden, oder sollte der diese besser unentdeckt lassen?

Ein Weg aus Tinte und Magie ist der erste Band der Buchreisenden-Dilogie von Akram El-Bahay. Die Geschichte wird aus Adams Sicht erzählt. Das Buch ist spannend geschrieben und man kann sich gut in die Handlung hineinversetzen. Die sehr bildreichen Beschreibungen der Bücherwelten haben die Schauplätze der Geschichten sehr lebendig werden lassen und nur zu gern wäre ich auch mit Adam in eines meiner Lieblingsbücher gereist. Leider werden viele Geheimnisse und Fragen in diesem Band nicht geklärt. Wer ist gut, wer böse? Was sind die Hintergründe und Motive der Personen und worum geht es in diesem Roman eigentlich wirklich? Hierzu muss man wohl auf den zweiten Band warten, der Ende Oktober 2025 erscheinen soll.

Adam ist mir als Hauptcharakter leider etwas blass geblieben. Es wirkte auf mich oft so, als würde er mehr durch die Geschichte stolpern, als das Heft selber in die Hand zu nehmen. Er lässt sich von Anderen immer wieder als Werkzeug benutzen, um in die Geschichten zu gelangen und wirkt dabei meist naiv und unreif. So richtig schlau werde ich aus ihm nicht. Wer ist er, wo kommt er her und was ist seine Bestimmung? Das sind alles Fragen, die für die Geschichte zentral sind, aber im ersten Band nicht beantwortet werden.

Die Libronauten sind eine seltsam verschworene, fast sektenartige Gemeinschaft, die es gegen ein horrendes Honorar ermöglicht, Reisen in Bücherwelten zu unternehmen. Ihre Motive bleiben bis zur letzten Seite nebulös.

Die Gegenspieler der Libronauten, Elisa und ihre Freunde, scheinen da etwas weniger geheimnisvoll, obwohl auch hier vieles im Unklaren bleibt. Elisas ist für mich der starke Charakter der Geschichte, sie weiß was sie will und setzt dies auch durch. Dabei nimmt sie keine Rücksicht auf andere und setzt auch Adam gnadenlos für ihre Pläne ein. Sie ist die Anführerin, der alle folgen ohne zu fragen, die wenig erklärt und ihre Geheimnisse für sich behält.

Fazit:
Die Buchreisenden ist ein spannender Roman mit einer interessanten Idee, leider konnte ich bis zum Ende nicht erkennen, worum es in dem Roman wirklich geht. Es ist eine teils blinde Jagd nach Türen und Schlüsseln, ohne ein für den Leser erkennbares Ziel. Auch wenn im zweiten Band hoffentlich alles aufgeklärt wird, hätte ich mir hier schon gewünscht, wenigstens den Sinn des Ganzen zu verstehen. Insgesamt wirkte der erste Band auf mich daher sehr verwirrend und hat mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Fantasie
Veröffentlicht am 05.04.2025

Vorhersehbarer aber trotzdem lesenswerter Familienroman

Die verborgene Erinnerung
0

Mella lebt in Köln und freut sich riesig, dass sie für Ihren Arbeitgeber nach Gotland, in die Heimat ihrer Mutter reisen darf. Nachdem ihr Vater schon vor Mellas Geburt bei einem Unfall ums Leben gekommen ...

Mella lebt in Köln und freut sich riesig, dass sie für Ihren Arbeitgeber nach Gotland, in die Heimat ihrer Mutter reisen darf. Nachdem ihr Vater schon vor Mellas Geburt bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, hat ihre Mutter Schweden verlassen und ist nie in ihr Geburtsland zurückgekehrt. Auch Mellas Nachfragen hierzu hat sie immer abgeblockt.
Siri lebt schon immer auf Gotland. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter entdeckt sie ein verstecktes Foto, welches sie nicht mehr loslässt. Sie macht sich auf, die Hintergründe des Bildes zu erforschen und tritt damit eine Lawine los, die tief in ihre eigene Vergangenheit führt.

Michaela Abresch nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise nach Schweden. Der Roman lässt sich flüssig lesen und die Erzählung wechselt immer wieder zwischen Mellas und Siris Geschichte, wobei ich es oft sehr verwirrend fand, dass die beiden Handlungen etwas ein halbes Jahr versetzt sind. Durch immer wieder auftauchende Rückblicke in die Vergangenheit, wird nach und nach das Familiengeheimnis der Frauen gelüftet. Leider war für mich die Geschichte viel zu vorhersehbar, so dass ich schon im ersten Drittel ziemlich genau geahnt habe, wie das Ganze ausgeht. Trotzdem hat mir die Beschreibung der schwedischen Insel und der teils sehr eigenen Personen gut gefallen.

Mella und Siri sind zwei interessante Charaktere, mit denen ich aber nicht so richtig warm geworden bin. Ihre Handlungen waren für mich oft nicht wirklich nachvollziehbar. Obwohl beide mit Ende 30 fest im Leben stehen sollten, wirkten sie auf mich manchmal wie unreife Teenager, die noch auf der Suche nach ihrem Platz im Leben sind und sich selbst nicht trauen. Immerhin haben sie während der Geschichte eine positive Entwicklung durchgemacht. Nur mit der Entwicklung ihrer Beziehungen konnte ich mich nicht so ganz anfreunden. Das war mir dann doch zu viel Seifenoper.
Mellas Mutter, die am Ende des Romans auch noch eine wichtige Rolle spielt, war mir sehr unsympathisch. Wie sie ihrer Tochter jeden Kontakt mit Schweden oder der schwedischen Sprache verwehrt und übel nimmt fand ich einfach total übertrieben. Natürlich merkt man schnell, dass sie etwas zu verbergen hat und man ahnt auch recht bald, worauf es hinausläuft. Trotzdem hätte ich mir auch von ihr ein reiferes und verantwortungsvolleres Handeln gewünscht.

Fazit:
Die verborgene Erinnerung ist ein schöner Familienroman, der für mich leider viel zu vorhersehbar war. Trotzdem hat es Spaß gemacht, hiermit nach Gotland zu reisen und in das schwedische Lebensgefühl einzutauchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 06.03.2025

Netter Liebesroman in idyllischer Kleinstadtatmosphäre

Always Been You - Herzklopfen in Blossomville
2

Nachdem sie vor 12 Jahren ihre Heimatstadt Hals über Kopf verlassen hat, kehrt Olivia nun zurück, um die Erbschaft ihrer Großtante möglichst schnell abzuwickeln und dann wieder nach New York zu verschwinden. ...

Nachdem sie vor 12 Jahren ihre Heimatstadt Hals über Kopf verlassen hat, kehrt Olivia nun zurück, um die Erbschaft ihrer Großtante möglichst schnell abzuwickeln und dann wieder nach New York zu verschwinden. Zufällig trifft sie ihre Jugendliebe Grayson wieder und sofort sprühen die Funken zwischen den Beiden. Wird es eine zweite Chance für ihre Liebe geben, oder wird Olivia wieder in ihr New Yorker Leben als eiskalte Anwältin zurückkehren?

Die Geschichte von Olivia und Grayson lässt sich sehr gut und flüssig lesen und hat einen ganz eigenen Kleinstadtcharme. Die Kapitel werden abwechselnd aus Olivias und Graysons Sicht geschrieben, so dass der Leser einen guten Einblick in das Gefühlsleben und die Gedanken der beiden Hauptpersonen erhält.

Leider konnte mich die Geschichte aber nicht wirklich begeistern, da die Handlung von Anfang an viel zu vorhersehbar war. Auch die Auflösung warum Olivia damals aus Blossomville geflohen ist, war für mich nicht wirklich überzeugend und wirkte sehr konstruiert.

Grayson war mir sehr sympathisch, wenn ich ihn auch manchmal etwas naiv fand. Aber er ist ein netter Kerl und man merkt wie sehr er seine Heimat und seine Arbeit mit den Tieren liebt.Olivia war mir leider total unsympathisch. Sie ist unglaublich egoistisch und ich fand ihr Verhalten Grayson aber auch Debbie gegenüber einfach nur unmöglich.

Mein Lieblingscharakter der Geschichte war eindeutig Debbie. Sie ist so eine herzensgute und fröhliche Person. Da geht die Sonne auf, sobald sie in der Geschichte erscheint.

Fazit:
Die Geschichte von Olivia und Grayson ist für mich ein netter Liebesroman mit Wohlfühlcharakter. So ganz begeistern konnte er mich allerdings leider nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl