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Veröffentlicht am 11.02.2026

Gelungene Spannung für Kinder ab 11 Jahren

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Ich hatte mit meinem Sohn schon den ersten Teil der "Gänsehaut in Hovenäset"-Trilogie gelesen. Wir beiden hatten "Flammenrad" für super (und superspannend) befunden. So stand für mich außer Frage, dass ...

Ich hatte mit meinem Sohn schon den ersten Teil der "Gänsehaut in Hovenäset"-Trilogie gelesen. Wir beiden hatten "Flammenrad" für super (und superspannend) befunden. So stand für mich außer Frage, dass ich auch den zweiten Teil der Reihe - "Sternengrab" - mit ihm lesen würde.

Diesmal ist Alva die Protagonistin. Wir hatten sie in Band 1 als Freundin von Heidi kennengelernt. Alvas Vater ist vor fast 1.000 Tagen von einem Auto überfahren worden. Alva trauert immer noch um ihn. Sie möchte unbedingt herausfinden, was genau geschehen ist. Gleichzeitig geschehen seltsame Dinge...

"Sternengrab" hat meinem Sohn und mir sogar noch besser gefallen als der erste Teil. Vielleicht lag es daran, dass wir Alvas Trauer um ihren Vater besser nachvollziehen konnten. Ich persönlich fand diesmal aber auch die Handlungsweisen der Erwachsenen besser nachvollziehbar als noch im ersten Teil, in dem meiner Meinung nach die Erwachsenen teilweise fragwürdig reagierten.

Wie dem auch sei: Wie "Flammenrad" ist auch "Sternengrab" ein spannend-gruseliger Roman für Kinder. Mein Sohn hat mitgerätselt und mitgefiebert und hatte einen Riesenspaß! Auch ich fand den Roman sehr spannend. Wir freuen uns schon sehr auf den dritten Teil, der sich dann bestimmt um Harry drehen wird.

Sehr gut hat uns beiden gefallen dass man für das Verständnis von "Sternengrab" den Vorgänger nicht gelesen haben muss. Wie schon "Flammenrad" ist auch "Sternengrab" in sich abgeschlossen. Auch das fanden wir gut.

"Sternengrab" wird LeserInnen ab einem Alter von 11 Jahren empfohlen. Ich schließe mich dieser Empfehlung an.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Eine Hammer-Jugenddystopie, leider mit fiesem Cliffhanger

The Factory – Es gibt kein Entkommen
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Mit "The Factory - Es gibt kein Entkommen" hat Catherine Egan eine sehr spannende Dystopie geschrieben. Der Roman wird empfohlen für Jugendliche ab 13 Jahren. Ich stimme dieser Einschätzung zu.

Faszinierend ...

Mit "The Factory - Es gibt kein Entkommen" hat Catherine Egan eine sehr spannende Dystopie geschrieben. Der Roman wird empfohlen für Jugendliche ab 13 Jahren. Ich stimme dieser Einschätzung zu.

Faszinierend an Romanen wie "The Factory" ist, wie spannend Jugendliteratur sein kann. Selbst ich als Erwachsene habe mitgefiebert, wie es Asher und seinen FreundInnen wohl ergehen mag.

Zum Inhalt:

Asher wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Mutter gerät regelmäßig in Schwierigkeiten und hat einen Haufen Schulden angesammelt. Da kommt das Angebot, für viel Geld an scheinbar harmlosen Experimenten teilnehmen zu können, gerade recht. Zwar hat Ashs Großmutter Bedenken, allerdings bleibt ihnen keine andere Wahl, als das Angebot anzunehmen. In der Factory angekommen, stellt Asher fest, dass die Experimente bei weitem nicht so harmlos sind, wie sie in den verführerischen Katalogen dargestellt wurden. Gemeinsam mit seinen neuen FreundInnen versucht Asher nun, herauszufinden, was genau in der Factory vorgeht.

Meine Meinung:

Die Autorin hat entschieden, dass der 13jährige Asher die Erzählstimme sein soll. Dies ist ihr überzeugend gelungen. Asher ist ein Junge, der hohes Identifikationspotential bietet. Ich habe ihn als sympathisch empfunden und ich mochte seine Entwicklung innerhalb des Romans sehr. Ich habe ihn durchweg als glaubwürdig empfunden. Er und seine FreundInnen Faith, Vi und Troy sind mir schnell ans Herz gewachsen, so dass ich ab etwa der Mitte des Romans mitgefiebert und mitgerätselt habe, was in der Factory eigentlich genau mit den Kindern angestellt wird. Dieses Rätsel wird erfreulicherweise erst am Ende gelöst.

Die Charakterzeichnungen sind gelungen. Es gibt einige sehr einseitige Charaktere (Ashers Vater zum Beispiel), andere wiederum sind vielschichtig, was mir sehr gefallen hat.

Sehr gut gefallen hat mir aber auch, wie Catherine Egan nach und nach die Welt auferstehen lässt, in der die Menschen leben. Die Klimakatastrophe und ihre Auswirkungen werden realistisch und quasi nebenbei eingebunden. Das Leben außerhalb der Factory, der Aufbau der Städte, die Menschen, die dorthin fliehen, wo es noch halbwegs lebenswert ist - das alles sind Elemente, die nach und nach auftauchen, nie im Zentrum stehen, aber dennoch eine nachvollziehbare Welt entstehen lassen.

"The Factory - Es gibt kein Entkommen" richtet sich zwar vor allem an Jugendliche, ist aber auch für Erwachsene eine spannende Lektüre.

Ich hätte dem Roman gerne 5 Sterne gegeben, aber der Roman endet mit einem so fiesen Cliffhanger, dass er ohne die Fortsetzung nur wenig Sinn ergibt. Schade.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Drei interessante Essays

Verschwörungen
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Drei lesenswerte Essays von Umberto Eco, die mal im engeren, mal im weiteren Sinne mit "Verschwörungen" zu tun haben.

Die Texte sind bereits aus anderen Buch-Veröffentlichungen bekannt. Wer bereits Ecos ...

Drei lesenswerte Essays von Umberto Eco, die mal im engeren, mal im weiteren Sinne mit "Verschwörungen" zu tun haben.

Die Texte sind bereits aus anderen Buch-Veröffentlichungen bekannt. Wer bereits Ecos "Auf den Schultern von Riesen", "Im Wald der Fiktionen" und "Die Fabrikation des Feindes und andere Gelegenheitsschriften" gelesen hat, findet hier nichts Neues.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Umfassend und leicht verständlich geschrieben

Mehr Geld für Eltern
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Im Verlag der Stiftung Warentest ist der Ratgeber "Mehr Geld für Eltern" erschienen. Wer die Ratgeber der Stiftung Warentest kennst, weiß weitestgehend, was zu erwarten ist: fundierte, leicht verständlich ...

Im Verlag der Stiftung Warentest ist der Ratgeber "Mehr Geld für Eltern" erschienen. Wer die Ratgeber der Stiftung Warentest kennst, weiß weitestgehend, was zu erwarten ist: fundierte, leicht verständlich geschriebene Informationen zu einem bestimmten Thema. Das gilt auch für "Mehr Geld für Eltern".

Geboten werden viele Tipps und Tricks, wie Eltern Fördergelder beantragen, Steuererleichterungen erhalten und Geld sinnvoll anlegen können. Der Ratgeber setzt im Prinzip schon vor der Geburt an, weil man bereits während der Schwangerschaft erste Anträge stellen kann.

Das Buch ist klar gegliedert. Tabellen, Diagramme und andere Visualisierungen untermauern das Beschriebene. Internetlinks führen zu hilfreichen Online-Seiten. Mir gefällt das sehr.

Zwar findet man fast alle Informationen auch online, allerdings muss man sich normalerweise alles mühsam zusammensuchen. Dieser Ratgeber ist sinnvoll, weil man erstens nicht lange suchen muss (auch dank des Registers am Ende) und zweitens nicht Gefahr läuft, dass man etwas Wichtiges vergisst/übersieht.

Gut finde ich zudem, dass auch auf Themen wie Geldanlage und Versicherungen eingegangen wird. Selbst auf das Thema Erbschaft (und Erbfolgen) wird eingegangen.

Alles in allem bietet der Ratgeber einen umfassenden Überblick über Möglichkeiten für (werdende) Eltern, finanziell etwas mehr Sicherheit zu gewinnen. Aus meiner Sicht ist das Buch empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Gut recherchiert und fesselnd geschrieben

Zurück unter Mördern
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"Sie haben Menschen wie uns bespuckt, getreten, geschlagen. Sie haben unsere Geschäfte zerstört, Karrieren zunichtegemacht. Und sie haben unser Vermögen an sich gerissen. Was denken Sie? Was kommt jetzt? ...

"Sie haben Menschen wie uns bespuckt, getreten, geschlagen. Sie haben unsere Geschäfte zerstört, Karrieren zunichtegemacht. Und sie haben unser Vermögen an sich gerissen. Was denken Sie? Was kommt jetzt? Was uns bleibt, ist nur das Leben! Und ich fürchte, dass sie davor nicht haltmachen werden."

Im Jahr 1950 wird der ehemalige Jura-Student Henry Mahler beauftragt, zum einen Beweise zu finden, dass beim Verkauf der Firma der Familie Lassally während der Nazizeit nicht alles koscher war, zum anderen herauszufinden, ob der angebliche Selbstmord des Familienoberhaupts Eduard Lassally nicht doch ein Mord war.

Michael Jensens "Zurück unter Mördern" ist ein historischer Kriminalroman, der auf verschiedenen Zeitebenen spielt, um sowohl den Kriminalfall des Jahres 1950 als auch die Geschichte der Familie Lassally (und vor allem Oswald Lassallys) zu beleuchten. Herausgekommen ist eine tolle Mischung aus Gesellschafts- und Kriminalroman.

Michael Jensen gelingt es, anhand des "Einzelschicksals" der Familie Lassally/Oswald Lassallys, die Schrecken der Nazizeit aufleben zu lassen. Abseits der monströsen Zahlen wird so für uns LeserInnen erlebbar, was es bedeutete, den Nazis ausgeliefert zu sein. Jensen arbeitet gut heraus, wie tiefgreifend vernetzt und menschenverachtend das System war. Durch diese Fokussierung auf eine Familie wird die Monstrosität fassbar, fühlbar - und umso schrecklicher.

Jensen nimmt sich Zeit. seine Hauptfiguren zum Leben zu erwecken. So nimmt im ersten Drittel die Charaktereinführung viel Raum ein, was für mich die richtige Vorgehensweise war. Erst in der zweiten Hälfte des Romans wird dann richtig ermittelt - anfangs spielt zwar der Zufall eine wichtige Rolle, aber da dieser Zufall die Ermittlungen erst so richtig in die Spur bringt, war das für mich okay, zumal sich die Zufälle dann in Grenzen hielten. Im letzten Drittel wurde es dann richtig spannend - nicht im Sinne eines Thrillers, aber doch spannend genug, dass ich das Buch nicht mehr beiseite legen wollte.

"Zurück unter Mördern" hat mir als historischer Kriminalroman sehr gut gefallen. Michael Jensen ist ein Erzähler, der historische Fakten und Fiktion so gut vermengt hat, dass der Roman bis zum Ende glaubwürdig ist und seine LeserInnen an sich fesselt.

Empfehlenswert.

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