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Veröffentlicht am 21.10.2020

Beginn einer faszinierenden Fantasy-Trilogie rund um ein zauberhaftes Venedig

Merle. Die Fließende Königin
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In einem alternativen früheren Venedig, in dem die Magie noch immer präsent ist, beginnt das Waisenmädchen Merle gemeinsam mit ihrer neuen Freundin Junipa ihre Ausbildung bei einem Zauberspiegelmacher. ...

In einem alternativen früheren Venedig, in dem die Magie noch immer präsent ist, beginnt das Waisenmädchen Merle gemeinsam mit ihrer neuen Freundin Junipa ihre Ausbildung bei einem Zauberspiegelmacher. Bedroht wird Venedig seit einigen Jahrzehnten vom Ägyptischen Imperium, welches bereits weite Landstriche erfolgreich erobern konnte. Nur Venedig konnte ihm bisher trotzen, dank der Hilfe der fließenden Königin, welche in der Lagune lebt. Doch ein schwerer Verrat bedroht die fließende Königin, und mit ihr Venedig. Per Zufall erfährt Merle davon - und gerät dadurch in ein gefährliches Abenteuer.
Dies ist der Beginn einer fantastischen Trilogie rund um Merle, die - hoffentlich - Venedig vor dem brutalen Ägyptischen Imperium retten wird. Merles Welt ist eine Welt voller Magie mit ihren Zauberspiegeln, Meerjungfrauen, Mumienkriegern, geflügelten Löwen und noch so einigem mehr. Nach und nach wird mal vom Autor in diese Welt eingeführt, wobei es ihm gelungen ist, dass Merle stets irgendetwas Aufregendes erlebt oder entdeckt. Dadurch ist die Spannung ihres Abenteuers gleichbleibend hoch, ebenso die Faszination, welche dieses Buch erweckt. Erstaunt hat mich vor allem die düstere Seite der Magie, die einen dezenten Horror mit sich bringt, der aber nicht allzu übertrieben ist. Ansonsten ist das Buch angenehm bildhaft geschrieben, um Merle bei ihren Abenteuern zu begleiten. Und auch Merle selbst ist ein sympathisches und toughes Mädchen, deren Abenteuer man gerne verfolgt.
Gelesen wird das ungekürzte Hörbuch von Simon Jäger, der die verschieden Charaktere gekonnt interpretiert und dem gelesenen die passende Atmophäre verleiht. Gestört hat mich lediglich, dass er manchmal etwas leiser wurde, was beim Hören unterwegs ziemlich unpraktisch ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.10.2020

Spannendes Ende des ersten Falls

Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 4 - Das Echo des Schreis (Bände 10-12)
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Der letzte Band zum Fall Marietta King, welcher die Einzelfolgen 10-12 der Serie beinhaltet, nimmt nochmal ordentlich an Fahrt auf, bevor Mariettas Mörder offenbart wird. Diverse Male geraten die Mitglieder ...

Der letzte Band zum Fall Marietta King, welcher die Einzelfolgen 10-12 der Serie beinhaltet, nimmt nochmal ordentlich an Fahrt auf, bevor Mariettas Mörder offenbart wird. Diverse Male geraten die Mitglieder sowohl des MORDs-Teams als auch der 84er in Gefahr, müssen Rätsel knacken und sich gefährlichen Gegnern stellen.
Mir hat das Finale der ersten Staffel der AllAge-Krimiserie sehr gut gefallen. Tatsächlich hat der Autor es geschafft, mich zunächst auf eine falsche Fährte zu locken, so dass die Auflösung des Falls eine gelungene Überraschung für mich war. Überhaupt ist die Abwechslung aus Spannung, Action, Rätseln, Twists und Humor sehr gelungen. Ebenso gefällt mir, dass auch die 84er von damals einen nicht unerheblichen Part in der Serie einnehmen und es Anspielungen auf deren frühere Fälle gibt. Generell lässt sich sagen, dass die Serie eine angenehme Komplexität erreicht hat und ich mich jedesmal, wenn ich zum Buch griff, selbst schon wie in Barrington Cove fühlte. Natürlich bleiben weiterhin einige Fragen offen und Rätsel ungelöst, welche neugierig auf die zweite Staffel der Serie machen.
Ein gelungener Abschluss eines großen Kriminalfalles, gespickt mit vielen kleinen und großen Rätseln, überraschenden Wendungen und Charakteren, die gemeinsam ein klasse Team bilden. Eben ein MORDs-Team!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2020

AllAge-Krimi, der süchtig macht

Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 3 - In den Trümmern (Bände 7-9)
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Nach einem bedrohlichen Cliffhanger zu Ende von Band 2 während der Gründungsfeier in der Schule von Barrington Cove erfahren wir zunächst, welche Folgen dies Geschehen für die einzelnen Personen hat, bevor ...

Nach einem bedrohlichen Cliffhanger zu Ende von Band 2 während der Gründungsfeier in der Schule von Barrington Cove erfahren wir zunächst, welche Folgen dies Geschehen für die einzelnen Personen hat, bevor das MORDs-Team weiter ermittelt. Während die Überlebenden der Explosion vom Bergungsteam gerettet werden, droht die Gasversorgung der Schule, für eine weitere Katastrophe zu sorgen. Zeit für ein paar neue Helden der Stadt. Leider gibt es auch einige Opfer, und nicht jeder kommt unbeschadet aus dieser Situation heraus. Doch als wäre dies nicht schon schlimm genug, versucht Priscilla van Straten weiterhin, ihre mörderischen Ziele zu verfolgen. Ein Grund für die Freunde, verstärkt in diese Richtung zu ermitten. Und auch das Chamäleon lässt nicht lange auf sich warten. Währenddessen versucht der Graf, seinen Einfluss geltend zu machen und an entsprechenden Stellen zu manipulieren.
Mit Band 3, welcher die Einzelfolgen 7-9 der eBook-Serie beinhaltet, geht es in die zweite Halbzeit der ersten Serienstaffel, dem Fall Marietta King. Diesmal werden nicht je Folge ein Einzelfall vom Team geklärt, sondern im ersten Drittel dreht sich zunächst alles um die Folgen der dramatischen Explosion in der Schule. Was ich als nicht weniger spannend empfunden habe, da dadurch viele Personen mal etwas eingehender kennengelernt werden können. Anschließend geht es wie gewohnt mit zwei weiteren brisanten Fällen weiter, welche das MORDs-Team im Fall Marietta King langsam voran bringt. Sehr gut gefällt mich, dass auch die Erwachsenen, welche die Clique von 1984 bildeten, mit einbezogen werden. Zudem kann sich das Team mit weiteren Verbündeten austauschen und somit neues Wissen verwenden. Stellenweise wird es für einige richtig gefährlich, manchmal sogar (fast) tödlich. Und es kristallisiert sich allmählich heraus, wer welche Stärken, welches Know-How in die Ermittlungen mit einbringen kann.
Ein spannender dritter Band der AllAge-Krimiserie mit jeder Menge, Spannung, Intrigen, Geheimnissen und gefährlichen Stuationen. Mittlerweile ein regelrechter Pageturner!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2020

Abenteuer und Magie auf Madagaskar

Der Koffer der tausend Zauber
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Warst du schonmal auf Madagaskar? Dieser Insel vor Afrika, wo die Lemuren wohnen? Wenn nicht, dann begleite Rabé auf seinem fantastischen Abenteuer. Der elfjährige Straßenjunge erbt einen Koffer. Aber ...

Warst du schonmal auf Madagaskar? Dieser Insel vor Afrika, wo die Lemuren wohnen? Wenn nicht, dann begleite Rabé auf seinem fantastischen Abenteuer. Der elfjährige Straßenjunge erbt einen Koffer. Aber nicht irgendeinen Koffer. In einem Geheimfach findet er eine Karte, die zu einem Schatz im Urwald führen soll. Gemeinsam mit seinem neuen Freund Benja macht er sich auf die Reise ins gemeinsame Abenteuer. Doch was ist das für ein schwarzes Auto, welches sie verfolgt? Und wer ist die schwarze Frau, denen sie immer wieder begegnen, etwa eine Magierin? Und auch der Koffer birgt noch den ein oder anderen Zauber für die beiden Freunde.

„Irgendwie ist die ganze Magie heutzutage kaputt.“ (Zitat Rabé)

Dieses Buch ist ein wunderbares Abenteuer zweier Freunde, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Rabé wächst auf der Straße auf. Für ihn sind warmes Essen, zur Schule gehen, ein weiches Bett sowie eine Mutter, die ihn liebt, keine Selbstverständlichkeit. Dennoch ist er ein gutherziger und hilfsbereiter Junge, der als Bewohner Madagaskars noch an Magie und Ahnengeister glaubt. Benja ist das Kind deutscher Eltern und das beste Beispiel dafür, dass Reichtum allein nicht glücklich macht, wenn man keine anderen Kinder zum Spielen hat. Über diese beiden Freunde lernt man nicht nur die Gegensätze ihrer jeweiligen Welten kennen, sondern reist mit ihnen Richtung Urwald. Auf ihrem Weg lernen sie, was Freundschaft bedeutet und sind gewitzt darin, unterschiedliche Situationen zu meistern.
Das Buch ist sowohl äußerst bildhaft wie auch sehr einfühlsam geschrieben. Dabei verleiht die Art, wie der Junge Rabé von seinem Abenteuer erzählt und wie er einige Dinge versteht, dem Ganzen eine besondere Herzlichkeit. Ebenso spielt die Magie in diesem Buch eine Rolle, an welche Rabé glaubt, während Benja als deutsches Schulkind alles etwas sachlicher betrachtet. Und es gibt die ein der andere Überraschung im Buch, so dass es durchweg spannend bleibt.
Ein wunderschönes Abenteuer voller Magie und Freundschaft in einem Madagaskar, welches viele von uns wahrscheinlich kaum kennen.

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Veröffentlicht am 12.10.2020

Fiktive True Crime im Stile von Sherlock Holmes

Mord in Highgate
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Eben erst hat Anthony Horowitz seinen ersten von drei True Crime Krimis mit Privatdetektiv Daniel Hawthorne beim Verlag abgeliefert, da platzt besagter Schnüffler mitten hinein in die Dreharbeiten, deren ...

Eben erst hat Anthony Horowitz seinen ersten von drei True Crime Krimis mit Privatdetektiv Daniel Hawthorne beim Verlag abgeliefert, da platzt besagter Schnüffler mitten hinein in die Dreharbeiten, deren Drehbücher Horowitz verfasst: Einen weiteren Mord gilt es zu lösen! Und Horowitz soll wieder mit dabei sein, um darüber ein Buch zu schreiben. Der Mordfall, für dessen Aufklärung die London Police den Ex-Kollegen Hawthorne als Berater angefordert hat, gestaltet sich zunächst als knifflig. Ein Scheidungsanwalt wurde in seinem Haus brutal mit einer Weinflasche getötet, deren Wert an die 2000 Pfund betrug. Ein Geschenk eines Klienten. War da einer seiner Klienten nicht mit seiner Arbeit zufrieden? Oder hegte eine der Gegenseiten Rachegelüste? Immerhin hat die erfolgreiche Autorin Akira Anno ihn kürzlich erst in einem Restaurant bedroht. Im Stile von Sherlock Holmes und Doktor Watson macht sich das ungleiche Duo auf, im Fall zu ermitteln.
Nach „Ein perfider Plan“ ist Anthony Horowitz erneut mit seinem fiktiven Ermittler Hawthorne unterwegs. Ähnlich wie bei Sherlock Holmes ist Horowitz der Begleiter einer hochintelligenten Spürnase, der, trotz seiner umfangreichen Kenntnisse der Romane von Arthur Conan Doyle, machmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht - oder Beweise, wenn er direkt davor steht. Quasi ein moderner Watson. Neben persönlichen Einblicken in sein Leben beschreibt Horowitz, wie er bei diesem fiktiven Fall dabei ist, vermeintlich richtige Schlüsse zieht und vergeblich versucht, mehr über Hawthorne herauszufinden, der sich so verschlossen gibt wie ein Tresor in Fort Knox. Seine umfangreichen Kenntnisse über London lassen den Roman dabei herrlich lebendig wirken.
Der Roman ist wie ein klassischer Krimi konstruiert, es gibt verschiedene Verdächtige, mehrere mögliche Motive sowie überraschende Wendungen. Dabei hat der Autor und Ich-Erzähler die Handlung durch Vermischung von Fakten und Fiktion so aufgebaut, als wäre diese tatsächlich geschehen und der Roman wirklich ein reales Erlebnis.
„Mord in Highgate“ ist ein im klassischen Stil aufgebauter Krimi mit diversen Verdächtigen und möglichen Motiven, der wie ein True Crime Roman wirken soll und zudem eine weitere Hommage an Doyles Sherlock Holmes ist, erzählt aus der Feder eines modernen Watson.

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  • Erzählstil
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