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Veröffentlicht am 10.05.2026

Mehr als ein Sommerroman

Fünf Tage im Licht
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Fünf Tage im Licht“ ist ein kleines, aber erstaunlich kraftvolles Buch.
Bereits das sommerliche Cover mit dem zitronengelben Lesebändchen wirkt auf mich wie ein Versprechen: ein Hauch von Sonne, Salz ...

Fünf Tage im Licht“ ist ein kleines, aber erstaunlich kraftvolles Buch.
Bereits das sommerliche Cover mit dem zitronengelben Lesebändchen wirkt auf mich wie ein Versprechen: ein Hauch von Sonne, Salz und Sehnsucht. Und genau das liefert der Roman – nur intensiver, roher und vielschichtiger, als man es auf den ersten Blick erwarten würde.

Im Mittelpunkt steht Sophie, eine junge Malerin, die mit ihren drei Freundinnen einen letzten gemeinsamen Sommer auf einer griechischen Insel verbringt.

Die Story beginnt noch ziemlich locker. Die Freundinnen Sophie, Iris, Helena und Alessia kommen vor ihren Männern auf der Insel an. Helena wird bald heiraten deshalb wolle sie die letzten fünf Tage als unverheiratete Frauen zusammen verbringen.

Jedoch ganz ehrlich: Diese Freundschaften sind alles andere als harmonisch. Im Laufe meiner Lektüre habe ich es innerlich bereits als Hass‑Freundschaft empfunden. Es ist so eine Mischung aus Nähe, Neid, Verletzlichkeit und unausgesprochenen Dingen, die zwischen den Zeilen brennen. Genau das fand ich unglaublich spannend und vor allem auch nachvollziehbar.

Diese fünf Tage sind aufgeladen: mit unausgesprochenen Konflikten, alten Verletzungen und dem Gefühl, dass etwas zu Ende geht – vielleicht eine Freundschaft, vielleicht ein Lebensentwurf.

Sophie erzählt rückblickend von diesen fünf Tagen und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Sie ist unsicher, verletzlich, manchmal hart zu sich selbst – und gleichzeitig so ehrlich, dass es fast weh tut.

Ihr Freund Greg will unbedingt ein Kind, sie aber nicht. Und diese Zerrissenheit zieht sich durch das ganze Buch.

Dazu kommt Ky, der Grieche, mit dem sie eine heiße, aufwühlende Affäre beginnt. Diese bringt Sophie dazu, alles infrage zu stellen, was sie über sich selbst, ihre Beziehung und ihre Zukunft zu wissen glaubte.

Alessias Bitte, sie nackt zu zeichnen, wird schließlich zum Auslöser wachsender Spannungen.
Das Porträt wirkt wie ein Brennglas für Macht, Verletzlichkeit und Rivalität.

Als Greg und die anderen Männer schließlich auf der Insel eintreffen, droht die Situation zu eskalieren.

Was mich wirklich umgehauen hat, waren die eingestreuten Akt- Bildbeschreibungen von verschiedenen Künstlerinnen.
Für mich waren diese das absolute Herzstück des Buches.

Sie sind aufwühlend, vielschichtig, poetisch und emotional – und sie passen so perfekt zu Sophies innerem Chaos. Ich habe mich jedes Mal darauf gefreut, wenn wieder eine dieser Beschreibungen kam. Sie geben dem Buch eine Tiefe, die ich so nicht erwartet hätte.

Mein Fazit:
Fünf Tage im Licht ist kein leichter Sommerroman, auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt. Es ist intensiv, ehrlich, manchmal schmerzhaft, erotisch und gleichzeitig wunderschön geschrieben.
Die Mischung aus Freundschaftsdrama, Selbstfindung, Kunst und Sommeratmosphäre hat mich total abgeholt.
Ein kleines Buch, das lange nachklingt.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

britischer Cozy Krimi mit ungewöhnlichen Charakteren

Betreutes Morden
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"Betreutes Morden" von Fergus Craig hat mich von Beginn an mit seinem britischen Humor, den scharf gezeichneten Figuren und der überraschend tiefen Gesellschaftsbeobachtung überzeugt.

Die 46 kurzen Kapitel ...

"Betreutes Morden" von Fergus Craig hat mich von Beginn an mit seinem britischen Humor, den scharf gezeichneten Figuren und der überraschend tiefen Gesellschaftsbeobachtung überzeugt.

Die 46 kurzen Kapitel lesen sich schnell weg und passen perfekt zu dem lebendigen, manchmal fast filmischen Erzähltempo, das der Autor durchgehend hält.

Im Zentrum steht Carol Quinn, die nach 35 Jahren Haft wegen sieben – oder vielleicht doch mehr – Morden in das exklusive Seniorenheim Sheldon Oaks zieht.
Carol lebt sich erstaunlich schnell ein – vielleicht, weil sie das Heim als „Anstalt gegen Anstalt“ empfindet.
Sie sucht "Freunde" und findet sie in der Backgruppe des Seniorenheims, denkt sie. Jedoch ist die Dynamik der Gruppe alles andere als harmonisch.
Von Freundschaft kann zunächst keine Rede sein, eher von Zweckgemeinschaft und gegenseitigem Misstrauen.
Die Figurenkonstellation ist herrlich absurd und gleichzeitig gesellschaftlich aufschlussreich: eine Ex‑Innenministerin, die Carol einst selbst ins Gefängnis brachte, ein Ex‑Polizist, der sie öffentlich als „Psychopathin“ bezeichnet, eine ehemalige Gerichtsmedizinerin und mittendrin Carol, die eigentlich nur ihren Ruf reinwaschen will.
Der erste Tote ist Desmond – für mich ein echter Überraschungsmoment. Ich hatte ihn als potenziellen Verbündeten Carols gesehen, doch ihre Reaktion fällt fast nüchtern aus. Erst später wird klar: Desmond war nicht nur ehemaliger Leiter der Metropolitan Police, sondern auch korrupt – und tief verstrickt in alte Verbindungen zu Geoffrey und dem ermittelnden Polizisten Bob, dessen Mutter ebenfalls in Sheldon Oaks wohnt.
Mit diesem Twist verschiebt sich das Bild der Figuren deutlich. Der Autor spielt geschickt damit, wie wenig man sich im Seniorenheim wirklich kennt.

Besonders gelungen erzählt finde ich Carols Gedankengänge, eine Mischung aus trockenem Humor, Verletzlichkeit und pragmatischer Härte. Als ihre „Freunde“ ihr Tagebuch finden, wird deren Angst erneut greifbar, jedoch gleichzeitig wächst das Rentner‑Ermittlerteam zusammen, als ein zweiter Mord geschieht.

Sofort auf den ersten Seiten habe ich die Charaktere mit denen des Donnerstagsmordclubs verglichen und tatsächlich fühlte ich mich an dessen Mischung aus schrulligen Charakteren und britischem Understatement erinnert, auch wenn der Autor einen deutlich bissigeren Ton anschlägt.

Der Humor ist eine der größten Stärken des Buches. Viele Szenen sind so absurd, dass man laut lachen muss, ohne dass der Roman ins Alberne abrutscht. Ob es um tätowierte Bürgerliche geht, um kulturelle Aneignung im Seniorenheim oder um einen herrlich überzeichneten Rentner‑Rache‑Sex – Craig trifft oft genau den richtigen Ton.

Das Ende ist bittersüß. Carol landet erneut im Gefängnis, diesmal für einen Mord, den sie nicht begangen hat. Doch diesmal ist sie nicht mehr allein. Sie hat Menschen gefunden, die zu ihr stehen, und das verleiht dem Schluss eine Wärme, die mich überrascht und berührt hat. Gleichzeitig lässt das offene Ende Raum für Spekulationen. Das Ende schreit nach einer Fortsetzung – ich würde mich darüber sehr freuen, denn Carol und das chaotische Sheldon Oaks bieten definitiv Stoff für mehr.

Mein Fazit:
"Betreutes Morden" ist ein witziger, cleverer und wunderbar britischer Krimi, der mit schrägen Figuren, viel Humor, gesellschaftlicher Schärfe und einer ungewöhnlichen Protagonistin überzeugt. Ein Buch, das man mit einem Lächeln liest und das trotz aller Leichtigkeit eine erstaunliche Tiefe entwickelt. Für Cozy‑Crime‑Fans und alle, die britischen Humor lieben, ist es eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

eine warmherzige RomCom die nach Meer duftet

Liebeschaos mit Tsatsiki
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„Liebeschaos mit Tsatsiki“ hat mich sofort abgeholt – nicht nur wegen der warmen, sommerlichen Atmosphäre, sondern vor allem wegen der vielen kleinen Details, die zeigen, wie gut Isabelle Maris recherchiert ...

„Liebeschaos mit Tsatsiki“ hat mich sofort abgeholt – nicht nur wegen der warmen, sommerlichen Atmosphäre, sondern vor allem wegen der vielen kleinen Details, die zeigen, wie gut Isabelle Maris recherchiert hat. Ich liebe es, wenn ein Roman nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern mir auch das Gefühl gibt, wirklich dort zu sein. Und genau das passiert hier.

Die Ortsbeschreibungen sind so lebendig, dass ich die Hitze, das Meer und die Geräusche der Gassen fast selbst gespürt habe. Besonders die Einblicke in die griechische Großfamilientradition fand ich spannend – dieses laute, liebevolle, manchmal chaotische Miteinander, das gleichzeitig herzlich und überwältigend sein kann. Das ist so authentisch beschrieben, dass man merkt: Die Autorin weiß, wovon sie schreibt.

Auch der Ablauf eines familiengeführten Restaurants ist erstaunlich realistisch dargestellt. Von den Vorbereitungen über die Abläufe bis hin zu den kleinen Dramen hinter den Kulissen – das wirkt alles glaubwürdig und gut beobachtet. Ich hatte das Gefühl, selbst mit in der Küche zu stehen und den Duft von Kräutern und griechischen Gerichten in der Nase zu haben. „Liebeschaos mit Tsatsiki“ ist für mich eine dieser RomComs, die man aufschlägt und sofort in eine warme Sommerbrise eintaucht.

Das Buch, obwohl Band 2 der Travel‑Romance‑Reihe „GlücksMomenteBrise“, ist wie der Vorgänger in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen gelesen werden.

Zur Story : Yolanda bringt ihre Eltern zum Flughafen und freut sich auf vierzehn Tage zuhause. Kein richtiger Urlaub – denn in Athen arbeitet sie in einer Arztpraxis –, aber die Taverne ihrer Eltern muss laufen, und sie hat versprochen, als Bedienung einzuspringen. Ein ruhiger Alltag also, zumindest theoretisch. Doch am Flughafen stolpert ihr der deutsche Student Elias über den Weg, der sich so ungeschickt anstellt, dass sie ihm einfach helfen muss. Und genau in diesem Moment nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Zurück in Alt‑Epidauros wird schnell klar, dass Yolanda mehr schultern muss, als sie zugeben möchte. Als sich dann auch noch ihr großer Bruder Georgius verletzt und in der elterlichen Taverne ausfällt, springen nicht nur der gutherzige Onkel, sondern auch Elias ein, der sich eigentlich nur für die Hilfe am Flughafen bedanken wollte. Diese kleinen, warmherzigen Momente zeigen sofort, wie sehr die Figuren miteinander verwoben sind – und wie schnell aus Chaos Nähe entstehen kann.

Was mich besonders begeistert hat, ist die spürbar gute Recherchearbeit der Autorin. Die Ortsbeschreibungen sind so detailliert und liebevoll, dass Alt‑Epidauros und die Umgebung fast selbst zur Figur werden. Auch die Einblicke in die Traditionen einer griechischen Großfamilie wirken authentisch: laut, herzlich, chaotisch, manchmal überwältigend, aber immer voller Wärme. Gleichzeitig zeigen sie aber auch die Schattenseiten solcher Traditionen – vor allem für Yolanda.

Denn Yolanda steckt in einer arrangierten Verlobung, die sie nie wirklich wollte. Als Tochter einer traditionsbewussten Familie muss sie viel schlucken, viel ertragen und oft zurückstecken. Besonders am Anfang wird deutlich, wie sehr ihre Familie – allen voran ihre Mutter, ihr Vater und ihre Tante – darauf pocht, dass sie diese Verlobung nicht löst. Nicht aus Bosheit, sondern aus einem tief verwurzelten Pflichtgefühl, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Diese Traditionen klammern, halten fest, engen ein – und genau das macht Yolandas innere Zerrissenheit so greifbar.

Ihr egoistischer Verlobter ist ein Paradebeispiel dafür, wie man jemanden gleichzeitig ausstehen und trotzdem fasziniert beobachten kann. Der kurzsichtige deutsche Geschichtsstudent Elias ist dagegen anfangs einfach nur süß – ein bisschen verplant, aber unglaublich liebenswert, und mit einer Mutter, die so klammert, dass ich beim Lesen tatsächlich manchmal nach Luft geschnappt habe.

Diese Mischung aus Humor, Herz und kleinen Alltagsdramen macht die Figuren sehr menschlich und sorgt dafür, dass man sich emotional sofort in der Geschichte verankert fühlt.

Ein weiteres echtes Highlight für mich ist die Segelbootszene. Auch hier zeigt sich wieder, wie Isabella Maris sorgfältig recherchiert hat: die Abläufe, die Atmosphäre, das Gefühl von Freiheit und gleichzeitig Unsicherheit – alles wirkt glaubwürdig und lebendig, fast so, als würde man selbst auf dem Boot stehen und den Wind im Gesicht spüren.

Insgesamt ist „Liebeschaos mit Tsatsiki“ für mich eine wunderbar leichte, aber gleichzeitig detailreiche, spannende und teilweise dramatische RomCom, mit einem flüssigen, flirty Schreibstil, der sich super schnell lesen lässt, und einem Cover, das perfekt zur Story passt, weil es nicht nur eine Liebesgeschichte erzählt, sondern ein ganzes Lebensgefühl transportiert.

Sommer, Meer, Familienchaos, Herzklopfen – alles ist da, und alles fügt sich zu einer warmherzigen, humorvollen, romantischen Geschichte zusammen, die man einfach gern liest.

Besonders die Verbindung aus Tradition, Pflichtgefühl und dem Mut, sich selbst treu zu bleiben, gibt dem Roman eine Tiefe, die man in diesem Genre nicht immer findet.

Und was das Leseerlebnis für mich zusätzlich abrundet: Ich freue mich jetzt schon riesig auf Band 3 der Reihe, der uns diesmal nach Holland führt. Wenn Isabelle Maris dort genauso viel Herz, Humor und Recherchearbeit hineinsteckt wie hier, dann wird das wieder ein richtiges Wohlfühlabenteuer.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

ein spannender Cozy Krimi mit südlichem Flair

Monsieur le Comte und die Kunst der Entführung
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Dieses Ebook habe ich freundlicherweise über die netgallery.de herunterladen können und ich möchte mich beim Verlag Droemer Knaur herzlich dafür bedanken.

Da ich Wiederholungstäterin bin, fiel mir der ...


Dieses Ebook habe ich freundlicherweise über die netgallery.de herunterladen können und ich möchte mich beim Verlag Droemer Knaur herzlich dafür bedanken.

Da ich Wiederholungstäterin bin, fiel mir der Einstieg in die Story nicht schwer.
Aber auch Neueinsteiger werden durch den sehr gut erklärenden Prolog in die Hauptfiguren eingeführt.

Lucien – die Hauptfigur der Reihe von Pierre Martin – ist ein Auftragsmörder wider Willen, der sich weigert, seine Opfer tatsächlich zu töten. Und er bleibt auch in diesem Band seiner Linie treu – oder vielleicht doch nicht?

Zum Leidwesen von Lucien hat Onkel Edmond wieder einen neuen Auftrag für ihn. Der Auftrag – ein schwerreicher Argentinier auf Sardinien, der noch vor seiner Frau das Zeitliche segnen soll – entwickelt sich schnell zu einem Spiel aus Intrigen und Entführungsplänen, welche Lucien mit seiner gewohnten Mischung aus Eleganz, Nonchalance und ein wenig Unterstützung meistert.
Edmond, den ich tatsächlich mit jedem Buch mehr und mehr verabscheue, wirkt – wie ein böser Puppenspieler – im Hintergrund, der die Fäden zieht. Dieses Mal kränkelt er etwas, und wir erfahren eine dunkle Vergangenheit von ihm, was ihn mir noch unsympathischer macht. Lucien kann den Auftrag jedoch nicht ablehnen.
Überraschenderweise hilft ihm Francine – die fast seine Schwiegermutter geworden wäre – mit viel Ausdauer und Witz. Auch von ihr erfährt der Leser verblüffend viel aus ihrer Vergangenheit. Und zwischen den beiden knistert es immer noch.

Statt Blut und Brutalität gibt es raffinierte Wendungen, subtile Täuschungen, eine Prise Humor und jede Menge knisternde Amour.

Was mir besonders gefällt: Martin versteht es, Spannung ohne Härte zu erzeugen. Die Handlung ist clever konstruiert, jedoch waren es mir in diesem Buch etwas zu viele Aufträge, Drehungen und Vorfälle. In der Mitte des Buches wird auf einmal ein wirklich perfider Mordanschlag auf Lucien verübt. Ein Auftragskiller ist hinter ihm her!
Dennoch liest man weiter, weil man wissen will, wie Lucien diesmal den Auftrag – bzw. die Aufträge – umbiegt, ohne seine Prinzipien zu verraten. Gleichzeitig bleibt Raum für die kleinen Freuden des Lebens – ein Glas Rosé, ein gutes Essen, ein Spaziergang am Meer.
Der Autor arbeitet auch die Nebenfiguren schön heraus:

Rosalie, die alte „schwerhörige“ Haushälterin der Grafen von Charcasse.
Der unbestechliche Capitaine Achille, der nach wie vor Luciens Unterstützung „erpresst“ – sei es in Form von kostenlosen Essen und Getränken im P’tit Bouchon oder auch finanzieller Zuwendungen.
Paul, seine Hilfe im Lokal und auch außerhalb.
Und natürlich bekommt auch der Sidekick Madame le Commissaire einen Einsatz im Buch.

Mein Fazit :


Pierre Martin gelingt es auch im dritten Band, die Balance zwischen Spannung, Humor und mediterraner Leichtigkeit zu halten. Zwar wirken die vielen Aufträge und Wendungen stellenweise etwas überfrachtet, doch die lebendigen Figuren, die feine Ironie und die atmosphärische Kulisse machen Monsieur le Comte und die Kunst der Entführung zu einem unterhaltsamen Cosy Crime, der er mich nicht nur zum Weiterlesen, sondern auch zum Wiederkommen verführt.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

ein duftender , magischer Wohlfühlroman

Die geheimnisvolle Bäckerei in der rue de Paris
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Gerüche , Gebäck und ein Hauch von Magie

Dieses Ebook habe ich freundlicherweise über die netgallery.de herunterladen können und ich möchte mich beim Verlag herzlich dafür bedanken.
Es hat mir meinen ...

Gerüche , Gebäck und ein Hauch von Magie

Dieses Ebook habe ich freundlicherweise über die netgallery.de herunterladen können und ich möchte mich beim Verlag herzlich dafür bedanken.
Es hat mir meinen Strandurlaub im wahrsten Sinne des Wortes „versüsst“.
Dieser berührende aber doch sehr kurzweilige Roman habe ich auf einen Tag verschlungen .

Zur Story

Edith Lane - Edie — die irische Hauptprotagonistin benötigt eine Auszeit und Abstand von Irland; deswegen erwägt sie einen Neuanfang - in Paris, der Stadt in dem ihre Eltern die Flitterwochen verbrachten. Ihr Vater ein Konditormeister bestärkt sie in ihrem Vorhaben.

Auf wundersame weise findet sie eine Stellenausschreibung als Filialleiterin in einer Bäckerei in Paris, Edie bewirbt sich und wird auch glatt eingestellt. Glücklich, jedoch mit schweren Herzen verabschiedet sie sich von Ihrem Vater und macht sich auf die Reise. Angekommen stellt sie fest :
Rue de Paris ist nicht Paris
Denn blöderweise ist die Bäckerei in der Rue de Paris - was nicht in Paris ist, sondern in einem kleinen Dorf namens Compiègne, einer Kleinstadt nördlich von Paris.
Enttäuscht und müde macht sich Edie auf den Weg dorthin.

Empfangen wird sie von reservierten Chefin namens Madame Moreau und von Julien, er ist der kleine Helfer in der Bäckerei und zudem auch noch der Enkel von Mdm. Moreau.
Anfangs hat Edie keinen leichten Stand, die Chefin verschlossen, genau so wie die Tür zur Bäckerei mi Keller. Zudem ist auch noch ihr Französisch wirklich dürftig. Schon ziemlich bald stellt Edie fest, dass Nachts geheimnisvolle Aktivitäten im Keller der Bäckerei vor sich gehen.
Nach und nach gewöhnt sie sich in Compiègne ein und lernt die beschauliche, magisch angehauchte Gegend mit den wunderbaren Menschen in ihrer Nachbarschaft wertschätzen. Besonders seit sie Lucien kennengelernt hat und der Stammkunde Henri sie mit seinen klugen, weisen Hinweisen immer wieder unterstützt.

Die Autorin erzählt die Geschichte so dass ich bereits die leckeren Tartes , die süssen Macerons und den Duft des frisch gebackenen Baguette während der Lektüre gerochen habe.
Auch die durch die Autorin geschickt in die Story eingewobene historische Bedeutung der Bäckerei während des Zweiten Weltkrieges verleiht der Geschichte Tiefe und zeigt, wie sehr die Vergangenheit die Gegenwart prägt.

Alte Geheimnisse, traumatische Erlebnisse und verschüttete Erinnerungen der Dorfbewohner kommen ans Licht.

Das Buch ist ein Cozy-Roman mit magischem Einschlag, der in eine Welt voller Kopfsteinpflaster, Croissants und kleiner Wunder entführt. Es ist eine Geschichte über das Loslassen, das Ankommen und die Erkenntnis, dass manchmal nicht Paris, sondern ein unerwarteter Ort die wahre Erfüllung bringt.

Mein Fazit :
Ein berührender, kurzweiliger Roman, der mich bestens unterhalten hat und meinem Urlaub eine besondere Note verlieh. Warmherzig, magisch und voller französischem Flair – ein Buch, das Lust auf Croissants und Neuanfänge macht. Die Verbindung von Vergangenheit (Zweiter Weltkrieg) und Zukunft (Neuanfang, Hoffnung) macht die Geschichte besonders tiefgründig und verleiht ihr eine zusätzliche Dimension.

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