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Veröffentlicht am 02.03.2020

Falling Skye - Kannst du deinem Verstand trauen? - Dieser gelungene Reihenauftakt liefert viel Potenzial für die Fortsetzung!

Falling Skye (Bd. 1)
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Die Gläsernen Nationen streben danach Populismus und Diskriminierung entgegenzuwirken, indem sie die Menschheit klassifizieren. Innerhalb der Testung wird Menschen folglich entweder ein rationaler oder ...

Die Gläsernen Nationen streben danach Populismus und Diskriminierung entgegenzuwirken, indem sie die Menschheit klassifizieren. Innerhalb der Testung wird Menschen folglich entweder ein rationaler oder emotionaler Trait zugeordnet. Die zugeschriebenen Traits sollen den weiteren Lebenslauf im Hinblick auf die berufliche Orientierung bestimmen, sich gegenseitig ergänzen und somit durch die zugeschriebenen Rollen Ungerechtigkeiten beheben.

Als Leser begleitet man die 16-jährige Skye, welche kurzfristig Zur Testung einberufen wird. Skye ist als Tochter eines rationalen Parlamentmitgliedes davon überzeugt, rational zu sein. Gemeinsam mit ihrem besten Freund und heimlichen Schwarm Elias plant sie ihre Zukunft, zu der ihr als rationale alle Türen geöffnet werden. Ich konnte mich von Beginn an mit Skye identifizieren, da ich mich ähnlich wie sie von völliger Unwissenheit und Naivität dahingehend weiterentwickelt habe, das System mit all den Leitzielen und Motiven kritisch zu hinterfragen.
Skye durchläuft einen massiven realistischen Lernprozess, welcher gleichsam regelrecht einer Selbstfindung gleicht. Ist sie die Rationale, deren Norme und Werte sie all die Jahre gefestigt verinnerlicht hat? Oder bedeuten die entscheidenden Momente, in denen sie sich von ihrem Herz leiten lässt, dass sie doch eine Emotionale ist?

„Ich glaube nicht daran, dass es Menschen gibt, die bedingungslos überlegt handeln, und andere, die ihre Emotionen niemals kontrollieren können. Ich glaube, dass es Menschen gibt, die die Welt in ein Muster zwängen möchten und solche, die nicht hineinpassen.“

Skye wird auf der Suche nach ihrem Selbst mit den Themen Freundschaften, Familie und Liebe konfrontiert, bewegt sich zwischen Vertrauen und Verrat. Durch alle Begegnungen und Erlebnisse zieht sich der Spannungszustand zwischen rational und emotional.
Die Charaktere sind detailliert und authentisch ausgearbeitet. Insbesondere Luce hat mein Herz erreicht. Sie hat für mich die stärkste Persönlichkeit, kämpft für ihre Wertvorstellungen und nimmt meiner Meinung nach auch für Skye eine Vorbildfunktion ein.
Der Testleiter wirkt infolge seines widersprüchlichen Verhaltens sehr wechselhaft und mysteriös, ich kann mir vorstellen, dass genau dieser Effekt angestrebt wurde, um Skye s Vorsicht nachvollziehen zu können. Mir hat diese zweite Perspektive sehr gut gefallen, da sich so nach und nach zahlreiche Wendungen und Erklärungen aufdecken.
Die Testung schafft viele spannende Augenblicke, Emotionen können mich hingegen nicht berühren. Vielleicht weil man als Leser ähnlich wie Skye ihre rationale Persönlichkeit für einen Moment aufgreift und sich darin verliert.
Gleichwohl war es ein gelungener Reihenauftakt. Ich finde es erschreckend, da auch heutzutage solche Veränderungen durchaus möglich wären. Zu verstehen, wie leicht die Menschheit beeinflussbar ist und sich somit angreifbar macht, ist schockierend.
Gerade zum Ende hin wurden viele Fragen beantwortet, einige wesentliche aber offen gelassen, weshalb ich mich umso mehr auf die baldige Fortsetzung freuen. Mir fehlen da zum Abschluss tatsächlich einige Seiten mehr.
Sofern es Lina Frisch gelingt, diesen Spannungsbogen, der zum Ende hin langsam seinen Höhepunkt erreicht hat, aufrechtzuerhalten und daran anzuknüpfen, blicke ich einem großartigen Abschluss entgegen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2020

Die bildgewaltige Traumstadt Noctaris lädt zum Träumen ein

12 - Das erste Buch der Mitternacht, Band 1
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„𝓝𝓾𝓻 𝔀𝓮𝓲𝓵 𝓭𝓮𝓲𝓷 𝓥𝓮𝓻𝓼𝓽𝓪𝓷𝓭 𝓮𝓼 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓱𝓲𝓷𝓴𝓻𝓲𝓮𝓰𝓽, 𝓶𝓾𝓼𝓼 𝓮𝓼 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓾𝓷𝓶𝓸𝓮𝓰𝓵𝓲𝓬𝓱 𝓼𝓮𝓲𝓷. 𝓓𝓮𝓷𝓴 𝓭𝓪𝓻𝓪𝓷, 𝔀𝓲𝓮 𝓭𝓾 𝓪𝓵𝓼 𝓚𝓲𝓷𝓭 𝓭𝓲𝓮 𝓦𝓮𝓵𝓽 𝓰𝓮𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷 𝓱𝓪𝓼𝓽, 𝓰𝓻𝓮𝓷𝔃𝓮𝓷𝓵𝓸𝓼 𝓾𝓷𝓭 𝓿𝓸𝓵𝓵𝓮𝓻 𝓕𝓪𝓻𝓫𝓮𝓷. 𝓓𝓾 𝓱𝓪𝓼𝓽 𝓲𝓷𝓼𝓽𝓲𝓷𝓴𝓽𝓲𝓿 𝓶𝓲𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷𝓮𝓻 𝓢𝓮𝓮𝓵𝓮 𝓰𝓮𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷, ...

„𝓝𝓾𝓻 𝔀𝓮𝓲𝓵 𝓭𝓮𝓲𝓷 𝓥𝓮𝓻𝓼𝓽𝓪𝓷𝓭 𝓮𝓼 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓱𝓲𝓷𝓴𝓻𝓲𝓮𝓰𝓽, 𝓶𝓾𝓼𝓼 𝓮𝓼 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓾𝓷𝓶𝓸𝓮𝓰𝓵𝓲𝓬𝓱 𝓼𝓮𝓲𝓷. 𝓓𝓮𝓷𝓴 𝓭𝓪𝓻𝓪𝓷, 𝔀𝓲𝓮 𝓭𝓾 𝓪𝓵𝓼 𝓚𝓲𝓷𝓭 𝓭𝓲𝓮 𝓦𝓮𝓵𝓽 𝓰𝓮𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷 𝓱𝓪𝓼𝓽, 𝓰𝓻𝓮𝓷𝔃𝓮𝓷𝓵𝓸𝓼 𝓾𝓷𝓭 𝓿𝓸𝓵𝓵𝓮𝓻 𝓕𝓪𝓻𝓫𝓮𝓷. 𝓓𝓾 𝓱𝓪𝓼𝓽 𝓲𝓷𝓼𝓽𝓲𝓷𝓴𝓽𝓲𝓿 𝓶𝓲𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷𝓮𝓻 𝓢𝓮𝓮𝓵𝓮 𝓰𝓮𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷, 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓶𝓲𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷𝓮𝓻 𝓥𝓮𝓻𝓷𝓾𝓷𝓯𝓽. 𝓓𝓾 𝓱𝓪𝓼𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓤𝓶𝓰𝓮𝓫𝓾𝓷𝓰 𝓪𝓾𝓯𝓰𝓮𝓼𝓪𝓾𝓰𝓽, 𝓱𝓪𝓼𝓽 𝓭𝓲𝓬𝓱 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓿𝓸𝓷 𝓡𝓮𝓰𝓮𝓵𝓷 𝓮𝓲𝓷𝓼𝓬𝓱𝓻𝓪𝓮𝓷𝓴𝓮𝓷 𝓵𝓪𝓼𝓼𝓮𝓷, 𝓫𝓲𝓼𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷𝓮𝓻 𝓘𝓷𝓽𝓾𝓲𝓽𝓲𝓸𝓷 𝓰𝓮𝓯𝓸𝓵𝓰𝓽. 𝓦𝓪𝓮𝓱𝓻𝓮𝓷𝓭 𝓭𝓮𝓻 𝓖𝓻𝓸ß𝓽𝓮𝓲𝓵 𝓭𝓮𝓻 𝓜𝓮𝓷𝓼𝓬𝓱𝓮𝓷 𝓲𝓻𝓰𝓮𝓷𝓭𝔀𝓪𝓷𝓷 𝓫𝓵𝓲𝓷𝓭 𝓭𝓪𝓯𝓾𝓮𝓻 𝔀𝓲𝓻𝓭, 𝓵𝓮𝓻𝓷𝓼𝓽 𝓭𝓾 𝓰𝓮𝓻𝓪𝓭𝓮 𝔀𝓲𝓮𝓭𝓮𝓻 𝔃𝓾 𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷. 𝓓𝓮𝓻 𝓩𝓪𝓾𝓫𝓮𝓻 𝓴𝓮𝓱𝓻𝓽 𝔃𝓾 𝓭𝓲𝓻 𝔃𝓾𝓻𝓾𝓮𝓬𝓴.“

Infolge eines Autounfalles, seit dem sich ihr Freund Phoenix im Koma befindet, plagen Harper Schuldgefühle. Als ihr Cajus Conterville, ein wohlhabender dem Anschein nach arroganter Sohn der Conterville-Unternehmensgruppe anbietet, sich mit ihr auf den Weg nach Noctaris - der träumenden Welt - zu machen, in welcher sich Phoenix laut Cajus verirrt habe und folglich gefangen sei, zögert Harper demnach nicht lange und willigt ein. Eine Befreiung habe zur Folge, dass er auch in der wachen Welt aufwache und gesund werde. Und so lebt Harper ihren Traum, macht sich auf der Suche nach der Wahrheit, dorthin wo nichts so ist wie es scheint..

Ich muss zugeben, dass dieses Buch mein erstes Buch von Rose Snow war. Dieser tiefgründige flüssige Schreibstil konnte mich gleich überzeugen. Die Thematik fand ich grandios. Die Autorinnen haben eine völlig neue Welt geschaffen. Das Worldbuilding ist bildgewaltig und detailliert ausgearbeitet. Realität und Fantasie sind regelrecht ineinander übergegangen, sodass ich während des Lesens auch einige Stunden träumen konnte.

Dennoch fiel es mir sehr schwer in der Traumwelt Noctaris anzukommen. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag oder was mir gefehlt hat. Gleich zu Beginn werden sehr viele relevante Begriffe und Elemente thematisiert, wodurch mir der Einstieg recht schwer fiel. Zudem wirkte der Handlungsverlauf für mich insofern konstruiert, als dass die naheliegendste und leichteste Lösung jeglicher Probleme gewählt wurde.

Die Beziehung zwischen Harper und Cajus, welche sich gemeinsam auf die Mission begeben, hat mich einige Male schmunzeln lassen, da ich Harper als taff, wortgewandt und eben nicht als naiv (wie es so oft der Fall ist) wahrgenommen habe. Emotionen auf zwischenmenschlicher Ebene konnten mich hingegen nicht erreichen.
Die Charaktere innerhalb der Geschichte hingegen besitzen eine Tiefe. Ich nehme als Message aus diesem Buch mit, dass es sich immer lohnt hinter die Fassade eines Menschen zu schauen und der erste Blick meistens trügt - sowohl im positiven als auch im negativen Sinn.

Die Geschichte bietet unfassbar viel Potenzial, wurde meiner Meinung nach aber nicht ganz ausgeschöpft. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2020

Heartless - ein grandioser Reihenauftakt mit Luft nach oben

Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
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Wie weit würdest du gehen, um dein eigenes Leben und das deiner Familie zu retten? Wärst du fähig andere Menschen für deine Freiheit zu opfern? Könntest du deine eigenen Moralvorstellungen aufgeben?

zur ...

Wie weit würdest du gehen, um dein eigenes Leben und das deiner Familie zu retten? Wärst du fähig andere Menschen für deine Freiheit zu opfern? Könntest du deine eigenen Moralvorstellungen aufgeben?

zur Handlung: Zera ist eine Herzlose und somit Gefangene der Hexe Nightsinger. Während ihr Herz im Käfig über dem Feuer eingesperrt ist, bleibt Zera zwar am Leben, aber unterliegt der Kontrolle der Hexe und bezahlt folglich mit ihrer Freiheit.
Infolge eines Konfliktes mit dem Königshaus Cavanos befinden sich die Hexen in Gefahr - und somit ergibt sich für Zera die Chance, ihr Herz zurück zu gewinnen. Dafür wird von ihr erwartet, sich am Königshof einzuschleusen und dem Prinzen wortwörtlich sein Herz zu stehlen.Sein Herz für ihres und zudem die Herzen ihrer ‚Geschwister‘ - der Mitgefangenen der Hexe Nightsinger.
Der Einsatz ist groß - aber die Sehnsucht nach Freiheit ebenso. Und so begibt sich Zera, getrieben von der Glut - das mordlustige Wesen der Herzlosen, auf ihre Mission.
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w o w ✨! diese Story ist faszinierend und überzeugend! Sehr gut durchdacht und zumindest für mich eine völlig neue unbekannte Thematik.
Zera habe ich als toughe Protagonistin wahrgenommen, welche sich tapfer ihrem Schicksal beugt, aber gleichzeitig nicht aufhört für ihre eigenen Träume zu kämpfen und vor allem sich dabei nicht selber verliert. Sie durchläuft einen enormen Entwicklungsprozess, indem sie sich zwischen den eigenen Sehnsüchten und Moralvorstellungen bewegt. Welchen Preis letztendlich wer zahlt, lest selbst.
Zudem hat die Kombination aus Spannung und Humor dieses Buch zu etwas Besonderem gemacht. Zera ist nicht auf den Mund gefallen und hat mich folglich häufiger zum Lachen gebracht. Anfangs habe ich gezweifelt, ob es die Autorin schaffen wird, durch die herzlose Protagonisten, die lediglich Mordgelüste empfinden kann, Emotionen zu transportieren. Denn wie kann Jemand Emotionen vermitteln oder gar lieben, wenn er kein Herz besitzt?
Die Charaktere einschließlich der Nebencharaktere sind detailliert und liebevoll ausgearbeitet - genauso wie das Worldbuilding.

Gleichwohl mich die Geschichte begeistern konnte, haben mich einige Kleinigkeiten gestört, welche ich mir anders gewünscht hätte. Zum einen ist mir der Einstieg in die Geschichte schwer gefallen, da gerade zu Beginn viele relevante Informationen inbegriffen sind. Zum anderen hat es mir innerhalb des Geschehens an Struktur gefehlt. Die Handlungen der Protagonisten verliefen oftmals spontan und somit für mich konstruiert, indem ein Zufall dem anderen folgt und sich dadurch Möglichkeiten der Annäherung ergeben. Ich hätte mir gewünscht, mehr Einblicke in die Gedankenwelt von Zera hinsichtlich der Planung zu erlangen - das hätte den Verlauf noch realistischer gemacht.

Ich freue mich wahnsinnig auf den zweiten Teil der Trilogie! Ein grandioser Reihenauftakt mit Luft nach oben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2020

Night of Crowns

Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal
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S c h w a r z oder W e i ß ?
H e r z oder K o p f ?

Um ihre Schulleistungen zu verbessern, verbringt Alice die Sommerferien im Internat Chesterfield. Nicht nur die Schulnoten verschlechtern sich ...

S c h w a r z oder W e i ß ?
H e r z oder K o p f ?

Um ihre Schulleistungen zu verbessern, verbringt Alice die Sommerferien im Internat Chesterfield. Nicht nur die Schulnoten verschlechtern sich rapide, in ihrem Leben passieren zeitnah viele merkwürdige und unerklärliche Geschehnisse, die sie an sich selbst zweifeln und beinahe verrückt werden lassen. Bis sie eines Nachts ihre Mitschülerin versteinert im Wald entdeckt und sich auf ihrem Arm das Symbol einer Schachfigur abzeichnet. Stella Tack verknüpft die College-Atmosphäre mit einem jahrhundertealten Fluch, welcher die beiden verfeindeten Internate Chesterfield und St.Burrington heimsucht und zum Schachspiel auffordert.
S c h w a r z gegen W e i ß
und dabei besitzt jede Spielfigur ihre eigenen besonderen Fähigkeit.
Als Leser begleitet man Alice auf ihrem Weg von ihrem Alltag hinein in ihr Schicksal. Somit wurde ich an meinem Standpunkt der Realität abgeholt und hinein ins Fantasy-Abenteuer gerissen, wodurch mir der Einstieg in die Geschichte erleichtert wurde. Auch der bildgewaltige Schreibstil hat das Setting überzeugend sowie den Handlungsverlauf trotz jeglicher Fantasie realitätsnah werden lassen.
Den Schreibstil von der Autorin würde ich als locker, frech und humorvoll beschreiben - weshalb ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin. Zudem haben zahlreiche Plottwists die Spannung kontinuierlich aufrecht erhalten und Fragen aufgeworfen, wodurch meine Neugierde nach Antworten geweckt wurde.
Insbesondere haben mich die Charaktere fasziniert. Unabhängig davon welche Rolle und Seite, diese innerhalb des Spieles einnehmen - sie sind alle facettenreich, tiefgründig und authentisch mit der Liebe fürs Detail ausgearbeitet. Stella Tack schafft es wahrlich Charaktere zu schaffen.
Insbesondere Curse hat es mir wahrlich angetan. Seine humorvolle und gleichsam liebevolle Art machen ihn in dieser Geschichte zu einem Unikat und meiner Lieblingsfigur. Ich habe unzählige Male gelacht. Dieses Buch macht einfach Spaß. Ich möchte auch einen sprechenden Karter!
Die einzelnen strategischen Schachzüge bleiben bis zuletzt mysteriös und undurchschaubar. Wer fällt? Wer wird geopfert? Und welche Funktion nimmt Alice bei dem Spiel um ihr Schicksal ein? Welche Seite wählt sie? Welcher Fassade traut sie? Herz gegen Kopf - ob sie sich für ihre Gefühle oder ihrem Verstand entscheiden wird, lest selbst!
Die kleinen Kritikpunkte sind zum einen die vielen kleinen Rechtschreib- und Grammatikfehler, welche meinen Lesefluss in diesem Ausmaß gestört haben. Und zum anderen hat es mir anfangs an Emotionen gefehlt. Sofern eine Spielfigur gefallen ist, blieb dieser Verlust ungeachtet. Die Figuren wurden nicht betrauert und sind dem Anschein nach somit gleichgültig. Dies hat mich anfangs verwundert, wurde im Verlauf jedoch besser.
Ich kann euch nur and Herz legen, euch mit Alice auf eine geheimnisvolle, spannungsgeladene und humorreiche Reise zu begeben und das Spielfeld des Spieles ihres Schicksals zu betreten.
Eine ganz klare Leseempfehlung!

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 01.02.2020

One true Queen - lang lebe die Königin - oder doch nicht?

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
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Die Protagonistin Mailin steht zu Beginn des Buches im Schatten ihrer erkrankten, im Koma liegenden Schwester, doch plötzlich findet sie sich im Mittelpunkt in Lyaske wieder, einer Welt, in der nicht ...


Die Protagonistin Mailin steht zu Beginn des Buches im Schatten ihrer erkrankten, im Koma liegenden Schwester, doch plötzlich findet sie sich im Mittelpunkt in Lyaske wieder, einer Welt, in der nicht so ist, wie es scheint. Dort bewegt sie sich zwischen Vertrauen und Verrat. Denn Lyaske hat sie auserwählt Königin zu werden und diese sterben jung. Nun liegt es an Mailin über ihre Zukunft zu bestimmen. Gelingt es ihr, sich ihrer Aufgabe zu widersetzen? Von dieser Entscheidung hängt nicht nur ihr eigenes Leben ab.

Obwohl ich als Leserin relativ schnell in s Handlungsgeschehen gezogen wurde, fiel mir der Einstieg sehr schwer. Der Ortswechsel von der realen Welt nach Lyaske erfolgt sehr plötzlich und unerwartet, weshalb es mir schwer fiel, mich darauf einzulassen und dort anzukommen. Der erste Teil der Geschichte hat zum Lesen sehr viele Tage Zeit beansprucht, da dieser sehr viele Fragen aufwirft und in mir nicht die Neugierde geweckt wurde, Antworten zu finden.
Es werden aber zudem viele Zweifel aufgeworfen, wer vertrauenswürdig ist und wer lediglich zu seinem Gunsten handelt und von der scheinbaren Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft profitiert. Da die Handlungen sich häufig widersprechen habe ich meine Meinung über manche Protagonisten mehrfach gewechselt - dies war für mich relativ neu und hat mich dazu bewegt, weiterzulesen.
Und darüber bin ich sehr froh. Denn die Geschichte nimmt an Spannung auf. Die Charaktere entwickeln sich weiter, finden ein Stück weit zu sich selbst und hinterfragen ihre bisherigen Prioritäten. Das Worldbuilding hat mich fasziniert. Nebencharaktere wirken infolge der liebevollen Herausarbeitung wie Hauptfiguren.
Das Ende kam mir etwas konstruiert und abgehackt vor, indem die nächstgelegene Möglichkeit aufgegriffen wurde. Zudem hat es mir in der Handlung an Tiefgang gefehlt und ich habe das Gefühl, lediglich an der Oberfläche geblieben zu sein.
Dennoch ein gelungener erster Teil dieser Dilogie mit Potenzial für mehr Emotionen, Spannung&Tiefgründigkeit. Ich freue mich auf den zweiten Teil und bin gespannt, wie es weitergehen wird.

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