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Veröffentlicht am 05.04.2020

Sicherlich nicht mein letztes Buch von Karolyn Ciseau! Ezlyns Fähigkeit als Todesseherin - eine Gabe oder vielmehr ein Fluch?

Ezlyn. Im Zeichen der Seherin
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Das Cover hat durch die Farbgestaltung und die Personen-Abbildung etwas mystisches und hat sogleich die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Protagonisten wirkt stark und interessant. Dennoch finde ich ...

Das Cover hat durch die Farbgestaltung und die Personen-Abbildung etwas mystisches und hat sogleich die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Protagonisten wirkt stark und interessant. Dennoch finde ich die Optik mit den aufgespritzt wirkenden Lippen vor dem Hintergrund, dass Ezlyn streng im Kloster aufwächst, unpassend.
Die Thematik finde ich mehr als interessant. Eine Todesseherin, welche nicht nur den Tod der anderen Menschen sondern ebenfalls ihren eigenen Tod hervorsehen kann. Und dieser tritt durch einen Schattenkriegers ein, der durch bloße Berührungen Leben nehmen kann. Und ausgerechnet dieser besagte Schattenkrieger erwartet Ezlyn nach ihrer Ausbildung auf dem Hof ihres Lords.
Ich habe mich im Verlauf der Geschichte mehrmals gefragt, ob diese Fähigkeit für mich eher eine Gabe oder ein Fluch wäre. Und stünde es mir zu, das Schicksal zu beeinflussen und zu bestimmen wer (über)lebt? Diesen moralischen Denkprozess durchläuft auch Ezlyn, weshalb sie für mich einen starken Entwicklungsprozess durchläuft. Auch Rhiannon habe ich direkt ins Herz geschlossen und habe die Freundschaft zwischen Ihnen trotz der kurzen Einblicke als sehr intensiv wahrgenommen. Leider konnte ich mich dennoch nicht wirklich mit den Charakteren identifizieren und sie „kennenlernen“. Schade! Denn ansonsten hat es meiner Meinung nach an nichts gefehlt. Die Welt wurde bildhaft dargestellt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Die Spannung war zwar sehr wechselhaft, aber ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt gefühlt, sondern bin durch die Seiten geflogen.
Absolut empfehlenswert und dies war zwar mein erstes Buch, bleibt sicher nicht mein letztes Buch von Karolyn Ciseau. Lest dieses Buch!!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2020

Eine fantastische Fortsetzung, welche überzeugt und die Erwartungen nach Band 1 sogar übersteigt... wenn da nicht dieses Ende wäre!

One True Queen, Band 2: Aus Schatten geschmiedet
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Mailin trägt als Königin von Lyaske das Schicksal, jung zu sterben. Dennoch sehnt sie sich nach ihrem Geliebten Liam, der nächtlich in ihren Träumen erscheint und einer Gefahr ausgesetzt ist, und danach ...

Mailin trägt als Königin von Lyaske das Schicksal, jung zu sterben. Dennoch sehnt sie sich nach ihrem Geliebten Liam, der nächtlich in ihren Träumen erscheint und einer Gefahr ausgesetzt ist, und danach nach Lyaske zurückzukehren.
Der Einstieg in das Buch fiel mir etwas schwerer als erhofft, da mir die Ausführung eines entscheidenden Handlung fehlte, unklar blieb und erst später im Verlauf thematisiert wurde. Ich habe sogar noch einmal das Ende des ersten Teils gelesen, weil der Übergang für mich nicht stimmig war. Ich hätte mir einen fließenderen Handlungsstrang ggf. durch einen Rückblick und die Aufklärung der zwischenzeitlichen Geschehnisse bis dato gewünscht.
Grundsätzlich konnte mich die Geschichte aber vollends begeistern und mitreißen, was nicht zuletzt auf den flüssigen und bildgewaltigen Schreibstil der Autorin zurückzuführen ist. Das Worldbuilding ist wieder einmal grandios, ich hatte das Gefühl mit dabei zu sein und habe die Welt bildlich vor mir gesehen. Der Handlungsverlauf hat mir sogar besser, als im ersten Teil gefallen, da dieser einen roten Faden hatte und in sich stimmig war.
Insbesondere Nathaniel ist mein Favorit. Seine Selbstlosigkeit und bedingungslose Loyalität haben mich fasziniert und ich habe mich zum Ende gehofft und mitgefiebert, dass auch Mailin dies erkennt und zu schätzen weiß. Teilweise habe ich sie als egoistisch wahrgenommen. Die Charaktere sind detailgetreu und individuell ausgearbeitet und Punkten nicht immer um Sympathie. Genau das machte sie für mich so authentisch und greifbar.
Gleichwohl gab es auch einige Kritikpunkte. Zum Einen fehlte es für mich bei einzelne Passagen an Tiefe, insbesondere im Hinblick auf die zwischenmenschliche Interaktion. Ich hätte gerne mehr über die Zwischenwelt erfahren, in der eine bestimmte Person gefangen war. Auch gerade vor dem Hintergrund, dass Mailin dasselbe Schicksal drohen könnte. Die größte Kritik gilt allerdings dem Ende. Für mich war das Buch bereits abgeschlossen und in sich stimmig. Es transportierte Emotionen. Ich würde mitgerissen. Und letztendlich jagte ein Plottwist den nächsten, sodass das Ende leider zu gewollt, unrealistisch und nicht passend wirkt. Ein paar Seiten weniger hätten mir gereicht. Das war zu viel des Guten.
Trotzdem finde ich den Abschluss dieser Dilogie gelungen und freue mich wahnsinnig auf die an One true Queen anlehnende Reihe von Jennifer Benkau!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2020

Falling Skye - Kannst du deinem Verstand trauen? - Dieser gelungene Reihenauftakt liefert viel Potenzial für die Fortsetzung!

Falling Skye (Bd. 1)
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Die Gläsernen Nationen streben danach Populismus und Diskriminierung entgegenzuwirken, indem sie die Menschheit klassifizieren. Innerhalb der Testung wird Menschen folglich entweder ein rationaler oder ...

Die Gläsernen Nationen streben danach Populismus und Diskriminierung entgegenzuwirken, indem sie die Menschheit klassifizieren. Innerhalb der Testung wird Menschen folglich entweder ein rationaler oder emotionaler Trait zugeordnet. Die zugeschriebenen Traits sollen den weiteren Lebenslauf im Hinblick auf die berufliche Orientierung bestimmen, sich gegenseitig ergänzen und somit durch die zugeschriebenen Rollen Ungerechtigkeiten beheben.

Als Leser begleitet man die 16-jährige Skye, welche kurzfristig Zur Testung einberufen wird. Skye ist als Tochter eines rationalen Parlamentmitgliedes davon überzeugt, rational zu sein. Gemeinsam mit ihrem besten Freund und heimlichen Schwarm Elias plant sie ihre Zukunft, zu der ihr als rationale alle Türen geöffnet werden. Ich konnte mich von Beginn an mit Skye identifizieren, da ich mich ähnlich wie sie von völliger Unwissenheit und Naivität dahingehend weiterentwickelt habe, das System mit all den Leitzielen und Motiven kritisch zu hinterfragen.
Skye durchläuft einen massiven realistischen Lernprozess, welcher gleichsam regelrecht einer Selbstfindung gleicht. Ist sie die Rationale, deren Norme und Werte sie all die Jahre gefestigt verinnerlicht hat? Oder bedeuten die entscheidenden Momente, in denen sie sich von ihrem Herz leiten lässt, dass sie doch eine Emotionale ist?

„Ich glaube nicht daran, dass es Menschen gibt, die bedingungslos überlegt handeln, und andere, die ihre Emotionen niemals kontrollieren können. Ich glaube, dass es Menschen gibt, die die Welt in ein Muster zwängen möchten und solche, die nicht hineinpassen.“

Skye wird auf der Suche nach ihrem Selbst mit den Themen Freundschaften, Familie und Liebe konfrontiert, bewegt sich zwischen Vertrauen und Verrat. Durch alle Begegnungen und Erlebnisse zieht sich der Spannungszustand zwischen rational und emotional.
Die Charaktere sind detailliert und authentisch ausgearbeitet. Insbesondere Luce hat mein Herz erreicht. Sie hat für mich die stärkste Persönlichkeit, kämpft für ihre Wertvorstellungen und nimmt meiner Meinung nach auch für Skye eine Vorbildfunktion ein.
Der Testleiter wirkt infolge seines widersprüchlichen Verhaltens sehr wechselhaft und mysteriös, ich kann mir vorstellen, dass genau dieser Effekt angestrebt wurde, um Skye s Vorsicht nachvollziehen zu können. Mir hat diese zweite Perspektive sehr gut gefallen, da sich so nach und nach zahlreiche Wendungen und Erklärungen aufdecken.
Die Testung schafft viele spannende Augenblicke, Emotionen können mich hingegen nicht berühren. Vielleicht weil man als Leser ähnlich wie Skye ihre rationale Persönlichkeit für einen Moment aufgreift und sich darin verliert.
Gleichwohl war es ein gelungener Reihenauftakt. Ich finde es erschreckend, da auch heutzutage solche Veränderungen durchaus möglich wären. Zu verstehen, wie leicht die Menschheit beeinflussbar ist und sich somit angreifbar macht, ist schockierend.
Gerade zum Ende hin wurden viele Fragen beantwortet, einige wesentliche aber offen gelassen, weshalb ich mich umso mehr auf die baldige Fortsetzung freuen. Mir fehlen da zum Abschluss tatsächlich einige Seiten mehr.
Sofern es Lina Frisch gelingt, diesen Spannungsbogen, der zum Ende hin langsam seinen Höhepunkt erreicht hat, aufrechtzuerhalten und daran anzuknüpfen, blicke ich einem großartigen Abschluss entgegen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2020

Die bildgewaltige Traumstadt Noctaris lädt zum Träumen ein

12 - Das erste Buch der Mitternacht, Band 1
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„𝓝𝓾𝓻 𝔀𝓮𝓲𝓵 𝓭𝓮𝓲𝓷 𝓥𝓮𝓻𝓼𝓽𝓪𝓷𝓭 𝓮𝓼 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓱𝓲𝓷𝓴𝓻𝓲𝓮𝓰𝓽, 𝓶𝓾𝓼𝓼 𝓮𝓼 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓾𝓷𝓶𝓸𝓮𝓰𝓵𝓲𝓬𝓱 𝓼𝓮𝓲𝓷. 𝓓𝓮𝓷𝓴 𝓭𝓪𝓻𝓪𝓷, 𝔀𝓲𝓮 𝓭𝓾 𝓪𝓵𝓼 𝓚𝓲𝓷𝓭 𝓭𝓲𝓮 𝓦𝓮𝓵𝓽 𝓰𝓮𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷 𝓱𝓪𝓼𝓽, 𝓰𝓻𝓮𝓷𝔃𝓮𝓷𝓵𝓸𝓼 𝓾𝓷𝓭 𝓿𝓸𝓵𝓵𝓮𝓻 𝓕𝓪𝓻𝓫𝓮𝓷. 𝓓𝓾 𝓱𝓪𝓼𝓽 𝓲𝓷𝓼𝓽𝓲𝓷𝓴𝓽𝓲𝓿 𝓶𝓲𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷𝓮𝓻 𝓢𝓮𝓮𝓵𝓮 𝓰𝓮𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷, ...

„𝓝𝓾𝓻 𝔀𝓮𝓲𝓵 𝓭𝓮𝓲𝓷 𝓥𝓮𝓻𝓼𝓽𝓪𝓷𝓭 𝓮𝓼 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓱𝓲𝓷𝓴𝓻𝓲𝓮𝓰𝓽, 𝓶𝓾𝓼𝓼 𝓮𝓼 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓾𝓷𝓶𝓸𝓮𝓰𝓵𝓲𝓬𝓱 𝓼𝓮𝓲𝓷. 𝓓𝓮𝓷𝓴 𝓭𝓪𝓻𝓪𝓷, 𝔀𝓲𝓮 𝓭𝓾 𝓪𝓵𝓼 𝓚𝓲𝓷𝓭 𝓭𝓲𝓮 𝓦𝓮𝓵𝓽 𝓰𝓮𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷 𝓱𝓪𝓼𝓽, 𝓰𝓻𝓮𝓷𝔃𝓮𝓷𝓵𝓸𝓼 𝓾𝓷𝓭 𝓿𝓸𝓵𝓵𝓮𝓻 𝓕𝓪𝓻𝓫𝓮𝓷. 𝓓𝓾 𝓱𝓪𝓼𝓽 𝓲𝓷𝓼𝓽𝓲𝓷𝓴𝓽𝓲𝓿 𝓶𝓲𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷𝓮𝓻 𝓢𝓮𝓮𝓵𝓮 𝓰𝓮𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷, 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓶𝓲𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷𝓮𝓻 𝓥𝓮𝓻𝓷𝓾𝓷𝓯𝓽. 𝓓𝓾 𝓱𝓪𝓼𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓤𝓶𝓰𝓮𝓫𝓾𝓷𝓰 𝓪𝓾𝓯𝓰𝓮𝓼𝓪𝓾𝓰𝓽, 𝓱𝓪𝓼𝓽 𝓭𝓲𝓬𝓱 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓿𝓸𝓷 𝓡𝓮𝓰𝓮𝓵𝓷 𝓮𝓲𝓷𝓼𝓬𝓱𝓻𝓪𝓮𝓷𝓴𝓮𝓷 𝓵𝓪𝓼𝓼𝓮𝓷, 𝓫𝓲𝓼𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷𝓮𝓻 𝓘𝓷𝓽𝓾𝓲𝓽𝓲𝓸𝓷 𝓰𝓮𝓯𝓸𝓵𝓰𝓽. 𝓦𝓪𝓮𝓱𝓻𝓮𝓷𝓭 𝓭𝓮𝓻 𝓖𝓻𝓸ß𝓽𝓮𝓲𝓵 𝓭𝓮𝓻 𝓜𝓮𝓷𝓼𝓬𝓱𝓮𝓷 𝓲𝓻𝓰𝓮𝓷𝓭𝔀𝓪𝓷𝓷 𝓫𝓵𝓲𝓷𝓭 𝓭𝓪𝓯𝓾𝓮𝓻 𝔀𝓲𝓻𝓭, 𝓵𝓮𝓻𝓷𝓼𝓽 𝓭𝓾 𝓰𝓮𝓻𝓪𝓭𝓮 𝔀𝓲𝓮𝓭𝓮𝓻 𝔃𝓾 𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷. 𝓓𝓮𝓻 𝓩𝓪𝓾𝓫𝓮𝓻 𝓴𝓮𝓱𝓻𝓽 𝔃𝓾 𝓭𝓲𝓻 𝔃𝓾𝓻𝓾𝓮𝓬𝓴.“

Infolge eines Autounfalles, seit dem sich ihr Freund Phoenix im Koma befindet, plagen Harper Schuldgefühle. Als ihr Cajus Conterville, ein wohlhabender dem Anschein nach arroganter Sohn der Conterville-Unternehmensgruppe anbietet, sich mit ihr auf den Weg nach Noctaris - der träumenden Welt - zu machen, in welcher sich Phoenix laut Cajus verirrt habe und folglich gefangen sei, zögert Harper demnach nicht lange und willigt ein. Eine Befreiung habe zur Folge, dass er auch in der wachen Welt aufwache und gesund werde. Und so lebt Harper ihren Traum, macht sich auf der Suche nach der Wahrheit, dorthin wo nichts so ist wie es scheint..

Ich muss zugeben, dass dieses Buch mein erstes Buch von Rose Snow war. Dieser tiefgründige flüssige Schreibstil konnte mich gleich überzeugen. Die Thematik fand ich grandios. Die Autorinnen haben eine völlig neue Welt geschaffen. Das Worldbuilding ist bildgewaltig und detailliert ausgearbeitet. Realität und Fantasie sind regelrecht ineinander übergegangen, sodass ich während des Lesens auch einige Stunden träumen konnte.

Dennoch fiel es mir sehr schwer in der Traumwelt Noctaris anzukommen. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag oder was mir gefehlt hat. Gleich zu Beginn werden sehr viele relevante Begriffe und Elemente thematisiert, wodurch mir der Einstieg recht schwer fiel. Zudem wirkte der Handlungsverlauf für mich insofern konstruiert, als dass die naheliegendste und leichteste Lösung jeglicher Probleme gewählt wurde.

Die Beziehung zwischen Harper und Cajus, welche sich gemeinsam auf die Mission begeben, hat mich einige Male schmunzeln lassen, da ich Harper als taff, wortgewandt und eben nicht als naiv (wie es so oft der Fall ist) wahrgenommen habe. Emotionen auf zwischenmenschlicher Ebene konnten mich hingegen nicht erreichen.
Die Charaktere innerhalb der Geschichte hingegen besitzen eine Tiefe. Ich nehme als Message aus diesem Buch mit, dass es sich immer lohnt hinter die Fassade eines Menschen zu schauen und der erste Blick meistens trügt - sowohl im positiven als auch im negativen Sinn.

Die Geschichte bietet unfassbar viel Potenzial, wurde meiner Meinung nach aber nicht ganz ausgeschöpft. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2020

Heartless - ein grandioser Reihenauftakt mit Luft nach oben

Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
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Wie weit würdest du gehen, um dein eigenes Leben und das deiner Familie zu retten? Wärst du fähig andere Menschen für deine Freiheit zu opfern? Könntest du deine eigenen Moralvorstellungen aufgeben?

zur ...

Wie weit würdest du gehen, um dein eigenes Leben und das deiner Familie zu retten? Wärst du fähig andere Menschen für deine Freiheit zu opfern? Könntest du deine eigenen Moralvorstellungen aufgeben?

zur Handlung: Zera ist eine Herzlose und somit Gefangene der Hexe Nightsinger. Während ihr Herz im Käfig über dem Feuer eingesperrt ist, bleibt Zera zwar am Leben, aber unterliegt der Kontrolle der Hexe und bezahlt folglich mit ihrer Freiheit.
Infolge eines Konfliktes mit dem Königshaus Cavanos befinden sich die Hexen in Gefahr - und somit ergibt sich für Zera die Chance, ihr Herz zurück zu gewinnen. Dafür wird von ihr erwartet, sich am Königshof einzuschleusen und dem Prinzen wortwörtlich sein Herz zu stehlen.Sein Herz für ihres und zudem die Herzen ihrer ‚Geschwister‘ - der Mitgefangenen der Hexe Nightsinger.
Der Einsatz ist groß - aber die Sehnsucht nach Freiheit ebenso. Und so begibt sich Zera, getrieben von der Glut - das mordlustige Wesen der Herzlosen, auf ihre Mission.
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w o w ✨! diese Story ist faszinierend und überzeugend! Sehr gut durchdacht und zumindest für mich eine völlig neue unbekannte Thematik.
Zera habe ich als toughe Protagonistin wahrgenommen, welche sich tapfer ihrem Schicksal beugt, aber gleichzeitig nicht aufhört für ihre eigenen Träume zu kämpfen und vor allem sich dabei nicht selber verliert. Sie durchläuft einen enormen Entwicklungsprozess, indem sie sich zwischen den eigenen Sehnsüchten und Moralvorstellungen bewegt. Welchen Preis letztendlich wer zahlt, lest selbst.
Zudem hat die Kombination aus Spannung und Humor dieses Buch zu etwas Besonderem gemacht. Zera ist nicht auf den Mund gefallen und hat mich folglich häufiger zum Lachen gebracht. Anfangs habe ich gezweifelt, ob es die Autorin schaffen wird, durch die herzlose Protagonisten, die lediglich Mordgelüste empfinden kann, Emotionen zu transportieren. Denn wie kann Jemand Emotionen vermitteln oder gar lieben, wenn er kein Herz besitzt?
Die Charaktere einschließlich der Nebencharaktere sind detailliert und liebevoll ausgearbeitet - genauso wie das Worldbuilding.

Gleichwohl mich die Geschichte begeistern konnte, haben mich einige Kleinigkeiten gestört, welche ich mir anders gewünscht hätte. Zum einen ist mir der Einstieg in die Geschichte schwer gefallen, da gerade zu Beginn viele relevante Informationen inbegriffen sind. Zum anderen hat es mir innerhalb des Geschehens an Struktur gefehlt. Die Handlungen der Protagonisten verliefen oftmals spontan und somit für mich konstruiert, indem ein Zufall dem anderen folgt und sich dadurch Möglichkeiten der Annäherung ergeben. Ich hätte mir gewünscht, mehr Einblicke in die Gedankenwelt von Zera hinsichtlich der Planung zu erlangen - das hätte den Verlauf noch realistischer gemacht.

Ich freue mich wahnsinnig auf den zweiten Teil der Trilogie! Ein grandioser Reihenauftakt mit Luft nach oben.

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