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Veröffentlicht am 02.12.2025

Magisch

The Dragon Writer's Game - Der magische Wettkampf
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Die junge Emmy lebt für ihr Cosplay, denn genau hier findet sie Anerkennung, die ihr im normalen Alltag so sehr fehlt. Als sie eine Einladung erhält, die elfte Klasse in einem Internat zu verbringen, kann ...

Die junge Emmy lebt für ihr Cosplay, denn genau hier findet sie Anerkennung, die ihr im normalen Alltag so sehr fehlt. Als sie eine Einladung erhält, die elfte Klasse in einem Internat zu verbringen, kann sie nicht anders als ja zu sagen. Das Internat ist nämlich nicht irgendeines, sondern der Dragonpark, die Schule ihres Lieblingsautors J. J. Valentine. Doch schnell wird ihr an der neuen Schule klar, dass hier einiges anders ist, als sie je erwartet hätte, denn hier gibt es Kreaturen, die eigentlich nur in der Fantasywelt des Autors bzw in dessen Büchern existieren dürften, oder?
Können wir mal bitte darüber reden, wie traumhaft schön dieses Buch ist, allein optisch ist es ein Highlight im Regal und spricht gerade auch Drachenfans wie mich absolut an.
Der Einstieg fällt hier sehr leicht, Autor Nicolas Müller schreibt leicht, fließend und bildhaft, so dass man schnell ganz tief in seiner Fantasywelt abtauchen kann.
Die Geschichte ist eine Urban Fantasy, die aber wirklich tolle Abwechslung bietet und hinter der sich spannende Ideen befinden. Das es Wesen aus Büchern hier gibt – genialer Gedanke, oder?
Die Handlung beginnt eher ruhig und langsam, doch sie nimmt immer mehr Fahrt auf. Wir stoßen auf Geheimnisse und ganz viel Abenteuer. Nicolas Müller lässt hier seinen kreativen Ideen einen großen Freiraum und sorgt dadurch für einige Überraschungen.
Emmy ist eine wundervolle Protagonistin, die wir bei ihren Abenteuern begleiten. Ihre wahre Stärke taucht erst nach und nach auf, was ihre Entwicklung glaubhaft macht. Gerade die vielen kleinen Unsicherheiten machen sie absolut authentisch.
Natürlich treffen wir hier dann noch auf viele, tolle Nebenfiguren, die für das Vorankommen der Handlung sorgen.
Mein Fazit: Ein wundervolles Fantasybuch, bildgewaltig, steigernde Spannung und kreative Ideen machen daraus einen Pageturner. Diese Geschichte ist perfekt zum Abtauchen und Abschalten und sich an ein Internat in Kanada zu träumen. Klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 01.12.2025

Schwierig, schwierig

Das Dreizehnte Kind
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Hazel wird als ungewolltes, dreizehntes Kind geboren, doch da das dreizehnte Kind auch etwas besonderes ist, wird sie einem Gott versprochen. Merrick, Gott des Todes, holt Hazel dann an ihrem zwölften ...

Hazel wird als ungewolltes, dreizehntes Kind geboren, doch da das dreizehnte Kind auch etwas besonderes ist, wird sie einem Gott versprochen. Merrick, Gott des Todes, holt Hazel dann an ihrem zwölften Geburtstag zu sich, doch bis dahin führte sie ein Leben voller Ablehnung und ohne wirkliche Liebe. Merrick sorgt dafür, dass Hazel die beste Heilerin des Landes wird, doch nicht nur das. Sie sieht, wenn der Tod dem Menschen naht und bringt ihnen den Tod. Als sie eines Tages an den Hof des Königs gerufen wird, um diesen zu heilen, spürt sie, dass sein Tod fürchterliche Folgen haben könnte und versucht mit des Königs Sohn, Leopold, den Tod auszutricksen.

Das Cover ist traumhaft schön und auch sonst kann man die Gestaltung nur loben, denn es spiegelt die düstere Story perfekt.

Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen, aber trotzdem fiel es mir schwer, einen Bezug zur Story zu bekommen. Gerade auf den ersten 100 Seiten konnte mich die Geschichte nicht richtig fesseln. Doch weiterlesen lohnt sich durchaus.

Das Märchen, das dem Buch zugrunde liegt, kannte ich bis dato nicht, habe ich aber auch nicht als schlimm empfunden, da es für mich eine ganz eigene Geschichte wurde.

Wie bereits erwähnt, empfand ich die Geschichte zu Beginn schleppend. Zwar konnte ich Mitgefühl für Protagonistin und Ich-Erzählerin Hazel empfinden, doch irgendwie kam ich nicht in den Lesefluss. Mit dem Abschluss der Ausbildung zur Heilerin wurde das allerdings wesentlich besser und es wird deutlich interessanter.

Da man hier Hazel von Beginn an begleitet, kann man ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Durch die Art wie sie aufwuchs, bekommt sie noch eine ganz besondere Tiefe. Diese habe ich allerdings bei anderen Figuren vermisst, was ich sehr schade finde. Gerade Leopold, der eine wichtige Rolle spielt, blieb mir zu oberflächlich. Auch das Hazels Pate Merrick immer weniger zu tragen kommt, fand ich schade.

Mein Fazit: Nach dem ich das Buch zu Beginn häufiger weglegen musste, wurde es doch zum Glück noch spannend. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass der Handlung ein gewisser Fluss fehlte und außer der Protagonistin vieles zu oberflächlich blieb. Trotzdem oder gerade wegen Hazels Entwicklung ist die Geschichte lesenswert, aber nicht ganz mein Buch.

Veröffentlicht am 01.12.2025

Starke Geschichte

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Sora ist die Erbin des größten Diebesimperiums in Korea. Ihre Familie herrscht seit Jahrhunderten, denn sie gehören zu denen, die über Magie, Mana, verfügen. Allerdings nicht alle und ausgerechnet Sora ...

Sora ist die Erbin des größten Diebesimperiums in Korea. Ihre Familie herrscht seit Jahrhunderten, denn sie gehören zu denen, die über Magie, Mana, verfügen. Allerdings nicht alle und ausgerechnet Sora gehört zu den Magielosen. Aus diesem Grunde wurde sie, gemeinsam mit ihrer Mutter vom Clan verstoßen, doch nun soll sie zurückkehren in den Schoß der Familie. Allerdings wird sie hier nur halbherzig willkommen geheißen und als sie von ihrer Cousine angegriffen wird, trifft sie auf den Gott Ren. Dieser begleitet sie eher unfreiwillig zurück nach Busan und hilft Sora dabei, sich den Aufgaben ihrer Familie zu stellen.
Dieses Cover und die Gestaltung des Buches ist ein wahrer Traum und macht gleich neugierig. Außerdem klang es auch einfach mal nach was anderem K-Pop Fantasy?! Da musste ich einfach mehr wissen.
Der Beginn fiel mir nicht ganz so leicht, denn ich musste mich hier doch erstmal an den Schreibstil gewöhnen. Dieser ist durchaus bildgewaltig, aber auch auf eine gewisse Art eigen, die ich gar nicht so benennen kann. Nichtsdestotrotz wurde ich doch noch von der Geschichte gefesselt und habe dann ein Dreiviertel des Buches inhaliert.
Das koreanische Setting ist hier in jeder Beschreibung spürbar, was mir gut gefallen hat, da man hier einen Eindruck von Land und Leuten erhält.
Die Geschichte ist beinahe durchweg spannend, es gibt immer wieder spannungsgeladene Action, ein paar wenige, eher ruhigere Momente, aber definitiv immer Abwechslung.
Protagonistin Sora, aus deren Sicht wir die Geschichte erleben, empfand ich als sehr gut gezeichnet. Ihre anfängliche Unsicherheit, die auf die Zurückweisung durch ihren Vater basiert und die sie versucht zu überspielen, empfand ich als genauso glaubwürdig, wie ihre gesamte Entwicklung. Ren mochte ich gleich, mit seiner zunächst eher überheblichen Art, brachte er mich so manches Mal zum Schmunzeln. Die Lovestory zwischen den Beiden konnte mich allerdings nicht ganz überzeugen, da ich die Gefühle einfach nicht greifen konnte.
Auch wenn sich die Geschichte zum großen Teil um die beiden Protagonisten dreht, bekommen auch die Nebencharaktere genug Raum und dadurch auch glaubwürdige Entwicklungen.
Mein Fazit: Insgesamt empfand ich den ersten Band der Dilogie rund um die Prinzessin der Diebe gelungen. Sie war spannend und abwechslungsreich und bot allein schon durch ihr Setting mal etwas anderes. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergehen wird und empfehle die Geschichte sehr gerne weiter.

Veröffentlicht am 01.12.2025

Leider zu oberflächlich

Sweeter Than Pumpkin Spice
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Um ihren Vater davon zu überzeugen, dass sie es draufhat und den größten Kürbis aller Zeiten für den Wettbewerb zu züchten, kehrt Sadie in ihr Heimatdorf Pea Blossom zurück. Blöd nur, dass ausgerechnet ...

Um ihren Vater davon zu überzeugen, dass sie es draufhat und den größten Kürbis aller Zeiten für den Wettbewerb zu züchten, kehrt Sadie in ihr Heimatdorf Pea Blossom zurück. Blöd nur, dass ausgerechnet die Wildschweine eines Nachbarn das ganze Kürbisfeld in ein Schlachtfeld verwandelt haben. Doch zum Glück kommt der neue Nachbar Josh ihr zur Hilfe, ein Tech Millionär, der sein Glück nun auf dem Land sucht. Dieser ist mit seiner ständig guten Laune das genaue Gegenteil der eher mürrischen Sadie und sie traut ihm kein Stück. Doch als ein Tornado Sadies Farm vernichtet, bietet Josh ihr erneut seine Hilfe an.
Ich liebe diese zuckersüße Gestaltung des Buches von Cover bis Farbschnitt schreit hier einfach alles nach cozy Herbstlovestory.
Ich hatte dann auch bereits vor dem Lesen des Buches so einiges darüber gehört und leider leider ging es mir hier ganz ähnlich.
Mir fiel es unheimlich schwer, in die Geschichte zu finden, da der Schreibstil einfach hölzern wirkte. Auch die Erzählperspektive hat mir hier nicht ganz so gut gefallen, da dadurch für mich nur wenig Emotionen zum Vorschein kamen.
Smalltown Setting finde ich persönlich immer wundervoll, denn es gibt einfach dieses ganz besondere cozy Gefühl, aber auch das blieb eher am Rande.
Eigentlich fand ich die Grundstory wundervoll, die mürrische Sadie, mehr kurvig als Model soll lernen sich zu akzeptieren. Josh hingegen soll ihr zeigen, dass sie genau richtig ist, wie sie ist. Zwar ein bekanntes Schema, trotzdem nice, kam hier aber leider so gut wie gar nicht rüber.
Zu Beginn mochten die beiden sich nicht und ich liebe eigentlich Grumpy meets Sunshine, doch Sadie war schon mehr als grumpy und dementsprechend habe ich sie mit Stirnrunzeln beobachtet.
Bei diesen Grundvoraussetzungen wäre für mich ein Slow Burn perfekt gewesen, doch aus anfänglicher Abneigung und kurzem Geknister wird ganz schnell großes Geknatter.
Das Buch wird als spicy beworben, habe ich natürlich mal wieder übersehen und nur auf den Klappentext geachtet. Ich habe es dann vorgeblättert, war halt nur recht viel zu blättern und wenig Story.
Sadie ist nicht einfach nur der grummelige Part, sie war zu Beginn unglaublich unsympathisch, was sich zwar noch aufklärt wieso und weshalb, aber das machte den Beginn nicht mehr wett.
Josh war da schon sympathischer, was ich aber vorausgeahnt habe.
Mein Fazit: Leider kann ich all den eher negativen Rezensionen nur zustimmen. Ich liebe die Grundzüge der Geschichte: Find yourself, love yoruself, Smalltown, Grumpy meets Sunshine, nur leider kam all das nur zu kurz und wurde durch expliziten Spice ersetzt. Schade, aber leider war es nicht meine Geschichte.

Veröffentlicht am 30.11.2025

Einfach nur genial

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Nachdem der zweite Band der Ever und After Trilogie aus der Feder von Stella Tack mit einem richtig fiesen Cliffhanger endete, setzt die Autorin mit ihrem Abschlussband gleich nahtlos an den vorherigen ...

Nachdem der zweite Band der Ever und After Trilogie aus der Feder von Stella Tack mit einem richtig fiesen Cliffhanger endete, setzt die Autorin mit ihrem Abschlussband gleich nahtlos an den vorherigen Band an.
Mit diesem Szenewechsel hatte ich hier auf gar keinen Fall gerechnet, doch nach einem bestimmten Satz des Buches war mir klar, dass hier gar kein anderes Setting möglich gewesen werde, denn mit diesem Sprung in die Vergangenheit rundet Stella Tack ihre Geschichte komplett ab.
Der Schreibstil ist einfach wieder gigantisch, bildlich, aber so flüssig, dass man nur durch die Seiten fliegt. Aber trotz all den blutig beschriebenen Ereignisse, gibt es hier auch einiges zu lachen. Die Charaktere sprechen einfach fließend sarkastisch, was mich immer total abholen kann.
Das Setting ist, wie erwähnt, mal eine Reise in die Vergangenheit, doch auch hier wird schnell klar, dass da noch viel mehr zusammenhängt.
All die Momente, bei denen man dachte, da wäre was offen, greift die Autorin hier wieder auf und schließt diese wieder ab. Mir hat das so richtig gut gefallen, denn obwohl diese Trilogie doch richtig dicke Bücher zum Vorschein brachte, verliert sie in keinem Moment den Überblick.
Es ist absolut spannend, es gibt Begegnungen, mit denen man nicht rechnet, Auflösung, die völlig anders sind, als erwartet und eine ganze Menge Plottwists. Wer hier Luft holen möchte, sollte das Buch kurz zur Seite legen.
Die Figuren sind jede für sich extrem gewachsen, ob es jetzt Rain oder Coalblack oder auch die Nebencharaktere sind, von Band eins bis Ende machen diese alle eine starke Veränderung durch.
Aus wechselnden PoV zwischen Rain und Cole erleben wir das Buch, jeweils in der Ich-Form. Dadurch ist man mit beiden fest verbunden und Rain ist meine Schwester im Geiste, weil sie auf so manches Ereignis genau mit den Worten reagierte, wie sie mir selbst durch den Kopf schossen.
Cole hat für mich hier die absolut stärkste Veränderung durchgemacht, war er bisher halt da als Prinz, wurde er hier zu meinem Helden, der das Herz erobert. Verletzlich und doch düster und stark habe ich ihn dieses Mal richtig gefühlt:
Aber auch die Nebencharaktere sind wahnsinnig gut, allen voran Avery, der ebenfalls ein großes Stück meines Herzens bekommen hat.
Mein Fazit: Wenn ihr nicht vor blutigen Details zurückschreckt, dann bekommt ihr hier eine witzige, spannende und fesselnde Marchennacherzählung. Für mich hat mit dem dritten Band eine absolute Herzensreihe geendet. Irgendwie bin ich noch gar nicht bereit, die Figuren loszulassen. Von mir gibt es hier ein Highlight und eine ganz klare Leseempfehlung.