Profilbild von SillyT

SillyT

Lesejury Star
offline

SillyT ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SillyT über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2025

Wieder eine gute Fortsetzung

The Ruthless Fae King - Die Chroniken von Avalier 3
0

Prinzessin Madelynn vom Herbsthof kann es nicht fassen, dass ihr Vater ausgerechnet dem als skrupellos geltenden Winterkönig Lucien Thorne, ihre Hand gibt. Kurzerhand beschließt sie, den König nur dann ...

Prinzessin Madelynn vom Herbsthof kann es nicht fassen, dass ihr Vater ausgerechnet dem als skrupellos geltenden Winterkönig Lucien Thorne, ihre Hand gibt. Kurzerhand beschließt sie, den König nur dann zu heiraten, wenn er ihren Bedingungen zustimmt, was er überraschenderweise auch macht. Gemeinsam mit ihm reist sie durch die anderen Reiche der Fae und muss dabei feststellen, dass die Herrscher der anderen Reiche Lucien mit Abneigung begegnen, genau wie sie zuvor. Doch Madelynn merkt nach und nach, dass ihre Meinung, die wie bei allen anderen auf Gerüchten basiert, vielleicht noch einmal zu überdenken sei. Hat er sein Image wirklich nur auf eine Fassade erbaut?

Optisch ist auch der dritte Band der Avalier Chroniken wieder ein absolutes Highlight und da mir die ersten beiden Bände schon gut gefallen haben, wollte ich natürlich wissen, wie es weitergeht.

Nach dem Reichen der Drachen und der Elfen sind wir nun im Reich der Fae, das in vier Teile unterteilt und vom Winterkönig regiert wird. Je nach Hof, Frühling, Sommer, Herbst und Winter, verfügen die Fae über unterschiedliche Fähigkeiten. Ansonsten bleibt aber wieder das Magiesystem und das Worlbuilding hier eher Nebensache. Da es sich um Romantasy handelt, steht mehr die Liebesgeschichte zwischen Madelynn und Lucien im Vordergrund.

Wie auch schon zuvor erzählt Autorin Leia Stone leicht und flüssig und weiß, wie man den Leser an die Seiten fesselt.

Die Lovestory beginnt mit Enemies to Lovers, ändert sich aber recht schnell in gegenseitige Zuneigung. Allerdings gibt es hier einen Plottwist, ca. im Mitteilteil, den ich in keiner Weise habe erahnen können. Ab da wurde es etwas spannender, denn für mich plätscherte die Story bis dahin ein wenig vor sich hin. Auch die Menschenkönigin, der wir zwar nur am Rande bisher begegnet sind, taucht wieder auf und die Lage spitzt sich immer mehr zu. Es gibt also auch einige Gefahren im Reich der Fae, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Grenzen. Es geht hier also auch um Machtkämpfe und Intrigen, was die Geschichte spannender werden lässt.

Aus der Sicht Madelynns erleben wir diesen dritten Band und lernen sie dabei sehr gut kennen. Mir hat die toughe junge Frau sehr gut gefallen, denn sie trägt ihr Herz auf der Zunge und lässt sich nicht leicht einschüchtern. Dabei ist sie äußerst clever und geschickt und brachte mich mehrere Male zum Schmunzeln.

Lucien ist ebenfalls ein starker Charakter, den man nicht ganz so intensiv wie Madelynn kennenlernt, aber trotzdem durch die Gespräche, die die beiden führen, kennenlernen darf und dadurch auch seine Handlungen gut versteht.

Richtig gut gefallen hat mir Madelynns Zofe Piper, die einfach auch eine Freundin für die Prinzessin ist, die aber auch im Hintergrund bleibt und an den wichtigsten Punkten einfach handelt.

Ansonsten begegnen wir auch den beiden Königspaaren aus den ersten beiden Bänden, denn die Lage im gesamten Reich spitzt sich nun gefährlich zu und die magischen Wesen müssen zusammenhalten.

Mein Fazit: Auch der dritte Band der Chroniken von Avalier hat mich wieder sehr gut unterhalten. Die Geschichte liest sich leicht und spannend und spätestens ab dem Plottwist bekommt die Handlung auch mehr Tempo. Vor allem die Protagonistin Madelynn war mir hier unheimlich sympathisch und ließ mitfühlen. Einen ersten Blick in das letzte Reich Avaliers, dem der Wölfe, bekommen wir dann am Ende auch noch und es lässt gespannt auf das Finale zurück.

Veröffentlicht am 02.05.2025

Die Rache einer Frau

I Am Fury
0

Beinahe ein Jahr ist es her, dass Dania, Tochter des Schmiedes und Schwertkämpferin, unschuldig ins Gefängnis geworfen wurde. Seitdem hält sie nur ein Gedanke aufrecht: der Wunsch nach Rache, vor allem ...

Beinahe ein Jahr ist es her, dass Dania, Tochter des Schmiedes und Schwertkämpferin, unschuldig ins Gefängnis geworfen wurde. Seitdem hält sie nur ein Gedanke aufrecht: der Wunsch nach Rache, vor allem an dem, der sie verraten hat. Als sie eines Tages zufällig trifft sie auf Noor, zusammen gelingt es den beiden Frauen, aus dem Gefängnis zu fliehen. Noor verfügt über Dschinn Magie, die ihr dabei helfen soll, sich zu rächen. Doch dabei hat Dania mit einem nicht gerechnet, nämlich dass Mazin, der Mann, dem sie Rache geschworen hat, sie immer noch nicht kalt lässt.
Ich liebe ja dieses starke Cover, das mich auf den ersten Blick neugierig auf diese Romantasy Geschichte gemacht hat. Der Einstieg beginnt gleich mitten im Geschehen und wir begleiten zunächst einmal Daria bei ihrem Fluchtversuch, der allerdings missglückt.
Dabei erzählt Autorin Emily Varga leicht und flüssig und zumindest so bildreich, dass man sich mitten in der Handlung befindet.
Das Worlbuilding ist recht leicht und gut verständlich gehalten und ist somit auch perfekt für Fantasyeinsteiger. Ich hätte mir hier gerne mehr rund um die Dschinn Magie gewünscht, die mir ein wenig zu kurz kam.
Die Geschichte dreht sich hier sehr viel um den Wunsch nach Rache, wobei der Einstieg erst einmal etwas langwierig wird, da wir hier Dania und Noor über einen längeren Zeitraum im Gefängnis beim Freibuddeln begleiten. Trotzdem konnte mich die Autorin hier an ihre Geschichte fesseln, da ich unbedingt wissen musste, wie Dania verraten wurde und was da wirklich hinter steckte. Weite Teile des Buches drehen sich hier um den Wunsch nach Danias Rache. Dadurch wird die Geschichte doch recht rasant und actionreich, was ich persönlich immer sehr gerne mag. Die Lovestory zwischen Mazin und Dania bleibt hier dadurch zwar eher im Hintergrund, was ich aber absolut stimmig für diese Geschichte empfunden habe.
Dania ist eine distanziert wirkende Protagonistin, die man hier in der Ich-Perspektive durch die Handlung begleitet. Sie wirkt sehr verbittert, was ich ihr aber keineswegs unterstellen möchte, denn nach dem, was sie erlebt hat, fand ich genau das sehr überzeugend und glaubwürdig. Dadurch handelt sie aber oftmals übereilt und aus dem Bauch heraus und das Rache nicht immer alles sein kann, muss sie hier lernen.
Noor, die sie schon vom Gefängnis an begleitet, hat mir sehr gut gefallen und auch weitere Nebencharaktere tauchen hier auf, die aber relativ blass bleiben.
Mein Fazit: Insgesamt hat mir das Buch gute Unterhaltung geboten und war über weite Teile spannend und actionreich. Mir hätte es zwar besser gefallen, wenn vor allem der Fantasypart rund um die Dschinn Magie deutlicher geworden wäre, aber für Fantasyeinsteiger passt das Worlbuilding hier absolut. Dania war nicht immer eine sympathische und einfach Protagonistin, wobei ich ihr genau das auch abkauft habe und es soweit authentisch fand. Somit hat es mir recht gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

Veröffentlicht am 28.04.2025

Gute Fortsetzung

Promise of Peridot – Die Edelsteinsaga
0

Achtung, Band 2 inhaltliche Spoiler zu Band 1 könnten vorhanden sein.
Nach der Schlacht in der Sirenenbucht müssen Arwen und ihre Verbündeten mit einem Schiff fliehen. Das ausgerechnet Kane ihr verheimlicht ...

Achtung, Band 2 inhaltliche Spoiler zu Band 1 könnten vorhanden sein.
Nach der Schlacht in der Sirenenbucht müssen Arwen und ihre Verbündeten mit einem Schiff fliehen. Das ausgerechnet Kane ihr verheimlicht hat, wer sie wirklich ist, kann sie ihm nicht so leicht verzeihen. Gemeinsam finden sie Schutz in einem Reich unter Wasser, doch schnell wird klar, wenn sie Kanes Vater wirklich besiegen wollen, müssen sie zusammenarbeiten. Die Suche nach der einen Waffe, die den König töten kann, beginnt, doch die Gefahren auf der Reise sind groß.
Nachdem im letzten Jahr Dawn of Onyx ein überraschendes Highlight für mich war, war ich extrem gespannt auf diese Fortsetzung. Die Ereignisse knüpfen direkt an das Geschehen aus dem ersten Band an und man ist umgehend wieder in der Handlung.
Wie schon zuvor ist der Schreibstil leicht und flüssig und das Worldbuilding, wenn auch nicht zentral, doch gut vorstellbar und erklärt. Was es mit den Edelsteinen, die den Ländern den Namen geben, letzten Endes auf sich hat, hätte für mich ruhig noch ein wenig mehr ausgearbeitet werden können, doch da es eine Romantasy ist, ist es so durchaus passend.
Das Tempo ist zunächst ruhig, der Beginn dreht sich sehr viel um die innere Zerrissenheit der Protagonistin Arwen. Nach und nach wird es spannender und ab dem Moment wo die Suche nach der Klinge beginnt, gibt es auch wieder die ein oder andere actionreiche Szene und auch einige Kämpfe. Den größten Plottwist gibt es allerdings erst am Ende des Buches, das mit einem fiesen Cliffhanger endet und natürlich gespannt auf die Fortsetzung warten lässt.
Erzählt wird die Geschichte aus zwei Point of views, wir erfahren in der Ich-Perspektive von Arwen, aber auch von Kane, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterlebt. Allerdings drehen sich viele ihrer Gedanken immer umeinander und natürlich auch bei Arwen um das, was ihr prophezeit wurde.
Arwen wächst an ihrer Aufgabe nach und nach, dabei ist sie innerlich noch immer die eher zurückhaltende junge Frau, die sich gerne mal hinten anstellt. Doch immer dann, wenn sich einer der Menschen, die sie liebt, in Gefahr begibt, ist sie an deren/dessen Seite. Insgesamt hat sie sich von Beginn an bis hierhin durchaus glaubwürdig weiterentwickelt.
Kane, der eigentlich so großmäulige Held, ist hier ein wenig nervig, drehen sich seine Gedanken ständig nur um Arwen. Das bessert sich gegen Ende und ich bin sehr gespannt, wie es bei ihm im nächsten Band weitergehen wird.
Ansonsten trifft man hier auf bekannte und neue Nebencharaktere, von denen mir viele wirklich gut gefallen haben, vor allem Hexe Mari und der schweigsame Commander sind tolle Charaktere, die man gerne begleitet.
Mein Fazit: Auch der zweite Band der Edelstein-Saga bringt spannende Unterhaltung, wenn es auch ein wenig dauert, bis es wirklich losgeht. Ein kleines bisschen Spice gibt es auch, wobei es sich nicht nur darum dreht, sondern auch eine Handlung gegeben wird. Es gibt hier ein bisschen von allem, Found Family, Intrigen, Kämpfe und einen miesen Cliffhanger. Wer Romantasy liebt, kann hier ruhig zugreifen.

Veröffentlicht am 27.04.2025

Facettenreiches Drama

Der Gott des Waldes
0

Sommer 1975: In einem Feriencamp in den Adirondack Mountains verschwindet die dreizahnjährige Barbara van Laar mitten in der Nacht aus ihrem Bett. Sofort wird eine große Suche nach der Verschwundenen angelegt, ...

Sommer 1975: In einem Feriencamp in den Adirondack Mountains verschwindet die dreizahnjährige Barbara van Laar mitten in der Nacht aus ihrem Bett. Sofort wird eine große Suche nach der Verschwundenen angelegt, denn Barbara ist die Tochter der reichen Van Laars, denen sowohl das Camp als auch die Wälder rund um das Camp gehören. Doch was das ganze Geschehen noch einmal mehr verschlimmert, ist, dass Barbara die Schwester des seit vierzehn Jahren verschollenen Bear van Laar ist. Damals wurde ein Mann, den man den Schlitzer nannte, mit dem Fall in Verbindung gebracht, der ausgerechnet kurz vor Barbaras Verschwinden aus dem Gefängnis ausbrach. Hat er wirklich etwas mit den verschollenen Geschwistern zu tun? Oder war es doch der Familienvater aus dem kleinen Ort? Und was wissen die Angestellten der van Laars wirklich?
Der Klappentext klang unheimlich spannend und auch das Cover lädt dazu ein, einen zweiten Blick auf das Buch zu werfen.
Der Einstieg entpuppt sich zunächst als nicht ganz so leicht, denn Liz Moore macht nicht nur einige Perspektivenwechsel, sondern springt auch noch ein wenig in der Zeit zwischen Bears und Barbaras Verschwinden hin und her. Doch nach guten 100 Seiten kann man doch so langsam einen Überblick über die einzelnen Charaktere erhalten und weiß sie auch zuzuordnen und ab da wird der Fall auch spannend.
Liz Moore schreibt absolut unaufgeregt, beinah nüchtern und direkt und damit versetzt sie den Leser direkt mitten ins Geschehen. Auch die Atmosphäre der Wälder, aber auch des Camps und des Anwesens der van Laars sind hier absolut großartig gewählt. Die Einsamkeit der Bewohner nahezu spürbar und düster.
Die Geschichte selbst ist absolut vielschichtig, zwar ist das Tempo eher ruhig und leise und doch ist das Drama hinter dem Geschehen permanent spürbar. Das Tempo steigert sich eher dadurch, dass sie schnell die Perspektiven wechselt und den Leser am Ende ihrer Kapitel mit Cliffhangern zurücklässt. Dabei dreht sie Stück für Stück kleine Puzzleteile um, bis das Geschehen ein großes Gesamtbild zeigt. Natürlich ist es aber auch das Verschwinden zweier Kinder, dass den Leser auf eine Art betroffen macht und dadurch immer mehr vorantreibt beim Lesen.
Interessant ist auch die Darstellung des sozialen Gefüges hier. Die Van Laars scheinen hier nicht nur die örtliche Polizei, sondern auch die Einwohner des Ortes einfach unter ihre Fittiche zu haben und sie lassen dementsprechend alle nach ihrer Pfeife tanzen. Gerade die Skrupellosigkeit der van Laars und wie sie die Geschicke immer wieder lenken, macht fassungslos.
Die Charaktere sind hier recht zahlreich, zumal man manchen nur in der Vergangenheit und manchen nur in der Gegenwart begegnet. Wirklich in den Mittelpunkt rückt hier niemand, doch dadurch, dass jeder einzelne Charaktere tief ausgearbeitet wird, hat man das Gefühl, sie alle intensiv betrachten zu können. Ermittlerin Judy fand ich besonders toll, sie hat es geschafft, sich als eine der wenigen Frauen in der Männerdomäne der Polizeiarbeit hochzuarbeiten. Sie kämpft durchaus noch damit, dass man ihr sowohl von Verdächtigen- als auch von Kollegenseite den nötigen Respekt entgegen bringt, doch sie ist äußerst clever und nicht so leicht einzuschüchtern.
Mein Fazit: Ein ruhiges Buch, das trotzdem spannend ist, da es einfach unheimlich vielschichtig ist und nicht nur die damalige Zeit sondern auch die Differenz zwischen arm und reich sehr gut darstellt. Autorin Liz Moore ist sprachlich geschickt und dabei lässt sie den Leser immer nur kleine Stückchen über das wahre Geschehen zukommen. Man rätselt hier also permanent mit, was wirklich mit Bear und später mit Barbara geschehen ist. Das Ende passt unglaublich gut und lässt mich zufrieden zurück. Starkes Familiendrama!

Veröffentlicht am 26.04.2025

Kurzweilig und spannend

The Surf House
0

Bei einem Modeljob in Marokko überkommt dem Model Bea der Wunsch, sich einfach eine Auszeit zu nehmen. Kurzerhand packt sie ihren Koffer und verlässt das Hotel. Bei einem Überfall kommt ihr Marnie zur ...

Bei einem Modeljob in Marokko überkommt dem Model Bea der Wunsch, sich einfach eine Auszeit zu nehmen. Kurzerhand packt sie ihren Koffer und verlässt das Hotel. Bei einem Überfall kommt ihr Marnie zur Hilfe und die Ereignisse überschlagen sich. Letztendlich landet Bea bei Marnie und ihrem Lebensgefährten Ped in deren Surf House in Mallah. Die Gegend direkt am Meer ist das reinste Paradies, doch als der Amerikaner Seth auftaucht, ändert sich wieder einiges. Denn Seth ist auf der Suche nach seiner Schwester Savannah, die seit einem Jahr verschwunden ist und die sich zuletzt im Surf House aufgehalten hat. Bea hilft Seth bei der Suche, doch auch wenn immer mehr zum Vorschein kommt, bemerkt Bea eines: sie weiß nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann.
Lucy Clarke gehört schon seit vielen Jahren zu den Autorinnen, deren Bücher ich immer wieder gerne lese, da sie grundsätzlich gut unterhalten und spannend sind.
Auch in The Surf House überzeugt Lucy Clarke wieder mit ihrem leichten Schreibstil, der gut fesseln kann. Dabei geht sie dieses Mal ein wenig distanziert vor, der Leser bekommt also ein wenig Abstand zur gesamten Geschichte und wird hier eher der Beobachter.
Der Einstieg ist noch ein kleines bisschen zäh, nicht langweilig, aber bis auf ein bestimmtes Ereignis geschieht nicht allzu viel. Spätestens jedoch mit Eintreffen von Seth beginnt die Geschichte aber Fahrt aufzunehmen. Bea beginnt nach Savannah zu suchen und deckt nach und nach kleine Puzzleteile auf, die auch den Leser dazu animieren, mitzuraten.
Das Surf House und der kleine Ort Mallah werden vor dem inneren Auge lebendig und man bekommt beim Lesen ein wenig Sehnsucht nach dem Meer. Doch natürlich merkt man schnell, dass im Paradies nicht alles so gut ist, wie es scheint.
In erster Linie folgen wir Protagonistin Bea bei ihrer Suche, ab und an gibt es Rückblicke aus Savannahs Perspektive, hin und wieder in der Gegenwart aber auch den ein oder anderen Perspektivwechsel. Diese bringen dem Leser die Entscheidungen der Einzelnen immer näher und lassen das Geschehen nachvollziehbar werden.
Bea ist mir nicht immer ganz sympathisch, trotz ihres Modeljobs ist sie eher unsicher, weiß nicht so ganz, was sie vom Leben erwartet und lässt sich immer wieder viel zu schnell von etwas überzeugen. Doch im Laufe des Buches entwickelt sie sich deutlich weiter und am Ende habe ich sowohl mitfühlen können, als auch Verständnis für sie gehabt.
Die Nebencharaktere sind recht zahlreich, wir lernen Marnie und Ped kennen, deren Nachbarn Aiden und den ein oder anderen Feriengast und Camper und natürlich auch Savannahs Bruder. Jeder einzelne scheint doch irgendwie was zu verbergen zu haben und ich habe, genau wie Bea, mitgerätselt, wer wohinter steckt.
Mein Fazit: Insgesamt wieder ein sehr spannendes Buch aus der Feder von Autorin Lucy Clarke, das durchaus überzeugen kann. Hin und wieder stellt man Theorien über das Geschehen an und hat natürlich auch den ein oder anderen im Verdacht. Nach einem etwas schleppenden Einstiegs wird es auch wieder richtig spannend und man kann das Buch erst wieder zur Seite legen, wenn man es durchgelesen hat. Spannend, kurzweilig und einfach unterhaltsam.