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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2025

Nicht ganz überzeugend

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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Immortal Consequences ist mal wieder ein Buch, dessen Optik mir sofort aufgefallen ist, denn es ist einfach schön gestaltet.
Der Klappentext versprach Dark Academia Vibes und spannende Trials. Doch schon ...

Immortal Consequences ist mal wieder ein Buch, dessen Optik mir sofort aufgefallen ist, denn es ist einfach schön gestaltet.
Der Klappentext versprach Dark Academia Vibes und spannende Trials. Doch schon der Einstieg zog sich für mich zu sehr in die Länge. Der Schreibstil ist zwar sehr leicht zu lesen, aber auch ein wenig hölzern. Das liegt aber auch an den sechs verschiedenen Perspektiven, jeweils durch einen personellen Erzähler, die es mir schwer machten, Zugang zur Geschichte zu finden.
Das Worldbuilding hat einen wahnsinnig guten und neuen Grundgedanken, der spannend klang. Was mir schwer fiel, war das Verständnis dafür, warum die jung Verstorbenen jahrzehntelang an der Akademie bleiben, was lernen sie denn da noch? Also starke Idee mit kleineren Schwächen.
Die Handlung braucht auch lang, zu lang, um in die Gänge zu kommen. Es dauert fast 200 Seiten, bis mehr passiert und auch wenn die Trials endlich Abwechslung brachten, fehlte mir hier das Mitfühlen.
Die sechs Charaktere im Mittelpunkt könnten unterschiedlicher nicht sein. Immer wieder erleben wir einen anderen Charakter und auch wenn ich wechselnde Perspektiven mag, so musste ich immer wieder grübeln, wie das Kapitel des handelnden Charakters zuvor endete. Wirklich kennengelernt habe ich sie nur ganz langsam und auch eher oberflächlich. Gerade über August und Wren hätte ich gerne mehr erfahren.
Mein Fazit: Das Buch bietet eine tolle Grundidee und klang auch zunächst einfach nach etwas Neuem. Allerdings war es, trotz leichtem Schreibstils, eher langatmig und ich hatte nach 100 Seiten noch nicht das Gefühl, dass ich etwas verpassen würde, wenn ich nicht weiterlesen würde. Wer hier interessiert ist, sollte trotzdem mal reinlesen.

Veröffentlicht am 10.09.2025

Unglaublich wichtiges Buch

The Glass Girl
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Seit der Trennung der Eltern und dem Tod der geliebten Oma geht es Teenagerin Bella psychisch immer schlechter. Mit dem Gefühl, immer alles zu müssen und doch einfach nicht gesehen zu werden, kämpft sie ...

Seit der Trennung der Eltern und dem Tod der geliebten Oma geht es Teenagerin Bella psychisch immer schlechter. Mit dem Gefühl, immer alles zu müssen und doch einfach nicht gesehen zu werden, kämpft sie sowieso schon, doch dann trennt sich auch noch ihr Freund. Während Bella das Gefühl hat, im Alltag mit allem überfordert zu sein, helfen ihr die Abende mit ihrer Clique. Hier fließt der Alkohol und dieser macht alles so schön leicht und hilft beim Vergessen der Sorgen. Zwar wird der Wunsch nach Alkohol nun schon am Tage immer präsenter, doch diesem Drang kann Bella locker widerstehen. Glaubt sie.
Ich habe mittlerweile einige Bücher der Autorin Kathleen Glasgow gelesen und jedes einzelne weiß zu berühren, wachzurütteln und nachdenklich zu stimmen. So ging es mir dann auch mit The Glass Girl, bei dem mich die Autorin wieder absolut schnell fesseln konnte. Wie auch mit ihren anderen Romanen erzählt sie recht nüchtern und das macht dieses Buch noch einen Tick realer, emotionaler und vor allem fühlt man sich dadurch noch mehr mit Bella verbunden.
Die Handlung fand ich wirklich großartig umgesetzt. Die Autorin beschreibt, wie der Weg in die Sucht verläuft, dass die Abhängigkeit nach und nach entsteht und wie die Spirale einen immer weiter in den Abgrund führt. Das selbst nicht glauben wollen, dass man abhängig ist und die Wahrnehmung und Gedanken sind ebenfalls ein großes Thema. Ebenso wie der Weg raus aus der Sucht, der Entzug mit all den Höhen und Tiefen und auch, dass es nach dem Entzug nicht gleich alles rosarot und eitel Sonnenschein ist, sondern hier wieder neue, andere Herausforderungen auf die Teenagerin warten.
Protagonistin Bella wird hier unglaublich intensiv gezeichnet. Als Leser kann man sich nicht nur in die Fünfzehnjährige hineinversetzen, sondern auch hautnah all ihre Gefühle und Gedanken miterleben. Aufgrund der Trennung der Eltern, vom Freund und dem Tod der Großmutter wird es Bella nach und nach einfach zu viel. Dieses Gefühl, nie gut genug zu sein, nichts wirklich richtig zu machen, all das wird so greifbar und geht zu Herzen.
Neben Bella gibt es weitere wunderbare Charaktere, wie die ein oder andere Freundin oder ihre Schwester. Allerdings kristallisiert sich hier schnell heraus, wer wahre Freunde sind und wer es einfach nie wirklich war. Auch das fand ich absolut greifbar und realistisch.
Mein Fazit: Ein Buch nicht nur für Teenager, sondern auch für Erwachsene. Glasgow macht hier eindringlich klar, wie der Weg in die Sucht führt, dass es nicht leicht ist, überhaupt jemals abzuschließen und dass der Kampf, nicht wieder rückfällig mal mehr, mal weniger präsent ist. Um Hilfe bitten fällt oft schwer, umso schöner ist es, wenn jemand einem den Rücken stärkt. Für mich war dieses Buch einfach nur wieder großartig und es bekommt eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 06.09.2025

Herzensreihe

Broken Prince
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Da jegliche Inhaltsangabe zu diesem Buch den ersten Band spoilern würde, gibt es von mir an dieser Stelle mal keine kurze Zusammenfassung.
Broken Prince ist der zweite Band der Northern Royals Dilogie ...

Da jegliche Inhaltsangabe zu diesem Buch den ersten Band spoilern würde, gibt es von mir an dieser Stelle mal keine kurze Zusammenfassung.
Broken Prince ist der zweite Band der Northern Royals Dilogie aus der Feder von Anya Omah. Die Bücher bauen komplett aufeinander auf und die Ereignisse knüpfen unmittelbar ans Ende des ersten Bandes an. Hier gilt auf jeden Fall, die Reihenfolge einzuhalten.
Anya Omahs Schreibstil ist einfach nur wundervoll, flüssig, locker, leicht verständlich und mit Dialogen gespickt, die dem Leser ein klares Bild der Protagonisten liefert. Man schlägt das Buch auf und ist auch schon am Ende angekommen, so sehr gelingt es der Autorin, den Leser in ihren Bann zu ziehen.
Die Handlung ist recht spannend, da es neben dem royalen Romancepart auch ein wenig Suspense liefert. Wir finden hier Lügen und Intrigen am Hof und eine ganze Menge Gefahren, vor allem für Protagonistin Sofia. Wie es scheint, deuten alle Hinweise in die Vergangenheit und auf Ereignisse, mit denen man so nicht gerechnet hat.
Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Ich-Perspektiven zwischen Sofia und Maximilian. Beide sind mir schon im ersten Band ans Herz gewachsen und man kann sich wirklich in beiden hineinversetzen und ihre Gefühlslagen nachvollziehen.
Sofia ist einfach toll, ich mochte sie vom ersten Moment an, denn sie trägt ein bisschen ihr Herz auf der Zunge und ist loyal und stark. Selbst von Royals lässt sie sich nicht unterkriegen und bleibt sich selber treu. Allerdings werden ihre Lügen oder besser gesagt ihre nicht ganzen Wahrheiten zum Verhängnis.
Maximilian ist so ganz anders, als man sich einen Royal vorstellen würde. Um ihn zu beschreiben, kann ich nur sagen: durchweg eine Green Flag.
Mein Herzcharakter ist Sofias Oma, die ich einfach nur herzig und toll fand. Andere Charaktere, wie Maximilians Schwester, tauchen hier gar nicht mehr oder nur am Rande auf, was ich ein wenig schade fand. Anya Omah konzentriert sich hier in erster Linie auf ihre beiden Hauptcharaktere.
Mein Fazit: Ich habe diese Dilogie von der ersten bis zur letzten Seite genossen und verschlungen. Hier passte einfach alles, von der Romance über Spannung bis hin zum royalen Flair kann man die Geschichte einfach fühlen. Eine Freundin wie Sofia kann man sich eigentlich nur wünschen. Auch wenn ich ab einem Punkt eine Ahnung hatte, was hier wirklich los war, brachte das dem Buch keinen Abbruch. Ganz klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 06.09.2025

Tolle Unterhaltung

Secret Academy - Verborgene Gefühle (Band 1)
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Die junge Alexis hat einfach alles, was eine Powerfrau im Dienst der Krone braucht, denn Alexis ist Mitglied der Secret Academy. Durch ein Serum wird ihre von Natur aus gegebener Begabung noch einmal mehr ...

Die junge Alexis hat einfach alles, was eine Powerfrau im Dienst der Krone braucht, denn Alexis ist Mitglied der Secret Academy. Durch ein Serum wird ihre von Natur aus gegebener Begabung noch einmal mehr gefördert und im letzten Jahr nun, darf sie ihre Kräfte während Einsätzen ausprobieren. Doch als ein neuer Schüler an ihre Schule kommt und genau zur gleichen Zeit ihre kleine Schwester entführt wird, glaubt Alexis nicht so richtig an Zufall. Wer steckt hinter der Entführung? Ein Konkurrent? Der Neue? Vielleicht sogar jemanden, der ihr Nahe steht? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Mit Secret Academy 1 legt der Verlag das bereits im Jahr 2020 erschienene Buch noch einmal als wunderschönes Paperback neu auf.
Ich kannte das Buch noch nicht und wurde neugierig, auf die spritzig locker klingende Story. Bei dieser fällt auch der Einstieg wirklich leicht, denn stilistisch ist Autorin Valentina Fast einfach toll zu lesen. Dynamisch, fesselnd und leicht verständlich, fliegen die Seiten beim Lesen nur so vorbei.
Die Handlung ist spannend und fesselnd und macht definitiv Spaß und bietet lockere Unterhaltung. Besonders gut gefallen haben mir die kleinen Gadgets, mit denen unsere junge Agentin ausgestattet wird. Auch wer jetzt wirklich wohinter steckt und wem man trauen kann, bleibt verborgen und man kann ordentlich miträtseln.
Protagonistin und Ich-Erzählerin Alexis ist eine starke Persönlichkeit, die ich vom ersten Augenblick an mochte. Ihre Gefühle und Gedanken erleben wir hautnah mit und auch wenn sie manches Mal aus dem Bauch heraus handelt, kann man es doch immer nachvollziehen und verstehen.
Das sie hier so nach und nach jedem gegenüber misstrauisch wird, fand ich ebenfalls passend, denn auch ich hatte keine Ahnung, wer nun wirklich dahintersteckt.
Dean ist Alexis größter Konkurrent, dabei ist er natürlich auch noch gutaussehend und absolut charmant. Doch kann man ihm vertrauen? Außerdem ist da ja auch noch der Neue, Adam, ebenfalls gutaussehend und schon einmal ein Schüler an der Academy, doch irgendwie umgibt ihm auch ein Geheimnis, denn er war zwischenzeitlich einfach weg und es darf niemand anderes etwas aus seiner Akte erfahren.
Neben diesen dreien erleben wir hier auch einige Nebencharaktere, von denen in erster Linie Alexis beste Freundin Vivien noch klar gezeichnet wurde. Die anderen bleiben hier deutlich im Hintergrund, würden aber auch sonst jeglichen Rahmen sprengen.
Mein Fazit: Spannend, fesselnd und toll geschrieben und obendrauf gibt es noch eine super sympathische Protagonistin, mit der man mitfiebern kann. Das Buch bietet einfach sehr gute Unterhaltung und Abwechslung und ich kann es echt empfehlen.

Veröffentlicht am 05.09.2025

Guter Auftakt mit ganz viel Potential

Night Lake Academy – Die Magie der Nachtfalter (Night Lake Academy 1)
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Um den Umgang mit der Magie des Nachtfalters zu lernen besucht Hannah Windermeare die Nightlake Academy. Doch dann taucht eines Nachts eine junge Frau auf, mit gleich drei Arten der Magie. Eigentlich ein ...

Um den Umgang mit der Magie des Nachtfalters zu lernen besucht Hannah Windermeare die Nightlake Academy. Doch dann taucht eines Nachts eine junge Frau auf, mit gleich drei Arten der Magie. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, zumal sie noch nicht einmal registriert ist und ihr jegliche Erinnerungen fehlen. Das ruft den Princeps auf den Plan, denn Menschen mit diesen Fähigkeiten werden in der Regel eliminiert. Aber Hannah stemmt sich mit aller Macht gegen diese Grausamkeit. Allerdings ist das nicht die einzige Schwierigkeit, der sie sich stellen muss, denn da ist noch Ian, der Sohn des Princeps, der sie verwirrt und außer diesem, kommen noch weitere Gestalten an die Academy und diese haben nichts Gutes im Sinn.
Wieder einmal ein wunderschönes Buch, das nebenbei auch wunderbar zum Inhalt passt.
Der Einstieg, bei dem der Leser gleich mitten ins Geschehen geworfen wird fällt leicht, denn Autorin Bianka Behrend hat einen sehr flüssigen und einnehmenden Schreibstil. Auch wenn dieser zusätzlich auch sehr bildhaft ist, wirkte er, vor allem auf den ersten hundert Seiten, für einige Längen. Die Autorin erzählt hier vom Schulalltag, wie die Gegend um die Schule und die Schule aussehen etc. Für meinen persönlichen Geschmack war das viel zu weit ausholend und ausschweifend. Zwar gibt es immer wieder Anspielungen, was Hannah und ihre Magie betreffen, die wohl neugierig machen sollen, deren Auflösung dann aber zu spät kommt.
Erst mit dem Eintreffen der unbekannten jungen Frau und Ian bekommt die Geschichte eine ganz andere Dynamik. Die Handlung wird spannender und der Leser wird ein ums andere Mal überrascht. Ab hier war auch für mich die Geschichte deutlich fesselnder.
Das Setting ist gut beschrieben und vorstellbar, ein recht typisch gehaltenes Setting an einer Academy für magisch begabte, passte also für mich hier sehr gut.
Aus der Ich-Perspektive durch Protagonistin Hannah, später dann auch aus der Sicht von Ian erleben wir die Ereignisse. Dadurch lernt man beide recht gut mit all ihren Gefühlen und Gedanken kennen.
Hannah wirkt zu Beginn ein wenig blass und unscheinbar, macht aber eine immense Entwicklung in der Geschichte und wird zu einer starken Protagonistin. Ian hingegen wirkt von Beginn an sehr selbstsicher, als Sohn des Prinzeps ist er solch ein Auftreten aber auch gewohnt. Die Geschichte zwischen den Beiden entwickelt sich dann so nach und nach und hat mir gut gefallen.
Die hier auftretenden Nebencharaktere sind gut gezeichnet, sorgen für Dynamik in der Handlung und sind authentisch.
Da es sich hier um den ersten Band einer Dilogie handelt, bekommen wir dann am Ende noch einen Cliffhanger präsentiert, der gespannt auf den zweiten Band warten lässt.
Mein Fazit: Ein Jugend-Urban-Fantasy Buch mit ganz viel Potential, die Idee ist spannend, die Handlung hat hin und wieder Längen, hier wäre wahrscheinlich etwas weniger bildlich besser gewesen. Aber das ist ja auch einfach persönlicher Geschmack und ein anderer mag vielleicht genau das. Insgesamt mochte ich das Buch und werde auch mit Sicherheit noch den zweiten Band lesen.