Profilbild von Sioux

Sioux

Lesejury Star
offline

Sioux ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Sioux über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2025

Überraschendes Highlight!

My forced Husband
0

Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3
taucht ihr auch gerne in Büchern in fremde Kulturen ein? Die Protagonistin dieses Buches kommt aus einer türkischen Familie (ebenso wie die Autorin) und ich fand es super spannend, da einmal hinter die Kulissen gucken können. Ohne, dass es besonders Thema der Geschichte war, einfach authentisch.

Zur Info: Dies ist der erste Band einer Standalone-Reihe. Die Bücher haben also wiederkehrende Figuren, die Geschichten an sich sind aber abgeschlossen.

Zum Schreibstil:
Ich musste mich erst ein klein wenig an den Schreibstil der Autorin gewöhnen, aber dann wurde ich schnell in die Geschichte gezogen und war immer wieder begeistert davon, wie gut die Autorin die Worte wählt, die sie den Figuren in den Mund legt. Die Gefühle kamen super rüber umso mehr ich gelesen habe, umso mehr wurden auch die Klischees weniger und die Figuren für mich besser in ihrem ganz eigenen Charakter greifbar.

Zur Geschichte allgemein:
Es hat genau 3 Sekunden gedauert und ich war gebannt von der Geschichte. I mean: Ein Ultimatum an einen eigentlich mächtigen CEO und eine Frau, die ihrem betrügerischen Ex so richtig Beine machen will und dafür ein Auto verprügelt? Noch dazu im Setting von Spaniens schöner Stadt Valencia? Wer da nicht weiterlesen will, weiß ich auch nicht. Abwechselnd lesen wir nun aus genau diesen Perspektiven: Victor, CEO und kalter Geschäftsmann, und Sara, Künstlerin mit türkischen Wurzeln, die alles andere als kalt ist.

Sara fand ich vom Fleck weg sympathisch. Irgendwie ist sie ein wenig gefangen in ihrem Leben: als Künstlerin ist sie nicht erfolgreich, hat gerade dazu noch eine Blockade und ihr Job gefällt ihr so gar nicht. Aber sie hat eine liebevolle Familie (ich habe den Einblick in eine türkische Familie übrigens geliebt!) und für jeden ein warmes Wort übrig. Das Coole an ihr, was die Geschichte auch immer wieder vorangetrieben und für Spannungen gesorgt hat, sind ihre Impulsivität und Streitlustigkeit. Sara spricht aus, was sie denkt, und lässt sich von Victor nichts gefallen, obwohl die Situation augenscheinlich ausweglos scheint. Das hat mir sehr gefallen, weil es der Geschichte dahingehend mehr Tiefe gab, als dass eben nicht alles so glatt läuft, wie Victor sich das gedacht und erhofft hatte. Durch ihre offenen Konfrontationen setzen die beiden sich offen miteinander auseinander, anstatt umeinander herumzuschleichen. Dadurch kommt die Geschichte viel besser in Fahrt und ich war total an die Seiten gebannt.

Victor wird anfangs als kalt beschrieben und hat auch definitiv einige Wesenszüge verpasst bekommen, die dazu passen, wie z.B. seine Kontrollsucht. Dadurch, dass man aber gleich auch seine Perspektive mitbekommt, lernt man ihn schnell sehr viel besser kennen. Denn ganz so emotionslos, wie er scheint, ist er nicht und seine Kontrollsucht wird schnell zu etwas super Süßem. Ich mochte, wie er sich fast noch schneller als Sara in die Geschichte stürzt und dennoch immer wieder mit Zweifeln zu kämpfen hat, die nicht so offensichtlich sind und viel tiefer liegen. So galt es, ihn erst richtig kennenzulernen, wie auch Sara es tun musste, aber das lohnte sich sehr.

Die Liebesgeschichte der beiden ist stetig im Fluss und bietet viel Spice, Funkenflug, aber auch tiefergehende Momente. Ich mochte es, wie die beiden ihre Gefühle direkt in Taten und Emotionen umwandelten. Vielleicht ging es mir bei Victor von Zwangsheirat zu Verliebtsein etwas zu schnell, aber darüber konnte man schnell hinwegsehen.
Was ich außerdem an ihrer Geschichte mochte, war, dass beide hinter die Fassaden des jeweils anderen gucken. Sara interpretiert Victors Taten fast mit mehr Weitsicht, als ich sie als Unbeteiligte in dem Moment durchschaut habe. Und Victor beweist vor allem zum Ende hin, dass auch er Sara einfach unheimlich gut kennt. Die beiden bauen während dieses Buches wirklich eine Beziehung auf, die authentisch ist, Zukunft haben kann und schon so einige Streitpunkte vorab klärt.

Und als ob die Liebesgeschichte nicht schon spannend genug wäre, gibt es auch noch einen kleinen Actionpart, der alles noch viel lebendiger gestaltete und auch dieses CEO-Thema nicht ganz außer Acht ließ. Denn so verliebt man auch ist, das Leben und das Geld verdienen geht trotzdem weiter und auch der Klassenunterschied zwischen den beiden ist ja eigentlich nicht zu verachten.
Ich möchte hier nicht spoilern, aber gesagt sei, dass Victor (und seine Familie) Feinde oder einen Feind haben, dem nicht daran gelegen ist, dass bei der Familie Moreno alles für den Rest ihrer Tage glatt läuft. Dadurch entstehen innerhalb der Erzählung ein paar actionreiche Szenen, die ich echt ganz spannend fand und die zusätzlich noch Victors Beziehung zu seiner Familie testete und gleichzeitig verstärkte. Gut fand ich, dass hier nicht gleich alles aufgeklärt wurde, sondern dass es in den nächsten Bänden (zwei Brüder kommen noch) weitergehen wird. Da könnte also was Großes hinterstecken.

So bin ich jetzt nicht nur auf die Geschichte von Izan gespannt, sondern auch darauf, wer hinter all dem steckt.

Fazit:
Ich bin zufällig über das Buch gestolpert und habe es keine Sekunde bereut. Man ist wirklich schnell in der Geschichte drin. Es gibt Emotionen, Tiefe, Action, viel Spannung und auch eine Menge Spice. Eine tolle Kombi, die ganz leicht über ein paar Klischees hinweghelfen. Dazu zwei Protagonisten, die man schnell ins Herz schließt und ein Ende, das Lust darauf macht, mehr über die Familie Moreno zu lesen.

Klare Antwort also: JA, es lohnt sich, dieses Buch zu lesen!

Von mir gibt es 5 von 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.11.2025

Wenn's zu cozy ist

A Taste of Bitter Secrets
0

Hi,
bevor die cozy Autumn-Zeit vorbeigeht und wir so richtig in Weihnachtsstimmung geraten, muss ich unbedingt noch Gedanken zu einem Buch loswerden, dass sich meiner Meinung nach etwas sehr auf cozy Vibes ...

Hi,
bevor die cozy Autumn-Zeit vorbeigeht und wir so richtig in Weihnachtsstimmung geraten, muss ich unbedingt noch Gedanken zu einem Buch loswerden, dass sich meiner Meinung nach etwas sehr auf cozy Vibes konzentriert hat. Ich bin aber vielleicht auch einfach nicht die Richtige für solch ein Buch, denn ich kann mit diesen richtigen „Autumn“-Büchern nichts anfangen (verlegenes Lachen).

Zum Schreibstil:
Ich bin leider so gar nicht mit der Geschichte warm geworden und das lag mit am Schreibstil. Eigentlich war er an sich ganz schön: flüssig und locker und schön beschreibend, sodass man sich die Szenen und Settings sehr gut vorstellen konnte. Allerdings lag der Fokus für mich zu viel darauf, dass alles cozy wirken sollte. Da kamen sehr viele Klischees durch, auf denen die Geschichte sich irgendwie ausruhte. I mean, irgendwann hatte ich verstanden, dass es cozy ist, da brauche ich nicht noch mehr Beschreibungen.

Zur Geschichte allgemein:
Ehrlich gesagt habe ich gar keine richtige Meinung zu Gwen, denn sie wohnt in London und ist Social-Media-Managerin und dann kommt sie zurück zu ihrer Familie und macht dort genau das Gleiche, während sie irgendwie versucht, ihre Familiensituation zu glätten. Was, wieso, weshalb weiß man eine ganz Zeit lang nicht, stattdessen bleibt alles in einem Setting mit immer wieder den gleichen Handlungen. Das einzig Aufregende (oder das, was aufregend sein müsste), ist der Koch Henry, der natürlich super gut aussieht, super gut kochen kann, den alle anhimmeln und der natürlich nicht begeistert ist von Gwen und ihren Ideen, das Restaurant anders zu gestalten. Was ich an Henry etwas schade fand, war, dass er ziemlich schnell als „hot Daddy“ abgestempelt wurde, wobei diese Vibes bei mir so gar nicht ankamen. Das war alles etwas an den Haaren herbeigezogen.

Weshalb Gwen sich zu ihm hingezogen fühlt, konnte ich mir so ungefähr zusammenreimen, aber ich konnte es durch sie nicht nachempfinden. Gwen blieb für mich total starr und unerreichbar. Ich habe sie nicht richtig verstanden und konnte mich so auch gar nicht richtig mit ihr zusammen in Henry verlieben. Emotional blieb die Geschichte für mich so ziemlich schwierig, da sie mich nicht erreichte.

Auch, wenn ich Gilmore-Girls nicht gelesen habe, so habe ich den Vibe dahinter doch schon öfters erzählt bekommen und war dann fast ein wenig erschlagen von den ganzen Hinweisen darauf. Die Autumn-Vibes, die Kleinstadt, ein Restaurant, wo sich alle treffen, Kürbisse natürlich und dann noch Gwens bester Freund, der Rory heißt und eigentlich nur dafür da ist, um sie immer wieder daran zu erinnern, wie toll sie ist. Positive Verstärkung eben, die in diesem Setting aber als zu viel rüberkam, weil gefühlt alles toll war.

Die Geschichte der beiden entwickelte sich für mich nur holprig. Man merkte richtig, wie nach und nach ziemlich plötzlich tiefere Hintergründe hervorgekramt wurden, diese mich aber einfach nicht emotional berühren konnten, weil schon die Basis in den Figuren nicht gelegt war. So werden zwar wichtige Themen aufgegriffen, die hauptsächlich damit zu tun haben, wie die beiden, besonders Henry, sich im Jetzt identifizieren, aber das war mir alles zu wenig in die Geschichte eingebunden und zu unemotional.

Auch das Ende konnte mich nicht richtig überzeugen. Mir ist immer ziemlich wichtig, dass die Lovestory so aufgebaut ist, dass ich hinterher das Gefühl habe, die beiden haben auch noch nach der Geschichte Bestand. Bei Gwen und Henry wäre ich mir da aber nicht so sicher.

Fazit:
Mich konnte die Geschichte leider nicht überzeugen. Das lag vor allem daran, dass ich die Hauptprotagonistin nicht sympathisch fand und mich keine Emotionen erreichen konnten. Auch der Lesefluss war nicht ganz gegeben, weil erst sehr wenig und dann plötzlich alles Knall auf Fall passiert. Was das Buch allerdings hat, sind Cozy Autumn Vibes im Überfluss. Wer also Gefallen an sowas findet (lasst euch nicht vom Cover täuschen), wird mit diesem Buch vielleicht trotzdem glücklich.

Von mir gibt es 2 von 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2025

Cozy Witch Romance mit Schwächen

Her Dark Power
0

Hallo ihr Lieben ❤
Hexen haben es mir momentan angetan. Die kleinen magischen Dinge im Alltag, ein magischer Begleiter, Hexenfeste und klimpernde Armbänder passen einfach perfekt zum Herbst, wie ich festgestellt ...

Hallo ihr Lieben ❤
Hexen haben es mir momentan angetan. Die kleinen magischen Dinge im Alltag, ein magischer Begleiter, Hexenfeste und klimpernde Armbänder passen einfach perfekt zum Herbst, wie ich festgestellt habe. „Her Dark Power“ ist für mich das erste Buch der Autorin und ich hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, das es Fantasy ist. Ich wurde aber positiv überrascht:)

Zur Info: Dies ist der erste Teil einer Reihe.

Zum Schreibstil:
Carina Schnell schreibt sehr unaufregend und dafür aber super cozy. Ich habe mich in der Welt und mit ihren Figuren sofort wohlgefühlt. Die Beschreibungen haben einem ein gutes Gefühl für die magische Welt und die damit verbundenen Geheimnisse gegeben.

Zur Geschichte allgemein:
Der Start ins Buch erfolgte direkt und gleich mit jede Menge Input zur Welt der Hauptprotagonistin. Edda soll in ihren Hexenzirkel als vollwertiges Mitglied initiiert, doch in ihr schlummert eine dunkle Kraft, die die gewohnten Abläufe ziemlich durcheinander bringt.
Ich war sofort gefangen und ganz begierig darauf, nicht nur herauszufinden, wo Edda nun hingehört, sondern auch, was es mit ihren Kräften auf sich hat. Edda selbst dagegen sperrt sich erstmal gegen das, was an ihr anders sein könnte. Das ist einer der roten Fäden, die sich durch das Buch ziehen: Edda ist nicht so ganz bereit, sich als anders zu akzeptieren und sich mit ihren Kräften anzufreunden. Zugute halten muss man ihr dabei aber, dass ihre Welt ihr diese Einstellung bisher genau so vorgelebt und eingetrichtert hat.
Als sie nun an das Crescent College kommt, wird somit ihr komplettes Weltverständnis auf den Kopf gestellt. Ich mochte es, dass Edda sich selbst beweisen möchte, dass in ihr drin stets das Gute vorherrscht (denn es gibt diverse Situationen, in denen sie dem Bösen verfallen könnte) und das sie sehr eigenständig agiert. Was ich nicht so an ihr mochte war, dass sie der ganzen Situation überhaupt nicht offen gegenüber stand, obwohl sie in den vorherigen festen Strukturen auch nicht happy war. Das widersprach sich während der ganzen Handlung ein wenig.

Die Handlung am Crescent College fand ich zunächst recht spannend. Immerhin ging es nun darum, die Kräfte kennenzulernen und sie kontrollieren zu können. Leider verfällt die Geschichte da sehr in soziale Klischees. Edda ist die Außenseiterin, behauptet sich zwar, wird aber gemobbt und allen anderen ist es irgendwie egal. Es wird zwar angedeutet, dass auch die anderen ziemlich starr in ihrem Weltbild sind, aber ich hätte mir doch gewünscht, dass es etwas mehr um die Magie ginge. Zumal man von ihrer dunklen Magie wirklich wenig mitbekommt. Da fehlte mir noch mehr Tiefe in den Erklärungen, mehr Beschreibungen zu ihrem Training. So war der Mittelteil leider etwas träge.

An der Academy lernt Edda dann auch ihren Love Interest kennen. Morven ist geheimnisvoll und sexy – passt für mich soweit schonmal. Die „Love Story“ der beiden greift auch viel dieser Düsternis auf, was mir ganz gut gefallen hat. Dennoch erschienen mir einige Szenen nicht ganz logisch, bzw. überstürzt. Die Chemie zwischen den beiden ist oft nur erzählt, nicht spürbar. Mir fehlte zudem der Einblick in Morven. Ich konnte ihn nicht richtig fassen und somit habe ich nicht so richtig mitleiden können. Ich glaube, da hätte durchaus noch mehr Tiefe reingelegt werden können, damit das Ende dann auch schlüssiger ist.

Das Ende war mir aber allgemein etwas zu überstürzt. Edda springt förmlich zwischen ihren Gefühlen und ihrem Standing zur Situation hin und her. Das Zusammenfügen der Erzählstränge wirkte ziemlich gewollt und blieb mir fast zu offen, um neugierig zu machen. Dazu wurde noch ziemlich spät eine Figur eingefügt, die alles durcheinanderbringen könnte, aber auch sie wurde einfach nicht greifbar genug.
So bin ich zwar gespannt auf den nächsten Band, aber ich habe gleichzeitig auch Angst, dass es mir zu sprunghaft und angedroschen wird.

Fazit:
Eine Story, die spannend beginnt, dann etwas träge wird und sich zum Ende hin geradezu überschlägt. Mir gefiel das Geheimnisvolle am Love Interest, Eddas Charakter fand ich ebenfalls spannend und das Magiesystem ist echt interessant. Allerdings fehlten mir ein paar Erklärungen für die Tiefe und dann irgendwo eben auch Handlung.

3 von 5 Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2025

Romance mit Actionelementen

Close Protection – Mein Herz in seiner Hand
0

Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3
kennt ihr die Serie „Bodyguard“? I mean, so ein heißer Kerl, der einen überallhin begleitet, immer zuhören muss, auch wenn er eigentlich nicht will und dann auch noch zufällig single und interessiert ist? Ich glaube, da können wir alle schlecht nein sagen. Kein Wunder also, dass ich es zu diesem Buch mit dem schönen Cover auch nicht konnte.

Der Schreibstil:
Ich kam super gut in das Buch rein, weil der Schreibstil super locker und einfach gehalten ist. Emotionen werden direkt übertragen, Situationen sind schnell greifbar und die Protagonist:innen schnell durchschaut. Das sorgte einerseits dafür, dass ich mich schnell fallen lassen konnte, andererseits bewegte es sich auch in sehr bekannten Zonen.
Gut fand ich zudem, dass aus zwei Perspektiven geschrieben wurde und der männliche Stil sich sogar von dem der weiblichen Protagonistin unterschied. Die direkte Ansprache machte es irgendwie noch nahbarer.

Zur Geschichte allgemein:
Die Story startet direkt mit dem Aufeinandertreffen der beiden Hauptfiguren. Und auch die Spannung ist gleich da. Es ist quasi Liebe auf den ersten Blick. Dazu ein bisschen Rätselraten und den Ausblick auf Thrillelemente und schon war ich komplett dabei.

Daphne ist siebzehn (was mich zwischendurch vielleicht etwas gestört hat, weil sie viel erwachsener wirkte, bzw. erwachsenere Entscheidungen machen muss) und lebt in ihrer pinken Welt voller Geld. Trotzdem ist sie sehr sympathisch. Sie ist mitfühlend und sanft und kein bisschen überheblich – das zog sich durch die Handlung und gefiel mir sehr an ihr.
Milosh ist etwas älter und eigentlich ein gestandener Mann. Er war in bereits beim Militär und hat nun einen festen Job beim MI6. Ein Bodyguard, wie er im Buche steht. An ihm mochte ich, wie aufmerksam er ist (nicht nur hinsichtlich seines Jobs) und wie sehr er sich für Daphne und die Menschen um sie herum einsetzt. Allerdings muss man bei ihm auch sagen, dass er sehr einfach gestrickt ist innerhalb seines Charakters. Er erfüllt das volle Bodyguard-Klischee. Seine Vergangenheit hätte das vielleicht noch etwas komplexer machen können, allerdings blieb die nur sehr kurz angeschnitten und hatte nicht wirklich Auswirkungen auf seinen Charakter.

Auch Daphne entwickelt sich nicht wesentlich während der Geschichte. Zwar lernt sie einiges von Milosh und ihre Welt wird ziemlich umgekrempelt, aber sie bleibt das Mädchen, das gerne rosa trägt und in ihrer ziemlich privilegierten Welt am besten klarkommt. Da hätte ich mir zum Ende hin doch irgendwie gewünscht, dass sie sich nochmal anders beweise hätte müssen.

Am Lesefluss dagegen kann ich gar nichts bemängeln. Ich war von Anfang an gebannt. Da ist die Spannung zwischen Milosh und Daphne (okay, er hätte vielleicht noch etwas willensstärker sein können) und dann kommt noch einige Action dazu. Plötzlich geht es um ein geheimes Gift, Überfälle und Entführungen und noch mehr. Ich fand es wirklich spannend gemacht und fand es gut, dass die Handlung quasi nie eine Pause einlegte. Viele Szenen- und Ortswechsel, Figuren, die nicht sind, wie sie erst scheinen und ein Albtraum, der die ganze Story einrahmt. Auch, wenn die Erzählstränge nicht hochkomplex waren, so konnte mich der Handlungsverlauf doch sehr unterhalten.

Ein wenig mäkeln muss ich an den unprofessionell wirkenden Kampfszenen und vor allem an der stark beschriebenen Gewalt hinsichtlich der Befragungen. Das schien mir etwas übertrieben und war auch nicht zuträglich für die Handlung. Es gibt eine Szene im Buch, in der Daphne Milosh fragt, ob er sie zu einer Psychopatin machen will. Das fand ich gar nicht mal so lustig, weil es teilweise echt so wirkte. Also ein wenig weniger Gewaltverherrlichung wäre auch okay gewesen.

Interessant fand ich, dass man hier noch das Trope Fake Dating unterbringen wollte. Ja, die beiden spielen kurz ein Pärchen, aber eigentlich beschleunigt es nur die Handlung und ist nicht unbedingt handlungstragend. Wer das Buch also deshalb lesen will, braucht sich nicht ganz so starke Hoffnungen zu machen. Da finde ich das Bodyguard-Thema (das, das Thema übrigens automatisch mit aufnimmt) viel aussagekräftiger für die Story.

Das Ende hat nochmal alles aufgefahren, was ging. Es gab eine überraschende Wendung, die Ereignisse spitzen sich an Gefährlichkeit zu und ein Epilog gab einen Ausblick in die Zukunft. Ich will nicht spoilern, aber mir war es irgendwie ein wenig zu rosarot.

Fazit:
Eine Geschichte, die definitiv viele Klischees bedient. Sie ist aber auch spannend, hat einen tollen Lesefluss und die beiden Hauptfiguren sind einfach süß zusammen. Ich finde, es ist ein gelungener, locker leichter Liebesroman mit Actionelementen, den man durchaus lesen kann. Wer allerdings komplexe Gefühle und starke Charakterentwicklungen sucht, der wird sie hier eher nicht finden.

4 von 5 Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2025

Cozy Rezeptsammlung

Cozy baking time
0

Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3

was tue ich super gerne und passt noch dazu perfekt zum Lesen? Backen bzw. Gebackenes! Et voilà und schon haben wir hier das erste Backbuch, das ich rezensieren darf:). Geschrieben von Theresa Haubs, die ihr auf Bookstagram unter dem Namen @bookslove128 finden könnt. Sie kommt nicht nur super sympathisch rüber, sondern zeigt dort auch immer wieder, wie sie Rezepte aus dem Buch backt. Und das Beste? Wenn ihr Fragen zu Rezepten habt oder irgendwas gerettet werden muss, dann könnt ihr sie nach eigenen Angaben gerne anschreiben. Also habt ihr quasi eine direkte Backbegleitung:)

Zum Schreibstil:

So, wie bookstagram ist, so ist auch dieses Buch. Der Schreibstil ist wie der Umgangston in unserer geliebten Bubble: herzlich, cozy und ganz ohne irgendwelchen Druck. Ich habe mich somit sehr wohl mit dem umgangssprachlichen und ehrlichen Ausdrücken gefühlt und hatte beim Backen stets das Gefühl, ich backe mit einer Freundin. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es einigen Leser:innen zu sehr Gen Z ist. Da würde ich hier einfach vorher checken, ob man zur Zielgruppe gehört.

Jetzt zum Inhalt:

Das Buch beginnt mit einem persönlichen Vorwort, das ich sehr ansprechend fand, weil es die Autorin sehr greifbar macht und den Druck aus dem „Projekt Backen“ rausnimmt. Dazu passen einfache Tipps und Tricks zu Back-Hacks, Rezept-Upgrades und vegane Alternativen sowie ein paar Worte zur „Pannenhilfe“. Alles einfach tolle Tips, um sich sicher mit den Rezepten zu fühlen und einfache Fragen schon vorweg zu klären. So fühlen sich hier ungeübte Bäcker:innen meiner Meinung nach ganz gut aufgehoben.

Danach folgen zwei „Kapitel“ mit Rezepten. Einmal sowas wie All-time-favorites und dann noch eins mit eher weihnachtlichen Rezepten. Das passt mega, finde ich, denn beim Backen unterscheide ich irgendwie genau zwischen diesen beiden Kategorien. Schließlich backt man im Winter nicht nur weihnachtliche Kuchen, sondern auch jede Menge Kekse!

Ich konnte in der letzten Zeit nicht alles backen, aber einige Rezepte habe ich ausprobiert und sie haben super funktioniert:) Besonders der Cherry Picker kam beim Geburtstagstee super gut an. Das Coole an den Rezepten ist einfach, dass genau die drin stehen, die jede/r kennen sollte. Sowas wie Scones, Bananenbrot, Vanillekipferl, Zimtschnecken oder ein einfacher Zitronen- oder Apfelkuchen. Für die meisten Sachen hat man meist sogar die Zutaten zuhause und so kann ich mir gut vorstellen, dass es für Personen, die nicht übermäßig viel backen (und deshalb Special-Rezepte machen wollen) ein tolles Basisbuch mit den Rezepten ist, in dem alles zu finden ist.

Die Beschreibung der Rezepte ist gut nachvollziehbar und durch den lockeren Ton hatte man die Autorin quasi im Ohr. Dadurch fühlt es sich nicht so trocken an und ich glaube, so einige werden mehr Spaß am Backen haben. Probierts doch mal aus:)

Noch cooler wäre das Buch im Hinblick auf die Bewerbung zur Nähe zu Romance-Büchern nur noch gewesen, wenn auch die passenden Bücher zu jedem Rezept empfohlen werden würden. Allerdings verstehe ich, dass es dann mit einem gewissen Aktualitätsanspruch zu kämpfen hat.

PS: Die Basic Bitch habe ich mit etwas Frischkäse, Kokosraspeln und Kuvertüre übrigens zu leckeren Cake-Pops verarbeitet.

Fazit:

Ein Backbuch geschrieben für die Bookstagramcommunity. Mit einem lockeren Umgangston und spürbaren cozy Vibes. Die Rezepte sind alle gut ausgewählt: einfach, im Alltag schnell umsetzbar und vor allem All-Time-Favorites, die man sonst immer erst zusammensuchen muss. Gerade Backanfänger:innen werden hier vielleicht ihre Liebe zum Backen entdecken:)

Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere