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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2018

interessantes Thema aus dem man noch mehr hätte machen können

Iron Flowers. Die Rebellinnen
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„Iron Flowers – die Rebellinnen“ von Tracy Banghart, welches als Hörbuch bei Goyalibre erschienen ist. Das Besondere ist, dass die beiden Protagonistinnen Nomi und Serina von Coco Plümer und Theresia Horeis ...

„Iron Flowers – die Rebellinnen“ von Tracy Banghart, welches als Hörbuch bei Goyalibre erschienen ist. Das Besondere ist, dass die beiden Protagonistinnen Nomi und Serina von Coco Plümer und Theresia Horeis gesprochen werden. Dadurch kann man direkt erkennen, bei wem der Zuhörer sich gerade befinde.

Die Geschichte handelt von zwei Schwestern, die in einer Welt aufwachsen, in der Frauen keine Rechte haben. So dürfen Frauen z.B. nicht lesen. Jedes Jahr wird aus jeder Provinz eine Anwärterin zum Palast geschickt um dort in der Funktion einer Grace (eine Art Konkubine) dem Herrscher (in diesem Fall dem Kronprinzen) Gesellschaft zu leisten. Die Mädchen werden schon von klein auf an auf diese Aufgabe vorbereitet. Serina ist eine dieser Mädchen, die zusammen mit ihrer Schwester Nomi, die sie als Magd begleitet, diese fragwürdige Ehre erhalten und in die Hauptstadt geschickt wird.

Das Hörbuch hat einige Längen, was die Sprecherinnen aber gut wett gemacht haben. Der Plot ist teilweise sehr vorhersehbar. Insgesamt fand ich die Szenen mit Serina wesentlich besser. Insgesamt fand ich den Ansatz der Autorin das Thema Unterdrückung so umzusetzen gut, daher vergebe ich dreieinhalb von fünf Sterne.

Veröffentlicht am 04.05.2018

Schön aufgemachte Tagebuchgeschichte, die sich anfangs etwas zieht

Ellas Welt - Das verflixte neue Schuljahr
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„Ellas Welt – das verflixte neue Schuljahr“ von Meredith Costain ist ein Buch, welches eindeutig Mädchen anspricht, sowohl durch die Farbgestaltung als auch durch die Aufmachung des Buches. Insgesamt geht ...

„Ellas Welt – das verflixte neue Schuljahr“ von Meredith Costain ist ein Buch, welches eindeutig Mädchen anspricht, sowohl durch die Farbgestaltung als auch durch die Aufmachung des Buches. Insgesamt geht es in dem Buch um ein Thema, welches sicherlich auch für Jungs interessant sein könnte, da es aber aus Tagebucheinträgen der Protagonistin besteht, scheint die Zielgruppe der Autorin definitiv weiblich zu sein.

Die Seiten werden durch viele Illustrationen aufgelockert, so sind z.B. alle i-Tüpfelchen in Herzform dargestellt.
Inhaltlich beschäftig sich das Buch mit Themen, die für das Alter der Zielgruppe relevant sind. So geht es um Freundschaft, Zusammenhalt der Klasse, Umgang mit Problemen, die sich daraus ergeben können. Sehr gut gefallen hat mir, dass Ella nicht mit dem Strom schwimmt und sich nicht der Gruppendynamik anschließt, als es darum geht Einzelne auszugrenzen. Diesen Sachverhalt finde ich gut gelungen, allerdings geschieht es erst ganz am Ende der Geschichte und meine Tochter (Zielgruppe) ist schon vorher ausgestiegen, da ihr das Aufbauen der Geschichte zu lang dauerte und sie die ganzen "Mobbereien" die vorher geschehen mussten, als zu schrecklich empfand. So konnte sie das, sicherlich im Ansatz gut gemeinte Ende leider nicht miterleben.

Für Kinder, die viel lesen und dieses Buch als kurzes Schmankerl für zwischendurch ansehen, ist dieses Buch sicherlich etwas. Für Kinder, die bei Ausgrenzung und Mobbing sehr mit den Opfern mitleiden, wohl weniger. Meine Empfehlungen ist es, das Buch erst mal durch zu blättern und sich eine eigene Meinung zu bilden. Ein weiterer Punkt, der etwas den Lesespaß getrübt hat ist, dass es recht lange dauert, bis die Geschichte an den Punkt angelangt, um den es der Autorin geht. Daher vergeben wir 3,5 von 5 Punkte (aufgerundet 4).

Veröffentlicht am 20.06.2021

anders als erhofft

Endlich ist wieder Mallorca!
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„Endlich ist wieder Mallorca!“ von Jürgen Mayer, der seit ca. 20 Jahren auf der Insel lebt und u.a. als Radiomoderator arbeitet, ist ein Buch mit 12 Kurzgeschichten, die alle auf Mallorca spielen.

Wer ...

„Endlich ist wieder Mallorca!“ von Jürgen Mayer, der seit ca. 20 Jahren auf der Insel lebt und u.a. als Radiomoderator arbeitet, ist ein Buch mit 12 Kurzgeschichten, die alle auf Mallorca spielen.

Wer sich einen virtuellen Ausflug auf die sogenannte Lieblingsinsel der Deutschen, bei dem man die schönen Seiten der Insel kennenlernen kann und kurzweilige Geschichten zum Entspannen und Dahinträumen erhofft, dem wird ein Ausflug der besonderen Art, aber der anderen Art geboten.

Alle Geschichten zeigen eine Realität auf, die sicher der Wirklichkeit entspringt (wenn auch vielleicht etwas überspitzt), aber halt nicht ausschließlich die guten Seiten des Lebens auf der Insel aufzeigt. Alle Geschichten regen dabei auf jeden Fall zum Nachdenken an.

Als ich das Cover gesehen habe, dachte ich, ein Buch in den Händen zu halten, welches die Lust auf einen baldigen Urlaub auf Mallorca steigert und einen schon mal darauf einstimmt. Wenn man dann den Klappentext nur überfliegt, könnte man diesen Eindruck weiterhin haben, doch hier sollte man genauer lesen, denn dem ist nicht unbedingt so. Viele der Geschichten hätten auch in anderen Urlaubszielen erlebt werden können. Vornehmlich wird aufgezeigt, wie (schlecht) sich Menschen benehmen, wenn sie denken, dass sie eh nie wieder kommen. (aber das gilt halt auch für Griechenland, die Türkei und jedes andere Urlaubsland) und gilt auch für Menschen jeder Nationalität.
Positiv ist hervorzuheben, dass es nach jeder Geschichte einen Informationskasten gibt, der Wissenswertes vermittelt.

Insgesamt hatte ich mir mehr einen positiveren gedanklichen Ausflug nach Mallorca gewünscht, nicht einen, der mich so manches Mal hat fremdschämen lassen.

Das alles sollte der zukünftigen Leserschaft bewusst sein, damit man von dem Buch nicht enttäuscht wird. Ich persönlich hatte nicht aufmerksam genug den Klappentext gelesen. Daher kann ich dem Buch keinen Vorwurf machen, nicht das zu sein, wofür ich es gehalten habe und vergebe 3 von 5
Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2021

Größere Erwartungen an die Geschichte gehabt

Deluxe Dreams
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„Deluxe Dreams (Dumont Saga, Band 1)“ von Karina Halle ist der erste Teil einer Trilogie und im ersten Teil die Geschichte eines Aufeinandertreffens von zwei Welten.
Ob im zweiten und dritten Teil die ...

„Deluxe Dreams (Dumont Saga, Band 1)“ von Karina Halle ist der erste Teil einer Trilogie und im ersten Teil die Geschichte eines Aufeinandertreffens von zwei Welten.
Ob im zweiten und dritten Teil die gleichen Personen im Fokus stehen werden oder ob die Geschwister der männlichen Hauptfigur dann in den Vordergrund treten, steht noch nicht fest, aber erst mal zum Inhalt des ersten Parts:

Die junge Amerikanerin Sadie macht eine Rucksacktour durch Europa und trifft unerwarteterweise auf den reichen Olivier, der sie rettet und sich um sie kümmert. Was ihr imponiert ist, dass Sadie nicht weiß, wer er ist und sie ihn daher nicht nur wegen seines Geldes gut findet.

Die Leseprobe hat mich dazu gebracht, das Buch lesen zu wollen, aber leider konnte mich der weitere Inhalt nicht wirklich überzeugen. Der Anfang war spannend, aber hat dann leider stark nachgelassen. Die ganze Geschichte rund um den Konflikt mit der Familie fand ich einfach viel zu konstruiert. Hätten die Figuren einfach miteinander kommuniziert und ihre Vertrauten bzw. die Familie ins Vertrauen gezogen wäre das ganze Drama nicht aufgekommen.
Die Liebesgeschichte fand ich ganz süß aber konnte das alles überdeckende Gefühl in Bezug auf die Geschichte nicht ausgleichen. Zudem hat mich das Gelesene nicht so sehr überzeugt, als dass ich die Fortsetzung lesen wollte. Aber für zwischendurch ist es eine schöne, kurzweilige Geschichte, der ich 3 Sterne gebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

Spannung pur mit vielseitigem Plot, nur leider konnte uns die Grundstimmung nicht überzeugen

Lucy Longfinger – einfach unfassbar!: Gefährliche Geburtstagsgrüße
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„Lucy Longfinger – einfach unfassbar!: Gefährliche Geburtstagsgrüße“ ist der erste Teil einer neuen Reihe von Anja Habschik, die schon allein durch ihre strahlenden und farbintensiven Cover auffallen. ...

„Lucy Longfinger – einfach unfassbar!: Gefährliche Geburtstagsgrüße“ ist der erste Teil einer neuen Reihe von Anja Habschik, die schon allein durch ihre strahlenden und farbintensiven Cover auffallen.

Lucy lebt in Kalifornien und ist Tochter einer Familie, die schon seit Generationen im Gangster Milieu verankert ist. Einer Familie, die ihren Prinzipien treu ist und die sich an die Regeln, des vor Jahrhunderten erstellten Kodex halten. Und dieser Kodex beschert Lucy ein recht einsames Leben, denn nur Familienmitgliedern darf getraut werden, alle anderen Menschen sind tabu. Doch wie soll man als Einzelkind so Freunde finden? Wie sich mit Gleichaltrigen austauschen, wenn der eigene Tagesablauf so anders ist als der der anderen? Dazu kommt, dass der Gangsterboss Ratto sich die Arbeit der Longfingers sichern möchte und deren Unabhängigkeit geht ihm tierisch gegen den Strich. Zum Glück trifft Lucy auf Tony, der sich von Lucys Verhalten nicht abschrecken lässt und seine Freundschaft immer wieder anbietet.

So schlagfertig, selbstbewusst und eigenständig Lucy erscheint, so traurig fanden wir (meine junge Mitleserin und ich) die Figur und ihren Lebensstil. Von den Eltern immer wieder aufgefordert, sich in den Familienbetrieb einzubringen und sich an die oberste Regel, sich unauffällig zu verhalten und niemanden außerhalb der Familie in ihr Leben zu lassen, ist Lucy ein sehr einsames Mädchen. Auch dass sie nicht den Mut hat, ihren Eltern zu vertrauen fanden wir sehr traurig.

So schön sich die Geschichte auch entwickelt, so spannend und abwechslungsreich der Plot geschrieben ist, so hat uns diese Grundstimmung doch ziemlich runtergezogen und das Lesevergnügen geschmälert. Zum Glück hat die Autorin auf ein positives Ende hingesteuert, was mir bei diesem Thema sehr wichtig war. Aber das konnte das Gefühl, welches beim Lesen aufkam, nicht ausreichend genug auffangen. Daher vergeben wir 3 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere