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Veröffentlicht am 27.12.2021

Plätschert langsam vor sich hin

Die Nelsons greifen nach den Sternen
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„Die Nelsons greifen nach den Sternen“ von Erin Entrada Kelly thematisiert das Leben von drei Geschwistern in mitten der 80er Jahre, als alle Welt auf den Start der Challenger in den Weltraum wartet. Die ...

„Die Nelsons greifen nach den Sternen“ von Erin Entrada Kelly thematisiert das Leben von drei Geschwistern in mitten der 80er Jahre, als alle Welt auf den Start der Challenger in den Weltraum wartet. Die Zwillinge Bird, Fitch und der ältere Bruder Cash leben alle ihre Leben in deren eigener Umlaufbahn und suchen ein großes Ziel in ihrem Leben auf das sie hinarbeiten können. Thematisiert werden dabei die typischen pubertären Probleme.

Mich konnte dieses Buch leider überhaupt nicht fangen. Die Kapitel sind in den Perspektiven der einzelnen Kinder geschrieben, das begrüße ich. Allerdings befasst sich der erste Teil des Buches nur mit dem Alltag der Kinder, so kann man z.B. seitenweise lesen, wie sich Fitch in der Spielhalle irgendwelchen Videogames widmet, das empfand ich als sehr langweilig.

Auch das Familienleben ist sehr traurig gestaltet, die Eltern streiten ständig, es wird nicht mal am Tisch zusammen gegessen. Die Aussage der Mutter zu eines ihrer Kinder, es würde mehr Arbeit machen, als es Wert habe, ist sehr schockierend. Jeder lebt so vor sich hin und eigentlich passiert nicht wirklich etwas.
Jedes der Kinder sucht nach einem Sinn in seinem Leben. Bird findet diesen Sinn im Weltall, möchte später Astronautin werden und verrennt sich daher auch in die Challengermission, eifert Judith Resnik nach. Als die Mission scheitert, bricht für sie eine Welt zusammen und sie versucht einen neuen Weg im Leben zu finden.

Ich finde auch, dass die Haltung der Eltern gegenüber der Kinder sehr kritisch ist und auch viele Aussagen, die über Frauen gemacht werden, gehören für mich nicht in ein Jugendbuch.
Es fehlt die Handlung und der Biss. Mich hat es leider nicht überzeugt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2021

Plätschert langsam vor sich hin

Die Nelsons greifen nach den Sternen
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„Die Nelsons greifen nach den Sternen“ von Erin Entrada Kelly thematisiert das Leben von drei Geschwistern in mitten der 80er Jahre, als alle Welt auf den Start der Challenger in den Weltraum wartet. Die ...

„Die Nelsons greifen nach den Sternen“ von Erin Entrada Kelly thematisiert das Leben von drei Geschwistern in mitten der 80er Jahre, als alle Welt auf den Start der Challenger in den Weltraum wartet. Die Zwillinge Bird, Fitch und der ältere Bruder Cash leben alle ihre Leben in deren eigener Umlaufbahn und suchen ein großes Ziel in ihrem Leben auf das sie hinarbeiten können. Thematisiert werden dabei die typischen pubertären Probleme.

Mich konnte dieses Buch leider überhaupt nicht fangen. Die Kapitel sind in den Perspektiven der einzelnen Kinder geschrieben, das begrüße ich. Allerdings befasst sich der erste Teil des Buches nur mit dem Alltag der Kinder, so kann man z.B. seitenweise lesen, wie sich Fitch in der Spielhalle irgendwelchen Videogames widmet, das empfand ich als sehr langweilig.

Auch das Familienleben ist sehr traurig gestaltet, die Eltern streiten ständig, es wird nicht mal am Tisch zusammen gegessen. Die Aussage der Mutter zu eines ihrer Kinder, es würde mehr Arbeit machen, als es Wert habe, ist sehr schockierend. Jeder lebt so vor sich hin und eigentlich passiert nicht wirklich etwas.
Jedes der Kinder sucht nach einem Sinn in seinem Leben. Bird findet diesen Sinn im Weltall, möchte später Astronautin werden und verrennt sich daher auch in die Challengermission, eifert Judith Resnik nach. Als die Mission scheitert, bricht für sie eine Welt zusammen und sie versucht einen neuen Weg im Leben zu finden.

Ich finde auch, dass die Haltung der Eltern gegenüber der Kinder sehr kritisch ist und auch viele Aussagen, die über Frauen gemacht werden, gehören für mich nicht in ein Jugendbuch.
Es fehlt die Handlung und der Biss. Mich hat es leider nicht überzeugt.

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Veröffentlicht am 15.12.2021

Sei du selbst!

nICHt genug (nICHt genug-Reihe - Band 1)
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Natalie ist ein junges Mädchen, welches mit vielen Selbstzweifeln kämpft. Sie denkt, dass sie nichts wirklich kann und als sie an eine weiterführende Schule wechselt scheint der Anfang alles andere als ...

Natalie ist ein junges Mädchen, welches mit vielen Selbstzweifeln kämpft. Sie denkt, dass sie nichts wirklich kann und als sie an eine weiterführende Schule wechselt scheint der Anfang alles andere als leicht zu sein.

Das Buch im Comic-Stil beschäftigt sich mit den Problemen von jungen Heranwachsenden, wie Mobbing, Schule, geringes Selbstwertgefühl, Freundschaften usw.
Es behandelt wichtige Themen und trifft hilfreiche Kernaussagen, wie „es ist egal was andere denken“ oder „sei du selbst“.
Positiv fand ich,
dass Natalies Leben sich zum Schluss zum Guten gewendet hat und all ihre Probleme lösen konnte.

Die Comics sind schön gezeichnet und auch ansprechend aufgebaut.
Zwischendurch wurde auch durch kurze Sequenzen von Natalies Haustieren Hund und Katze immer ein wenig Humor mit eingestreut.

Alles in Allem hätte ich mir aber ab und an doch mehr Text gewünscht. Obwohl das Buch 239 Seiten umfasst, ist man doch sehr schnell durch damit und Natalies Weltanschauung war oftmals so tief verwurzelt, dass man sie gerne wachgerüttelt hätte.

Es ist definitv ein Buch für ComicliebhaberInnen, und weniger für diejenigen, die gerne viel lesen. Jungen Leuten, die mit ähnlichen Problemen kämpfen, kann Natalies Weg ein kleiner Wegweiser sein und etwas positives Selbstwertgefühl vermitteln.

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Veröffentlicht am 29.11.2021

Historisch gut aufbereitet mit schöner Familiengeschichte

Gold und Ehre
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„Gold und Ehre“ von Sabine Weiß spielt in Amsterdam und Hamburg Mitte des 17.Jahrhunderts. Neben vielen historischen Fakten und echten Personen, die in den Roman miteinfließen durften, handelt er von den ...

„Gold und Ehre“ von Sabine Weiß spielt in Amsterdam und Hamburg Mitte des 17.Jahrhunderts. Neben vielen historischen Fakten und echten Personen, die in den Roman miteinfließen durften, handelt er von den Leben der Hauptfiguren, Theo, Benjamin, Lucia und Samuel. Der Bau des Hamburger Michels ist ein zentrales Thema und auch der Krieg zwischen den Königshäusern wird näher beleuchtet.
Theo wird im Laufe des Buches zum Schiffschirurgen und erzählt von seinem Leben auf See und dem Krieg. Sein Cousin Benjamin ist Architekt und an bedeutenden architektonischen Bauwerken beteiligt, die sich auch heute noch in Amsterdam und Hamburg finden.

Lucia ist ein kluges, mutiges, geschäftstüchtiges Mädchen, welches oft an ihren Möglichkeiten scheitert, da sie als Frau nicht dieselben Rechte hat wie Männer. Dabei greift sie oft zu einer List und so gelingt es ihr den elterlichen Steinhandel und später ein Pflanzhaus fortzuführen.
Samuel ist der Onkel von Benjamin und hat sich mit seinem Tuchhandel ein Vermögen angehäuft. Er strebt nach Anerkennung und Macht in der Politik und stellt sich daher mit den Königshäusern gut. Dabei ist es ihm eigentlich egal auf welches Pferd er setzt, solange er davon profitieren kann.

Sabine Weiß ist Hamburgerin durch und durch und befasst sich als hauptberufliche Schriftstellerin schon seit vielen Jahren mit historischen Romanen und schreibt darüber hinaus auch Thriller.
„Gold und Ehre“ ist der Nachfolgerroman von „Krone der Welt“. Da dieser aber eine Generation überspringt und somit ca. 50 Jahre später spielt, muss man den Vorgänger nicht kennen, um dem Geschehen folgen zu können. Sabine Weiß gelingt es durch eine sehr bildhafte Sprache und sympathischen Figuren den Leser tief in den Roman eintauchen zu lassen. Zudem weiß ich die Schriftstellerin durch ihre fundierten Geschichtskenntnisse und guten Recherchen zu schätzen. Ich habe bei ihr immer das Gefühl etwas dazu zu lernen.

Auch in „Gold und Ehre“ weiß die Familiengeschichte rund um Benjamin zu fesseln. Der Leser leidet und bangt mit den Hauptfiguren mit, die sich charakterlich alle unterscheiden und sich zudem in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Dadurch, dass Benjamin Architekt und Theo Seefahrer wird, sind die bedeutendsten Berufe in der damaligen Zeit abgedeckt. Das Kaufmannstum bedient Onkel Samuel. Gut dargestellt ist auch das Verhältnis zwischen dem altbewährten und dem Neuadel, wie man am Beispiel Samuels sieht.
Die historischen Ereignisse und auch die architektonischen Bauwerke werden an der ein oder anderen Stelle für meinen Geschmack zu ausführlich beschrieben, was das Buch stellenweise etwas langatmig macht. Auch sind viele Königshäuser und die damit verbundenen historischen Persönlichkeiten aufgeführt, was das Folgen ohne fundierte Kenntnisse in der Amsterdamer Geschichte etwas schwierig macht.
An und für sich ist das Buch aber sehr gut aufgebaut, enthält eine kleine Karte über Hamburg und ein Glossar mit allen wichtigen Begriffen, sowie ein kurzes Personenverzeichnis.

Mir persönlich hat „Krone der Welt“ besser gefallen, da ich mich mit den Charakteren besser anfreunden konnte und mir in „Gold und Ehre“ die Übersichtlichkeit fehlte und mir neben den historischen Fakten auch zuviele Perspektivenwechsel vorkamen. Trotzdem habe ich es gerne gelesen und das Buch hat mir einige interessante Stunden bereitet.

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Veröffentlicht am 24.11.2021

Magie, Pferde und Freundschaft laden zum träumen ein

Insel der Sturmpferde 1: Eine Freundschaft aus Wind und Magie
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„Eine Freundschaft aus Wind und Magie“ ist Band 1 der „Insel der Sturmpferde“-Serie von Eva Hierteis. Das Kinderbuch für Kinder zwischen ca. 8-12 Jahren spielt auf der Fantasieinsel Maolis, auf welchem ...

„Eine Freundschaft aus Wind und Magie“ ist Band 1 der „Insel der Sturmpferde“-Serie von Eva Hierteis. Das Kinderbuch für Kinder zwischen ca. 8-12 Jahren spielt auf der Fantasieinsel Maolis, auf welchem jeder Mensch ein Seelenpferd hat zu dem es eine unzertrennliche Freundschaft pflegt.
Das Mädchen Nilla und ihr Pferd Sturmtänzer sind die Hauptakteure und üben gerade für das große Wettrennen der Insel als unvermittelt ein Mädchen namens Luna mit ihrem Pferd Mondlicht auftaucht. Beide befinden sich in einem schlechten Zustand und werden von Nillas Ziehvater Jun aufgepäppelt. Jun hat ein besonderes Verhältnis zu Pferden und gilt auch als Bezähmer des Windes. Da Luna so anders ist, als die anderen Kinder, merkt Nilla schnell, dass die beiden ein Geheimnis umgibt, welches es zu lüften gibt.

Das Buch ist für alle Kinder geeignet, die Tiere, im insbesonderen Pferde lieben und Fantasiewelten mögen. Die Illustrationen sind toll getroffen und peppen das Buch an der ein oder anderen Stelle auf. Seitenanzahl und Schriftgröße sind für die Altersangabe angemessen.
Die Charaktere sind toll getroffen, da für jeden etwas dabei ist. Neben den beiden Mädchen Nilla und Luna, gibt es auch noch den Jungen Tommo, der mit Nilla zusammen aufwächst und die selbe Liebe zu Pferden hat. Auch gibt es einen Kontrahenten: York mit seinem Pferd Dexter – der ab und an mit unfairen Mitteln spielt. Jun, der Ziehvater ist verständnisvoll, tadelt aber auch an der ein oder anderen Stelle, wenn es angebracht ist.
Die Geschichte ist fantasievoll erzählt und wird zum Ende hin auch gut aufgelöst. Zu Beginn hätte ich mir mehr Informationen, bzw. Beschreibungen zur Insel gewünscht, da es sich ja um den ersten Band handelt. Die Informationen kommen auch im Laufe des Buches, wären aber am Anfang besser aufgehoben.
Alles in allem ein schönes Kinderbuch.

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