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Veröffentlicht am 26.02.2026

Grandiose Fortsetzung - emotional, zauberhaft und mitreißend!

Jenseits des Ozeans
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Linus Baker und Arthur Parnassus leben gemeinsam mit den magisch begabten Kindern auf der Insel Marsyas. In Linus hat Arthur seine große Liebe gefunden und es könnte nicht besser für die Gruppe laufen. ...

Linus Baker und Arthur Parnassus leben gemeinsam mit den magisch begabten Kindern auf der Insel Marsyas. In Linus hat Arthur seine große Liebe gefunden und es könnte nicht besser für die Gruppe laufen. Arthur kämpft auch weiterhin für die Rechte von magisch Begabten und begibt sich damit in große Gefahr, denn mit der Aufnahme eines weiteren Kindes und immer mehr dunklen Geheimnissen aus Arthurs Vergangenheit droht sein Traum von einem freien und gerechten leben für alle magisch Begabten zu zerplatzen.

Nachdem ich den ersten Band GELIEBT habe, hatte ich etwas Angst, dass der zweite Band meinen Erwartungen nicht gerecht wird - völlig zu Unrecht, denn "Jenseits des Ozeans" ist eine grandiose Fortsetzung!
Durch den für den Autor typischen leb- und bildhaften Schreibstil ist man als Leser wieder sofort im Geschehen als hätte man sofort weiter gelesen nach dem ersten Band. Sowohl die Charaktere als auch Situationen und die Umgebung werden so detailliert beschrieben, dass ich erneut das Gefühl hatte, selbst mitten drin zu sein. Einige Passagen ziehen sich in die Länge, z.B. die Anhörung Arthurs beim Ministerium, was der Geschichte aber keinen Abbruch tut.
Die Message ist auch hier wieder klar und der Autor versteht sein Handwerk, dies auch zu verarbeiten: jeder Mensch verdient Respekt und Freiheit, egal, wie man aussieht oder an was man glaubt. Das Herzstück der Geschichte sind wie immer die magisch begabten Kinder, die auch in diesem Band weit über sich hinaus wachsen und die man einfach ins Herz schließen muss. Von der Handlung möchte ich gar nicht zu viel erzählen ohne zu spoilern, aber es lohnt sich, sich erneut auf eine Reise zur Insel Marsyas zu begeben. Man wird belohnt mit Liebe, Emotionen, Kampfgeist, Freiheitsdrang und noch vielem mehr und das in einer grandiosen Geschichte verarbeitet. Absolute Leseempfehlung für dieses Herzensbuch!

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Ein Gespräch zweier Fremder im Zug - eher belanglos und mäßig unterhaltsam

In einem Zug
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Der einst gefeierte und erfolgreiche Schriftsteller Eduard Brunhöfer hat schon lange kein Buch mehr geschrieben. Zu Beginn der Handlung sitzt er in einem Zug von Wien nach München. Als sich Catrin Meyr ...

Der einst gefeierte und erfolgreiche Schriftsteller Eduard Brunhöfer hat schon lange kein Buch mehr geschrieben. Zu Beginn der Handlung sitzt er in einem Zug von Wien nach München. Als sich Catrin Meyr in sein Abteil setzt, hat er zunächst gar keine Lust auf eine Konversation mit der fremden Frau. Nach und nach entspinnt sich jedoch ein Gespräch zwischen den beiden und Catrin interessiert sich vor allem für Eduards Art zu schreiben, sein Dasein als Schriftsteller und das Leben im Allgemeinen. Mit ihren schlagfertigen Fragen gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang.

Zu Beginn hat mich die Geschichte noch abgeholt und die Überlegungen des Protagonisten waren frisch und amüsant. Die Geschichte ist in mehrere Kapitel unterteilt mit den Titeln der jeweiligen Haltestellen des Zugs. Der Protagonist Eduard Brunhöfer erzählt aus seiner Ich-Perspektive und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Auch noch als Catrin sich in das Abteil dazu setzt, hat die anfängliche Konversation etwas Alltägliches und als Leser beobachtet man das Geschehen live mit. Diese anfängliche Spannung nutzt sich aber mit der Zeit immer mehr ab und sowohl Eduard als auch Catrin wurden mir immer unsympathischer. Catrin hakt bei Eduard mit einer mehr als unangenehmen Penetranz nach und bohrt immer weiter, Eduard hingegen sucht brillante und schlagfertige Antworten darauf und das Gespräch verliert sich in diesen Wirrungen.
Die gesamte Geschichte hat mehr etwas von einem Belauschen eines Gesprächs im Zug, wie man es überall hören könnte und weniger von einem unterhaltsamen und spannenden Roman. Auch das Ende konnte mich nicht abholen, wenngleich es den Roman etwas aufwertet. Den Plottwist habe ich zwar irgendwann kommen sehen, aber es war gut zu lesen, dass nun endlich was passiert und man nicht mehr das Gespräch der beiden "belauscht", das mir irgendwann auf die Nerven ging.

Für mich ist "In einem Zug" eine kurzweilige Lektüre, die sich vielleicht besser lesen lässt, wenn man tatsächlich selbst in einem Zug unterwegs ist, aber als Roman konnte mich die Geschichte nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Bitterböse Satire - humorvolles und kurzweiliges Gedankenexperiment

Das Geschenk
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In Berlin staunt man nicht schlecht als eines Tages zunächst ein paar Afrikanische Elefanten gesichtet werden und irgendwann 20.000. Der botswanische Präsident hat diese 20.000 Elefanten nach einem Beschluss ...

In Berlin staunt man nicht schlecht als eines Tages zunächst ein paar Afrikanische Elefanten gesichtet werden und irgendwann 20.000. Der botswanische Präsident hat diese 20.000 Elefanten nach einem Beschluss der Deutschen Bundesregierung nach Deutschland bringen lassen: die Einfuhr von Jagdtrophäen nach Deutschland wird per neuem Gesetz untersagt und damit bricht ein wichtiger Wirtschaftszweig Botswanas weg. Ab sofort muss sich vor allem der Bundeskanzler um dieses akute und vor allem nervenaufreibende Problem kümmern. Im Nu bricht in Deutschland Chaos aus und jede/r versucht, die Elefanten irgendwie für sich zu nutzen oder auch zu bekämpfen.

Nachdem ich bereits begeistert "Trophäe" der Autorin gelesen habe, war ich gespannt auf dieses Gedankenexperiment. Das Buch ist mit knapp 144 Seiten recht schmal, aber es ist eine gelungene und bitterböse Satire, die mit dem Vorgängerroman in jedem Fall mithalten kann.
Die Kapitel sind unterschiedlich lang und mit den Tagesangaben versehen, seit denen die Elefanten in Berlin sind. Die Sichtweise ist hauptsächlich die des Bundeskanzlers, der zunächst von einem Terroranschlag ausgeht und direkt alle Hände voll zu tun hat, sowohl Elefanten als auch Bevölkerung in Schach zu halten. Geschickt zeigt die Autorin auf, wie zunächst versucht wird, Lösungen für den Umgang mit den Elefanten zu finden, die fast alle zufrieden stellen sollen. Immer mehr zeigt sich jedoch, dass Deutschland für die Dickhäuter nicht den idealen Lebensraum bieten kann und schnell stößt jede/r an seine Grenzen. Vor allem der Bundeskanzler ist sehr darauf bedacht, seine eigene Haut zu retten und gerade den rechten Parteien nicht in die Karten zu spielen. Schnell wird deutlich, was jeder weiß, aber worüber nicht gesprochen wird: Politik ist fast immer ein schmutziges Geschäft, das von Taktierereien bis Bauernopfern reicht.
Beim Lesen musste ich oft schmunzeln wegen der absurden Situationen, die sich oft ergeben, oft war ich aber auch ratlos und verstört, wie gehandelt wird.

Ich hätte mir an manchen Stellen mehr Details gewünscht und vielleicht auch andere Perspektiven, da hier vorrangig die Politik und der Bundeskanzler im Fokus stehen. "Das Geschenk" ist völlig anders als "Trophäe" der Autorin, kann aber durchaus mithalten. Eine runde und kurzweilige Satire!

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Gelungener Debütroman vor der Kulisse Alaskas

Alaska Die Fährte der Wölfe
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Helen reist kurz vor Weihnachten alleine nach Alaska um sich den eigenen Traum zu erfüllen, Alaska im Winter zu erleben. Ihr Freund bleibt daheim. Tief im Inneren wünscht sich Helen jedoch mehr als nur ...

Helen reist kurz vor Weihnachten alleine nach Alaska um sich den eigenen Traum zu erfüllen, Alaska im Winter zu erleben. Ihr Freund bleibt daheim. Tief im Inneren wünscht sich Helen jedoch mehr als nur das Wintergefühl: sie möchte ihre Vorstellungen vom Leben und Ansprüche daran finden und erhofft sich mit dieser Auszeit Klarheit. Im Hotel wird sie herzlich begrüßt und direkt gut aufgenommen. Mit der Angestellten Hilda unternimmt sie eine Hundeschlittenfahrt - was jedoch verbirgt Hilda für ein Geheimnis? Helen kommt während ihres Aufenthalts auch den Wölfen, die ungewöhnlich nahe an das Dorf kommen, gefährlich nahe.

Das Cover versprüht direkt ein Wintergefühl und ist toll gestaltet mit dem Hundeschlitten, der Landschaft und dem Wolf als zentralen Element. Das Büchlein ist mit knapp 140 Seiten recht dünn, man kann es gut an einem Nachmittag beenden. Meine Empfehlung ist, es im Winter zu lesen, während es draußen eisig kalt ist und man selbst zu Hause :)
Man ist direkt im Geschehen als Helen sich zunächst mit ihrer Freundin vor ihrem Abflug trifft. Der sehr bildhafte Schreibstil passt hervorragend zur Geschichte, man kann sich die Umgebung und Details sehr gut vorstellen. Gerade die Landschaft Alaskas bringt die Autorin hier gut zum Ausdruck. Ich hätte mir etwas mehr von Helens Gefühlswelt gewünscht, wie sie zu sich selbst findet, das kam mir persönlich an einigen Stellen zu kurz. Die Nebenfiguren werden toll gezeichnet, gerade die geheimnisvolle Hilda weckt das Interesse beim Lesen. Und natürlich dürfen auch die Huskys nicht unerwähnt bleiben, in die man sich bereits beim Lesen sofort verliebt.
Beim Lesen sind mir einige Rechtschreibfehler aufgefallen, im gedruckten Buch sind die Seitenzahlen zudem verschoben, was aber Kleinigkeiten sind, die beim Lesen nicht stören.

Mit ein paar mehr Seiten, mehr Beschreibungen und einen detaillierteren Einblick in Helens Gefühlswelt wäre der Roman für mich noch runder geworden. Ein toller Debütroman über Alaska, Geheimnisse und die Suche nach sich selbst.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Wunderbarer Roman über Wien, Freundschaft und die Liebe - mit unerwarteten und tollen Wendungen

Eine Melange zum Verlieben
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Katie ist Anfang dreißig und kellnert im "Schopenhauer", einem Café in Wien, fünf Tage die Woche. Eigentlich sollte sie sich auf ihre Doktorarbeit konzentrieren, nach der Trennung ihres Ex-Freundes allerdings ...

Katie ist Anfang dreißig und kellnert im "Schopenhauer", einem Café in Wien, fünf Tage die Woche. Eigentlich sollte sie sich auf ihre Doktorarbeit konzentrieren, nach der Trennung ihres Ex-Freundes allerdings sieht sie sich dazu nicht in der Lage. Jeden Nachmittag kommen ihre beiden Freundinnen Elena und Lisi ins "Schopenhauer". Als eines Tages ein ziemlich gutaussehender Mann mit einem Aktenkoffer das Café betritt, ist es um Katie geschehen. Die beiden werfen sich Blicke zu, unterhalten sich immer nur kurz und Katie muss sich fragen: will sie das Geheimnis um "El Sol", wie ihn die drei Freundinnen getauft haben, wirklich lüften oder sich lieber ihren Tagträumen hingeben?

Ich habe mir das Buch auf der Frankfurter Buchmesse 2025 gekauft, das Cover versprüht direkt gute Laune und viel Humor, der Untertitel "Kaffeehaus-Romanze" passt perfekt dazu. Ein klischeehaftes Wohlfühlbuch ist es aber ganz und gar nicht, ich war mehr als überrascht nach dem Lesen - und sehr begeistert!
Direkt zu Beginn ist man mittendrin im "Schopenhauer", man lernt Katie und ihre Freundinnen kennen, denen ich mich sofort anschließen würde und ebenfalls an der Theke einen Kaffee mit ihnen trinken würde. Auch wenn die drei sich stets nur im Café treffen, wird direkt eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft spürbar. Für jeden Stammgast haben die drei einen Spitznamen und deren Eigenheiten und Routinen werden so herrlich amüsant beschrieben, dass ich mich im Café sofort wohl gefühlt habe und mir alle Charaktere bildlich vorstellen konnte.
Der Erzählstil ist angenehm zu lesen und immer wieder angelehnt an den Wiener Dialekt - auch ich hatte, wie die Protagonistin Katie als "Piefkinesin", manchmal Probleme, jedes Wort zu verstehen oder korrekt auszusprechen. Der Dialekt passt aber perfekt in das Ambiente des Cafés (das tatsächlich in Wien existiert). Katie wirkt direkt unglaublich sympathisch, auch wenn kellnern nicht ihr Traumjob ist, merkt man, dass sie mit Herzblut und Liebe zum Detail dabei ist. Immer wieder werden auch Songtexte, passend zu ihrer Doktorarbeit darüber, mit in den Text eingebunden, was sehr gut in die Handlung passt und das Ganze wunderbar auflockert.
Vor allem der ominöse "Unbekannte", der zu Beginn der Geschichte ins Café kommt, bringt die nötige Spannung in die Geschichte und auch ich konnte mir irgendwann alles vorstellen, wie Katie, Elena und Lisi, was es mit ihm auf sich haben könnte: Geheimagent? Psychologischer Berater? Mafioso? Alles scheint möglich und gerade die nötigen Schubser von Elena und Lisi, die Katie braucht, um dem Unbekannten irgendwie näher zu kommen, haben mir sehr gut gefallen.
Bis hierhin dachte ich noch, dass die Geschichte entspannt vor sich hin verläuft, das Ende kennt man aus anderen Wohlfühlbüchern. Aber im letzten Drittel nimmt das Buch ungewohnt schnell an Fahrt auf und man liest gespannt weiter. Die Spannung steigert sich und die Handlung läuft weg von der klassischen Romanze hin zu einer spannenden Wendung. Über das Ende möchte ich gar nicht viel sagen, außer: ich war sehr überrascht, aber auch sehr begeistert.

Die Autorin versteht ihr Handwerk und hat hier einen wundervollen Debütroman geschrieben, der viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Cover und Klappentext lassen nicht erahnen, welch tolle Geschichte sich dahinter verbirgt: es geht um das Leben in Wien, die Suche nach sich selbst und was man vom Leben möchte, Freundschaft und natürlich um die Liebe, die bei den Freundinnen unterschiedlich aussieht. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

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