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Veröffentlicht am 17.02.2026

brutale und gewaltbeschönigender Fantasyroman mit einer zarten Liebesgeschichte

Alchemised
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Nach langem Überlegen habe ich das Hörbuch Alchemised gehört. Die Stimme von Vanida Karun finde ich sehr passend zu diesem doch düsteren Fantasyroman.

Worum geht es? Helena erwacht in einem Tank und ...

Nach langem Überlegen habe ich das Hörbuch Alchemised gehört. Die Stimme von Vanida Karun finde ich sehr passend zu diesem doch düsteren Fantasyroman.

Worum geht es? Helena erwacht in einem Tank und kann sich an nichts erinnern. Sie ist Widerstandkämpferin und gerät in die Fänge der Nekromanten. Dort soll sie sich mit Hilfe des High Reeves versuchen zu erinnern. Welche Geheimnisse verbirgt sie? Wieso ist der High Reeve so nett zu ihr?

Das Buch besteht aus 3 Teilen. Der erste Teil gefällt mir überhaupt nicht. Ich finde es sehr verwerflich, wie mit dem Thema Vergewaltigung umgegangen wird und wie sehr das im Verlauf abgetan wird. Ohne diesen Aspekt hat der Anfang richtig Potenzial, obwohl das Buch zusätzlich noch recht brutal ist. Ich finde es allgemein ganz schön der Handlung zu folgen, besonders die Beziehung von Helena und Kaine lässt ganz viel Spekulation und Fragen zu.
Teil 2 finde ich großartig. Es ist eine Rückblende vom Widerstandskampf. Die Charaktere Helena und Kaine werden sehr tiefgründig beschrieben und auch die Verbindung zwischen den beiden wird deutlich. Es hat wirklich Spaß gemacht, der Handlung zu folgen. Einige Verhaltensweisen von Kaine waren für mich nicht ganz ergründlich, aber das ist für mich gar nicht schlimm.
Teil 3 spielte anknüpfend an den ersten Teil. Es war anfangs spannend, weil Helena sich nun endlich wieder erinnern konnte. Allerdings war das ganze Ende sehr langatmig und weniger packend als der Rest. Es gab einen schönen Abschluss, wobei alle offenen Fragen geklärt werden konnten, allerdings war es für mich zu viel anderes.

Helena als Charakter habe ich als sehr schwach wahrgenommen. Sie wurde sehr altruistisch beschrieben, macht alles für andere und denkt nicht an sich. Obwohl ich sie recht sympathisch fand, hat mir das gar nicht gefallen. Irgendwie konnte ich auch keine große Entwicklung wahrnehmen. Da war es bei Kaine schon etwas anders. Er hat Herz und vor allem Gefühle gezeigt. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mir gut gefallen und war nachvollziehbar.

Fazit: Durch die lange Rückblende fand ich das Buch gut, ansonsten ist es sehr brutal und gewaltbeschönigend.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

packender Psychothriller mit komischem Ende

Der Nachbar
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Der neuste Roman von Sebastian Fitzek beschreibt Sarahs Leben in Berlin - ein Neuanfang, weit weg von ihrem verurteilten Ex-Mann. Doch sie ist nicht allein. Ein unbekannter Schutzengel hilft ihr - bis ...

Der neuste Roman von Sebastian Fitzek beschreibt Sarahs Leben in Berlin - ein Neuanfang, weit weg von ihrem verurteilten Ex-Mann. Doch sie ist nicht allein. Ein unbekannter Schutzengel hilft ihr - bis er Leute aus ihrer Vergangenheit anfängt zu töten. Sind auch bald ihre Tochter und sie dran?

Ich habe das Buch von einer Kollegin als Empfehlung bekommen und von Anfang an hat es mich gefesselt. Die Kapitel sind sehr kurz, sodass ich immer und immer weiterlesen wollte. Am Anfang gibt es drei Erzählstränge - Vergangenheit und Gegenwart von verschiedenen Personen. Dann wird die Handlung größtenteils aus Sarahs Blickwinkel erzählt (aus der eher neutralen Erzählperspektive). Im Verlauf gibt es einige Kapitel vom Nachbarn und anderen Personen. So kriegt man noch mehr vom Drumherum mit.

Die Handlung ist genau das, was ein Psychothriller für mich aus macht. Es ist spannend, verworren - jeder könnte mit drinstecken oder der Täter sein - und vor allem hat es der Autor gut hinbekommen, an Sarahs Verstand zu zweifeln. Bildet sie sich vielleicht nur alles ein? Alle Erklärungsversuche von Bekannten und Freunden können hinterfragt werden und wirken eher gekünstelt. Da bin ich auch selbst ins Hinterfragen und Mutmaßen gekommen. Bis zum Ende war mir nicht klar, wer nun "der Nachbar" ist und ich lag mit meinen Vermutungen auch komplett falsch.

Wie ich es bei Sebastian Fitzek schon mitbekommen habe, sind die Morde extrem eklig und ich habe mich wieder gefragt: Wie kommt er nur auf solche Ideen? Die Opfer tun mir schon sehr leid, weil die Methoden einfach grausam sind.

Immer wieder gab es Wendungen, die wirklich unerwartet gewesen sind. War ich mir in einem Moment sicher, wer "der Nachbar" ist, war es eine Seite später komplett offen. Das hat beim Lesen viel Spaß gemacht.

Sarah als Charakter war in Ordnung. Sie hat Angst vor dem Alleinsein, traumatische Kindheitserlebnisse gehabt (hier hatte ich in der Auflösung tatsächlich etwas anderes erwartet) und wirkte verloren, stückweit gebrochen und wenig selbstbewusst. Im Verlauf hat sich das etwas geändert, aber meiner Ansicht nach nicht viel. Dass "der Nachbar" sie selbstbewusster machen will, fand ich irgendwie sinnlos. In solch bedrohlichen Situationen, in denen Menschenleben auf dem Spiel stehen, ist ihr Verhalten komplett nachvollziehbar. Daher war sein Verhalten für mich recht unverständlich.

Das Ende fand ich etwas enttäuschend. Mir war klar, dass der Charakter des Täters irgendwie darin verwickelt sein muss, aber so war es doch etwas sehr weit hergeholt. Ansonsten war das Ende cool und hatte nochmal einige Wendungen, die echt gut waren. Der Epilog lässt viel Raum für Diskussionen. Irgendwie befremdlich fand ich es, dass er vom "Fitzek-Fan" gesprochen hat. Für mich ist das Ende sehr offen und ich hoffe, dass es einen zweiten Teil gibt. Sonst gibt es viele Fragen, die noch nicht beantwortet wurden. Vor allem der Epilog hat bei mir nochmal viele aufgewirbelt.

Fazit: Spannendes Buch mit einem sehr offenen Ende, dass viele Fragen aufgebracht hat.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

spannendes Finale mit etwas langgezogenem Ende

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Band 3 der Ever & After-Reihe von Stella Tack bringt Rain in die Vergangenheit, zu den alten Göttern. Dort muss sie bestehen und versuchen ihre Welt zu retten. Leider kann sich Cole aus der Vergangenheit ...

Band 3 der Ever & After-Reihe von Stella Tack bringt Rain in die Vergangenheit, zu den alten Göttern. Dort muss sie bestehen und versuchen ihre Welt zu retten. Leider kann sich Cole aus der Vergangenheit nicht an sie erinnern. Wird sie es trotzdem schaffen?

Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Hörbuch gehört habe. Die Stimmen von Pia-Rhona Saxe, Jonas Minthe und Mio Lechenmayr waren sehr gut. Lediglich bei Avery habe ich mir irgendwie eine andere Stimme vorgestellt.
Es hat mir sehr gefallen, dass das Buch aus mehreren Perspektiven erzählt wurde. Das gibt immer etwas Schwung rein und mehrere Eindrücke werden deutlich.

Mir hat der doch recht andere Verlauf der Handlung gefallen. Rain ist in der Vergangenheit und lernt Cole neu kennen. Das hat mir richtig gut gefallen. Die Andeutungen und sich entwickelnden Gefühle (bei ihm) waren richtig süß. Es hat Spaß gemacht den gemeinsamen Dialogen und Gedanken zu folgen. Das Einzige, was mich irritiert hat, war, dass ich irgendwie den Punkt nicht mitbekommen habe, an dem Rain und Cole normal miteinander umgegangen sind. Konnte er sich plötzlich erinnern?

Es war großartig, dass auf Überlieferungen und die Geschichten aus den ersten Büchern zu den Göttern eingegangen wurde. Da wurde deutlich, wie viel über die Jahrhunderte verloren gehen kann bzw. anders erzählt wird. Das war echt cool. Das hat den Bogen auch nochmal gut zu den ersten beiden Büchern gespannt.

Die Handlung war insgesamt spannend. Lediglich das Ende zog sich etwas. Ich hatte dann doch öfters Phasen, in denen nicht so genau zugehört habe. Ich fand es etwas komisch, dass [SPOILER] Rain und Cole scheinbar neue Körper bekommen haben? Welche waren das? Die seiner Eltern? Das wäre doch etwas creepy. Auch der Epilog hätte, meiner Meinung nach, nicht unbedingt sein müssen. Einiges hat im Epilog auch nicht ganz gepasst und ich hatte ein paar Fragezeichen, die leider nicht geklärt wurden.


Fazit: Definitiv ein schönes Finale der Reihe. :)

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Veröffentlicht am 09.01.2026

süßes Liebesgeschichte zu Halloween

A Dark and Secret Magic
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Die Heckenhexe Hecate (Kate) Goodwin lebt recht einsam in einem kleinen Cottage am Waldrand. Alles ist ruhig und geordnet, wie es ihr gefällt. Doch kurz vor Samhain überschlagen sich die Ereignisse. Sie ...

Die Heckenhexe Hecate (Kate) Goodwin lebt recht einsam in einem kleinen Cottage am Waldrand. Alles ist ruhig und geordnet, wie es ihr gefällt. Doch kurz vor Samhain überschlagen sich die Ereignisse. Sie soll das Treffen ihres Zirkels planen und dann taucht auch noch Matthew, ein Mann aus ihrer Vergangenheit auf. Lügen häufen sich. Wem kann Kate noch glauben und welche Kräfte schlummern noch in ihr?

Das Buch von Wallis Kinney ist eine schöne Romantasy für ein Herbstwochenende. Vor allem der Farbschnitt ist toll. Die Kapitel haben eine schöne Länge und insgesamt lässt sich die Geschichte gut lesen. Alles ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und bringt die Gefühle und Gedanken der Protagonistin nahe.

Kate als Charakter gefällt mir sehr gut. Sie ist einfühlsam, liebevoll und sieht stets das Gute. Das macht sie sehr sympathisch. Auch Matthews Charakterdarstellung finde ich großartig. Er ist etwas geheimnisvoll, aber sehr charmant. Die Dialoge zwischen den beiden gefielen mir sehr. Auch die Entwicklung der Gefühle waren ganz deutlich zu sehen. Wirklich super und zum Dahinschmelzen!

Die Geschichte ist grundlegend spannend, aber irgendwie fehlte mir das gewisse Etwas. Viele Dinge konnte ich nicht ganz nachvollziehen oder hatte noch viele Fragezeichen im Kopf, die mir nicht erklärt wurden. Besonders am Ende hatte ich den Eindruck irgendetwas verpasst zu haben. Was genau ist das Spezielle, für den dunklen König die Heckenhexe zu sein? Das hat sich mir einfach nicht erschlossen.

Die Zauberei stand für mich eher im Hintergrund. Die Idee, die Magie in Rezepte einzuflechten, war spannend. Aber mir haben die Benennungen der Rezepte nicht gefallen, das wirkte auf mich zu gewollt. Oft habe ich mich auch gefragt, wo denn jetzt die Magie hin ist und wie sie eingesetzt wird. Mir war das nicht immer so deutlich. Das war nicht richtig greifbar.

Die Konfrontation mit dem dunklen König fand ich, ehrlich, sehr enttäuschend. Es war so schnell vorbei. Dafür fand ich die Wendung richtig klasse. Aber so richtig habe ich noch nicht verstanden, was seine Aufgabe war und wieso er so böse gewesen ist.

Fazit: Die Liebesgeschichte ist großartig. Sie lädt zum Dahinschmelzen und Mitfiebern ein. Die Story an sich ist ok, hat aber einige Schwächen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

ein einfühlsamer Tod begleitet Tiere auf die andere Seite - traurig, aber liebevoll

Loving Reaper - Die Seelen, die uns brauchten
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"[Aber] so sehr vermisst zu werden, ist der Preis dafür, so sehr geliebt worden zu sein" (S. 188).

Jenny Jinya beschreibt in ihren Comics, wie Tiere unter Menschen leiden und wie Tod und Leben agieren. ...

"[Aber] so sehr vermisst zu werden, ist der Preis dafür, so sehr geliebt worden zu sein" (S. 188).

Jenny Jinya beschreibt in ihren Comics, wie Tiere unter Menschen leiden und wie Tod und Leben agieren. Die einzelnen Comics sind immer recht kurz und umfassen sowohl Haus- als auch Wildtiere.

Ich muss gestehen, dass ich ab Comic 3 geweint habe und das Buch auch nicht mit einem mal durchlesen konnte. Die Zeichnungen sind so schön und eindrucksvoll, dass ich komplett mitfühlen konnte. Das Leid der Tiere war so greifbar. Die Themen sind heftig, traurig, ergreifend und leider auch sehr realitätsnah. Das hat es für mich umso eindrücklicher gemacht.

Ich finde die Autorin hat die Charaktere der Tiere (besonders von Hund und Katze) gut eingefangen und mich dadurch auch an der ein oder anderen Stelle zum Schmunzeln gebracht. Am meisten ist mir der Comic mit den beiden Katzen und den Schmetterlingen in Erinnerung geblieben - im Tod kann man unendlich lange Schmetterlinge jagen (also etwas total schönes tun).

Der Tod wird in schwarz-weiß/grau dargestellt und das Leben bunt. Das ist der Autorin auch sehr gut gelungen, denn dadurch wurden zumindest bei mir auch andere Gefühle angesprochen.

Es war schön zu sehen, wie einfühlsam und tröstend der Tod, trotz seiner scheinbaren Grausamkeit und Endgültigkeit dargestellt wurde. Das war auf eine ganz eigene Art schön. So liebevoll, wie Tod und Leben in dem Buch miteinander umgehen, habe ich bisher selten gesehen. Ich finde den Gedanken schön, dass man "nur" die Seite wechselt, aber nie vergessen wird. Auch das ist sehr tröstlich.

Am Ende jedes Comics gibt es eine Erklärung zu dem Thema. Das finde ich auch toll. So kann man selbst auch nochmal reflektieren.

Ich finde das Buch wirklich großartig und die Zeichnungen einfach nur toll. Es ist trotz des Themas so wunderbar und liebevoll dargestellt. Wirklich toll!

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