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Veröffentlicht am 22.03.2025

Ein Kind allein in der Natur - frei, aber egoistisch

Die Welt ohne Fenster
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Die junge Eepersip läuft von zuhause weg, um frei in der Wildnis zu leben. Erst trifft sie auf einer Wiese auf Rehe und Schmetterlinge, hat ein wunderbares Leben. Ihre Eltern wollen sie zurückbringen, ...

Die junge Eepersip läuft von zuhause weg, um frei in der Wildnis zu leben. Erst trifft sie auf einer Wiese auf Rehe und Schmetterlinge, hat ein wunderbares Leben. Ihre Eltern wollen sie zurückbringen, doch immer wieder entkommt Eepersip. Am Meer und schließlich in den Bergen findet sie ihr Glück!

Jackie Morris hat in dieser Schmuckausgabe wunderschöne Bilder zur Geschichte von Barbara Newhall Follet gemalt, die irgendwie auch etwas ganz sanftes und beruhigendes an sich haben. Die Handlung ist in 3 Bereiche aufgeteilt: Wiese, Meer und Berge; wobei die Wiese den größten Teil einnimmt. Geschrieben ist die Geschichte aus der Erzählperspektive.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit der Hauptfigur Eepersip überhaupt nicht warm geworden bin. Dieses Mädchen erscheint mir realitätsfern, egoistisch und überheblich. Allgemein erscheint mir die Geschichte an sich auch von Anfang an wenig realistisch. Ein Mädchen lebt allein in den verschneiten Bergen, nur mit einem Algenkleid/Blätterkleid? Das ist nur mit viel Fantasie möglich.
Die Storyline mit ihrer Schwester hat in mir auch ein großes Fragezeichen hinterlassen. Eepersip wirkte auf mich komplett egoistisch, wollte ihre Schwester bei sich haben (ohne die Konsequenzen zu bedenken) und diese ist einfach mitgegangen, obwohl sie vorher Zweifel geäußert hatte. Die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen oder Rücksicht zu nehmen zeigte die Hauptfigur zu keiner Zeit. Ich finde, hier merkt man, dass ein Kind dieses Buch geschrieben hat.

Die Beschreibung der Natur war wirklich richtig toll und auch die Art und Weise, in welcher Harmonie die Hauptfigur in dieser gelebt hat. Auch das Ende, recht fantastisch angelegt, fand ich super. Der letzte Abschnitt war sehr tiefgründig und einfach nur schön.

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Veröffentlicht am 20.02.2025

losgelöst von der Reihe - eine schöne romantische Rückblende

Charm
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Tracy Wolfs vorletzter Roman der Katmere Academy Reihe offenbart die gemeinsame Zeit von Grace und Hudson, an die sich Grace bisher nicht erinnern konnte. Über ein Jahr lebten beide in Hudsons Unterkunft ...

Tracy Wolfs vorletzter Roman der Katmere Academy Reihe offenbart die gemeinsame Zeit von Grace und Hudson, an die sich Grace bisher nicht erinnern konnte. Über ein Jahr lebten beide in Hudsons Unterkunft und es war ein schwerer Weg Vertrauen zueinander aufzubauen. Doch schnell merkte Grace, dass Hudson gar nicht so war, wie Jackson und die anderen ihn beschrieben haben. Er war liebevoll, tiefgründiger und humorvoll. Als sie dann nach Noromar gekommen sind, entwickelte Grace immer mehr Gefühle für ihn. Beim Kampf gegen Zeitdrachen stellt sich ihre Beziehung auf die Probe.

Ich habe mich riesig gefreut, als ich gelesen habe, dass dieses Buch nur Grace und Hudson behandelt. Beide Charaktere sind mir über die Zeit hinweg sehr sympathisch geworden. Ich finde es großartig, wie viel die beiden erlebt haben und was Tracy Wolf sich alles überlegt hat. Die Beschreibungen vom Schattenreich waren sehr eindrucksvoll, es war mal etwas anderes.

Ich habe das Hörbuch gehört. Wie schon bei den anderen Teilen davor, finde ich Diana Gantner als Grace wirklich toll. Ihre Stimme ist wahnsinnig angenehm und ich mag auch ihre Art und Weise, wie sie Hudson spricht. Matthias Hoff hat ebenfalls eine sehr angenehme Stimme, jedoch ist sie mir für Hudson nach wie vor zu alt.

Es war schön beschrieben, wie wenig Grace Hudson am Anfang leiden konnte. Die Spannung war die ganze Zeit spürbar. Schnell wurde deutlich, dass sich beide voneinander angezogen fühlen und dies zu einer anderen Art Spannung führte. Die Dialoge zwischen den beiden waren geprägt von Ironie, Witz, gegenseitigem Aufziehen/Necken und Gefühl.

Interessant war, dass die Sichtweisen im Laufe des Buches immer wieder wechselten. So konnte ich einen viel besseren Eindruck von Hudson und Grace gewinnen, da viel mehr aus Hudsons Perspektive berichtet wurde.

Fazit: Es ist ein sehr schönes, romantisches und gleichzeitig spannendes Buch. Es ist etwas losgelöst von den anderen Büchern und ich finde es sehr erfrischend, dass nicht die Haupthandlung thematisiert wird. Zwischendurch hatte ich nur das Gefühl, dass es einen Logikfehler gab.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

seichte Liebesgeschichte mit viel "Ich liebe dich"

Bridgerton - Hochzeitsglocken für Lady Lucy
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"Hochzeitsglocken für Lady Lucy" ist der letzte Band der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn. Nun ist es an Gregory, die große Liebe zu finden. Schnell hat er sich verliebt, glaubt er zumindest. Seine Angebetete ...

"Hochzeitsglocken für Lady Lucy" ist der letzte Band der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn. Nun ist es an Gregory, die große Liebe zu finden. Schnell hat er sich verliebt, glaubt er zumindest. Seine Angebetete hat sich aber schon in einen anderen Mann verliebt, sehr zum Ärger von Gregory. Dann ist da noch die beste Freundin. Schnell weckt sie in ihm andere Gefühle. Ist das Liebe? Wenn ja, wird sie sich für ihn entscheiden - obwohl sie verlobt ist?

"Das große Hochzeitsfinale" ist für mich im Vergleich zu allen Büchern der Reihe das schwächste. Von Anfang an hatte ich Probleme Gregory nun als Mann im heiratsfähigen Alter anzunehmen, da ich ihn in den anderen Büchern als Kind erlebt habe. Mir hat in diesem Buch seine Charakterbeschreibung nicht gefallen: der junge Mann, der immer alles bekommen hat ohne große Anstrengungen zu unternehmen. Er wirkt "von oben herab", sieht sich als der eine Mann, den alle Frauen haben wollen. Auf mich wirkt Gregory nicht sympathisch (besonders am Anfang). Lucy als Charakter ist mir da viel angenehmer, wirkt eher charakterschwach. Sie traut sich nicht für ihre eigenen Gefühle und Gedanken einzustehen und will es den anderen immer recht machen. Die Kombination aus "sie will nicht sagen, was ist" und "er drängt sie, offen zu reden", ist auf Dauer anstrengend. Mehr als einmal bestanden Dialoge aus "Ich liebe dich" "Ich liebe dich auch". Die Tiefe der Dialoge hat mir doch ab und an gefehlt.

Ich finde es toll, dass viele andere Bridgertons in der Handlung auftauchen. So habe ich mich gefreut, dass Colin einen Part übernommen hat. Er ist in den Büchern nach seiner Hochzeit kaum vorgekommen. Ich fand es sehr erfrischend, dass Diskussionen mit Violet beschrieben wurden und Gregorys Charakterzüge besprochen wurden. Das ist in den anderen Büchern auch vorgekommen, aber hier ist es mir stärker aufgefallen.

Die Handlung an sich war schön, auf eine gewisse Art spannend, "plätscherte manchmal so dahin". Die Wendung am Ende war super. Ich hätte nicht gedacht, dass es nochmal einen neuen Impuls in Bezug auf die Verwicklungen von Lucys Onkel geben würde. Das war richtig klasse. So wurden die Figuren teilweise in ein anderes Licht gestellt.

Der neue Epilog war mir persönlich zu viel. Die Dramatik, die dort beschrieben wurde, fand ich unnötig. Der Epilog beginnt und endet mit einem Brief von Hyacinth an ihren Mann. Da es das Buch von Gregory ist fand ich das sehr schade.

Fazit: Eine seichte Liebesgeschichte mit vielen "Ich liebe dich"-Aussagen, Dramatik und einer guten Wendung am Ende.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Katmere Academy - "der Kampf um die Welt" - spannend, aber langatmig

Court
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Band 4 der Katmere Academy Reihe von Tracy Wolff bringt Grace und ihre Freunde in ganz neue Gefahren. Viele Gegner und Überraschungen warten auf sie - vor allem der Vampirkönig will sie besiegen; mit allen ...

Band 4 der Katmere Academy Reihe von Tracy Wolff bringt Grace und ihre Freunde in ganz neue Gefahren. Viele Gegner und Überraschungen warten auf sie - vor allem der Vampirkönig will sie besiegen; mit allen Mitteln. Wem kann Grace trauen und ist ihre Liebe zu Hudson stark genug?

Ich muss wieder gestehen, dass ich das Hörbuch gehört habe. Diana Gantner hat eine sehr passende und schöne Stimme. Es macht Spaß ihr zu lauschen und der Geschichte aus Graces Perspektive zu folgen. Ich finde es sehr gut, dass alles aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Die Handlung hat dadurch viel mehr Tiefe. Matthias Hoff liest die letzten Kapitel aus der Sichtweise von Hudson. Seine Stimme ist auch sehr angenehm, aber ich finde sie für einen jungen Mann nicht ganz passend.

Das Hören des Buches hat sich bei mir in die Länge gezogen und tatsächlich verschwimmen bei mir die Inhalte. Ich kann nicht mehr klar sagen, was in welchem Buch passiert ist - das spricht auch für sich. Es war mir oft zu langatmig, es gab viel hin und her. Im Nachhinein betrachtet, hätte vieles so einfach sein können. Nicht, dass es langweilig war, die Spannung war über das komplette Buch gegeben. Allerdings ist für mich persönlich zu viel passiert: erst das Gefängnis, dann die ganzen Schlachten. Das war wirklich eine aufregende Geschichte.

Grace als Charakter finde ich sehr sympathisch. Sie wirkt auf eine ganz gewisse Art bodenständig (trotz ihrer neu entdeckten Macht) und menschlich. Das fehlt bei den anderen Figuren teilweise etwas. Wie Hudson so schön "gesagt" hat: Sie ist das Herz der Gruppe. Sie entwickelte sich auch glaubhaft, wurde stärker (vor allem mental). Der große Wandel am Ende kam für mich etwas plötzlich. Immer war alles ganz schlimm, sie wusste nicht, wie sie weitermachen sollte,.... Ganz plötzlich war alles klar und sie wurde fast zu einer neuen Persönlichkeit, war bestimmt in ihren Formulierungen, hat sich nichts mehr gefallen lassen - so kannte ich Grace vorher nicht. Das war für mich sehr seltsam.

Das Ende allgemein war etwas enttäuschend. So lange wurde auf das "große Finale" hingearbeitet und am Ende war es ganz "einfach". Es war gut geschrieben und nachvollziehbar, aber irgendwie zu banal. Die Handlung hat vorher von viel Dramatik gelebt und diese hat mir am Ende gefehlt.

Ich fand es sehr gut, dass wieder Hudsons Perspektive am Ende beschrieben wurde und es einen sehr schönen Aufhänger für das nächste Buch gab. Da freue ich mich schon sehr drauf.

Alles in allem ist es ein schönes (Hör-)Buch gewesen, das viel Zeit in Anspruch nimmt und durch die Länge dann doch zum Abschweifen führen kann. Dennoch passiert viel und es wird nicht langweilig.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Hyacinth und Gareth auf der Suche nach dem Schatz - und der Liebe

Bridgerton - Mitternachtsdiamanten
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Band 7 der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn umfasst das Liebesleben von Hyacinth (dem jüngsten Kind der Bridgertons). Mittlerweile ist sie Anfang 20 und seit mehreren Jahren in die Gesellschaft eingeführt. ...

Band 7 der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn umfasst das Liebesleben von Hyacinth (dem jüngsten Kind der Bridgertons). Mittlerweile ist sie Anfang 20 und seit mehreren Jahren in die Gesellschaft eingeführt. Ihre Familie ist schon am verzweifeln, denn durch ihre freimütige und herausfordernde Art, schlägt sie alle interessierten Männer in die Flucht. Doch dann trifft sie Gareth St. Clair und gemeinsam tauchen sie in sein Familiengeheimnis ein und kommen sich dabei immer näher. Wäre da nur nicht Gareths Vater, der seinem Sohn das Leben schwer macht. Kann ihre Liebe dagegen bestehen?

Hyacinth kenne ich aus den vorherigen Büchern und vor allem bei ihr erlebte ich das Heranwachsen mit. Daher war es für mich irgendwie schwer sie als heiratsfähige junge Frau zu sehen. Unterstützt wurde dies durch ihre freimütige und teilweise kindliche Art. Gareth als Figur hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Da der Einstieg vom Buch in seine Vergangenheit ging, wurde er mit genug Tiefe beschrieben, um ihn als vertraut anzusehen.

Das gegenseitige Kontern und Necken zwischen den beiden Hauptfiguren habe ich als sehr auflockernd, spritzig und spannend wahrgenommen. Es hat viel Spaß gemacht den Dialogen und allgemein der Handlung zu folgen. Charakterlich weiterentwickelt haben sie, meiner Ansicht nach, beide jedoch nicht wirklich. Sie sind lediglich ihrer Gefühle bewusst geworden.

Dass die Liebesgeschichte in ein Detektivspiel eingebettet wurde, fand ich sehr erfrischend und ganz neu im Vergleich zu den anderen Teilen. Das hat ganz viel neuen Wind und Spannung in die Handlung gebracht. Immer wieder kam mir die Gedanken: Finden sie den Schatz und werden sie erwischt? Lange wurde ich unwissend gelassen, ob es den Schatz überhaupt gibt. Das war echt klasse.

Die Auf und Abs in der Liebesgeschichte waren dabei teilweise nebensächlich. Ich fand es etwas schade, dass auf die vorherige Verlobung von Gareth dann doch kein so großes Augenmerk gelenkt wurde, wobei das ein großer Skandal hätte sein können. Auch Hyacinths Reaktion darauf fand ich nicht ganz passend.

Vor allem ist mir in diesem Buch aufgefallen, dass es mehr erotische Szenen gibt, als in den anderen Büchern. Die erste Szene wurde für mich auch mit einer wenig nachvollziehbaren Begründung begonnen.
Der neue Epilog war ok. Wenigstens gab es dieses Mal keinen Spoiler auf das letzte Buch. Allerdings fand ich das Kapitel recht langatmig.

Fazit: eine schöne Liebesgeschichte von Hyacinth und Gareth mit etwas Detektei und viel Liebe.

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