Ein Kind allein in der Natur - frei, aber egoistisch
Die Welt ohne FensterDie junge Eepersip läuft von zuhause weg, um frei in der Wildnis zu leben. Erst trifft sie auf einer Wiese auf Rehe und Schmetterlinge, hat ein wunderbares Leben. Ihre Eltern wollen sie zurückbringen, ...
Die junge Eepersip läuft von zuhause weg, um frei in der Wildnis zu leben. Erst trifft sie auf einer Wiese auf Rehe und Schmetterlinge, hat ein wunderbares Leben. Ihre Eltern wollen sie zurückbringen, doch immer wieder entkommt Eepersip. Am Meer und schließlich in den Bergen findet sie ihr Glück!
Jackie Morris hat in dieser Schmuckausgabe wunderschöne Bilder zur Geschichte von Barbara Newhall Follet gemalt, die irgendwie auch etwas ganz sanftes und beruhigendes an sich haben. Die Handlung ist in 3 Bereiche aufgeteilt: Wiese, Meer und Berge; wobei die Wiese den größten Teil einnimmt. Geschrieben ist die Geschichte aus der Erzählperspektive.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit der Hauptfigur Eepersip überhaupt nicht warm geworden bin. Dieses Mädchen erscheint mir realitätsfern, egoistisch und überheblich. Allgemein erscheint mir die Geschichte an sich auch von Anfang an wenig realistisch. Ein Mädchen lebt allein in den verschneiten Bergen, nur mit einem Algenkleid/Blätterkleid? Das ist nur mit viel Fantasie möglich.
Die Storyline mit ihrer Schwester hat in mir auch ein großes Fragezeichen hinterlassen. Eepersip wirkte auf mich komplett egoistisch, wollte ihre Schwester bei sich haben (ohne die Konsequenzen zu bedenken) und diese ist einfach mitgegangen, obwohl sie vorher Zweifel geäußert hatte. Die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen oder Rücksicht zu nehmen zeigte die Hauptfigur zu keiner Zeit. Ich finde, hier merkt man, dass ein Kind dieses Buch geschrieben hat.
Die Beschreibung der Natur war wirklich richtig toll und auch die Art und Weise, in welcher Harmonie die Hauptfigur in dieser gelebt hat. Auch das Ende, recht fantastisch angelegt, fand ich super. Der letzte Abschnitt war sehr tiefgründig und einfach nur schön.