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Veröffentlicht am 06.04.2026

Wem kann man trauen?

Missing Page - Tödliche Worte
3

"Missing Page - Tödliche Worte" von Katie Kento ist nicht mein erstes Buch der Autorin. Auch mit "Hotel Ambrosia" wurde ich schon gut unterhalten. Der Krimi ist nicht nur für Jugendliche gut lesbar, ich ...

"Missing Page - Tödliche Worte" von Katie Kento ist nicht mein erstes Buch der Autorin. Auch mit "Hotel Ambrosia" wurde ich schon gut unterhalten. Der Krimi ist nicht nur für Jugendliche gut lesbar, ich fand ihn sehr spannend und es gab auch viele Gelegenheiten zum miträtseln.
Toni reist auf ein Anwesen nach Schottland, um am Workshop eines Bestseller-Autors teilzunehmen. Allerdings hat sie auch noch ein anderes, geheimes, Ansinnen. Tonis Mutter ist verstorben, sie war Kriminalbeamtin, das erklärt später Tonis Rolle bei den Ermittlungen im alten Herrenhaus.
Dort angekommen lernt sie die anderen Teilnehmer kennen und erfährt, dass es in diesem Workshop um einen Wettbewerb geht, dessen Gewinner das komplette Vermögen des Autors erben wird.
Der Autor hat verschiedene Aufgaben vorbereitet und durch die Texte, die geschrieben werden, lernen auch wir etwas über die einzelnen Teilnehmer.
Das Anwesen ist abgeschieden, durch einen Sturm bricht auch jeglicher Kontakt zur Außenwelt ab und sehr schnell herrscht hier eine wirklich unheimliche Stimmung.
Toni ist Schlafwandlerin und oftmals weiß sie selber nicht, ob sie etwas real erlebt oder nur geträumt hat.
Sehr schnell passieren verschiedene unheimliche Dinge und es ist hier wirklich jeder irgendwie verdächtig, einschließlich des Personals.
Ich mochte hier sehr, dass jeder einen einzigartigen Charakter bekam, die Protagonisten sind gut gezeichnet, nicht beliebig austauschbar.
Auch die Stimmung blieb recht unheimlich und düster, man hat das Gefühl hier selber nachts durch dunkle Gänge zu schleichen. Schnell macht sich untereinander Mißtrauen breit und auch als Leserin hatte ich hier unterschiedliche Verdachtsmomente, das ist sehr gut gemacht.
Die Auflösung ist schlüssig und weiß zu überraschen. Der Krimi ist keineswegs nur für Jugendliche zu empfehlen, er liest sich leicht und ist durchweg spannend.

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  • Charaktere
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  • Spannung
Veröffentlicht am 06.04.2026

Lost Place und Neubeginn

Meine tote Schwester: Psychothriller
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"Meine tote Schwester" von Catherine Shepherd ist der Auftakt einer neuen Reihe von Psychothrillern. Ich habe schon so einige Bücher der Autorin gelesen, finde sie alle sehr spannend und bin immer wieder ...

"Meine tote Schwester" von Catherine Shepherd ist der Auftakt einer neuen Reihe von Psychothrillern. Ich habe schon so einige Bücher der Autorin gelesen, finde sie alle sehr spannend und bin immer wieder erstaunt, wie gut sie es trotzdem immer wieder schafft, mich zu überraschen. Das ist auch hier so.
Mia lebt mit ihrer Mutter in Sichtweise einer Villa in der ihre Schwester starb, sie darf sie auch absolut nicht betreten.
Lukas wagt mit seiner Mutter einen Neuanfang, sie hat die Villa unbesehen gekauft und die beiden ziehen dort ein.
Nach und nach bekommt man Gerüchte und Berichte darüber, warum die Villa leer stand und was dort passierte.
Die Villa war ein Lost Place und auch die Freundin von Mia hat dort schon gefilmt.
Nach dem Einzug der neuen Besitzer kommt hier wieder Bewegung in das Geschehen und es geschieht so einiges Unvorhergesehenes.
Ich mochte in diesem Buch die Spannung, die von Beginn an hoch war. Die Charaktere waren größtenteils Jugendliche, alle gut gezeichnet und glaubwürdig. Manche mochte ich sehr, andere nicht so.
Der größte Punkt ist hier die Atmosphäre, durch die Gerüchte, die Lost Places, es ist sehr schnell düster und unheimlich.
Alles ist sehr glaubhaft und nachvollziehbar geschrieben und bis fast zum Schluss war ich mir nicht ganz sicher, wer jetzt dahinter steckte. Das war sehr gut aufgebaut.
Ich freue mich schon sehr darauf, wie und mit wem diese Reihe weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wenn die Freiheit lautlos verschwindet

Der letzte Sommer der Tauben
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„Der letzte Sommer der Tauben“ von Abbas Khider hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Es ist mein bisher zugänglichstes Buch des Autors, aber vielleicht auch sein eindringlichstes.
Wir ...

„Der letzte Sommer der Tauben“ von Abbas Khider hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Es ist mein bisher zugänglichstes Buch des Autors, aber vielleicht auch sein eindringlichstes.
Wir begleiten den 14-jährigen Noah, dessen Welt – und sein geliebtes Hobby, die Taubenzucht – langsam unter dem Schatten eines neuen Regimes zerbricht. Khider beschreibt meisterhaft, wie das Normale zur Gefahr wird: Musik wird verboten, Frauen werden aus der Öffentlichkeit verbannt, und Noahs Vater muss das vernichten, was er liebt. Als Noah Zeuge einer Steinigung wird, erreicht das Grauen eine neue Dimension.
Was dieses Buch so besonders macht, ist die Perspektive. Durch die Augen eines Jungen erleben wir den Verlust der Freiheit mit einer ganz eigenen Intensität. Khider schafft eine faszinierende Gratwanderung zwischen emotionaler Tiefe und einer beobachtenden Distanz, die das Gelesene noch lange nachwirken lässt. Eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Angst im Wald

Blutwild
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"Blutwild" von Saskia te Marveld ist ein Thriller, der von Beginn an Spannung aufgebaut hat.
Anka war mal Polizistin, sie ist ausgeschieden, nach einem Vorfall, der sie physisch und psychisch gebrochen ...

"Blutwild" von Saskia te Marveld ist ein Thriller, der von Beginn an Spannung aufgebaut hat.
Anka war mal Polizistin, sie ist ausgeschieden, nach einem Vorfall, der sie physisch und psychisch gebrochen hat. Sie konnte fliehen und überleben, aber mit vielen Narben.
Jetzt bekommt sie per SMS einen Hilferuf mit Koordinaten. Natürlich möchte sie helfen und findet mitten im Wald eine makabre Ausstellung des Grauens.
Die Bedrohung von Anka steigt im Verlauf der Geschichte noch an, mich hätten noch mehr Details zu ihrem vorigen Trauma interessiert, da fehlt mir etwas Vorwissen.
Bei der Erzählweise wechseln sich Perspektiven und auch Zeitebenen ab, man muss hier aufmerksam bleiben.
Das Ende wusste mich nochmal zu überraschen, obwohl ich schon sehr zeitig einiges überblicken konnte.
Leider blieb für mich die Protagonistin etwas unglaubwürdig und so einige ihrer Handlungen für mich nicht nachvollziehbar.
Alles in allem aber ein spannendes Buch, ein starkes Debüt, ich freue mich auf Folgewerke der Autorin.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Vieles ist anders als gedacht

Krakenkind
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"Krakenkind" von Maria Grund ist schon der vierte Teil der Berling-und-Pedersen-Reihe. Für mich war es der erste Thriller der Autorin, die anderen Bände werde ich aber nachholen, diesmal in der richtigen ...

"Krakenkind" von Maria Grund ist schon der vierte Teil der Berling-und-Pedersen-Reihe. Für mich war es der erste Thriller der Autorin, die anderen Bände werde ich aber nachholen, diesmal in der richtigen Reihenfolge.
Sanna ist Polizistin und bereitet sich auf einen Umzug zu ihrem Partner nach Gotland vor, da geschieht in ihrer Nähe, in einer kleinen gemeinde, ein unfassbares Verbrechen. Einer Frau wurde im dunklen Wald schreckliche Gewalt angetan, ihr Hund brutal getötet. Sanna kann jetzt einfach nicht weg, sie muss das aufklären.
Das Buch liest sich schnell, auch dank der Spannung und der kurzen Kapitel. Die Protagonisten und auch Perspektiven wechseln rasch durch. Zu Beginn hatte ich noch mit der Fülle an neuen Personen meine Probleme, diese haben sich aber schnell gelegt.
Die Ermittlungen werden schnell immer komplexer, wir steigen tief in einige Verwicklungen ein und ich war dann schon sehr gespannt auf die Auflösung. Diese hielt so einige Überraschungen bereit, ich würde hier zu viel vorwegnehmen.
Mich hat das Buch gut unterhalten und es wurden hier mehr als ein wichtiges Thema aufgearbeitet und ins Gedächtnis gebracht, was ich sehr wichtig finde.

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