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Veröffentlicht am 03.05.2026

Der Traum von der Modelleisenbahn

Komm spielen
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"Komm spielen" von Linwood Barclay ist für mich der erste Thriller von diesem Autor. Schon nach den ersten Kapiteln hat er mich sehr an meinen absoluten Lieblings-Autor Stephen King erinnert. In meinen ...

"Komm spielen" von Linwood Barclay ist für mich der erste Thriller von diesem Autor. Schon nach den ersten Kapiteln hat er mich sehr an meinen absoluten Lieblings-Autor Stephen King erinnert. In meinen Augen großartig, nicht jeder wird dieses leicht übernatürliche, mysteriöse lieben. Die Erzählweise ist hier langsam, nicht so ausufernd wie bei King, aber schön gemächlich in der Spannung ansteigend. Jede Figur und jeder Ort wird gut beschrieben und aufgebaut.
Es gibt mehrere Zeiten und Personen, die Kapitel wechseln schnell durch, sehr schnell ergibt das alles dann aber einen Sinn.
Annie hat eine schwere Zeit hinter sich, eine berufliche Katastrophe und den Verlust ihres Mannes. So nimmt sie ihren Sohn Charlie und eine Auszeit auf dem Land.
Edwin vertreibt Modelleisenbahnen, aber er gibt jeder davon etwas ganz besonderes mit.
Viel dreht sich hier um diese Eisenbahnen und die verschiedenen Personen, die sie erwerben und mit ihnen spielen und was mit ihnen geschehen ist.
Mich hat das Buch von Beginn an in den Bann gezogen und ich habe es fast am Stück lesen müssen. Hier gibt es nicht nur Spannung, sondern auch leichte Ansätze von Horror und Mystery. Mir würde gefallen, wenn der Autor noch mehr in diese Richtung schreibt.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Spannend und intelligent

Schlafende Vulkane
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"Schlafende Vulkane" von Michael Hjorth und Bjarni Thorsson ist der Auftakt der Helga & Bjarki, einer Island-Thriller-Reihe. Da ich ein großer Fan der Sebastian-Bergman-Reihe bin, musste ich das Buch natürlich ...

"Schlafende Vulkane" von Michael Hjorth und Bjarni Thorsson ist der Auftakt der Helga & Bjarki, einer Island-Thriller-Reihe. Da ich ein großer Fan der Sebastian-Bergman-Reihe bin, musste ich das Buch natürlich gleich lesen.
Kriminalermittlerin Helga Jónsdóttir ist neu im Dezernat für Gewaltverbrechen der Kripo Reykjavik und erhält die Leitung der Ermittlungen im vorliegenden Fall fast zufällig. Eine junge Frau wird in einer leeren Pferdebox gefunden, nackt und tot.
Sehr schnell stellt sich heraus, dass ihr 10-jähriger Sohn Kristófer vor dem Täter fliehen konnte und schnell gefunden werden muss, um eine Überlebenschance zu haben.
Dabei steht ihr der Verkehrspolizist Bjarki und der Suchhund Salka zur Seite. Bjarki war früher auch bei der Kriminalabteilung und bringt sehr viel Wissen und Erfahrung im Gelände mit.
Ruhe kommt hier aber nicht in den Fall, denn schon wieder wird eine tote Frau aufgefunden, wieder eine alleinerziehende Mutter. Serienmörder sind hier die absolute Novität und der Fall bekommt eine ganz andere Wertung.
Während die Ermittlungen laufen, bekommen wir als Lesende Einblicke in die Gedanken und Taten der Ermittler, Opfer und auch des Täters. Die kurzen Kapitel erhöhen das Tempo und die Spannung des ansonsten eher ruhig geschriebenen Thrillers.
Gerade für die Ermittler und ihren Werdegang habe ich mich sehr interessiert, aber noch lange nicht alle Fragen beantwortet bekommen.
Der Fall ist mit diesem Buch abgeschlossen, aber auf weitere mit diesen Ermittlern bin ich sehr gespannt, da wurde es gerade erst so richtig spannend.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Gefesselt ans Haus

Das Signal
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"Das Signal" von Ursula Poznanski ist nicht mein erstes Buch der Autorin und sie hat mich wieder nicht enttäuscht.
Viola Decker erwacht im Krankenhaus und hat bei einem Unfall im eigenen Haus ein Bein ...

"Das Signal" von Ursula Poznanski ist nicht mein erstes Buch der Autorin und sie hat mich wieder nicht enttäuscht.
Viola Decker erwacht im Krankenhaus und hat bei einem Unfall im eigenen Haus ein Bein verloren. An das Ereignis kann sie sich so gut wie gar nicht erinnern.
Ihr Mann Adam holt sie nach Hause und stellt eine Pflegerin für sie ein. Viola fühlt sich dadurch nicht nur eingesperrt, sondern zusätzlich auch überwacht.
Dinge, die sie zum selbständigen Leben braucht, verschwinden, sie weiß nicht mehr, wem sie trauen kann.
So verfällt sie auf die Idee die Dinge zu tracken und schon sehr bald geht sie da noch einen Schritt weiter.
Hier erfährt man so nach und nach das Ausmaß des Geschehens, wir erleben alles aus Violas Sicht, deren Radius erst viel kleiner, dann langsam wieder größer wird.
Das ist alles sehr spannend beschrieben, man fiebert und ermittelt richtig mit Viola mit. Es gibt einige Wendungen, das ist sehr gut durchdacht, nur das Ende erschien mir etwas aufgesetzt zu sein.
Ein empfehlenswertes Buch und auch ein guter Einstieg in das Werk der Autorin.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Wundervolle Bilder aus Worten

Heimkehr nach Morioka
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"Heimkehr nach Morioka" von Yuki Ibuki ist ein Roman, den ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Er ist nicht unbedingt spannend, hat aber so wunderbare Beschreibungen des Lebens und der Kultur ...

"Heimkehr nach Morioka" von Yuki Ibuki ist ein Roman, den ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Er ist nicht unbedingt spannend, hat aber so wunderbare Beschreibungen des Lebens und der Kultur in Japan.
Mio ist 17 und in der Schule wird sie gemobbt, bis sie nicht mehr hingeht. Sie bleibt in ihrem Zimmer und wickelt sich in einen großen roten Schal, selbst gewebt von ihrer Großmutter. Dieser bietet ihr Schutz und Geborgenheit.
Die Situation zuhause spitzt sich für Mio zu und sie reist zu ihrem Großvater, der in der ländlichen Präfektur Iwate noch immer eine exklusive Weberei führt.
Dort entscheidet sie sich dafür in dieses Handwerk einzutauchen und alles über Wolle, Garne und Farben zu lernen.
Die Familienstrukturen sind hier sehr gut beschrieben, man kann die Ängste und Zwänge von jedem gut nachvollziehen, obwohl auch sehr gut die kulturellen Unterschiede zu spüren sind.
Hier sind einige schwere Themen verpackt, wie Mobbing, Eheprobleme, Demenz, Entfremdung, Existenzängste, aber es bleibt immer gut zu lesen, ist hoffnungsvoll und voller schöner Bilder.
Der Roman hat sehr viel Poesie und ich habe Mio sehr gerne auf ihrem Weg ein Stück begleitet.
Vielleicht auch für Einsteiger in die japanische Literatur gut geeignet.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Düstere Familiengeheimnisse

Die Insel meiner Schwester
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„Die Insel meiner Schwester“ von Sara B. Elfgren zieht den Leser sofort in einen atmosphärischen Bann. Die Geschichte beginnt an einem emotionalen Wendepunkt: Mirjam, die sich an einem psychischen Tiefpunkt ...

„Die Insel meiner Schwester“ von Sara B. Elfgren zieht den Leser sofort in einen atmosphärischen Bann. Die Geschichte beginnt an einem emotionalen Wendepunkt: Mirjam, die sich an einem psychischen Tiefpunkt befindet, erhält nach Jahren der Funkstille eine Einladung zum 40. Geburtstag ihrer Schwester. Der Schauplatz ist die abgeschiedene Schäreninsel der Familie – ein Ort voller Kindheitserinnerungen, aber auch voller Schatten.
Was folgt, ist ein psychologisch dichtes Kammerspiel. Elfgren entfaltet die Familiengeschichte meisterhaft durch Mirjams Perspektive und zahlreiche Rückblenden. Besonders faszinierend: Obwohl beide Schwestern keine klassischen Sympathieträgerinnen sind, bleibt die Dynamik zwischen ihnen und ihre gemeinsame Leidensgeschichte absolut fesselnd. Ein spannender Roman über Traumata und toxische Beziehungen, der in einem packenden Finale gipfelt.

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