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Veröffentlicht am 06.03.2019

Lesehighlight!

EinBlick
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“Dies ist Ihre persönliche Schlacht, und das sollten Sie sich gestern schon bewusst gemacht haben, nicht erst jetzt. Mit Ihrer Rückkehr nach Regensburg hat die Schlacht begonnen, und Sie sind ein Narr, ...

“Dies ist Ihre persönliche Schlacht, und das sollten Sie sich gestern schon bewusst gemacht haben, nicht erst jetzt. Mit Ihrer Rückkehr nach Regensburg hat die Schlacht begonnen, und Sie sind ein Narr, wenn Sie wirklich gedacht haben, Sie könnten Ihrer Vergangenheit ins Gesicht blicken, ohne sich dabei die Augen zu verblitzen.”

Meinung

Ich konnte mir zu Beginn unter dem Wort MysteryKrimi wenig vorstellen, das gebe ich ganz offen zu. Da mein letzter gelesener Krimi jedoch schon eine Weile her war, war ich umso gespannter und kann nun mit Fug und Recht behaupten, dass EinBlick ein absolutes Lesevergnügen war!

Der Plot ist extrem spannend gestaltet. Ich konnte kaum aufhören, hing doch irgendwie alles mit den Protagonisten zusammen. Und irgendwie haben wir hier zwei davon. Einmal den Sonderermittler Tizian Wolff, über dessen Gefühlswelt und seelischen Abgründe wir viel erfahren und der eine Gabe besitzt und auf der anderen Seite der Regensburger Kriminalpolizist David Hedock, mit dem er in diesem Fall zusammen arbeitet. Beide kennen sich noch nicht, werden sich jedoch im Laufe der Geschichte näher miteinander befassen müssen. Und genau das ist ein wichtiger Punkt! Besonders diese psychischen Dialoge zeichnen diesen Roman extrem aus. Keine leichte Kost, sehr komplex geschrieben, tauchen wir in die menschliche Psyche ab. Das große Stichwort heißt Wahrnehmung.

“Wenn wir nicht hinsehen, uns die Realität mit all ihren Facetten nicht ansehen, leben wir nur in Lügen.”

Die Dialoge strecken sich über einige Seiten, fast vollständige Kapitel spielen sich in den Erinnerungen der Protagonisten ab. Das macht den Roman aber keinesfalls langweilig und trocken, nein, es macht ihn eher interessant, finde zumindest ich.

Wer hier bestialische Morde, viel Blut und Tamtam erwartet, ist an der falschen Adresse. Versteht mich nicht falsch, die Gewalt ist da und man wird auch mit einigen furchtbaren Morden konfrontiert, aber der psychologische Aspekt der eigenen Wahrnehmung spielt doch eine größere Rolle.

Melanie Meier hat einen wunderbaren Schreibstil, sehr detailliert beschreibt sie die einzelnen Szenen. Ihre Protagonisten, allen voran Tizian, sind wunderbar ausgearbeitete Charaktere mit Tiefgang, Ecken und Kanten. Wir haben hier keinen Playboy-Ermittler, den die Frauenherzen zu Füßen liegen (zum Glück), sondern eher den Typ “Einsamer Wolf”, der schlimme Sachen erlebt hat und versucht diese zu verarbeiten. Eigenwillig, etwas verkorkst, aber liebenswert mit einem reinen Herzen.

Ich bin so froh, diesen Krimi gelesen zu haben, der für mich ein absolutes Novum war. Wer ein bisschen was zum Nachdenken braucht, ist hier an der richtigen Adresse, daher gibt es von meiner Seite eine klare Leseempfehlung!

Fazit

Ein Kriminalroman, der sich mit der menschlichen Wahrnehmung unserer Gesellschaft befasst. Ein Ermittler, der eine mysteriöse Gabe besitzt. Zusammen ergibt das ein einzigartiges Leseerlebnis, das ich jedem empfehlen möchte, die sich nicht nur von der Geschichte berauschen lassen, sondern auch etwas mitdenken und erfassen wollen.

Eure Mädels von BookieDreams

Veröffentlicht am 06.03.2019

Ein witziger, fantasievoller Jugendroman!

Silber - Das erste Buch der Träume
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“Vielleicht verlor ich ja einfach nur meinen Verstand? Das wäre wenigstens eine logische Erklärung gewesen – und ich sehnte mich nach einer logischen Erklärung.”

Meinung

Mit Silber habe ich schon lange ...

“Vielleicht verlor ich ja einfach nur meinen Verstand? Das wäre wenigstens eine logische Erklärung gewesen – und ich sehnte mich nach einer logischen Erklärung.”

Meinung

Mit Silber habe ich schon lange geliebäugelt, daher war es an der Zeit, es zu lesen und zu hören, gerade weil eine Freundin es mir empfohlen hatte. Das Buch ist schon an sich ein ganz toller Hingucker, es sieht sehr edel aus und ich liebe Bücher, die auch ohne Schutzumschlag wunderschön aussehen. Die Tür und der Salamander und die vielen kleinen Details passen wunderbar zu dieser schönen Geschichte.

Die Geschichte handelt von Olivia „Liv“ Silber und wie sie sich auf die Spuren der Träume begibt, denn an diesen geheimen Orten geschehen Dinge, die sie wirklich erlebt, und sie ist nicht alleine. Gegen Grayson und seine drei Freunde Henry, Jasper und Arthur muss sie sich behaupten und was dabei alles passieren kann, könnt ihr in Silber: Das erste Buch der Träume herausfinden. Es ist eine bunte Abwechslung zwischen dem chaotischen Leben von Liv, ihrem witzigen Schulalltag und den Berichten des Tittle-Tattle-Blogs und den teils abenteuerlichen aber auch aufregenden Träumen.

Ich fand Liv sympathisch, auch wenn sie hin und wieder etwas naiv und unreif gewesen ist. Sie ist zwar eine Jugendliche, aber manches Mal dachte ich: na holla, junges Fräulein! Nichtsdestotrotz ist sie mutig, witzig und neugierig, lässt sich von den Jungs auch nicht unterkriegen. Die Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt, was ich interessant fand, da man wirklich dabei ist, wie sie die einzelnen Geheimnisse entdeckt und ihnen auf den Grund geht.

Silber ist nicht das erste Buch, was ich von Kerstin Gier gelesen habe. Die Edelstein-Trilogie hatte mir schon sehr gefallen und bei diesem Buch hier habe ich auch wieder gemerkt, wie gut mir der Schreibstil der Autorin gefällt. Ich musste sehr oft lachen und schmunzeln und fand viele Dinge wahnsinnig niedlich und witzig gelöst. Es liest sich auch wunderbar flüssig.

Das Buch ist für einige Überraschungen offen und ich habe bis zum Ende gerätselt, was es mit den Träumen auf sich hat und was man mit ihnen so anstellen kann. Auch die Idee mit den Träumen finde ich einfach nur genial und hat mich von Anfang an gefesselt. Daher werde ich definitiv die Fortsetzung lesen.

Das Hörbuch kann ich ebenfalls sehr empfehlen. Gelesen wird es von Simona Pahl, die die Stimmen der verschiedenen Figuren sehr schön herüberbringt und sehr gut betont. Auch den Tittle-Tattle-Blog hat sie sehr witzig betont, typisch Teenie eben. Mir hat es gefallen!

Ein schönes Jugendbuch für Zwischendurch, was mir eine tolle Lese- und Hörzeit beschert hat!

Fazit

Ein witziger, fantasievoller Jugendroman über Träume sowie deren Auswirkungen und ein paar Schwärmereien zwischen Jugendlichen inmitten eines chaotischen Schulalltags!

Veröffentlicht am 06.03.2019

Ein schönes Jugendbuch im Romantik-Science-Fiction-Stil!

Wir zwei in fremden Galaxien
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„Und in dem Moment wird mir bewusst, warum Emme und ich in letzter Zeit nicht gut miteinander auskommen: Sie ist immer noch der Meinung, dass man dieser sinnlosen Existenz etwas Positives abgewinnen kann. ...

„Und in dem Moment wird mir bewusst, warum Emme und ich in letzter Zeit nicht gut miteinander auskommen: Sie ist immer noch der Meinung, dass man dieser sinnlosen Existenz etwas Positives abgewinnen kann. Und ich nicht.“

Meinung

Ich habe das Cover gesehen und war sofort fasziniert. Das Lila gefällt mir sehr und durch die Lichtpunkte leuchtet es so schön, woraufhin ich wirklich hängen geblieben bin und mir das Buch und das Hörbuch näher angesehen habe.

Bei Wir zwei in fremden Galaxien handelt es sich um ein Science-Fiction-Jugendbuch mit jeder Menge Romantik. Mich hat es ein bisschen an den Film Passengers erinnert, nur, dass der Film weitaus actionreicher und gefährlicher war als es das Buch gewesen ist. Es war spannend, aber auch unglaublich niedlich und herzerwärmend.

Seren lebt auf dem Raumschiff Ventura, welches inmitten des Universums unterwegs ist. Das Leben auf diesem Schiff ist klar geregelt. Jeder hat seine Aufgabe, Lebenspartner werden festgelegt, alles um den Fortbestand der Menschen auf der Ventura zu sichern. Auch Seren muss sich diesem System beugen, doch es fällt ihr schwer, denn sie hat sich in Dom verliebt, der aber nicht ihr Lebenspartner ist. Und damit ist das Chaos perfekt und beide müssen beweisen, ob ihre Gefühle stark genug sind, um es mit den Gesetzen und der Führung im Schiff aufnehmen zu können.

Seren fand ich cool. Sie ist mutig, nimmt kein Blatt vor den Mund und kämpft um das, was sie liebt und das spürt man von Anfang an. Aus ihrer Sicht die Geschichte zu erleben, hat mir gefallen, da gerade die Gedanken und Gefühle sehr gut festgehalten wurden. Das Einzige, was mich zwischendurch gestört hat, war der Gedanke: “Oh nein, ich kann ohne ihn nicht leben”. Vielleicht bin ich, was das angeht, auch einfach schon zu alt dafür.

Domingo, oder auch Dom genannt, fand ich sehr nett, auch das Kennenlernen der beiden war sehr stimmig und harmonisch. Kurzzeitig dachte ich, dass er noch ein Stück aus sich herauskommen kann, aber das tat er dann zum Ende und fand den gleichen Mut, wie Seren ihn hatte. Gerade das spanische Flair an ihm hat mir sehr gefallen und brachte etwas Abwechslung in die Geschichte.

Der Anfang war sehr ruhig, bis dann sehr viel Schlag auf Schlag passierte. Das Ende war nicht überraschend, aber es blieb offen. Kate Lings Schreibstil hat mir gefallen, gerade die Gedanken hat sie gut getroffen. Die ein oder andere Beschreibung des Universums hätte ich mir aber noch gewünscht. Das System, das Führungsregime und allgemein das Raumschiff fand ich sehr, sehr interessant. Zwischendurch habe ich mich doch tatsächlich dabei erwischt, wie ich mir das Leben an Bord vorgestellt und ob ich genauso wie Seren gehandelt hätte.

Alles in allem war es ein sehr schöner Auftakt, ich freue mich auf die Fortsetzung!

Fazit


Ein schönes Jugendbuch im Romantik-Science-Fiction-Stil! Nach einem ruhigen Anfang nimmt die Geschichte an Fahrt auf, Seren muss sich beweisen und am Ende die Entscheidung ihres Lebens treffen: leben oder lieben?

Veröffentlicht am 14.02.2019

Tolle Grundidee mit Potenzial nach oben!

Dämonentage
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“Ich glaube, es war kein Zufall, dass wir uns begegnet sind. Das war vorherbestimmt. Schicksal.”

Meinung

Erst vor kurzem haben wir die letzten fünf Tage des Jahres erlebt. Die Dämonentage. Nur dass wir ...

“Ich glaube, es war kein Zufall, dass wir uns begegnet sind. Das war vorherbestimmt. Schicksal.”

Meinung

Erst vor kurzem haben wir die letzten fünf Tage des Jahres erlebt. Die Dämonentage. Nur dass wir etwas mehr Glück hatten als die Menschen in dem Buch von Nina MacKay, denn in dem Roman öffnen sich die Höllentore in den letzten Tagen, Jahr für Jahr, sobald die Sonne untergeht. Die Dämonen tummeln sich auf der Erde und wollen fressen. Adriana, unsere Protagonistin, hat z.B. in solchen Nächten schon einige Menschen verloren, die ihr viel bedeutet haben…

Der Schreibstil von Nina MacKay ist jugendlich frisch, denn die ganze Welt ist sehr modern gehalten. Dämonen-Übersetzungs-App, Hologramme, Schnellzüge & Co. inklusive. So hat man keinerlei Probleme, die Thematik zu erfassen. Schön fand ich auch die hierarchischen Erklärungen der Hölle und der Dämonenwesen. Was mich sehr positiv überrascht hat, war, dass die doch schon sehr religiösen Themen (Kampf zwischen Engeln und Dämonen/Himmel und Hölle) nicht zu detailliert religiös abgehandelt wurde. Es zog sich dadurch nichts in die Länge, es kam keinerlei Langeweile auf.

Allgemein bin ich von der Idee der Dämonentage völlig begeistert!

Einen großen Kritikpunkt muss ich jedoch vergeben und das ist hier der Plot. Leider war für mich alles viel zu viel Friede-Freude-Eierkuchen, um es mal etwas salopp auszudrücken. So dachte man, dass man bei Cruz auf einen heißen BadBoy trifft, jedoch stellte man schnell fest, dass es sich hierbei eher um einen kleinen Schmusetiger handelt. Ich hätte mir als Leserin ein paar mehr Hürden gewünscht, die unmöglich zu überwinden scheinen und mit Tränen und harte Arbeit aus dem Weg geschafft werden. Die ganze Lösung des “Problems”, welches in der Geschichte nun einmal die Haupthandlung betrifft, wurde in meinen Augen einfach viel zu harmonisch gelöst. Schade eigentlich, denn dadurch wurde die Handlung einfach zu unrealistisch. Auch die Tiefe und Entwicklung der einzelnen Charaktere kamen in meinen Augen etwas zu kurz, hier wünsche ich mir einen enormen Sprung zum zweiten Band hin.

Lobend möchte ich noch den Cliffhanger zum Ende erwähnen, damit hätte auch ich nicht gerechnet und ich bin gespannt, wie sich Adriana nun entwickeln wird und wie allgemein die Folgen aussehen werden.

Fazit

Ein schöner Jugendfantasy-Roman mit einer originellen Grundidee, leider fehlen ein paar Ecken und Kanten, um ihn abzurunden. Ich hoffe, dass die Fortsetzung das Potenzial mehr ausschöpfen wird, denn da ist es, ohne Frage.

Veröffentlicht am 13.01.2019

Einfach nur Wow!

Die Krone der Dunkelheit
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Wow… einfach nur wow… Laura Kneidl beweist mit dem Auftakt dieser Reihe, dass sie nicht nur im Romance-Bereich herausragend ist, sondern genauso gut High-Fantasy schreiben kann! Ich bin restlos begeistert! ...

Wow… einfach nur wow… Laura Kneidl beweist mit dem Auftakt dieser Reihe, dass sie nicht nur im Romance-Bereich herausragend ist, sondern genauso gut High-Fantasy schreiben kann! Ich bin restlos begeistert! Einen solchen Weltenbau findet man nicht überall und genau dieses Detailreiche, diese überragende Tiefe dieser Fantasy-Welt hat mich einfach mitgerissen.

Menschen, Fae, Wächter, Alchemisten… Magie… Königinnen, Prinzessinnen, Prinzen, Assassine, sogar Piraten gibt es! Da stellt sich einem die Frage, was gibt es nicht? Ich glaube Laura Kneidls Welt hat keine Grenzen, Hut ab, vor dieser Fantasie!

Ihr Schreibstil ist wundervoll. Sie beschreibt Szenen, Orte, Figuren so detailliert, dass ich sie mir vor meinem geistigen Auge wunderbar vorstellen kann, dennoch wird es nicht zu viel. Die Gedanken und Gefühle der Protagonisten sind für mich immer nachvollziehbar gewesen, immer menschlich und so nah. Ich habe mit ihnen gekämpft, war mutig, war selbstlos, habe versucht, mich zu finden und bin gewachsen. Speziell muss ich jedoch die einzelnen Charaktere hervorheben, denn davon gibt es einige! Jeder einzelne Charakter ist einfach so besonders! Ich habe selten bis fast nie ein Buch gelesen, in dem mich jeder einzelne von ihnen so sehr interessiert hat! Ich wollte alles wissen, von JEDEM! Jeder Perspektivwechsel war wie ein Freudenschrei und dann war es doch fast zu kurz. Mehr… Mehr… MEHR! Man kann einfach nicht genug bekommen!

Obwohl es gerade zu Beginn ein paar Stellen gab, die sich etwas zäh gelesen haben, kann ich sagen, das sich das Dranbleiben lohnt! Und wie… Es gibt zig Wendungen, so vieles zu entdecken, zum Schluss nimmt das Buch so viel an Geschwindigkeit auf – es war einfach nur grandios!

Ihr seht also, ich bin restlos beeindruckt! Ich bin fest der Ansicht, dass es für jeden Fantasy-Leser etwas zu entdecken und zu lieben gibt. Gerade diese Vielfältigkeit zeichnet diesen ersten Band besonders aus.

Fazit

Ein komplexer Fantasy-Auftakt, der eine unendliche Welt erahnen lässt und Charaktere hervorbringt, die einen verzaubern können!