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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2024

Konnte mich nicht so sehr begeistern wie die restliche Reihe

The Brooklyn Years - Wonach wir uns sehnen
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"Wonach wir uns sehnen" ist der siebte Band der Brooklyn Years-Reihe und leider für mich bisher der schwächste Band. Ich wurde mit den Protagonisten einfach nicht warm, Tank ließ zu sehr das immer an Sex ...

"Wonach wir uns sehnen" ist der siebte Band der Brooklyn Years-Reihe und leider für mich bisher der schwächste Band. Ich wurde mit den Protagonisten einfach nicht warm, Tank ließ zu sehr das immer an Sex interessierte Alphamännchen raushängen und Bess spielte dazu passend die hörige Partnerin. Zwar konnten die beiden auch exzellent miteinander Eishockey schauen (und dem Leser so demonstrieren, dass sie auch noch durch andere Dinge verbunden sind), aber so richtig hab ich ihnen den Sprung von der Affäre zur Beziehung nicht abgekauft.

Die Handlung war ziemlich vorhersehbar, und dazu kam auch noch das in diesem Genre leider weit verbreitete Problem der Non-Kommunikation. Auch das Ende konnte mich nicht begeistern - schade, dass Sarina Bowen nicht den Mut hatte, ihre Protagonisten mal einen anderen Weg gehen zu lassen als das "Standard-Happy End".
Einzig die Interaktion mit den Mannschaftskameraden und den liebgewonnenen Protagonisten der ersten Bände zauberte mir öfters mal ein Lächeln oder sogar ein astreines Lachen ins Gesicht.

Am Schreibstil ist wie immer nichts auszusetzen - ich mag Sarina Bowens frische, leichte Art zu erzählen und daran hat sich auch durch meine Meinung zum Inhalt dieses Romans nichts geändert.

Mein Fazit: Nicht mein Lieblingsband der Reihe. Gut gefallen hat mir die erneute Verknüpfung zur True North-Reihe in Gestalt von "Dave aus Brooklyn". Ich hoffe, das Band 8 bald übersetzt wird und wir dann wieder mit einer 4-5 Sterne-Bewertung weiter machen können. Für Band 7 gibts nun erst mal 2,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 22.02.2024

Die Sängerin und der Goalie

The Brooklyn Years - Wo wir hingehören
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Auf die Geschichte von Goalie Silas und Sängerin Delilah habe ich mich sehr gefreut - Silas hat bereits in den ersten Bänden der Brooklyn Years-Reihe einen recht guten Eindruck bei mir hinterlassen, und ...

Auf die Geschichte von Goalie Silas und Sängerin Delilah habe ich mich sehr gefreut - Silas hat bereits in den ersten Bänden der Brooklyn Years-Reihe einen recht guten Eindruck bei mir hinterlassen, und dabei ist es auch geblieben. Ein sehr teamorientierter, hilfsbereiter und aufopferungsvoller Kerl, ein "Kümmerer", einer von den Guten. Auch Delilah fand ich sehr interessant, vor allem wegen ihrer Phobie und ihrem Umgang damit.

Das Buch ist in zwei Zeitebenen geschrieben - zum einen in der Vergangenheit, in der sich Silas und Delilah zum ersten Mal begegnen, und zum anderen in der Gegenwart, als sie sich wieder treffen und sich die Möglichkeit zu einer zweiten Chance für ihre Liebe ergibt. Zwischen ihnen steht allerdings ein Geist aus der Vergangenheit, ebenso wie ihre beiden sehr hektischen Leben, die im ersten Moment absolut unvereinbar erscheinen. Doch es heißt ja nicht umsonst, dass Liebe alle Hindernisse überwindet...

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Ich fand die beiden sehr entspannt in ihrem Umgang miteinander und konnte mich gut auf ihr vorsichtiges Herantasten einlassen. Außerdem hab ich mich sehr über die gut funktionierende und äußerst erwachsene Kommunikation zwischen den beiden gefreut, sehr erfrischend in diesem Genre. Besonders schön fand ich die Kapitel auf der Insel, das Unbeschwerte, Leichte.
Die Handlung war für meinen Geschmack recht vorhersehbar, trotz der eingebauten Spannungselemente. Dennoch ist die Geschichte schön geschrieben, und vor allem Fans der Reihe werden auch diesen Band lieben.

Mein Fazit: Ein weiterer sehr gelungener Roman aus dem Brooklyn Bruisers-Universum. Zwar etwas vorhersehbar, aber trotzdem sehr unterhaltsam. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 16.02.2024

Alles andere als einfach gestrickt

Remember when Dreams were born
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Wer eine einfach gestrickte Liebesgeschichte erwartet, ist bei Anne Goldberg komplett falsch. Die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser auf die falsche Fährte zu führen und ihn am Ende komplett aus ...

Wer eine einfach gestrickte Liebesgeschichte erwartet, ist bei Anne Goldberg komplett falsch. Die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser auf die falsche Fährte zu führen und ihn am Ende komplett aus der Bahn zu werfen. Die Geschichte von Maggie und Tom ist dementsprechend vieles, aber definitiv nicht langweilig: humorvoll, emotional, tiefgründig, überraschend, tragisch und noch sooo vieles mehr...

Besonders gut gefallen hat mir der wertschätzende Umgang der beiden Protagonisten miteinander und die witzigen Dialoge / E-Mails, die von großer Zuneigung zeugen. Tom hat sich in seiner Rolle als letzter Gentleman Englands sofort in mein Herz gestohlen, und auch Maggie hat mir mit ihrer Stärke sehr imponiert.

Mein Fazit: "Remember when dreams were born" ist kein Roman, sondern ein wahres Leseerlebnis. Lasst euch darauf ein, lasst euch überraschen und haltet die Taschentücher bereit! 4,5 von 5 Sternen gibts von mir.

Veröffentlicht am 12.02.2024

Grandiose Trilogie - mitreißend, intensiv und voller Gefühl

Only One Song | Only one Letter | Only One Note – 3 Romane in einem eBook!
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Die Only One-Reihe von Anne Goldberg hat mich schier aus den Socken gehauen. In den drei Romanen werden die Geschichten dreier Paare erzählt, die alle auf die ein oder andere Art miteinander verwoben sind ...

Die Only One-Reihe von Anne Goldberg hat mich schier aus den Socken gehauen. In den drei Romanen werden die Geschichten dreier Paare erzählt, die alle auf die ein oder andere Art miteinander verwoben sind und die mich alle tief berührt haben. Anne Goldbergs Erzählstil ist geprägt von tiefer Emotion, Intensität und Liebe zum Detail, aber auch von Humor und Wortwitz. Sie versteht es meisterlich, den Leser auf eine Klimax zuzuführen, dabei jede Menge Andeutungen zu machen und ihn trotzdem am Ende schockiert und fassungslos angesichts der überraschenden Plottwists zurückzulassen.

Hervorheben möchte ich auch die liebevoll und detailliert angelegten Charaktere, die mich in ihrer unperfekten Art allesamt ganz schnell in ihren Bann ziehen konnten. Mein Lieblingsband ist die Geschichte von Nell und Charles, Band 3.

Grundsätzlich sind die drei Geschichten wohl auch einzeln zu lesen. Allerdings versteht man die einzelnen Bände nur dann in Gänze, wenn man die gesamte Trilogie gelesen hat, am besten in einem engen zeitlichen Kontext, da viel Gemeinsames zwischen den Zeilen steckt.

Mein Fazit: Ich kann euch dieses Bundle wirklich nur sehr ans Herz legen - ihr werdet garantiert überrascht sein! Aber Achtung: Taschentücher bereit legen! Für dieses erste Lesehighlight des Jahres vergebe ich gerne 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 12.02.2024

Der schwächste Band der Reihe - aber immer noch grandios!

Only One Letter
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Bereits aus dem ersten Band der Only One-Reihe wusste ich, dass Anne Goldberg nicht vor ganz großen, schockierenden Themen zurückschreckt. Aber ich wusste auch, dass sie absolut in der Lage ist, diese ...

Bereits aus dem ersten Band der Only One-Reihe wusste ich, dass Anne Goldberg nicht vor ganz großen, schockierenden Themen zurückschreckt. Aber ich wusste auch, dass sie absolut in der Lage ist, diese Themen sensibel und wertschätzend zu verpacken und in eine humorvolle, optimistische Rahmenhandlung einzubetten.

In „Only One Letter“ hat mir eben diese Rahmenhandlung ein wenig gefehlt. Es gibt einen Handlungsstrang, der in der Vergangenheit in London spielt und der in Form von Notizbucheinträgen wiedergegeben wird, und es gibt einen Handlungsstrang, der in der Gegenwart in den USA angesiedelt ist. In beiden Strängen steht der Umgang mit bestimmten vergangenen Ereignissen im Vordergrund, aber außen rum passiert nicht allzu viel. Die einzelnen Kapitel drehen sich abwechselnd um Vergangenheit und Gegenwart, so dass der Leser langsam in beiden Handlungssträngen auf eine Klimax zugeführt wird. Ich hab dabei den zeitlichen Kontext oft ein wenig aus den Augen verloren, was mir das Lesen ein wenig erschwert hat.

Das Buch ist dennoch alles andere als langweilig. In den Notizbuch-Passagen begleiten wir Liz dabei, wie sie auf eigene Faust versucht, sich nach einem traumatischen Erlebnis wieder zurück in die Normalität zu arbeiten. Nate steht ihr im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützend bei und zeigt uns dabei seine ruhige, zuverlässige und bedingungslos loyale Seite. In London herrscht das Lachen, die Liebe und die Leichtigkeit. Die Gegenwarts-Passagen in den USA zeichnen ein ganz anderes Bild, vor allem von Nate, der plötzlich patriarchalisch, in sich gekehrt, fast schon lieblos Liz gegenüber wirkt. Über den Ursprung der Wesensänderung kann der Leser anfangs nur wild spekulieren, und Anne Goldberg versteht es meisterhaft, falsche Fährten auszulegen, so dass die Wahrheit am Ende mal wieder viel schockierender und trauriger ist, als man es erwartet hätte.

Mein Fazit: Ein sehr ergreifendes Buch über wichtige Themen, die leider oft noch sehr tabubehaftet sind. Toll ausgearbeitete Charaktere mit klarer und verständlicher Entwicklung. Aufgrund der etwas dünnen Rahmenhandlung aber nicht so mitreißend wie Band 1. Für „Only One Letter“ gibt’s deshalb 4 von 5 Sternen.