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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2021

Konnte mich leider nicht berühren.

Winston Brothers
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Dieses Buch ist das zweite, das ich aus der Winston Brothers-Reihe von Penny Reid gelesen habe. Die Reihenfolge habe ich damit überhaupt nicht eingehalten (der Protagonist Roscoe ist der jüngste der Brüder), ...

Dieses Buch ist das zweite, das ich aus der Winston Brothers-Reihe von Penny Reid gelesen habe. Die Reihenfolge habe ich damit überhaupt nicht eingehalten (der Protagonist Roscoe ist der jüngste der Brüder), aber da es sich um einen in sich abgeschlossenen Roman handelt, hatte dies keinen Einfluss auf meine Bewertung.

Worum geht es? Kurz zusammengefasst begegnen sich Roscoe und seine beste Freundin aus Kindheitstagen, Simone Payton, nach einigen Jahren Funkstille wieder und beide müssen feststellen, dass die romantischen Gefühle, die damals gerade angefangen hatten zwischen ihnen zu sprießen, in der Zwischenzeit nicht abgekühlt sind. Was Roscoe nicht weiß: Simone ist inzwischen beim FBI und hat in ihrer alten Heimatstadt einen Auftrag zu erledigen...

Die Winston Brüder sind allesamt recht spezielle Charaktere. Roscoe ist da keine Ausnahme - er besitzt ein situationsbedingt fotografisches Gedächtnis und ist deshalb stets darum bemüht, nur bestimmte Erinnerungen zu sammeln, die dann in seinem Erlebnisspeicher landen. Als männlichen Protagonisten fand ich ihn zwar ganz nett, aber eben äußerst seltsam - so richtig konnte ich mich für ihn nicht erwärmen. Ich könnte ihn mir gut als Kumpel vorstellen, aber sexy war er ehrlich gesagt nicht.
Simone hatte in diesem Roman eine recht schwierige Rolle zu spielen, dadurch, dass sie ja quasi ein Doppelleben führte. Sie fand ich ab und an ein bisschen nervig, aber ansonsten recht taff.
Das Schöne an dieser Reihe ist der familiäre Zusammenhalt der Geschwister - man fühlt sich da direkt gut aufgehoben.

Der Plot hat mir gut gefallen, aber ich fand die Geschichte teilweise schlecht ausgearbeitet. Manche Themen wurden angeschnitten, aber nicht zu Ende gebracht, und es gab recht viele Längen, die die Entwicklung sehr verlangsamten. In den Schlüsselszenen wurde dafür an Worten gespart - das war nicht ausgewogen.
Schön fand ich, dass zum Beispiel auch das wichtige Thema Rassendiskriminierung einen Platz in diesem Buch fand - es war gut integriert und hatte einen angemessen Raum in der Handlung.

Mein Fazit: Wer auf etwas seltsame Männer steht, ist bei den Winston Brothers gut aufgehoben. Mir persönlich ist dieser Teil der Reihe zu lang geworden - die Hälfte des Buches hätte wahrscheinlich auch gereicht. So konnte mich der Roman leider nicht besonders berühren und ich war tatsächlich ganz froh, als ich am Ende angelangt war. Ich vergebe gut gemeinte 3 von 5 Sternen, bin aber noch nicht ganz sicher, ob ich mir die andere Teile der Reihe auch noch anschauen werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2021

"No love without trust"

Trust My Heart - Golden-Campus-Trilogie, Band 1
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„Trust my heart“ ist der erste Teil der Golden Campus-Trilogie von Lyla Payne. Mich hat sofort das wunderschöne Cover angesprochen, das einerseits mit dem weißen Hintergrund sehr schlicht, aber ...

„Trust my heart“ ist der erste Teil der Golden Campus-Trilogie von Lyla Payne. Mich hat sofort das wunderschöne Cover angesprochen, das einerseits mit dem weißen Hintergrund sehr schlicht, aber andererseits dennoch durch Glitzereffekte ein richtiger Eyecatcher ist.

Es geht in der Geschichte um die 17jährige May, die nach dem Tod ihrer Großmutter alleine in Golden Isles, einem Nobelwohnort in South Carolina, lebt. Auf der Golden Isles Academy hat sie kaum Freunde, doch als sie Felix James und seine Geschwister kennenlernt, hat sie plötzlich Zugang zu den höheren Kreisen der Insel. Und Felix weckt ganz neue Gefühle in ihr, die sie sich geschworen hatte, niemals zuzulassen…
May ist an sich ein sehr sympathisches, junges Mädchen, das früh lernen musste, auf eigenen Beinen zu stehen und für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Felix wiederum ist das genaue Gegenteil von ihr: aus wohlhabenden Verhältnissen und mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Mund geboren, lässt er keine Gelegenheit zu feiern aus. Das Einzige, was die beiden augenscheinlich gemeinsam haben, ist, dass sie aus problematischen familiären Verhältnissen kommen, wenn auch aus total unterschiedlichen Gründen.

Ich fand beide Protagonisten ganz nett, konnte aber zu keinem von beiden einen richtigen Draht aufbauen. Das kann auch daran liegen, dass der Roman eine recht kindliche Grundstimmung hatte, was wiederum nicht so ganz zur Handlung passte. Generell hatte ich mit diesem Buch ein kleines Glaubwürdigkeitsproblem: Felixs Entwicklung weg von seinem „wilden Dasein“ ging mir einfach zu schnell und auch seine Freunde waren mir May gegenüber etwas zu aufgeschlossen. Es gab zwar Erwachsene in diesem Roman, aber sie waren für meine Begriffe in Anbetracht der Tatsachen zu passiv. Außerdem lernt May innerhalb eines Vormittags Skifahren – wer einmal auf Skiern gestanden hat, weiß, wie unrealistisch das ist…

Da es ja noch zwei weitere Teile dieser Reihe gibt, wurden auch einige Themen angeschnitten, die dann nicht zu Ende erzählt wurden. Einerseits verständlich, weil die Reihe ja eine runde Sache ergeben soll, andererseits konnte man so oft keine tieferen Gefühle für die Personen oder die Handlungen aufbauen. Gerade von Noah hätte ich zum Beispiel gerne mehr erfahren oder auch von Jo – aber damit hätte die Autorin sich den Stoff für Teil 2 verbaut.

Grundsätzlich fand ich den Roman auch recht vorhersehbar. Die meisten Twists waren quasi angekündigt und man wartete nur noch darauf. Eigentlich schade, da der Plot bestimmt auch genug Potenzial für Alternativen gehabt hätte.

Mein Fazit: Es war eine nette Geschichte für zwischendurch und ich kann mir durchaus vorstellen, der Reihe mit dem zweiten Teil noch eine Chance zu geben. Vom Hocker gerissen hat sie mich allerdings auch nicht – deshalb gibt es von mir 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 08.05.2021

Leider nicht mein Geschmack

The Second Princess. Vulkanherz
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"The second princess - Vulkanherz" ist ein Fantasy-Jugendroman von Christina Hiermer. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und auch das samtig-schwarze Cover mit den silbernen Highlights fand ich ...

"The second princess - Vulkanherz" ist ein Fantasy-Jugendroman von Christina Hiermer. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und auch das samtig-schwarze Cover mit den silbernen Highlights fand ich klasse, doch leider konnte mich der Roman am Ende nicht überzeugen.

Die Handlung an sich hätte viel Potenzial gehabt und es gab durchaus auch gute Szenen in diesem Buch. Vor allem die Szenen im Dschungel haben mir gut gefallen, das war alles sehr mystisch und packend beschrieben. Dennoch musste ich leider feststellen, dass die Handlungen der Charaktere oft willkürlich und nicht nachvollziehbar waren, und auch die Logik ist das ein oder andere Mal auf der Strecke geblieben. Die Geschichte blieb an vielen Punkten nur an der Oberfläche - die Tiefe fehlte komplett.

Mein Hauptkritikpunkt sind die Protagonisten Saphina und Dante. Beide waren für mich komplett unsympathisch, Dante absolut undurchsichtig und voller Stimmungsschwankungen, Saphina ständig zickig und komplett unreif - es war phasenweise echt anstrengend, den beiden bei ihrem Abenteuer zu folgen. Möglicherweise findet die Zielgruppe des Romans - die Jugendlichen - eher einen Zugang zu diesen beiden - ich würde es mir wünschen.

Mein Fazit: Leider konnte das Buch überhaupt nicht halten, was der Klappentext versprochen hat. Ich kann deshalb nur 2 von 5 Sternen vergeben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2021

Eichhörnchen Salty auf großer Fahrt

Paradise Pirates
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Ahoi, ihr Landratten, hier kommen die "Paradise Pirates"! Jay Spencer hat in diesem Piraten-Roman für Kinder ab 7 Jahren eine bunte Crew an tierischen Seemännern erfunden. Zusammen mit Salty, ...

Ahoi, ihr Landratten, hier kommen die "Paradise Pirates"! Jay Spencer hat in diesem Piraten-Roman für Kinder ab 7 Jahren eine bunte Crew an tierischen Seemännern erfunden. Zusammen mit Salty, Captain Scratch und ihren Freunden durchqueren die jungen Leser das Paradise-Archipel auf der Suche nach Saltys Freundin Ozeane und einem sagenumwobenen Schatz. Keine leichte Aufgabe, da immer wieder die Admiralin der Topaz Navy, aber auch die gefürchteten Piraten der "Pack" ihren Weg kreuzen...

Vom Unterhaltungsfaktor her kann man über dieses Buch nicht meckern. Die Geschichte ist lustig und voller Spannung erzählt, und die Tiere, die wir kennenlernen, sind unheimlich liebenswert in all ihrer Verschiedenheit. Auch der Gedanke hinter dem Buch ist äußerst lobenswert: Freunde halten zusammen und im Team kann man alles schaffen! Gerade in der heutigen Zeit Werte, die für Kinder unerlässlich sind... Uns haben auch die Bilder und die Umschlaggestaltung sowie die Landkarte im Buchdeckel super gut gefallen - schön bunt und detailreich, man konnte sich richtig gut in die Geschichte hinein versetzen.

Bemängeln muss ich leider das verwendete Vokabular. Mein Sohn ist fast 9 Jahre alt und eine richtige Leseratte - dennoch hatte er schon nach einigen Seiten keine Lust mehr, das Buch selbst zu lesen, sondern wollte es sich nur noch vorlesen lassen. Der Grund waren die vielen englischen und teilweise auch französischen Ausdrücke sowie die teilweise recht komplex verschachtelten Sätze - und ich konnte ihm das völlig nachfühlen. Warum muss man in einem Kinderbuch über "Bruyère-Pfeifen" schreiben, "Parley" fordern oder ein Schiff "Menagerie" taufen? Ich denke, das hätte man besser lösen können.

Mein Fazit: Als Vorlesebuch sehr zu empfehlen, das Buch hat hierfür auch eine gute Länge (ca. 150 Seiten). Da ich es als Selbstlesebuch eher nicht empfehlen würde, gibt es von mir "nur" 4 von 5 Sternen.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2021

Ein sehr gefühlvoller und tiefgründiger New Adult-Roman

Keeping Secrets
7

„Keeping Secrets“ ist der erste Band der dreiteiligen Keeping-Reihe von Anna Savas. Eigentlich ein klassischer New Adult-Roman, aber extrem gut geschrieben, mit tollen Charakteren und voller Tiefgang. ...

„Keeping Secrets“ ist der erste Band der dreiteiligen Keeping-Reihe von Anna Savas. Eigentlich ein klassischer New Adult-Roman, aber extrem gut geschrieben, mit tollen Charakteren und voller Tiefgang. In diesem Jahr ein absolutes Must-Read für alle Fans dieses Genres!

Besonders begeistert hat mich, wie glaubwürdig die Autorin es geschafft hat, die innere Zerrissenheit der Protagonistin Tessa Thorn darzustellen. Ihr Vertrauensproblem anderen Leuten gegenüber und gleichzeitig der Wunsch nach Freundschaft und Dazugehörigkeit hat sich völlig nachvollziehbar angefühlt.

Auch der männliche Protagonist Cole hat mir gut gefallen. Anfangs noch ein wenig ruppig, hat er sich im Laufe der Geschichte zu einem aufmerksamen und liebevollen Freund entwickelt. Die Chemie zwischen den beiden stimmte – eine wunderschöne Liebesgeschichte. An dieser Stelle seien auch die Nebencharaktere lobend erwähnt, insbesondere Coles Cousine Jo und Coles Clique. Sehr liebenswerte Menschen, die das Buch nochmal stark aufwerten.

Anna Savas zeigt in ihrem Roman auch keine Berührungsängste gegenüber schwierigen Themen. Sie behandelt diese auf eine sensible und tiefgründige Art, die mir sehr gefallen hat. Grundsätzlich sind alle Entwicklungen in diesem Buch in einer für mich angemessenen Geschwindigkeit abgelaufen. Es fiel insofern nicht schwer, in die Geschichte einzutauchen und sich so richtig darin zu verlieren.

Mein Fazit: Ein wunderschönes und tiefgründiges Buch über eine junge Frau, die sich irgendwo unterwegs selbst verloren hat, und die nun mithilfe ihrer neuen Freunde – und der Liebe - zu sich selbst findet. „Keeping Secrets“ verdient 4,5 von 5 Sternen!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl