Etwas zähe Lovestory, aber sehr schön eingebettet...
Between Fading StarsNachdem Maddie und Adam im zweiten Teil der London-is-lonely-Reihe ihr Happy End gefunden haben, erzählt Anna Savas in Band 3 nun die Geschichte von Wes, der durch seinen Job bei Prince Publishing plötzlich ...
Nachdem Maddie und Adam im zweiten Teil der London-is-lonely-Reihe ihr Happy End gefunden haben, erzählt Anna Savas in Band 3 nun die Geschichte von Wes, der durch seinen Job bei Prince Publishing plötzlich mit seiner Jugendliebe Hailey konfrontiert wird. Auf einer gemeinsamen Lesereise entwickeln sich anfänglicher Schmerz und Wut in Sehnsucht und altbekannte Zuneigung - und plötzlich stellt sich die Frage, ob die einst verloren geglaubte gemeinsame Zukunft für die beiden eventuell doch noch eine Chance bekommt...
Ich mag Anna Savas Erzählstil grundsätzlich gerne, bin in dieser Reihe aber nicht ganz glücklich mit den vielen inneren Monologen und der deshalb oft nicht stattfindenden Kommunikation zwischen den Protagonisten. Ich mag Geschichten, in denen die Charaktere ihre Probleme ansprechen und nicht über Hunderte Seiten hinweg verschwiegen, gemutmaßt und missverstanden wird. So auch in diesem Buch - ich hätte mir wirklich gewünscht, dass Hailey sich Wes gegenüber schneller öffnet.
Am Aufbau der Geschichte hab ich sonst nichts zu meckern. Ich mochte die wechselnden POVs, die für mich immer die Nähe zu beiden Protagonisten ermöglichen. Besonders gelungen fand ich in diesem Buch die Überleitungen von einem Kapitel zum nächsten, z. B. endet ein Kapitel mit dem Satz "Nur ein bisschen Schnee." und das nächste beginnt mit "Ich wünschte, es wäre nur ein bisschen Schnee.". Details, ich weiß, aber über sowas freu ich mich immer sehr.
Total interessant fand ich den Einblick in die Seele einer Autorin, vor allem wenn es darum geht, wie Rezensionen ankommen. Ich werde mich auch zukünftig nicht daran hindern lassen, negative Punkte in meinen Rezensionen zu erwähnen, da die Wiedergabe meiner ehrlichen Meinung für mich der Sinn einer Rezension ist. Dennoch war dies nochmal eine gute Erinnerung daran, dass man das Werk einer anderen Person bewertet und dementsprechend eine Verantwortung ihr gegenüber hat.
Kurz zu den Charakteren: Wes fand ich in Band 1 schon super, auch wenn ich ihm seine Gefühle für Maddie damals nicht ganz abgekauft habe. Im Nachhinein ja zu recht... Ich mag, wie authentisch er mit Hailey zusammen ist, und mein Herz ist für ihn gebrochen, weil ich so gut nachfühlen kann, unter welchem Druck er stand und wie verloren er sich lange Zeit gefühlt haben muss.
Hailey hat Fürchterliches erlebt. Ich kann ihm Nachhinein verstehen, warum sie Wes verlassen hat, hätte mich aber - wie oben bereits erwähnt - gefreut, wenn sie ihm ihre Geschichte früher offenbart hätte. Das hätte uns viel Hin und Her erspart und die Lovestory nicht so unendlich zäh gemacht. Charakterlich hat sie mir ebenfalls gut gefallen - einfach ein süßes Couple, die beiden.
Mein Fazit: Für meinen Geschmack hat sich die Lovestory zu sehr gezogen - das Außenrum fand ich dafür total schön und interessant. Nach den ersten beiden Bänden ein gelungener Abschluss, der alle losen Fäden miteinander verknüpft.