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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Bewegend, erwachsen und voller Tiefgang

Falling Like Stars
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Wow, das war wieder einmal ein richtig gutes Buch von Emma Scott. Ich war von der ersten Seite an total gebannt und konnte das Buch die nächsten sieben Stunden lang - bis zur letzten Seite - nicht aus ...

Wow, das war wieder einmal ein richtig gutes Buch von Emma Scott. Ich war von der ersten Seite an total gebannt und konnte das Buch die nächsten sieben Stunden lang - bis zur letzten Seite - nicht aus der Hand legen.

Der Roman erzählt von Rowan, die seit ihrer Jugend mit schweren Schuldgefühlen zu kämpfen hat und sich darüber nicht gestattet ihr Leben wirklich zu leben. Sie ist eine Einzelgängerin, die sich all die guten Dinge im Leben versagt und sich sogar oft in Situationen bringt, mit denen sie ihr Schicksal so ein wenig herausfordert.
Auf der anderen Seite haben wir Zach, einen gefeierten Hollywood-Star, der in einer ungesunden On-Off-Beziehung mit seiner Jugendliebe Eva feststeckt. Er hält verzweifelt an der Vergangenheit und an der Person, die Eva früher einmal war, fest und lässt deshalb ihr inzwischen zutiefst narzisstisches, manipulatives und missbräuchliches Verhalten über sich ergehen.
Als Rowan und Zach sich treffen, ist die Anziehung von Anfang an riesengroß und für beide stellt sich plötzlich die Frage, wie sie diese frisch aufkeimenden Gefühle mit ihrem aktuellen Lebensmodell in Einklang bringen können. Und ob vielleicht doch beide ein wenig Glück im Leben verdient haben.

Emma Scott erzählt die Einzelschicksale ihrer Protagonisten mit viel Gefühl und Tiefgang. Ich bin total glücklich darüber, auf wie vernünftige und erwachsene Weise sich die Geschichte entwickelt hat. Keiner rettet den anderen, sondern jeder rettet erst mal sich selbst, bevor er sich in Gänze auf den anderen einlassen kann. Dennoch stehen beide von Anfang an zu ihren Gefühlen, sprechen sie offen an und sehen, wohin das Leben sie führt. Sehr erfrischend, dass die Beziehung der beiden mal nicht von Missverständnissen und Non-Kommunikation geprägt ist.

Das Buch ist in drei Teile unterteilt, die jeweils einen kleinen zeitlichen Sprung markieren. Die kleinen Unterbrechungen sind nicht weiter störend, sondern vielmehr notwendig, um die Authentizität der Geschichte zu untermauern. Denn eins ins klar: Niemand arbeitet ein 10jähriges Trauma innerhalb von 2 Tagen auf. Die einzelnen Kapitel sind aus Sicht von Rowan oder Zach geschrieben. Zusätzlich gibt es zwischendrin noch Artikel aus einem Online-Klatsch-Magazin, die den Textfluss auflockern.

Mein Fazit: Ein wundervolles, bewegendes Buch, das sicherlich noch ein Weilchen nachhallen wird. Ich habs total gerne gelesen und kann es unbedingt weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 28.01.2026

Rugby trifft Fotografie

Tackled by Love
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Die Bewertungen für dieses Buch sind ja sehr gemischt - daran sieht man, dass jeder Lesestoff auch Geschmackssache ist. Ich für meinen Teil habe diese süße Sports Romance geliebt, die Geschichte ließ sich ...

Die Bewertungen für dieses Buch sind ja sehr gemischt - daran sieht man, dass jeder Lesestoff auch Geschmackssache ist. Ich für meinen Teil habe diese süße Sports Romance geliebt, die Geschichte ließ sich schön entspannt lesen und schaffte es trotzdem, mich zu packen und bei der Stange zu halten. Besonders gelungen fand ich die Annäherung zwischen Amber und Josh. Die vielen Ministeps in Form von Worten oder Gesten schafften es immer wieder, mir dieses besondere Kribbeln in den Bauch zu zaubern.

Mit der Fotografie und dem Rugby drehte sich der Roman um Themen, die mir nicht ganz so geläufig sind und deshalb eine schöne Abwechslung darstellten. Gut umgesetzt fand ich auch Joshs Kampf mit seinem familiären Hintergrund und seine Entwicklung in diesem Punkt. Ebenso wie bei Amber kann man auch bei Josh am Ende erkennen, dass er im Laufe des Romans gereift und gewachsen ist.

Mein Fazit: Eine wirklich süße Sports Romance mit einer super sympathischen Protagonistin und einem Bad Boy, der vielleicht doch gar nicht sooo bad ist. Hierfür gibt's von mir die volle Punktzahl - 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 24.01.2026

Wirr, zäh und vorhersehbar

Illusion – A Lie Worth Believing
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Ich mag eigentlich keine Menschen auf Buchcovern, aber bei "Illusion" hat mir der moderne Comicstil und das Geheimnisvolle gut gefallen. Der Start ins Buch war auch sehr vielversprechend - ich habe mich ...

Ich mag eigentlich keine Menschen auf Buchcovern, aber bei "Illusion" hat mir der moderne Comicstil und das Geheimnisvolle gut gefallen. Der Start ins Buch war auch sehr vielversprechend - ich habe mich durch Levin und seine Magiertruppe ein wenig an den Film "Die Unfassbaren" erinnert gefühlt und hatte die Hoffnung, dass der Roman ähnlich spannend und überraschend werden würde.

Leider war bei ca. einem Drittel des Buchs die Luft raus. Die Beschreibung der Illusionsräume war sehr ausführlich, aber gleichzeitig viel zu technisch, so dass ich einerseits von Infos erschlagen war, mir aber zugleich nicht mal ansatzweise vorstellen konnte, was denn nun dort eigentlich konkret passiert. Und auch die Geschichte rund um die Investoren und die Besitzverhältnisse in Bezug auf die Show waren für mich schwer durchschaubar, nahmen aber recht viel Raum ein. Der Mittelteil zog sich deshalb wie Kaugummi.

Die Handlung hätte durchaus Potenzial gehabt, so richtig Spannung kam für mich aber nicht auf. Gerade Fias Auftauchen und die Misstrauensmomente innerhalb der Truppe empfand ich als zu deskriptiv, ebenso wie die sich anbahnende Liebesbeziehung zwischen Stella und Levin. In beide Richtungen fehlten mir Tiefe und Gefühl.

Zum Ende hin ergaben sich noch ein paar neue Entwicklungen und Plottwists, die sicherlich den Spannungsbogen nochmal erhöhen hätten können, wären sie nicht so vorhersehbar gewesen.

Oberflächlich betrachtet gefällt mir die bunt zusammen gemischte Magiertruppe total gut. Sie scheinen alle sehr unterschiedlich zu sein und bieten deshalb viele Möglichkeiten zur Interaktion. Doch leider muss ich auch in diesem Punkt sagen, dass an Tiefe und Facettenreichtum gespart wurde - Cam, Richie, Eliza und Rae bleiben blass und unscheinbar. Da einige Kapitel aus Stellas Sicht geschrieben sind, lernt man sie ein wenig besser kennen. Dennoch erscheint sie wie eine ferngesteuerte Marionette, es fehlt auch hier an Gefühl.
Einzig Levin fühlt sich für mich nach einem ausgereiften und vielschichtigen Charakter an.

Mein Fazit: Ich hätte mir deutlich mehr erwartet und bin ein wenig enttäuscht von der Geschichte. Momentan denke ich nicht, dass ich den zweiten Teil lesen werde - trotz des Cliffhangers am Ende hält sich mein Interesse an der Fortsetzung in Grenzen. Insgesamt kann ich deshalb leider nur 2 von 5 Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 18.01.2026

Queere Lovestory mit interessantem Setting

Unplayed Love (Unwritten, Bd. 2)
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Das Buchcover hat mich sofort gecatcht mit den wunderschönen floralen Elementen. Die Farbgebung empfinde ich als sehr harmonisch, sie ist an die Lesbian Pride Flag angelehnt, was ja perfekt zum Inhalt ...

Das Buchcover hat mich sofort gecatcht mit den wunderschönen floralen Elementen. Die Farbgebung empfinde ich als sehr harmonisch, sie ist an die Lesbian Pride Flag angelehnt, was ja perfekt zum Inhalt passt. Außerdem ist das Buch mit einem modernen Farbschnitt versehen, aus dem der Schriftzug „Want to be my player 2?“ hervorsticht. Zu erwähnen wäre noch die Haptik des Covers - ich mag es, wenn ich mit den Fingern leichte Strukturen und Erhebungen fühlen kann, das macht das Buch für mich immer ein wenig lebendiger und ich nehme es umso lieber zur Hand.

Das Setting auf der Messe „Con-ichiwa“ habe ich vom ersten Moment an geliebt. Ich bin überhaupt nicht bewandert was Anime, Cosplay, E-Sports und Gaming betrifft, wurde aber durch Serenity und ihre Truppe gut in die Themen eingeführt. Sicherlich ist der ein oder andere Insider beim Lesen an mir vorbeigegangen, aber im Großen und Ganzen habe ich jetzt im Nachgang ein besseres Verständnis dafür entwickelt.

Störend fand ich anfangs, dass ich den ersten Band der Reihe nicht gelesen habe. Vor allem Julians Verhalten hat mich anfangs stark konsterniert und ich gehe davon aus, dass man erst verstehen kann, was sein Problem mit Heidi ist, wenn man die Vorgeschichte kennt. Oder er ist einfach der größte Grumpy, den die Buchwelt je gesehen hat. Der Rest der Freundestruppe ist mir total schnell ans Herz gewachsen – vor allem Devon hat es mir mit seiner lockeren und lustigen Art angetan. Die bissigen Dialoge zwischen ihm und seiner besten Freundin waren absolut genial zu lesen.

Die Protagonistinnen Serenity und Heidi finde ich beide auf ihre jeweilige Art sehr liebenswert. Dennoch bin ich nun am Ende ganz klar ein Fan von Serenity mit ihrer gnadenlosen Ehrlichkeit und ihrer direkten Art, gepaart mit der Verletzlichkeit und der Schüchternheit, die sie Heidi gegenüber an den Tag legt. Heidi wiederum war für mich als Charakter nicht stimmig, ich konnte sie leider ganz oft nicht fühlen. Sie kam mir oft aufgesetzt vor und war mir gerade in Bezug auf Serenity zu forsch und zu touchy. Die Lovestory hat deshalb für mich nur zur Hälfte funktioniert, sie war vom zeitlichen Ablauf her nicht ausgewogen. Trotzdem habe ich die Interaktion der beiden sehr geliebt. Die Kommunikation war immer sehr zugewandt, interessiert und respektvoll und man spürte auch deutlich die Chemie zwischen den beiden.

Mein Fazit: Mit diesem Buch habe ich in mehr als einer Hinsicht Neuland betreten. Die Geschichte hat mich total fasziniert und ich habe sie sehr gerne gelesen, obwohl ich Schwierigkeiten mit Heidis Entwicklung hatte. Interessierten empfehle ich, vorher Band 1 zu lesen. Die beiden Romane sind zwar eigenständig lesbar, aber ein wenig Hintergrundinfo aus Band 1 schadet definitiv nicht.

Veröffentlicht am 11.01.2026

The Walking Dates

Horror-Date
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Ich liebe Fitzeks Kein-Thriller! Nach "Elternabend" und "Der erste letzte Tag" musste ich auch bei "Horror-Date" mehrmals lauthals loslachen, nur um am Ende mit ein paar Tränchen im Augenwinkel zurück ...

Ich liebe Fitzeks Kein-Thriller! Nach "Elternabend" und "Der erste letzte Tag" musste ich auch bei "Horror-Date" mehrmals lauthals loslachen, nur um am Ende mit ein paar Tränchen im Augenwinkel zurück zu bleiben. Die Geschichte von Julius und Nala ist an Absurdität kaum zu übertreffen, Fitzek kommt bei seiner Erzählung vom Hundertsten ins Tausendste und bedient sich dabei kräftig in der Trickkiste des schwarzen Humors. Wie sonst sollte man eine Geschichte über zwei Todgeweihte schreiben...

Doch das Buch wäre kein Kein-Thriller, gäbe es nicht auch einen ernsthaften Unterton. Carpe Diem lautet das Motto. Und: Das echte Leben spielt sich außerhalb unserer Smartphones, Tablets und PCs ab.

Mein Fazit; Es war nicht der beste Fitzek, den ich je gelesen habe, aber dennoch extrem lesenswert. Nach den Kein-Thrillern bin ich jedes Mal ein wenig achtsamer, ein weniger dankbarer und ein wenig demütiger. Große Empfehlung!