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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Hoffnungsvolle Romantasy, gewürzt mit jeder Menge Spice

We Reach for the Light
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Das "Angels & Demons"-Duett von Emma Scott ist komplett anders als die Bücher, die wir bisher von ihr kennen. Ihr Ausflug in das Romantasy-Genre war wohl Teil ihres Trauer- und Bewältigungsprozesses nach ...

Das "Angels & Demons"-Duett von Emma Scott ist komplett anders als die Bücher, die wir bisher von ihr kennen. Ihr Ausflug in das Romantasy-Genre war wohl Teil ihres Trauer- und Bewältigungsprozesses nach dem Verlust zweier geliebter Menschen - es geht um Leben und Tod, ein Leben nach dem Tod, Trauer, aber auch ganz viel Hoffnung.

Von Cole haben wir im ersten Band noch nicht allzu viel mitgekriegt, dennoch fand ich Lucys besten Freund schon damals ziemlich cute und habe mich dementsprechend auf seine Geschichte sehr gefreut. Ich mochte seine hingebungsvolle Künstler-Seele richtig gerne, seine Art, die Menschen nicht nur anzusehen, sondern richtig zu sehen und sie wahrzunehmen, um dann das perfekte Portrait von ihnen zu malen.
Ambri war auf seine Weise ebenfalls sehr liebenswert, auch wenn er natürlich in allem sehr extrem war. Seine Vergangenheit fand ich total spannend, und ich finde man konnte seine Zerrissenheit und seine Sehnsucht danach, wirklich gesehen zu werden, gut nachfühlen.
Ich lese nicht oft m/m-Romance, aber in diesem Buch fand ich die Chemie echt richtig gelungen. Cole und Ambri haben total gut gematcht und ich habe ihre Liebesgeschichte sehr gerne verfolgt. Der Roman war auch echt spicy und teilweise sehr explizit - wer damit ein Problem hat, muss leider weite Textabschnitte überspringen.

Den Fantasy-Anteil der Handlung fand ich wie bereits im ersten Band ein wenig wirr und willkürlich. Vieles wurde nicht zu Ende erklärt, man fühlte sich am Schluss ein wenig im Regen stehen gelassen. Dafür mochte ich das Thema mit der Kunst total gerne, und ich konnte die Bilder von Ambri direkt vor meinem geistigen Auge sehen. Im ersten Band gab's ja regelmäßig Coles Bilder von Lucy für uns Leser - das wäre im zweiten Band auch schön gewesen, eben mit Ambri als Motiv.

Mein Fazit: Erfrischend anders, voller guter Ansätze, aber gerade im Fantasy-Teil nicht ganz ausgegoren. Ich mochte aber die Message des Buchs (vor allem die Erklärung für unsere "Laster" und "inneren Dämonen") und habe am Ende gelernt, dass Liebe und Hoffnung sogar den Tod überdauern. Von mir gibt's 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 25.03.2026

Eine Hommage an die Liebe

We Conquer the Dark
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Ich liebe die Bücher von Emma Scott, weshalb für mich ganz klar war, dass ich auch dem "Angels & Demons" -Duett eine Chance geben würde. Ihr erster Ausflug in den Romantasy-Bereich hat auf jeden Fall viele ...

Ich liebe die Bücher von Emma Scott, weshalb für mich ganz klar war, dass ich auch dem "Angels & Demons" -Duett eine Chance geben würde. Ihr erster Ausflug in den Romantasy-Bereich hat auf jeden Fall viele gute Ansätze zu bieten, aber es gibt auch noch deutlich Luft nach oben.

Die Idee einer Liebe, die die Jahrtausende überdauert, fand ich total süß. Ebenso gefiel mir der Gedanke, dass unsere Verstorbenen immer "nur im Nebenzimmer" sind und dass wir - wenn man denn an Reinkarnation glaubt - immer unsere Sippe um uns haben. Unheimlich tröstlich, was auch zu Scotts Aussage passt, dass sie den Roman mitunter zur Trauerbewältigung geschrieben hat.
Gefallen hat mir auch Lucys Entwicklung - ich habs sehr gefeiert, als sie sich ihrer Dämoninnen entledigt hat. Davon können wir uns alle eine Scheibe abschneiden.

Leider hab ich bis zum Ende keinen richtigen Zugang zum Fantasy-Anteil bekommen. Das war mir zu wirr, zu willkürlich und zu unklar. Einerseits natürlich, weil Cas nie die Wahrheit gesagt hat. Andererseits aber auch, weil vieles schlicht nicht erklärt wurde.

Die Gefühle zwischen Lucy und Cas hab ich total gefühlt. Der Spice war für meinen Geschmack etwas drüber - weniger ausschweifende Beschreibungen und weniger Superlative hätten sich natürlicher und weniger animalisch angefühlt.

Die Epiloge fand ich gut. So kann jeder Leser selbst entscheiden, an welchem Punkt die Geschichte enden soll. Den dritten Epilog hätte ich allerdings nicht gebraucht - das klang alles sehr gezwungen.

Mein Fazit: Ich könnte mir vorstellen, dass die Geschichte von Lucy und Cas in bestimmten Situationen Hoffnung und Trost spenden kann. Ich selbst hätte mir gewünscht, dass der Fantasy-Teil besser ausgearbeitet gewesen wäre. Meine Bewertung liegt deshalb bei 3,5 von 5 Sternen und ich starte gleich mit Teil 2.

Veröffentlicht am 21.03.2026

Erstes Lesehighlight 2026

Rules of the Game, Band 1 - Offside
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"Offside - Rules of the game" von Avery Keelan war für mich das erste Lese-Highlight dieses Jahres. Das kam für mich ziemlich überraschend, da ich zum einen das Cover nicht besonders mochte und zum anderen ...

"Offside - Rules of the game" von Avery Keelan war für mich das erste Lese-Highlight dieses Jahres. Das kam für mich ziemlich überraschend, da ich zum einen das Cover nicht besonders mochte und zum anderen die Befürchtung hatte, dass sich das Buch mit seinen knapp 700 Seiten recht arg ziehen würde. Zum Glück wurde ich eines besseren belehrt - die Geschichte wurde zu keinem Zeitpunkt auch nur in Ansätzen langweilig und es fiel mir oft schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Bailey James und Chase Carter hatten für mich vom ersten Moment an eine ganz besondere Anziehungskraft. Ich mochte die Interaktion zwischen den beiden sehr - eine Mischung aus kumpelhaftem Geplänkel und tiefem Gefühl. Da waren auch gar keine süßen Spitznamen nötig, ganz im Gegenteil, es war sogar wunderschön, mit wieviel Liebe Chase immer über "seine James" gesprochen hat.
Die Lovestory bahnte sich vom ersten Moment weg an, entwickelte sich dann aber in einem schön gemütlichen Tempo, was klar machte, dass es sich hier für beide um etwas ganz besonderes handelt.

Die Rahmenhandlung hatte jede Menge zu bieten - liebenswerte Freunde und Kumpels ebenso wie widerliche Ex-Freunde und Gegenspieler, romantische Momente ebenso wie lustige und dramatische. Die Geschichte war dennoch nicht überladen sondern sehr stimmig. Mir hat vor allem der Bezug zum Eishockey gefallen - eine richtige Sports Romance also.

Nachdem ich in diesem Genre oft mit dem viel zu glatten Ende à la Hochzeit, Haus und Kind hadere, habe ich mich total darüber gefreut, dass die Autorin zwei Alternativ-Enden angeboten hat. Man konnte aufhören, wenn es am schönsten war, oder sich noch die Bonuskapitel genehmigen und so einen Blick in die Zukunft von Bailey und Chase werfen. Sehr gelungen.

Mein Fazit: Wer auf Sports Romance und harte Kerle mit einem ganz weichen Kerl steht, ist hier auf jeden Fall richtig. Ich hab mich sehr in die Geschichte von Bailey und Chase verliebt und kann das Buch wärmstens weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 13.03.2026

Sports Romance meets Romantic Suspense

Love is like a Thunderbolt
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In "Love is like a thunderbolt" von Ronja Madeleine treffen Sports Romance und Romantic Suspense aufeinander. Elli ist Cheerleaderin und lernt auf ihrem neuen College Riven, den Quarterback der Football-Mannschaft, ...

In "Love is like a thunderbolt" von Ronja Madeleine treffen Sports Romance und Romantic Suspense aufeinander. Elli ist Cheerleaderin und lernt auf ihrem neuen College Riven, den Quarterback der Football-Mannschaft, kennen und lieben. Obwohl ich mich bei keiner der beiden Sportarten besonders gut auskenne, konnte ich den Hype, der am College am Gamedays herrscht, absolut mitfühlen. Am Anfang des Buchs gibt es ein Glossar, das dabei helfen soll, die Cheerleading-Fachbegriffe zu verstehen - ein guter Ansatz, aber das Glossar ist leider bei weitem nicht vollständig, so dass ich nebenbei fleißig das Internet befragen musste.

Elli und Riven gefallen mir als Charaktere beide recht gut. Ich mochte vor allem, wie erwachsen die beiden mit Problemen umgingen und dass es nicht groß zu Missverständnissen aufgrund von Non-Kommunikation kam. Leider muss ich trotzdem sagen, dass ich die Lovestory nicht besonders gefühlt habe - es gab zu große Sprünge zwischen den Kapiteln, so dass überhaupt kein Beziehungsalltag aufkommen konnte und ich ganz oft das Gefühl hatte, dass die Beziehung nur sehr oberflächlich blieb und vieles zu schnell abgehandelt wurde.

Die Handlung des Buchs kam mir oft ein wenig überladen vor, so als hätte die Autorin versucht, möglichst viele ihrer oft sehr guten Ideen in den Roman hineinzupacken. Vor allem im Suspense-Anteil des Buchs fehlte es deshalb oft an Tiefe. Richtig gut fand ich hingegen den Umgang der Autorin mit heiklen Themen wie häuslicher Gewalt - hier hat man gesehen, dass sie sehr wohl detailliert beschreiben und Tiefgang erzeugen kann.

Mein Fazit: Ich habe das Buch gern gelesen, aber es hat mich aufgrund der Handlungsfülle auch oft überfordert. Da ich schon gerne herausfinden möchte, welches Geheimnis die Mütter von Elli und ihren Freundinnen bewahren, freue ich mich schon auf Band 2.

Veröffentlicht am 12.03.2026

Hochzeit 5.0

The Fiancé Dilemma – Aller guten Dinge sind fünf
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"The Financé Dilemma" war mein viertes Buch von Elena Armas und ich fürchte, es wird auch mein letztes sein. So richtig kann ich den Hype um ihre Bücher nicht nachvollziehen - vermutlich gehöre ich einfach ...

"The Financé Dilemma" war mein viertes Buch von Elena Armas und ich fürchte, es wird auch mein letztes sein. So richtig kann ich den Hype um ihre Bücher nicht nachvollziehen - vermutlich gehöre ich einfach nicht zur Zielgruppe.

Dennoch: "The Financé Dilemma" war eine der besseren Geschichten, was aber in erster Linie am männlichen Protagonisten lag. Die Geschichte an sich fand ich total hanebüchen und ich hab bis zum Ende keinen richtigen Zugang zu Josie finden können. Sie kam mir immer ein wenig aufgesetzt vor, so als würde sie eine Rolle spielen. Matthew hingegen fand ich einfach zuckersüß und ich mochte seinen Humor und seine engagierte und zugewandte Art.

Mein Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht. Ich fand die Handlung über weite Strecken ziemlich anstrengend. Wer aber auf Love Stories mit dem berühmten Ritter in der goldenen Rüstung steht, macht hier nichts falsch.