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Veröffentlicht am 14.06.2018

Die Geschichte des wortlosen Hangman

Hades' Hangmen - Styx
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„Ich bin froh, dass du ihm eine Stimme gibst
und einen sicheren Ort, an dem er er selbst sein kann.“
Beauty zu Mae


Anfang Juni 2018 erschien „Styx“ von Tillie Cole im eBook-Verlag Lyx.digital des Bastei-Lübbe ...

„Ich bin froh, dass du ihm eine Stimme gibst
und einen sicheren Ort, an dem er er selbst sein kann.“
Beauty zu Mae


Anfang Juni 2018 erschien „Styx“ von Tillie Cole im eBook-Verlag Lyx.digital des Bastei-Lübbe Verlages.

Tillie Cole wuchs in einer Kleinstadt im Nordosten Englands auf und folgte ihrem Ehemann, einem Profi-Rugby-Spieler, viele Jahre um die Welt, bevor sie in Kanada sesshaft wurden und Tillie mit dem Schreiben begann. Sie hat eine Vorliebe für Alpha-Männer und starke Heldinnen, und wenn sie nicht gerade schreibt, verbringt sie ihre Zeit am liebsten mit Tanzen, Singen, Lesen, Reiten, Musik hören oder mit Familie und Freunden.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Lyx Verlag und der Lesejury für das Vorab-Leseexemplar bedanken.
Mit „Styx“ beginnt die neue Reihe der „Hades‘ Hangmen“ von Tillie Cole. Ich wollte schon lange etwas von der Autorin lesen und habe mir zunächst den Klapptext durchgelesen und der hat mich neugierig gemacht. Meine Erwartungen hat das Buch bei Weitem übertroffen.

Zu Beginn hat Tillie Cole einen kurzen Text verfasst, warum sie dieses Buch geschrieben hat. Es war interessant und ein weiterer Grund, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.
Solche Vorbemerkungen gefallen mir immer sehr, weil sie sehr persönlich sind und über die Gefühle des Autors etwas aussagen.
Des Weiteren beinhaltet die Vormerkung aber auch eine Warnung und beschreibt was im Buch auf die Leser zukommen wird. Tillie spricht von Ausbeutung, Habgier, Macht, Kontrolle und Missbrauch. Das alles ist nichts für schwache Nerven!

Es beginnt schon mit der eher unüblichen Auswahl der Umgebungen der Hauptprotagonisten. Die Handlung spielt im Biker-Milieu und zeigt das Leben in einer Sekte.
Um den Leser in die Umgebung des Ordens und der Welt der Motorrad Clubs (MC) einzuführen, hat Tillie Cole ein Glossar geschrieben, damit die umgangssprachlichen Begriffe allgemein verständlich sind. Das hat es dem Leser leicht gemacht in die Handlung zu schlüpfen.

Hinter Styx verbirgt sich nicht nur der Titel des Buches, sondern er ist auch der männliche Hauptprotagonist in der Geschichte. Er ist der Anführer der Hades‘ Hangmen, einem berühmt und berüchtigten Motorradclub (MC).
Großgezogen unter den Bedingungen des Kodex der Hades‘ Hangmen, erlebt Styx von klein auf Gewalt und Kriminalität. So ist es kein Wunder, dass er nun als erwachsener Mann genauso hart und brutal ist wie die anderen Clubmitglieder.
Allerdings sticht Styx besonders heraus, denn er ist stumm. Nur mit Zeichensprache kann er sich verständigen, die sein Vizepräsident für andere übersetzt.
Als ‚wortloser Hangman‘ redet Styx statt mit Worten mit seinen Fäusten und bekommt so mit der Zeit unter den MCs einen gefürchteten Ruf.

In jungen Jahren als Styx mit seinem Vater unterwegs ist, um Leichen zu entsorgen, hat er eine schicksalshafte Begegnung mit einem jungen Mädchen. Das Unfassbare ist, Styx kann mit ihr reden. Vor anderen bringt er kein Wort heraus und ihr will er beruhigende Worte ins Ohr flüstern.
Getrennt durch einen Maschendrahtzaun reagiert sie verängstigt, ja erstarrt regelrecht vor ihm, mit Tränen in den Augen. Und diese Augen, Wolfsaugen, lassen ihn seitdem nicht mehr los.
15 Jahre vergehen ehe er diese wiedersieht.

Hinter diesen blauen Augen verbirgt sich Salome. Sie ist 23 Jahre alt und im Orden einer Sekte aufgewachsen. Diese Sekte glaubt, dass die Apokalypse kurz bevorsteht und basiert zum Teil auf christlichen Lehren. Ihre Rituale sind für Außenstehende allerdings unfassbar grausam, unkonventionell und eigentlich gesetzeswidrig.
Salome lebte in der Sekte zusammen mit ihren Schwestern Bella und Madison, sowie ihrer besten Freundin Delilah als ‚Verfluchte‘, weil sie so schön sind. Und alles Schöne ist für die Sekte Sünde pur, eine Versuchung für Männer, um sie vom rechten Weg abzubringen.
War das Leben von Styx hart, so hat Salome eine wahre Tortur an Folter und Missbrauch in der Sekte hinter sich. Sie wuchs einsam und getrennt von anderen Sektenmitgliedern auf, um den Ältesten des Ordens zu dienen.
Diesen Dienst nenne ich Vergewaltigung! Aber fernab von der Zivilisation kennt Salome nur die Sitten und Gebräuche der Sekte und kann sich nicht dagegen wehren.
Nach einem besonders harten Schicksalsschlag will Salome nur noch eins, soweit weg von diesen Wahnsinnigen wie möglich und landet dabei direkt vor Styx‘ Füßen.

Das Leben der Sekte und die Räume eines MC könnten nicht unterschiedlicher sein. Wie Salome sich in ihrer neuen Welt einlebt, lest einfach selbst. Nur eins verrate ich, sie beginnt mit ihrem Namen und nennt sich fortan Mae.

Namen haben eine besondere Bedeutung im Roman. Am deutlichsten können wir das bei Styx erkennen. In jungen Jahren nannte er sich: River. Fluss. Und Styx ist doch ein Fluss der Unterwelt (Hades!) in der griechischen Mythologie.
Aber auch Namen der christlichen Glaubenslehre tauchen auf. Diese Anspielungen haben sehr gut zu der Handlung und Thematik gepasst.

„Hades‘ Hangmen: Styx“ ist in erster Linie eine Liebesgeschichte und befasst sich vordergründig mit den Beziehungen zwischen den Figuren. Und da zeigt sich eindeutig der Schwerpunkt in der Dreiecksbeziehung von Styx – Mae – Rider.

Rider ist der Arzt der Hades‘ Hangmen und so ganz anders als die sonstigen Brüder. Er trinkt nicht, nimmt keine Drogen und lässt die Finger von den Frauen. Und dann bekommt er auch noch den Job als Maes Aufpasser.
Beide verbringen viel Zeit miteinander und Rider wird zu einem guten Freund von Mae, aber auch nur ein Freund. Denn sie hat erfahren, dass es sich bei Styx um den Jungen vom Zaun handelt und fortan, gibt es keinen anderen mehr für sie.
Dann kommt Styx von seiner Ausfahrt zurück und die Gefühle kochen über…

Neben dieser Dreiecksbeziehung bietet aber auch das Clubleben der Hades‘ Hangmen jede Menge Action und es wird nie langweilig. Da gibt es geplatzte Deals, Verrat in den eigenen Reihen und Überwachungen durch das FBI. Doch zusammen bekommen die Brüder der Hades‘ Hangmen das schon hin.
Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten und es kommt zum obligatorischen Showdown. Es endet mit einem unerwarteten Hammer!

Die Sprache ist dem Biker-Milieu angepasst, doch das Glossar nimmt dem die gefühlte Schärfe. „Hades‘ Hangmen: Styx“ wird aus der Perspektive von Mae und Styx erzählt und liest sich angenehm flüssig. Ab und zu gibt es sogar Rückblenden, was auflockert und durch den Spannungsbogen will man ständig weiterlesen.
Die Charaktere sind verständlich und reagieren der Situation entsprechend. Mal besitzergreifend und aufgeladen mal liebevoll und rücksichtsvoll. Sie sind sympathisch bzw. die, die es verdienen, hasst man und auch die Charakterentwicklung kommt nicht zu kurz.
Zum Schluss gibt es die Playlist, welche die Charaktere und die Handlung wunderbar unterstützt.

Fazit:
Die Handlung bot jede Menge Potential. Zusammenfassend war sie vielleicht etwas flach, aber die Atmosphäre und die Charakter waren interessant. Die Behinderung eines Gehörlosen habe ich in einem Roman bisher nie so erlebt.
Das Buch endet mit einem Knall und macht neugierig auf die FORTSETZUNG/EN.
Zu empfehlen für die Liebhaber von MC-Romanen und ein MUSS für jeden Fan der Serie „Sons of Anarchy“!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Figuren
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Spannung
Veröffentlicht am 21.11.2018

Eine neue Stadt, ein neuer Job, eine neue Liebe

The One Best Man (Love and Order 1)
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Im Forever Verlag, dem E-Book Imprint des Verlages Ullstein, erschien am 05.11.2018 „The One Best Man“ von Piper Rayne.

Worum geht's:
Victoria ist geschieden, alleinerziehende Mutter und gerade dabei ...

Im Forever Verlag, dem E-Book Imprint des Verlages Ullstein, erschien am 05.11.2018 „The One Best Man“ von Piper Rayne.

Worum geht's:
Victoria ist geschieden, alleinerziehende Mutter und gerade dabei ihren Abschluss an der Abendschule nachzuholen. Um ihre kranke Mutter zu pflegen, zieht sie zurück nach Chicago. Dort trifft sie Reed Warner, der sie umwirbt. Doch hat die Liebe überhaupt noch Platz in Victorias Leben?


Meine Meinung:
Für mich war es das erste Buch der Autorin Piper Rayne. Hinter diesem Pseudonym verstecken sich gleich zwei amerikanische Bestsellerautorinnen, die die gleiche Vorliebe für sexy Helden und eigensinnige Heldinnen haben. Gemeinsam schreiben sie humorvolle Liebesgeschichten, wie „The One Best Man".
Bei dem Buch handelt es sich um den Auftakt einer neuen Serie, der „Love and Order"-Reihe, in deren Mittelpunkt drei Freundinnen und Arbeitskolleginnen stehen. Den Anfang macht Victoria Clarke.

Victoria ist eine bodenständige Heldin. Sie möchte sich ganz auf ihre Zukunft mit Jade, ihrer siebenjährigen Tochter, konzentrieren und hat dazu den Männern abgeschworen.
Als weibliche Hauptprotagonistin war sie mir von der ersten Szene an sympathisch, da auch sie den Montagmorgen hasst und nicht aus dem warmen, gemütlichen Bett kommt. Allerdings habe ich keine Tochter, die mich mit ihrer entzückenden Art weckt.
Die Mutterrolle ist Victoria auf den Leib geschneidert und darin tritt sie sehr verantwortungsbewusst auf. In ihrem Job ist sie souverän und hat in ihren neuen Arbeitskolleginnen auch gleich neue Freundinnen gefunden, die ihr Leben gerne durcheinanderwürfeln.

Reed Warner ist der absolute Traummann - attraktiv, charmant und erfolgreich. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit Henry, dessen Eltern bei einem Autounfall starben und der nun bei seinen Großeltern aufwächst. Im Rahmen des „Big Brothers Big Sisters" Mentoring-Programms möchte er dem Knirps zeigen, wie man ein richtiger Mann wird.
Jeden Montag bringt Reed Henry zur Schule, wo er auf Victoria trifft. Alte Gefühle werden geweckt, da er schon zu Uni-Zeiten von Victoria geschwärmt hat. Doch damals war er auch der beste Freund und Trauzeuge ihres Mannes bei der Hochzeit.

Während Reed aus seinen Gefühlen keinen Hehl macht, gibt Victoria dem Anwalt keine Chance. Zu sehr erinnert er sie an ihren Ex-Mann Pete, für den seine Arbeit an erster Stelle kam und der seine Zeit lieber mit anderen Frauen verbrachte.
Reed allerdings lässt sich nicht so leicht von seinem Ziel abbringen und umwirbt Victoria nach allen Regeln der Kunst. Dabei greift er zu manch unorthodoxen Mitteln, die in ihrer Art für den Leser amüsant und einfach unwiderstehlich sind.

Obwohl das sprichwörtliche Knistern von Anfang an vorhanden ist, entwickelt sich die Liebesbeziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten langsam und glaubhaft. Man erkennt einfach, wie Reed mehr und mehr von Victorias Herz für sich gewinnen kann. Zusätzlich zeigt er dabei ungeahnte Vatertalente, welche diesen Mann einfach noch perfekter machen und ein Happy End vorprogrammieren.

Die kurzen Kapitel des Romans werden aus der Sicht von Victoria erzählt und man merkt kaum, wie die Zeit beim Lesen vergeht. Der Schreibstil ist angenehm leicht, flüssig und sehr modern, gewürzt mit einer Prise Humor. Hier könnte ich zahlreiche Vergleiche anführen, doch der lustigste kommt eindeutig von Chelsea, die Reed doch tatsächlich mit einem saftigen Steak vergleicht, welches man den sabbernden Dobermann (Victoria) vor die Nase setzt. Weitere witzige Dialoge und SMS-Nachrichtenverläufe folgen.
Die Szenen der drei Freundinnen strotzen nur so vor Gags und flotten Sprüchen, so dass ich oft an vier andere berühmte New Yorker-Freundinnen denken musste. Victoria, Chelsea und Hannah gründen aber ihren ganz eigenen „Club der Geschiedenen".

In der Tat sind die Nebenfiguren einfach nicht mehr wegzudenken. Sie unterstützen die Charakterentwicklung der Hauptprotagonisten und wecken Neugier auf ihre eigenen Geschichten, die, laut Nachwort der Autorin, auch erscheinen sollen.
Hier hat mir auch Diane Clarke (Victorias Mutter) gefallen, die wirklich kein Blatt vor dem Mund nimmt und auf ihre eigene Art mit dem Ex von Victoria abrechnet.

Pete Keebler stellt mein einziger Kritikpunkt in der Geschichte dar. Seine schlechten Eigenschaften wurden im Vorfeld ausführlich beschrieben. Doch nun in Chicago erscheint auch er sehr charmant, hilfsbereit und lustig, sodass im Nachhinein das negative Bild von ihm überschrieben wird und man einfach nicht glauben kann, dass es sich hier um den fiesen Ex handelt.


Fazit:
„The One Best Man" ist eine spaßige Lektüre für Frauen. Welche zeigt, dass man der Liebe eine zweite Chance geben und für das, was man haben möchte, kämpfen soll.
Piper Rayne hat wundervolle Charaktere erschaffen, die den Leser gut unterhalten und deren Dialoge unvergesslich bleiben.
Die neue Reihe hat Suchtfaktor und man kann den Nachschub kaum erwarten.

Veröffentlicht am 22.10.2018

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Always with you - Riley und Tess
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Bei „beHEARTBEAT“ dem E-Book-Imprint von Bastei-Lübbe erschien am 11. Oktober 2018 „Always with you: Riley & Tess“ von Amy Baxter.

Worum geht’s?
Für Riley Edwards müsste das Leben perfekt sein. Mit der ...

Bei „beHEARTBEAT“ dem E-Book-Imprint von Bastei-Lübbe erschien am 11. Oktober 2018 „Always with you: Riley & Tess“ von Amy Baxter.

Worum geht’s?
Für Riley Edwards müsste das Leben perfekt sein. Mit der Rockband „Obsidian“ erobert er die Bühnen der Welt und gelangt so an Ruhm und Reichtum. Mädchen umschwirren ihn wie die Motten das Licht, doch sein Herz sehnt sich nur nach einer – Tess.

Meine Meinung:
Amy Baxter, die auch Fantasyromane unter dem Namen Andrea Bielfeldt veröffentlicht, lernte ich auf der LoveLetterConvention 2017 kennen. Seitdem bin ich ein treuer Fan ihrer Romance-Reihe „San Francisco Ink“, die mit dem vorliegenden sechsten Band leider in die letzte Runde geht.
Die einzelnen Bände sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Allerdings tauchen immer wieder Charaktere der Vorgängerbände auf.

Nachdem Riley Edwards in den Vorgängerbänden mehrere Auftritte als Nebencharakter absolviert hat, bekommt er mit „Always with you“ nun seine eigene Geschichte.
Anfangs lernen wir einen Riley kennen, der das Leben eines richtigen Rockstars führt – mit jeder Menge Sex, Drugs und Rock’n’Roll. Drogen nimmt er allerdings nur in Form von ‚Cookies‘ zu sich.
Doch hinter dem berühmten Star Riley Edwards verbirgt sich auch ein Mann, der von einem ganz normalen Leben träumt - mit einem Haus am Strand und einer Frau.

Diese Traumfrau ist Tess, die schüchterne Stylistin der Band, die mit dem Sänger von Berufs wegen bereits mehr als einmal auf Tuchfühlung gegangen ist. Sie ist Rileys „Cookie“.
Doch Tess kennt ihn nur in seiner Rolle als Groupie verschlingender Rockstar und möchte unbedingt Arbeit und Vergnügen trennen. Da hat Riley aber auch noch ein Wort mitzureden.

Die Lovestory zeigt zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Riley weltberühmt und reich ist, kann Tess sich mit ihrem Job knapp über Wasser halten. Sie ist durch Rileys Ruhm sehr verunsichert und weiß nicht so recht, ob sie in seinem Leben einen Platz finden kann. Das merkt der Sänger aber schnell und versucht wirklich liebevoll auf sie einzugehen.
Für mich harmonieren die beiden perfekt zusammen. Die Funken zwischen ihnen knistern vom ersten Moment an, glaubhaft und heftig. Deswegen ist der erste Kuss auch einer meiner Lieblingsstellen im Buch. Die Atmosphäre kurz vor dem Auftritt ist so authentisch beschrieben, dass man wirklich denkt, man stehe daneben.

Riley und Tess kommen sich schnell sehr nahe und es gibt viele harmonische Ach-Momente, die die beiden dem Leser bescheren. Aus dramaturgischen Gründen wurden ihnen einige Steine in den Weg gelegt, die erst noch beseitigt werden müssen, bevor Riley mit seiner Tess sein persönliches Happy End bekommt. Diese sorgen für jede Menge Spannung und Action, zum Beispiel in Form einer Verfolgungsjagd auf dem Motorrad oder einen Trip ins verruchte Las Vegas.

Der größte Pluspunkt für mich in dieser Romance-Reihe sind jedoch die Auftritte diverser Nebencharaktere aus den Vorgängerbänden. Wenn man die Geschichten um das „Skinneedles“ von Anfang an verfolgt hat, lernt man die Protagonisten kennen und lieben. Sie werden zu Freunden, ja zu einer Art Familie, zu der man immer wieder gerne nach Hause kommt. So werden die Stories jedes Einzelnen noch nach dem eigentlichen Hauptbuch weitererzählt. Und die Autorin geht sogar noch weiter: indem sie für jedes Paar zum Schluss noch die passenden Abschiedsworte findet.

Es gibt auch einige dramatische Überraschungen in den Buch, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte und besonders Tess vor Entscheidungen stellt, die sie nicht immer glücklich trifft. Was aber nur zeigt, wie kopflos einen bestimmte Situationen machen können und man auch nur ein Mensch ist, der eben aus Fehlern lernt.

Der Schreibstil ist wie gewohnt locker und leicht, gewürzt mit einer Prise Humor, Romantik und vielen musikalischen Einflüssen. Zur Hälfte wurde es dann richtig spannend, sodass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen konnte.
Dabei wird die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Riley und Tess erzählt. So konnte ich mich sehr gut in beide hineinversetzen.

„Always with you“ ist eine wunderschöne Liebesgeschichte um einen Rockstar und ein Mädchen wie du und ich. Mich hat das Buch mit seinem wundervollen Schreibstil und den liebgewonnenen Charakteren gut unterhalten. Es ist ein gelungener Abschluss der „Skinneedles“-Reihe mit kleinen emotionalen Szenen, die mir lange im Gedächtnis bleiben werden. Ganz klar, wird es nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein.


Fazit
Dieses Buch lebt von seinen einzigartigen Charakteren, einer bezaubernden Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen und viel Gefühl. Aus diesem Grund empfehle ich „Always with you“ gerne weiter, besonders an Liebhaber von Liebesroman um Rockstars & Co.


Vielen Dank an den Verlag „beHEARTBEAT“ für das Leseexemplar und Amy Baxter für die gemeinsame Leserunde auf Lovelybooks.

Veröffentlicht am 22.10.2018

Das Papa-Söhnchen Rich geht seinen Weg

Rich
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Im Juni 2018 erschien mit „Rich – In seinem Bann" der neue Roman der Autorin Sarah Saxx, die ihre Bücher im Selfpublishing veröffentlicht.

Worum geht's:
Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Richard ...

Im Juni 2018 erschien mit „Rich – In seinem Bann" der neue Roman der Autorin Sarah Saxx, die ihre Bücher im Selfpublishing veröffentlicht.

Worum geht's:
Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Richard Scull, der seinem Partyleben „Ade" sagt, fortan im Familienunternehmen arbeitet und sich dabei in seine neue Assistentin verguckt.

Meine Meinung:
Die Österreicherin Sarah Saxx landete mit ihrem Debüt „Auf Umwegen ins Herz" auf Anhieb einen Amazon-Kindle-Bestseller. Ich lernte die Autorin auf der LoveLetter Convention 2018 kennen und bekam auf Lovelybooks die Gelegenheit mit „Rich – In seinem Bann" bei einer Leserunde teilzunehmen.

Das Buch ist der zweite Teil ihrer „Dirty, Rich & Thug"-Reihe. Es handelt sich um einen Roman, der im Bereich der Dark Romance angesiedelt ist, was aber auch der Titel bereits andeutet.
Obwohl Personen und Erlebnisse aus dem Vorgängerband erwähnt werden, kann man das Buch auch ohne Vorkenntnisse verstehen. Eigentlich haben mich diese kleinen Erinnerungsfetzen sogar neugierig auf den ersten Teil „Dirty – In seiner Gewalt" gemacht.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und die kurzen Kapitel lesen sich flott weg. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive der beiden Hauptprotagonisten erzählt. So konnte ich mich gut in die Gedankenwelt und Gefühle der Charaktere versetzen.
Am Anfang des Buches findet man eine Playlist, die den Leser in Stimmung bringen soll und bei mir auch geschafft hat.

Die Geschichte beginnt dem Satz: „Ich war ein Jäger und Sammler..."
Dieser eine Satz schwirrte mir ständig im Kopf herum und trifft Richs Charakter perfekt, denn er ist ein Womanizer und ständig auf der Jagd nach einer neuen Eroberung. Er sammelt Frauen wie manche Autos.
Solch einem schnellen Gefährt verdankt Rich, der sein bisheriges Leben auf Daddys Kosten geführt hat, seine derzeitige Misere: einen Haufen Schulden. Diese kann er in Papas Firma H. R. Scull abstottern.
Nun dreht sich Richs Leben nicht mehr um Partys, Frauen und Spaß, sondern um echte Arbeit.
Dabei sieht er nicht nur gut aus und ist charmant, er hat auch beruflich was auf dem Kasten.

Jazemine konzentriert sich voll und ganz auf ihren Beruf, verfolgt dabei aber eigentlich die Pläne ihres Freundes Curtis. Dieser möchte so schnell es geht die Firma von Richs Vater übernehmen.
So kommt ‚Jazz' in die unangenehme Situation ihre Kollegen und Chefs ständig belügen zu müssen, inklusive Rich.
Darunter leidet sie. Sie ist so einsam, kann sich mit keinem so richtig aussprechen. Ihr fehlt einfach eine beste Freundin. Diese hätte Jazz nämlich schon längst mal die ‚rosarote Brille' von der Nase gestupst!

Die Hauptcharaktere gefallen mir vor allem, weil man einen zweiten Blick auf sie werfen kann. Keiner ist das, was man zunächst vermutet.
Hinter Richs Fassade zu schauen und immer wieder etwas Neues zu entdecken, hat mir großen Spaß gemacht. Dabei kommt er gar nicht so oberflächlich rüber, sondern wird zu einem Sohn, der versucht, seinen Vater nicht zu enttäuschen.

Von Richs Vater bin ich wirklich beeindruckt: Der Typ ist einfach nur ein Traum von Chef, den sich jeder Arbeitnehmer wünscht und es in Wirklichkeit viel zu selten gibt. Ihn fand ich jedenfalls einfach nur knuddelig und er sorgte ja auch für manchen Lacher.
Doch sein Charakter zeigt auch, dass Geld nicht immer glücklich macht...
Warum das so ist, müsst ihr schon selbst herausfinden. Ich möchte nur hinzufügen, dass eine der zahlreichen Nebenhandlungen dieses Thema aufgreift.

Jazz Charakterzüge haben es mir anfangs leicht gemacht, sie zu mögen. Allerdings war ich im Verlauf der späteren Handlung mit ihr nicht mehr ganz zufrieden.
Leider musste ich einen Punkt abziehen, weil Jazz im Berufsleben zwar knallhart ist, aber in ihrem Privatleben lediglich zum ‚Betthäschen' ihres Freundes mutiert.
Selbst als ihr dennoch jemand die Augen öffnet, findet sie sich mit ihrem Schicksal ab und kämpft nicht, oder viel zu spät. Ihr Entscheidungsweg war mir eine Spur zu lang.

Die Thematik „Liebe im Büro" lese ich immer wieder gerne, da ich tatsächlich selbst einem Verwaltungsjob nachgehe. Zu lesen, wie Rich und Jazz sich anfangs angegangen sind, war schon lustig.
Ich liebe Szenen, in denen sich die Leute wie Hund und Katz streiten.
Man ahnt natürlich, dass das nicht lange so bleibt und die gemeinsamen Szenen der beiden, wo sie endlich an einem Strang ziehen, haben mir genauso gut gefallen.

Neben der Liebesgeschichte gibt es auch eine leichte Krimihandlung. Man bekommt quasi zwei Bücher in einem und wird zunächst mit einer leichten Annäherung von Rich und Jazz belohnt, bevor es richtig dramatisch wird. Nicht umsonst ist dieses Buch dem Genre Dark Romance zuzuordnen. Hier geht es nicht nur um den mysteriösen, düsteren Alpha-Mann, der mit seiner Frau in die Kiste steigt und harten Sex hat. In diesem Buch kommt auch Gewalt der übelsten Art vor. Darauf sollten sich die LeserInnen gefasst machen.

Hauptaugenmerk wurde dabei auf den fiesen Gegenspieler Curtis gelegt. Mir ist, so glaube ich, noch nie ein Charakter begegnet, den ich mehr gehasst habe. Sprich: Er hat genau seinen Job getan. Mehr sag ich dazu nicht.

Das Buch zu lesen, hat mir insgesamt großen Spaß bereitet. Es ist ein gelungener Mix aus Liebe und Drama, der mich überzeugen konnte. So gelang es der Autorin gleich zweifach Spannung aufzubauen und bis zum Schluss zu halten. Überraschungen gab es auf diesem Weg mehrere.
Die Handlung erlaubte eine Abwechslung von harmonischen Begegnungen, herrlichen Dialogen, Action und lustigen Männerabenden, u. a. mit Dirty und Thug. Das Wiedersehen macht Appetit auf mehr. Bereits im Oktober gibt es mit Thugs Geschichte neuen Lesestoff.

Fazit:
Mit diesem Buch bekommt der Leser zwei Bücher in einem - einen Liebesroman mit einem Hauch Crime. „Rich" ist so auch für Leser des Genres Romantic Suspense geeignet, die sich für den Bereich der Dark Romance interessieren.



[Im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks durfte ich das Buch von Sarah Saxx lesen und mich mit ihr darüber austauschen. An dieser Stelle, vielen lieben Dank dafür!]

Veröffentlicht am 12.09.2018

Eine Liebesgeschichte, die „tief unter die Haut" geht

Tief unter die Haut
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Im eBook-Verlag „beTHRILLED" des Bastei Lübbe Verlages erschien am 01. August 2018 mit „Tief unter die Haut" die Neuauflage des Buches „Das Tattoo" von Sharon Sala.

Worum geht's:
Nach dem mysteriösen ...

Im eBook-Verlag „beTHRILLED" des Bastei Lübbe Verlages erschien am 01. August 2018 mit „Tief unter die Haut" die Neuauflage des Buches „Das Tattoo" von Sharon Sala.

Worum geht's:
Nach dem mysteriösen Verschwinden vor zwei Jahren taucht Clays Ehefrau Francesca plötzlich wieder auf. Was ist mit ihr in der Zwischenzeit passiert?

Meine Meinung:
Die "New York Times"-Bestsellerautorin Sharon Sala, die auch unter dem Pseudonym Dinah McCall veröffentlicht, verbindet in ihren Büchern sinnliche Romantik und fesselnde Spannung. „Tief unter die Haut" ist ein solches Buch und deshalb dem Genre Romantic Suspense zuzuordnen.
Für mich ist es das erste Buch der Autorin.
Bereits mit der Leseprobe hat mich der Schreibstil der Autorin überzeugt. Er ist angenehm, leicht zu lesen und sehr einfühlsam.
Die Handlung wird neutral erzählt, abwechselnd aus der Sicht drei verschiedener Charaktere. Allerdings werden die Perspektivwechsel nicht immer durch Absätze getrennt, was den Lesefluss verbessert hätte.
Im Vordergrund der Geschichte steht die Aufarbeitung von Francescas (kurz: Frankie) Entführung.
Die Polizei verdächtigte Clay LeGrand anfangs, seine Frau ermordet zu haben. Nun ist seine Unschuld bewiesen.
Wie stark Clay unter der falschen Anklage gelitten hat, wird sehr anschaulich dargestellt. Die Welt, wie er sie kannte, wird auf dem Kopf gestellt und der Leser regelrecht in seine Gefühlswelt hineingezogen. Seine Liebe zu Frankie ist regelrecht greifbar, fast zu perfekt, und wird in den weiteren Verlauf der Geschichte mehrfach auf die Probe gestellt.
Frankie versucht nach ihrer Entführung, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sie wird wunderbar durch Clay und seine Eltern unterstützt. Dennoch ist sie auf eine gewisse Art allein, da keiner sie richtig verstehen kann.
Nach und nach kommen verschwommene Erinnerungsfetzen ans Licht und sie hat große Angst, noch immer in Gefahr zu sein. Dadurch wird eine konstante unterschwellige Bedrohung erzeugt, die sie lange begleitet und zittern lässt.
Das Zusammenspiel der Hauptcharaktere hat mir wirklich gefallen. Die innere Zerrissenheit von Clay am Anfang der Geschichte ist hier hervorragend gelungen. Die vorsichtige Annäherung der Liebenden wird ausführlich geschildert, da kamen mir die Liebesszenen vielleicht ein wenig zu schnell. Aber wie würde man selbst mit solch einer Situation umgehen?
Mich haben die beiden jedenfalls überzeugt. Dabei waren besonders Clays Eltern einfach herrlich sympathisch und sorgten für manchen Lacher.
Bei dem Nebencharakter Detective Dawson gibt es allerdings Schwächen. Obwohl man wenigstens bei ihm von einer Charakterentwicklung sprechen kann, sind manche seiner Sichtweisen einfach unverständlich.
Der Bösewicht macht seine Sache hervorragend: Der Hintergrund ist gut ausgearbeitet und die religiöse Besessenheit bietet einen zusätzlichen Ansatz für seine eventuellen Motive. Leider wird seine Identität zu früh aufgedeckt. So ahnt der Leser bereits im ersten Drittel des Buches, was Sache ist.
Die Handlung der weiteren Geschichte ist daher sehr vorhersehbar. Durch die Enthüllung des Bösewichtes wird dem Leser die Spannung am Rätseln genommen. Auch aus den religiösen Ansichten des Gegenspielers hätte die Autorin mehr herausholen können.
Dem flüssigen Schreibstil und der Chemie zwischen den beiden Hauptcharakteren ist es zu verdanken, dass der Leser wissen möchte, wie das Buch endet. Ständig hofft er dabei, dass doch noch eine überraschende Wendung kommt, wird aber letztendlich enttäuscht.
Fragen, die anfangs Frankies Geschichte für mich interessant gemacht haben, werden leider nicht geklärt. Ein Potenzial, welches das Buch bedauerlicherweise verschenkt.

Fazit:
Da der böse Gegenspieler zu früh auf der Spielfläche erscheint, ist das Buch vorhersehbar. Es lässt sich flüssig lesen und konzentriert sich auf die Liebebeziehung von Clay und Frankie. Doch für den Leser gibt es einfach noch zu viele unbeantworteten Fragen.
Das Buch eignet sich am besten als leichte Sommerlektüre für Fans von Ladythrillern. Liebhaber von reinen Thrillern würde ich von dem Buch abraten.


[An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei BeTHRILLED und Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar bedanken.]