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Veröffentlicht am 17.04.2025

Viel Zorn, wenig Liebe

So viel Zorn und so viel Liebe
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In Sabaa Tahirs damaligen Jugendroman hatte ich nur kurz reingelesen und er konnte mich nicht recht überzeugen, daher hatte ich keine Erwartungen an "So viel Zorn und so viel Liebe" - umso mehr wurde ich ...

In Sabaa Tahirs damaligen Jugendroman hatte ich nur kurz reingelesen und er konnte mich nicht recht überzeugen, daher hatte ich keine Erwartungen an "So viel Zorn und so viel Liebe" - umso mehr wurde ich von einer emotionale und tiefgreifenden Geschichte überrascht und mitgerissen.

Sabaa Tahir beschreibt in ihrem Roman das tragische Leben zweier pakistanischer Jugendliche, die in das amerikanische Leben geworfen werden und hier wenig Schutz erfahren, sondern stattdessen Rassismus, Vorurteilen, Hass und ständiger Kontrolle ausgesetzt werden. Bei den Lebensumständen, die Sabaa Tahir den beiden gezeichnet hat, ist es kaum verwunderlich, dass einer von beiden auf die schiefe Bahn Gerät und bald das Leben beider aus den Angel gerissen wird.

Der Roman wird aus der Sicht beider Jugendlicher geschrieben: Sowohl Salahudin, als auch Noor. Ich mochte beide sehr gerne und ihre unterschiedlichen Charaktere kamen gut zur Deutung. Insbesondere Noor wirkte in ihrer ruhigen, analytischen Art sehr sympathisch. Man spürt aber auch, dass beide bereits auf eine lange Lebensgeschichte zurückblicken können, die sie verändert hat. Da ist Noor, die langsam den Glauben in sich selbst und ihre Träume verliert und Sal, der all seinen Kämpfen zum Trotz kein Kind mehr sein darf und verzweifelt versucht, das Familiengeschäft zu retten. Gespickt werden die Geschichten beider durch Rückblicke in das Leben von Salahudings Mutter.

Generell lebt der Roman vor allem von seiner Tragik. Die Autorin schafft es, dass ich mich immer wieder gefragt habe, wie viel Leid ein einzelner Mensch ertragen kann und ich mich erinnern musste, dass es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt. Gleichzeitig habe ich nie daran gezweifelt, dass genau solch ein Lebenslauf die Realität für eine Migranten ist. Sabaar Tahir ist hier ein großer Drahtseilakt gelungen. Manchmal war die Geschichte für mich so erschütternd, dass ich von der Traurigkeit Pausen brauchte. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das einen mitnimmt und das keine leichten Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Geister und Knochen

Bonesmith
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Da dieses Buch für Liebhaber von Game of Thrones sein sollte, hatte ich große Lust darauf und muss rückblickend sagen, dass es thematisch wirklich gut passt.

Wir begleiten Wren auf Ihrer Reise durch die ...

Da dieses Buch für Liebhaber von Game of Thrones sein sollte, hatte ich große Lust darauf und muss rückblickend sagen, dass es thematisch wirklich gut passt.

Wir begleiten Wren auf Ihrer Reise durch die Dominions und später die "Breachlands", wobei sie vor allem vieles über sich selbst lernt, aber auch über die wahre Geschichte ihres Landes und ihrer Familie.

Der Einstieg in die Geschichte ist mitten im Geschehen und recht schmerzhaft, denn Wren wird hintergangen und reingelegt, was dazu führt, dass sie zur Mauer zwangsgeordert wird. Dort wird sie schließlich gemeinsam mit einem Prinzen angegriffen, und während Letzterer verschleppt wird, macht Wren sich auf die Suche nach ihm - gemeinsam mit Julian, ihrem eigentlichen Feind, doch die Notlage schweißt sie zusammen.

Das Magiesystem ist interessant, neu und gut durchdacht. Es gibt verschiedene Smiths, die ihre Magie je nach Fähigkeit auf verschiedenen Material spezialisiert haben. In Wrens Fall handelt es sich um Knochen und sie kann hierbei Geister erlösen und auch bekämpfen, während Julians beispielsweise im Kampf extrem begabt ist und als Ironsmith spezialisierte jmd robuste Waffen herstellen kann.

Die gesamte Welt ist durch einen Ausbruch vor vielen Jahren von selbstständig handelnden Geistern bedroht, von denen es hinter der Mauer nur so wimmelt. Immer wieder begegnet Wren diesen und hier kommt Gänsehautfeeling auf. Wren ist stoisch, ehrgeizig und rennt mit ihrem Kopf durch die Wand, während Julian einen ruhigen, gesammelten Gegenpol darstellt. Prinz Leo wiederum ist charismatisch, charmant und hat es faustdick hinter den Ohren. Es gibt einige Intrigen und Plottwists, dazu viel Action und Spannung. Dennoch kam vieles für mich nicht sonderlich überraschend und war schon früh abzusehen, daher trotz eines tollen Schreibstils 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Magische Schule

Ravenhall Academy 1: Verborgene Magie
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Seit Harry Potter liebe ich Zauberschulen und nachdem ich in allen sozialen Kanälen über dieses Buch gestolpert bin und mich Story und Cover wahnsinnig angesprochen haben, wollte ich wissen, was es damit ...

Seit Harry Potter liebe ich Zauberschulen und nachdem ich in allen sozialen Kanälen über dieses Buch gestolpert bin und mich Story und Cover wahnsinnig angesprochen haben, wollte ich wissen, was es damit auf sich hat.

Für mich persönlich war es nichts, vielleicht spricht es jüngere Leserinnen noch mehr an. Die Protagonisten sind zwar um die 18 Jahre, kamen mir aber deutlich jünger vor. Ich konnte mich mit niemandem wirklich identifizieren, Lilly blieb blass und stets freundlich/ fand die perfekten Sprüche als Antworten. Gegenspieler wie beispielsweise Vichy waren dagegen stereotyp zickig. Auch Jason konnte ich nicht greifen, ebenso wenig die Beziehung zwischen Lilly und ihm. Was hat die beiden zueinander gezogen? Es war einfach so. Und auch hier kamen die beiden mir eher wie 13-jährige vor... Zum ersten Date gemeinsames Mittag mit den Großmüttern? Hmm...

Der Schreibstil war auch nicht meins. Die Atmosphäre hat die Autorin sehr schön rübergebracht. Cozy beschreibt das Buch sehr gut und vor allem zu Beginn konnte mich der Schreibstil noch zum Lesen animieren. Aber das Magiesystem, die Handlung, die Dialoge alles blieb oberflächlich.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Die Suche geht weiter

One Of Six - Vertrauen
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Im zweiten Teil der "One of Six"-Reihe wollen die verbliebenen AnwärterInnen des Jobs im Resort einfach mit ihren Leben weitermachen, doch scheinbar ist der scheinbare Mord doch noch nicht geklärt. So ...

Im zweiten Teil der "One of Six"-Reihe wollen die verbliebenen AnwärterInnen des Jobs im Resort einfach mit ihren Leben weitermachen, doch scheinbar ist der scheinbare Mord doch noch nicht geklärt. So kommt es, dass Ana bei Luca vorbeischaut, mit Devin im Schlepptau und ihr erläutert, dass es zu viele Ungereimtheiten gibt. Als LeserIn von Band 1 wusste man ja bereits, dass nicht der richtige Täter gefunden wurde. So beginnt eine Suche, bei der man nicht genau weiß, wer hier Jäger und wer der Gejagte ist.

Ich mochte das Feeling aus Band 1, die vielen kleineren Sabotagen durch den Täter und auch die gruselige Stimme von Mr. Unbekannt, da ich das Ganze als Hörbuch gehört hatte. Schon hier gab es einige Szenen, die mir zu detailliert erzählt wurden, doch das Gesamtbild stimmte einfach und war schaurig schön und spannend. In Band habe ich mich die ersten 200 Seiten leider einfach nur ... gelangweilt. Hier werden einzelne Situation so haarklein auseinandergenommen, dass sich mir der Sinn absolut nicht erschlossen hat. Es gab hierbei wirklich wenig, was die Handlung überhaupt voranbrachte beziehungsweise wichtig war. Auch im weiteren Verlauf gab es immer wieder Momente, die sich mir in ihrer Wichtigkeit für die Geschichte einfach nicht erschlossen haben, beispielsweise lange Beschreibungen der Klamotten oder Szenen, die man mit Luca bereits durchlebt hatte, die Devin aber auch noch einmal aufzählen musste, nur um sein Mitgefühl mit Luca zu bekunden. Auch fühlte ich Belville als Schauplatz nicht so sehr, wie das Ski-Resort aus Band 1.

Einzig die Stimme des Unbekannten und 2-3 Szenen waren wiederum wirklich spannend und auch ausschlaggebend für die Handlung. Das Ende wiederum verlief recht zügig und wenig wurde rückblickend noch einmal erörtert, aber das brauchte es für mich nicht unbedingt. Ich hätte nicht unbedingt das rosa-rote Ende gebraucht, dass einem als LeserIn auf den letzten Seiten noch präsentiert wurde. Mit der generellen Auflösung und wie sich alles ergeben hat, war ich recht zufrieden und tappte hier für lange Zeit auch im Dunkeln.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Magische Stickereien

A Fragile Enchantment
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Bei einer Fantasy-Geschichte mit Bridgerton-Vibes schlug mein Herz gleich höher, denn hier werden meine liebsten Themen miteinander verbunden. Außerdem sind das Cover und der Farbschnitt einfach wunderschön, ...

Bei einer Fantasy-Geschichte mit Bridgerton-Vibes schlug mein Herz gleich höher, denn hier werden meine liebsten Themen miteinander verbunden. Außerdem sind das Cover und der Farbschnitt einfach wunderschön, sodass ich quasi nicht anders konnte, als nach dem Buch zu greifen.

Der Einstieg war noch vielversprechend. Wir lernen Niamh kennen, welche ihre Heimat verlässt, um im Nachbarland (welches ihre Heimat für lange Zeit unterdrückt hat), einer angesehenen Arbeit im Königshaus nachzugehen. Sie erhofft sich zunächst Geld, um ihre Familie zu unterstützen und später dann auch genug Ansehen, um einen eigenen Laden zu eröffnen.

Recht schnell lernt Niamh dann auch den Bruder des Königs Jack, Kit, kennen. Die beiden mögen sich zu Beginn nicht sonderlich, doch mit der Zeit entdecken sie Ähnlichkeiten ineinander und finden immer wieder ihren Frieden in den Gesprächen mit dem jeweils anderen. Kit ist recht eigenbrödlerisch und verschlossen, hat das Herz jedoch am recht Fleck.

Währenddessen kommt es noch zu einigen politischen Verzwickungen, nicht zuletzt, weil Kit eigentlich eine arrangierte Ehe eingehen soll, um das eigene Land zu stärken Diese politischen Themen sind doch sehr im Fokus des Buches und nahmen für mich manchmal die Spannung aus dem Buch, weil es trockene Themen sind. Gut empfand ich hierbei wiederum, wie das Thema Rassismus samt unterschwelliger, gemeiner Kommentare immer wieder eingestreut wurde, denn Niamh muss sich aufgrund ihrer Abstammung so einiges gefallen lassen.

Allgemein war es dann aber leider eine Kombination aus Schreibstil und Handlung, die mich auf lange Sicht nicht überzeugen konnte. Die Beschreibungen der Figuren zueinander blieben für mich zu oberflächlich. Niamhs Familie und ihre daraus resultierende Aufoperfungsbereitschaft wurden immer wieder eher kurz beschrieben, aber insgesamt ergab sich mir hier ganz großes Bild, weil ihre Mutter und Großmutter selber nie zu Wort kommen. Auch Kit und Jack haben eine tragische Familienvergangenheit, die sich auch auf ihr heutiges Leben auswirkte, aber das wurde auch nur angeschnitten. Nicht zuletzt Niamhs Krankheit, deren Beschreibung bis zum Schluss schwammig bleibt und hier nie aufgeklärt wird, inwiefern sich diese nun auf ihr Leben auswirken wird.

Alles in allem hat mir die Tiefgründigkeit gefehlt. Die Kombination der Themen gefiel mir und Niamhs magische Fähigkeiten wurden sehr atmohphäisch umgesetzt, aber von mir daher nur eine bedingte Empfehlung.

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