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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2019

Am Ende des Tunnels ist ein kleines Licht...

All in - Zwei Versprechen
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Zum Inhalt:

Zu lieben ist das größte Wagnis, das Einzige, was zählt...
Vom ersten Moment an wusste Theo, dass Kacey die Eine für ihn war. Doch sie gehörte zu dem einen Menschen, für den er alles tun, ...

Zum Inhalt:

Zu lieben ist das größte Wagnis, das Einzige, was zählt...
Vom ersten Moment an wusste Theo, dass Kacey die Eine für ihn war. Doch sie gehörte zu dem einen Menschen, für den er alles tun, alles aufgeben würde. Theo war für Kacey bestimmt, doch sie nicht für ihn. Als ihrer beider Leben entzweigerissen wird und Kacey den Halt zu verlieren droht, ist er es, der sie vor dem Schlimmsten bewahrt. Vereint in ihrem Schmerz entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit zwischen ihnen, die beiden den Mut gibt, wieder an ihre Träume zu glauben. Doch als klar wird, dass ihre Gefühle weit über Freundschaft hinausgehen, stehen sie vor der größten Herausforderung: ihre Versprechen einzulösen und der Liebe eine Chance zu geben.


persönliche Wertung:

Nachdem mich "All In - Tausend Augenblicke" wahnsinnig berühren konnte und ich die Geschichte unglaublich schön fand, musste ich den zweiten Teil einfach lesen, auch wenn ich mir nicht so richtig sicher war, ob ich mich auf die neue Geschichte einlassen kann. Beim Lesen des Klappentextes hat sich bei mir irgendwie so eine Abwehrhaltung aufgebaut, es ist ganz schwer zu beschreiben, aber im ersten Moment hat sich das alles für mich nicht richtig angefühlt. Trotzdem war ich auch sehr neugierig auf den zweiten Teil der Geschichte und deswegen ist das Buch dann doch ziemlich schnell bei mir eingezogen und durfte mich letztendlich sogar ins wunderschöne Samos begleiten und mir meinen Urlaub verzaubern. ♥Ich bin gleich wieder ein Teil der Geschichte gewesen, der Schreibstil der Autorin ist einfach toll, es hat sich so angefühlt, als hätte ich Band Eins eben erst aus der Hand gelegt um postwendend mit dem Zeiten zu starten, obwohl es eigentlich ein gutes halbes Jahr her ist, seitdem ich "All In - Tausend Augenblicke" beendet habe. Nichts desto trotz waren die intensiven Gefühle, die mich am Ende des ersten Bandes begleitet haben sofort wieder da. Ich glaube so emotional bin ich noch nie in eine Geschichte gestartet. Ich konnte mich so unglaublich gut in Kacey hineinversetzen, dass es mir schon fast ein wenig Angst gemacht hat. Ich hoffe sehr, dass ich einen solchen Schicksalsschlag niemals erleben muss, denn ob ich so stark wie sie wäre, wage ich zu bezweifeln. Wahrscheinlich würde ich daran zu Grunde gehen. Ich bewundere Kacey. Schon im ersten Band ist sehr deutlich geworden, welche Kraft in ihr steckt, eine Kraft, die sie sich selbst überhaupt nicht zutraut. Einer von vielen Punkten, welcher sie so wahnsinnig sympathisch macht.
Theo hat im ersten Band nur eine Nebenrolle gespielt, einzig am Ende war zu erkennen, dass er eine der Hauptrollen in der Fortsetzung spielen wird. Im Gegensatz zu Kacey, die schon einen festen Platz in meinem Herzen erobert hatte, musste sich Theo ganz schön Bemühen um bei mir zu landen. Allerdings hat es nicht lange gedauert und auch er hat es geschafft mein Herz zu erobern. Ich muss sagen, dass es mich sehr überrascht hat, wie schnell es die Autorin schaffte, meine Zweifel beiseite zu schieben und wie schnell ich mich auf die neue Geschichte einlassen konnte. Im Nachhinein betrachtet finde ich die Geschichte sogar wirklich wichtig. Irgendwie macht sie mir Mut, sie zeigt, dass man nicht alles schwarz oder weiß sehen kann. Das Leben ist bunt und bietet so viele verschiedene Möglichkeiten, so viele verschiedene Optionen und sie gestattet uns weiterzuleben ohne zu vergessen. Das Leben ist alles andere als fair und jeder wird früher oder später mit kleinen, oder sogar großen Schicksalsschlägen umgehen müssen. Für mich zeigt dieses Bücher-Duo sehr gut, dass egal, was das Leben für uns bereithält und wie schwer manche Phasen auch sein mögen, letztendlich gibt es immer ein Licht am Ende des Tunnels. Und irgendwann, manchmal früher, manchmal später, werden wir dieses Licht bemerken, vielleicht erst sehr schwach, fast nicht wahrnehmbar - aber es wird größer und heller werden und dann wird es irgendwann zurückkommen das Glück!


Fazit:

"All in - Zwei Versprechen" hat mich, wie schon sein Vorgänger, absolut in seinen Bann gezogen, ich habe jede Seite geliebt, die Geschichte regelrecht verschlungen und auch nachdem ich das Buch beendet habe immer wieder darüber nachgedacht. Die Geschichte von Jonah, Kacey und Theo hat mich tief beeindruckt und meine Sicht aufs Leben verändert - verbessert. Die Geschichte ist so unglaublich berührend, abschließend kann ich nur empfehlen: Lest es!!! ♥

Veröffentlicht am 16.06.2019

Mit Mut kann man alles schaffen...

Falling Fast
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Zum Inhalt:

Nur bei ihm kann ich mich fallen lassen
Hailee DeLuca hat einen Plan: Die Zeit, in der sie sich zu Hause verkrochen und vor der Welt versteckt hat, ist vorbei. Sie will mutig sein und sich ...

Zum Inhalt:

Nur bei ihm kann ich mich fallen lassen
Hailee DeLuca hat einen Plan: Die Zeit, in der sie sich zu Hause verkrochen und vor der Welt versteckt hat, ist vorbei. Sie will mutig sein und sich all die Dinge trauen, vor denen sie sich früher immer zu sehr gefürchtet hat. Doch dann lernt sie Chase Whittaker kennen – und weiß augenblicklich, dass sie ein Problem hat. Denn mit seiner charmanten Art weckt Chase Gefühle in ihr, die sie eigentlich niemals zulassen dürfte. Und nicht nur das. Er kommt damit ihrem dunkelsten Geheimnis viel zu nahe...


persönliche Wertung:

Auf das neue Buch von Bianca Iosivoni habe ich mich riesig gefreut. Nachdem ich ihre „First-Reihe“ einfach nur geliebt habe, konnte ich es gar nicht erwarten ihre neue New Adult Reihe kennen und lieben zu lernen. Außerdem durfte ich auf der Leipziger Buchmesse bei einem Meat & Great mit ihr dabei sein, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie aufgeregt ich war... Bei diesem Treffen durfte sie uns schon ein paar kleine Einblicke in ihre neue New Adult Geschichte geben und hat mich mit ihren Worten soooo neugierig gemacht. Umso glücklicher war ich dann natürlich, dass ich dank der Lesejury die Möglichkeit bekommen habe, Biancas neustes Werk schon vor Erscheinungstermin zu lesen und euch heute von meinen Eindrücken berichten zu können.
Wie ich es schon erwartet hatte bin ich super in die Geschichte gestartet, schon nach wenigen Seiten fühlte ich mich als ein Teil von ihr und habe die Protagonisten, Hailee und Chase, gleich in mein Herz geschlossen. Bianca hat einfach einen unglaublich schönen Schreibstil, der mich bei jeder neuen Geschichte wieder mitzieht und sofort fesselt. Ich bin immer wieder fasziniert, wie es einige Autoren mit ihren Worten schaffen mich derart in ihren Bann zu ziehen, dass ich alles um mich herum vergesse, mir Zeit zum Lesen freischaufle, die ich eigentlich überhaupt nicht habe und ich plötzlich meinen wohlverdienten Schlaf, der mir eigentlich heilig ist und den ich auch wirklich dringend benötige, opfere, weil es nichts wichtigeres gibt, als zu erfahren wie die Geschichte weiter geht. „Falling fast“ ist definitiv so ein Buch, welches ich am liebsten am Stück durchschmökert hätte. Ein Buch, welches gleich zu einem Teil von mir geworden ist und welches mich zutiefst berührt hat. Während des Lesens habe ich so viele unterschiedliche Emotionen durchlebt. Bianca hat mich dazu gebracht zu lachen, zu weinen, wütend und enttäuscht zu sein, mich zu verlieben und was ich besonders schön finde, die Welt wieder mit anderen Augen zu sehen. Den Kleinigkeiten mehr Bedeutung beizumessen, kleine Glücksmomente zu erkennen und aus ihnen Kraft zu tanken...
Besonders berührend und emotional fand ich den Teil rum um Jasper. Er spielt eine so wichtige, bedeutende Rolle und ich bin begeistert davon, wie er in jedem Teil der Geschichte seinen ganz besonderen Platz hat. Er hält im wahrsten Sinne des Wortes alles zusammen und ist für mich irgendwie der „gute Geist“ der Geschichte.
Total begeistern konnte mich auch Hailee. Sie ist so eine tolle Frau und ich liebe die Idee/ ihr Vorhaben in diesem Sommer mutig zu sein, Dinge zu tun, die sie sich sonst eigentlich niemals trauen würde. Ich finde es gehört schon wahnsinnig viel Mut dazu, sich einfach in sein Auto zu setzen und ganz alleine durch die Staaten zu reisen, ohne Ziel, einfach drauf los und zu schauen wohin einen der Tag/ die Reise bringt. Toll finde ich auch, dass es ihr hier vor allem um kleine Dinge geht. Dinge, die andere Menschen vielleicht nicht einmal wahrnehmen, weil sie entweder selbstverständlich sind, oder weil es einfach viel zu viele Menschen gibt, die ihren Blick für die kleinen Freuden und eben auch die kleinen Erfolge verloren haben.

"Ich will unterm Sternenhimmel tanzen,
im Regen geküsst werden und irgendwo,
wo mich niemand hören kann,
so laut schreien, wie ich nur kann."
Kapitel 15, Seite 272

Ich konnte mich wirklich gut in sie hineinversetzen, konnte ihre Ängste verstehen und war bei allem, wozu sie sich überwinden konnte, super stolz auf sie. Ich liebe es ja immer, wenn Protagonisten innerhalb einer Geschichte eine Entwicklung durchleben. Das sympathische an Hailee ist, dass sie so wahninnig liebenswert und loyal ist. Wenn man sie als Freundin hat, kann man sich zu 100 Prozent auf sie verlassen.
Auch Chase ist der Hammer, vom ersten Moment an war er für mich ein Mann in den ich mich einfach nur verlieben musste! Ich mag seine Gedanken wahnsinnig gern. Ich finde es sowieso wieder toll, dass die Geschichte aus zwei Perspektiven geschrieben ist. Ich glaube wenn sie nur aus Hailees Sicht geschrieben wäre, hätte der Geschichte ein wichtiger Part gefehlt. Schon alleine, weil ich Chase Gedanken- und Gefühlswelt so liebe. Und die Dialoge zwischen Hailee und ihm sind einfach herrlich. Ich komme aus dem Schwärmen einfach nicht mehr heraus.
Das Ende der Geschichte hat mich ziemlich kalt erwischt, mit dieser Wendung hatte ich nicht gerechnet und ich finde es echt fies, die Geschichte an genau dieser Stelle enden zu lassen. Ich sage euch, die zwei Monate bis zum Erscheinungstermin vom zweiten Band werden einfach eine Qual. Liebe Bianca, bitte wie soll ich es bis dahin aushalten???


Fazit:

"Falling fast" ist ein Buch mit absolutem Suchtpotential, eine Geschichte in der ich mich gleich wie zuhause gefühlt habe und die definitiv zu meinen Lesehighlights dieses Jahr zählt. Ein Buch für alle Romantiker unter euch, die es noch nicht aufgegeben haben an die große Liebe zu glauben. ♥

  • Cover
  • Erzählstil
  • Geschichte
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 25.02.2019

Ich schwöre!

Ich schwöre!
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Zum Inhalt:

Was tun, wenn die besten Freunde Salafisten werden wollen?

Eigentlich wäre es Zeit, mit dem Leben voll durchzustarten, doch für den zwanzigjährigen Sportstudenten Lenny Baumeister fühlt ...

Zum Inhalt:

Was tun, wenn die besten Freunde Salafisten werden wollen?

Eigentlich wäre es Zeit, mit dem Leben voll durchzustarten, doch für den zwanzigjährigen Sportstudenten Lenny Baumeister fühlt sich alles weiterhin so ereignislos an. Bis seine besten Freunde, Yussuf und Faris, offenbar aus heiterem Himmel beschließen, Salafisten zu werden, um in Syrien zu kämpfen. Nun hat Lenny eine Aufgabe: Sie vor den Terroristen des IS zu retten.
Ausgerechnet da verliebt er sich zum ersten Mal. In Anna, die im Rallstuhl sitzt und vor Energie nur so sprüht.


persönliche Wertung:

Eine Geschichte, welche in der heutigen Zeit leider sehr aktuell ist. Das Thema gehört in die Öffentlichkeit um die Gesellschaft aufzuklären und damit vielleicht zu erreichen, dass die Anzeichen erkannt werden und eventuell sogar noch etwas dagegen unternommen werden kann.
Mich persönlich hat die Geschichte wirklich erschüttert, denn ich selbst kann mir nicht vorstellen, wie ein "normaldenkender" Mensch, wie du und ich, in so eine Geschichte/ Situation hineingeraten kann. Wie ein Mensch, der in der westlichen Welt aufgewachsen ist und mit dem Islam nichts oder zumindest nicht wirklich etwas zu tun hat, auf einmal, gefühlt von heute auf morgen, auf die Idee kommt, ein "radikaler" Islamist zu werden und freiwillig in den heiligen Krieg zieht.
Das Buch beschreibt sehr gut, wie schnell es geht, wie schnell man in diesen Strudel gezogen werden kann. Am meisten hat mich beeindruckt, dass betroffene sich sogar von den besten Freunden abwenden, nur um einer Idee zu folgen, die irgendein Fremder in ihre Gedanken gepflanzt hat. Dieses Gefühl der Machtlosigkeit gegen eine Überzeugung, welche gefühlt von einem Tag auf den Anderen einfach da ist und welche von diesem Moment an alles bestimmend ist. Das Gefühl der Machtlosigkeit wird in diesem Buch sehr gut dargestellt...
Lenny muss dabei zusehen, wie sich seine beiden besten Kumpel extrem verändern. Besonders bestürzt war ich über die Geschwindigkeit dieser Veränderungen. Es ist wirklich unfassbar, wie schnell man Menschen beeinflussen kann, sie sich beeinflussen lassen. Sehr krass fand ich auch, dass Lenny gefühlt von einem Tag auf den Andren gar keinen Zugang mehr zu seinen Freunden (Vertrauten) hatte und dass selbst die geliebte Familie nicht mehr zählt! Bei Menschen, welche keinen Halt im Leben haben, keine Familie, keine Freunde, sozial abgeschieden leben und den Sinn in ihrem Leben noch nicht gefunden haben, könnte ich es ja vielleicht sogar ein bisschen verstehen. Dass sie in so einer Überzeugung eine Chance sehen, gerade weil ihnen endlich das Gefühl gegeben wird, dass sie etwas wert sind, dass sie wichtig sind, dass es auf sie ankommt... Aber bei Menschen, die eigentlich "alles" haben, Freunde, die für sie da sind, eine Familie welche immer zu ihnen steht, eine gute Schulbildung mit tollen Aussichten, da kann ich es auch nach diesem Buch nicht nachvollziehen warum sie sich von so einer Idee, dieser extremen Auslegung eines Glaubens locken lassen - für eine Sache, die sie von allem was ihnen eigentlich etwas bedeutet wegbringt/ entzweit.
Im Buch hat mir gut gefallen, dass sehr deutlich gemacht wird, wie schwierig es ist, den Betroffenen überhaupt noch irgendwie zu helfen. Toll finde ich auch, dass klar gemacht wird, wie gefährlich der Versuch zu helfen sein kann. Und dass man sich auch als Helfender Hilfe suchen sollte, denn alleine kommt man gegen diese Bedrohung nicht an. Ich finde Lenny sehr mutig, er bringt sich selbst in Gefahr nur um seinen Freunden die Augen zu öffnen. Er gibt nicht auf, er kämpft für die Menschen, die er eigentlich sehr gut kennt und auf einmal nicht wiedererkennt. Er kämpft für die Leben seiner Freunde und auch wenn er in vielerlei Hinsicht leichtsinnig und auch etwas naiv an diese Aufgabe herangeht - er tut alles was in seiner Macht steht und das beeindruckt mich sehr.
Erschreckend fand ich hingegen, dass seine Freunde Yussuf und Faris einfach in Kauf nehmen, dass die Aktionen, bei denen Lenny ihnen helfen soll, ihren Freund in Gefahr bringen. Es ist ihnen egal, ob Lenny unbeschadet aus Situationen heraus kommt, sie denken einzig und allein an sich und diese Sache, die für sie auf einmal das wichtigste der Welt ist. Mal von dem Egoismus abgesehen ist es für mich unvorstellbar, dass man jahrelang mit einem Menschen eng vertraut ist und dann nimmt man billigend in Kauf, dass diesem Freund etwas Schlimmes passieren könnte, nur weil man sich von den Worten eines wahrscheinlich sehr geschickten Redners anziehen lässt? Ihr seht, die Geschichte hat viele Gedanken in meinem Kopf zurück gelassen, viele Sachen die ich nicht verstehe und trotzdem passieren genau solche Szenarien.
Für mich ist "ich schwöre!" ein Buch, dessen Thema definitiv besprochen werden sollte. Ich finde es richtig, dass es genau solche Bücher gibt und würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass Bücher mit dem Thema Islamisierung Teil des Bildungssystems sein müssen. Aufklärung ist immer der erste Schritt um etwas zu unternehmen!!!
Auch wenn ich den Hauptprotagonisten nicht so ganz mochte und auch bei einigen Aktionen, die Augen verdreht habe und mir die Umsetzung nicht zu 100% zugesagt hat, so finde ich das Buch trotz allem wichtig und richtig. Ich hoffe, dass durch dementsprechende Literatur ein erster Schritt getan werden kann. Bitte mehr davon!!!


Fazit:

Ein brisantes Thema, welchem definitiv mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Das Buch gibt nach meinem Empfinden einen guten ersten Einblick über die Art und Weise, wie eine solche Situation ablaufen könnte.

Veröffentlicht am 25.02.2019

Liebe geht durch alle Zeiten...

Smaragdgrün
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Zum Inhalt:

Was tut man, wenn einem das Herz gebrochen wurde? Richtig, man telefoniert mit der besten Freundin, isst Schokolade und suhlt sich wochenlang im Unglück. Dumm nur, dass Gwendolyn, Zeitreisende ...

Zum Inhalt:

Was tut man, wenn einem das Herz gebrochen wurde? Richtig, man telefoniert mit der besten Freundin, isst Schokolade und suhlt sich wochenlang im Unglück. Dumm nur, dass Gwendolyn, Zeitreisende wider Willen, ihre Energie für ganz andere Dinge braucht: zum Überleben zum Beispiel. Denn die Fäden, die der zwielichtige Graf von Saint Germain in der Vergangenheit gesponnen hat, ziehen sich nun auch in der Gegenwart zu einem gefährlichen Netz zusammen. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, müssen Gwendolyn und Gidion - Liebeskummer hin oder her - nicht nur auf einem rauschenden Ball im 18. Jahrhundert zusammen Menuett tanzen, sondern sich in jeder Zeit kopfüber ins Abenteuer stürzen...


persönliche Wertung:

Auch den dritten Band der Edelsteintrilogie habe ich einfach verschlungen. Ich habe das Buch in jeder freien Minute in die Hand genommen, mir die Nächte um die Ohren geschlagen und alle häuslichen Pflichten hinten angestellt. Diese Geschichte hat mich einfach in ihren Bann gezogen. Am liebsten wäre ich gleich ein Teil der Geschichte geworden...
Dieser Teil war nochmal besonders spannend für mich, da er sich, im Gegensatz zu Band ein (Rubinrot) und Band zwei (Saphirblau), doch sehr vom gleichnamigen Film unterscheidet. Die ersten beiden Filme orientieren sich noch relativ viel an dem, was Kerstin Gier geschrieben hat, sie sind er Handlung der Bücher recht nah. Im dritten Band entfernen sich Verfilmung und Buch immer mehr voneinander. Ich glaube, wenn man zuerst die Bücher gelesen hat und dann mit seiner eigenen Vorstellung die Filme schaut, kann es sehr gut sein, dass man enttäuscht ist. Ich persönlich schaue Buchverfilmungen grundsätzlich ohne Erwartungen und sehe sie als eigenständig an. Denn so kann man Filme und Bücher getrennt betrachten und beides auf seine Weise toll finden. Hier in diesem Fall bekam ich somit die Möglichkeit, den dritten Teil noch einmal ganz neu für mich zu entdecken, was die Spannung natürlich extrem hoch hielt. Sonst passiert es mir doch ab und an, dass ich bei relativ dicken Büchern im Mittelteil schon ein wenig die Lust verliere und mich motivieren muss weiter zu lesen. Ein Motivationsproblem hatte ich hier aber ganz und gar nicht, ganz im Gegenteil, hier hatte ich eher ein extremes Zeitproblem, da sich meine Leselust einfach nicht mit meinen Pflichten im täglichen Leben (wie Arbeit, Sport, Haushalt...) vereinbaren lies und dieses Zeitproblem führte dann natürlich zu einem akuten Schlafmangel... ist schon irgendwie ein Teufelskreis. Aber ich liebe es trotzdem, wenn ein Buch diese Leidenschaft in mir weckt! ♥
Die Geschichte hat mir wieder richtig gut gefallen. Die beiden Hauptprotagonisten Gwendolyn und Gidion sind nach wie vor toll und da sie sich schon in den ersten beiden Bänden einen Platz in meinem Herzen gesichert haben, war es nun einfach nur schön sie wieder zu treffen. Da die Geschichte, wie auch schon bei Rubinrot und Saphirblau, aus Gwendolyns Sicht erzählt ist, fühle ich mich ihr als Leser besonders nahe. Ich liebe es, dass sie nach wie vor ihren eigenen Kopf hat und sich bei ihren Handlungen von ihren Gefühlen leiten lässt. Auch wenn sie selbst es bestimmt anders sehen würde, finde ich sie wahnsinnig mutig. Es ist so herrlich, wie sie mit ihrer Art diese verstaubte, hinterwäldlerische Loge auf den Kopf stellt. Ich mag ihre Gedanken und die Dialoge im Buch besonders gern. So oft musste ich einfach schmunzeln, im besonderem wenn James August Peregrin Pimplebottom und/oder Xemerius an der Unterhaltung beteiligt waren... :) Und wieder komme ich aus dem Schwärmen nicht mehr raus -> ich liebe Gwen einfach und auch Gidion, in den ich mit jeder gelesenen Seite immer mehr verliebt habe, ist einfach unbeschreiblich toll, genau wie alles andere an dieser Geschichte!!! ♥ Sie ist von Anfang bis zum Ende einfach so gut durchdacht. Sie ist super spannend, geheimnisvoll, emotional, witzig, eben echt süchtig machend.
Auch in diesem Teil, wer hätte das gedacht, bin ich wieder ein besonderer Fan der Zeitreisen in die Vergangenheit. Ich finde die Vorstellung, in längst vergangene Zeiten reisen zu können, soooo wahnsinnig toll. Diese Reihe beschreibt einen Traum, der schon immer in meinem Innern existiert. Vergangene Zeiten haben mich schon immer magisch angezogen und der Gedanke diese selbst erleben zu könnten ist der Wahnsinn. Dazu kommt natürlich der wundervolle Schreibstil von Autorin Kerstin Gier. Ihre Worte verzaubern den Leser vom ersten Augenblick an. Alle drei Bücher sind wirklich gut durchdacht, sie bilden eine perfekte Einheit. Für mich stimmt bei dieser Trilogie einfach alles.

"Und wennschon! Wir können es uns im Augenblick nicht leisten, beide unter
hormoneller Gehirnaufweichung zu leiden. Es reicht doch wohl, dass eine
von uns nicht mehr zurechnungsfähig ist."
Kapitel 2, Seite 52


Fazit:

Für mich ist Smaragdgrün der perfekte Abschluss einer grandiosen Reihe, welche für meinen Geschmack hätte noch unzählige weitere Bücher umfassen können. Die Edelsteintrilogie bietet einfach alles: extreme Spannung, unzählige Geheimnisse und Verwirrungen, große Gefühle mit einigen Höhen und Tiefen, die tollsten Freundschaften, Magie und das besonders gelungene Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart.

Veröffentlicht am 25.02.2019

Bereit?

Saphirblau
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Zum Inhalt:

Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist vielleicht keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz ...

Zum Inhalt:

Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist vielleicht keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme Zum Beispiel die Welt retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!


persönliche Wertung:

Auch den zweiten Teil dieser Trilogie habe ich einfach nur durchgesuchtet. Da ich im neuen Jahr gleich wieder arbeiten musste, habe ich ihn aus Zeitmangel leider nicht innerhalb von zwei Tagen geschafft, aber ich habe jede Minute, die ich mir irgendwie freischaufeln konnte, genutzt um zu erfahren, wie es mit Gwendolyn, Gidion und den Reisen in die Vergangenheit weiter geht. Ich bin sofort wieder ein Teil der Geschichte gewesen. Kerstin Gier hat einfach ein unglaubliches Talent dafür, mich mit Ihren Worten in ihren Bann zu ziehen! ♥ Ich finde es soooo schön, dass diese Geschichte nicht innerhalb eines Bandes zu Ende erzählt wurde, sondern ich als Leser das große Glück habe, die lieb gewonnenen und super spannenden Charaktere wieder zu treffen. Auch Band zwei strotzt nur so vor Spannung. Doch auch hier tappen wir als Leser gemeinsam mit Gwendolyn weiter im Dunkeln. Was ist die Wahrheit, was verbirgt sich hinter dem größten Geheimnis der Menschheit und vor alles was genau hat Gwendolyn damit zu tun? So viele super spannende Fragen, die sich durch die Geschichte ziehen und welche ich als Leser unbedingt aufdecken möchte... Saphirblau konnte mich, wie auch schon Rubinrot, auf jeder einzelnen Seite begeistern.
Nach wie vor liebe ich das Thema Zeitreisen und ich finde es toll, dass auch im zweiten Teil wieder ein großer Wert darauf gelegt wird, den Leser in vergangene Zeiten zu entführen. Ich finde es wirklich extrem spannend von den Gepflogenheiten des 18. Jahrhunderts zu lesen, was damals modern war, wie man sich in der höheren Gesellschaft wem gegenüber verhielt, wie Festlichkeiten abliefen und vor allem welche Tücken dies gerade für Gwendolyn, die auf diese Aufgabe noch nicht ihr ganzes Leben vorbereitet wurde, bereit hält.
Gwendolyn und Leslie finde ich nach wie vor super! Und ich bin sehr froh, dass die beiden und vor allem ihre Freundschaft wieder eine wichtige Rolle spielen. Ich habe Leslie so in mein Herz geschlossen, dass ich es sehr schade gefunden hätte, wenn sie in diesem Band nur eine nebensächliche Rolle gespielt hätte. Auch Gidion finde ich immer noch toll. Auch wenn ich noch immer nicht so genau weiß, was ich von ihm halten soll. Seine Person ist für mich einfach noch ein wenig undurchsichtig. Ich weiß nicht so recht, welches Ziel er verfolgt... Auch wenn der Epilog eine klare Richtung weist, so würden mich einige Zusammenhänge doch sehr interessieren...
Spannend finde ich auch Raphael, Gidions Bruder, welcher in Saphirblau das erste mal auftaucht, ich denke im nächsten Band wird es mit ihm noch sehr lustig werden.
Auch in diesem Teil hat mir der Schreibstil von Kerstin Gier wieder sehr gut gefallen, ihre Worte fesseln nach wenigen Seiten und lassen mich als Leser einfach nicht wieder los. Ich liebe die humorvollen Dialoge ihrer Charakter, sie lassen mich an so vielen Stellen schmunzeln. Die Schlagfertigkeit, welche Gwen an einigen Stellen zu Tage legt ist der Hammer. Ich würde mir wünschen mit Worten und der Art wie ich sie jemandem entgegen schmettere, genauso eine Wirkung zu erzielen... Die Charaktere sind nach wie vor toll, die "Guten" genau wie die "Bösen" sind einzigartig herausgearbeitet und bilden ein perfektes Gesamtbild. Besonders interessant finde ich auch, dass man bei einigen bis jetzt eben noch nicht weiß, welches Ziel sie verfolgen, auf welcher Seite sie stehen. Es ist und bleibt einfach wirklich spannend und ich wünsche mir gerade in diesem Moment nichts mehr, als endlich weiter lesen zu können und herauszufinden was hinter den unzähligen Geheimnissen steckt und wer, wie darin verwickelt ist.


"Vergiss nicht, dass es hier um Leben und Tod geht", sagte Leslie.
"Meinst du, ich will meine beste Freundin verlieren, nur weil sie nach einem bisschen Rumgeknutsche nicht mehr in der Lage war, ihr Gehirn zu benutzen?"
Kapitel 8, Seite 230


Fazit:

Nachdem Rubinrot ein grandioser Auftakt war, steht ihm Saphirblau in nichts nach. Ich kann einfach nur wieder schwärmen. Ich liebe den Schreibstil, die bezaubernden Charaktere, die extrem spannende und geheimnisvolle Geschichte und natürlich die Reisen in vergangene Zeiten!!! ♥ Auch Band 2 ist einfach toll!!! ♥