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Veröffentlicht am 20.04.2023

Stunde der Rache

30 Tage Dunkelheit
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Hannah Krause-Bendix ist eine Schriftstellerin, deren Bücher sich kaum verkaufen und die dem Alkohol nicht abgeneigt ist. Auf einer Buchmesse gerät sie mit ihrem Erzfeind Jørn Jensen aneinander, einem ...

Hannah Krause-Bendix ist eine Schriftstellerin, deren Bücher sich kaum verkaufen und die dem Alkohol nicht abgeneigt ist. Auf einer Buchmesse gerät sie mit ihrem Erzfeind Jørn Jensen aneinander, einem äußerst erfolgreichen Krimiautoren. Sie lässt sich zu der Aussage hinreißen, dass jeder Idiot in einem Monat einen Krimi schreiben könne. Dies soll sie nun beweisen. Ihr Lektor schickt sie dafür ins ruhige Island. Hannah will schon aufgeben und zurück nach Dänemark reisen, als der Neffe ihrer Gastgeberin ums Leben kommt und sie sich in die Ermittlungen des örtlichen Polizisten Viktor einmischt.

Das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen. Es dauert zwar ein bisschen, bis es zu einem Krimi wird. Denn zunächst geht es mehr um Hannah, ihre Schreibblockade und ihre Wette mit Jørn Jensen. Doch in Island nehmen die Ereignisse dann Fahrt auf, und es bleibt spannend bis zum Ende. Die Lösung hatte ich nicht vorhergesehen – wie es bei einem guten Krimi sein sollte. Auch der Humor kommt in dem Buch nicht zu kurz.

Hannah ist grundsätzlich keine sympathische Figur, wächst einem mit der Zeit aber ans Herz und macht auch eine gewisse Wandlung durch. Sie findet bei ihren privaten Recherchen immer wieder neue Aspekte heraus. Es gibt Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Das Cover wäre mir in einer Buchhandlung wahrscheinlich ins Auge gestochen, weil es ein Polarlicht zeigt, was auf ein nordisches Buch hinweist und ich diese Krimis besonders gerne lese. Der Titel ist sehr gut gewählt, da er zum Inhalt des Buches passt. Der Rückentext macht neugierig und verrät nicht zu viel vom Inhalt.

Mir hat das Buch gefallen, und ich kann mir gut vorstellen, weitere Bücher der Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 11.03.2023

Ganz sicher nicht, mein liebes Kind

Der kleine Beuteldachs
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Der kleine Beuteldachs und sein Papa wollen seine Oma besuchen und müssen dafür durch den dunklen Wald. Der Kleine findet es unheimlich und hat das Gefühl, dass ihnen jemand folgt. Doch sein Vater versichert ...

Der kleine Beuteldachs und sein Papa wollen seine Oma besuchen und müssen dafür durch den dunklen Wald. Der Kleine findet es unheimlich und hat das Gefühl, dass ihnen jemand folgt. Doch sein Vater versichert ihm, dass alle anderen Tiere gerade nicht da seien. Als der kleine Beuteldachs etwas Graues, Buschiges hinter einem Baumstamm sieht, ist er neugierig und zieht mutig daran. Dann geschieht etwas, womit sie nicht gerechnet hätten…

Das Bilderbuch gefällt uns sehr gut. Die Illustrationen sind schön, witzig und kindgerecht. Sie vermitteln gut die etwas unheimliche Atmosphäre im dunklen Wald. Obwohl es auf den Bildern einiges zu entdecken gibt, sind sie nicht überladen.

Das Buch enthält nicht zu viel Text und liest sich gut. Schön finde ich die Mischung aus „normalem“ Text und Reimen - vor allem wenn der Vater sich überlegt, wo die anderen Tiere sind. Mein Kind fand seine Erklärungen lustig. Andererseits war das Buch aber auch spannend. Im ersten Moment endet es ohne richtiges Ende und etwas abrupt, aber wenn man bemerkt, dass die Umschlagseiten zur Geschichte gehören, ist es wieder stimmig.

Der tiefere Sinn, der in der Geschichte steckt, erschließt sich einem kleinen Kind wahrscheinlich nicht, aber man kann mit ihm anschließend darüber sprechen. Bereits das Cover ist sehr schön und ansprechend gestaltet und hätte mich in einem Buchladen angeregt, es in die Hand zu nehmen.

Wir können dieses Bilderbuch weiterempfehlen, auch wenn es (wie alle Bilderbücher) nicht so günstig ist.

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Veröffentlicht am 27.11.2022

XXL

Mein Sachen suchen Riesenbilderbuch
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Das Bilderbuch besteht pro Doppelseite aus jeweils einem großen Bild zu einem bestimmten Thema, einem kurzen Text dazu und einzelnen Ausschnitten, die in dem großen Bild gesucht werden sollen. Die Bilder ...

Das Bilderbuch besteht pro Doppelseite aus jeweils einem großen Bild zu einem bestimmten Thema, einem kurzen Text dazu und einzelnen Ausschnitten, die in dem großen Bild gesucht werden sollen. Die Bilder befassen sich mit den Themen „Unterwegs in der Stadt“, „Auf dem Bauernhof“, „Hier entsteht ein Spielplatz“, „Auf dem Waldlehrpfad“, „In der Bahnhofshalle“, „Zu Besuch im Zoo“ und „Im Winterwald“.

Wir kennen bereits kleinere „Sachen suchen“-Bücher, die von ihrem Aufbau dieser Riesenausgabe entsprechen. Auch dieses Buch gefällt uns inhaltlich gut. Die Seiten sind schön und ansprechend illustriert und nicht überladen. Trotzdem gibt es viel zu entdecken, nicht nur die Sachen, die man auf dem großen Bild suchen soll. Es werden sehr unterschiedliche Szenen dargestellt, sodass für jedes Kind etwas dabei sein sollte, was es besonders interessiert. Während es für ein Kind vielleicht die Fahrzeuge auf der Spielplatz-Baustelle sind, sind es für ein anderes vielleicht die Tiere auf dem Bauernhof oder im Zoo.

Das Buch richtet sich an Kinder ab 2 Jahren, aber auch ältere Kinder haben Freude daran (zumindest eine gewisse Zeit lang). Manche Dinge sind gar nicht so einfach zu finden – ich muss gestehen, dass wir die Schwanzmeise im Winterwald bis jetzt noch nicht gefunden haben. Etwas überrascht hat uns jedoch die Größe des Buches. Mit 51,5 x 38,5 cm handelt es sich wirklich um ein „Riesenbilderbuch“, das ehrlich gesagt ein bisschen unpraktisch in der Handhabung ist. Unserem Kind hat aber gerade die Größe gut gefallen.

Das Cover passt zu der Reihe und gibt schon einen kleinen Einblick in den Inhalt. Ich kann das Buch weiterempfehlen. Man muss jedoch für sich entscheiden, ob man wirklich diese riesige Ausgabe haben möchte oder sich mit den normalen (und preiswerteren) Bänden begnügt.

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Veröffentlicht am 20.11.2022

Alarmstufe Rot

Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire (Die Unverbesserlichen 1)
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Guillaume Lipaire, eigentlich ein Deutscher namens Wilhelm Liebherr, dessen Leben anders verlaufen ist als geplant, arbeitet als „gardien“ in Port Grimaud in Südfrankreich. Sein Gehalt bessert er sich ...

Guillaume Lipaire, eigentlich ein Deutscher namens Wilhelm Liebherr, dessen Leben anders verlaufen ist als geplant, arbeitet als „gardien“ in Port Grimaud in Südfrankreich. Sein Gehalt bessert er sich durch verschiedene Gaunereien auf. So vermietet er zum Beispiel die Wohnungen ohne Wissen der Besitzer zwischendurch an Urlaubsgäste. Dumm nur, wenn man beim Saubermachen der Villa der Familie Vicomte, die durch ein Weinhaus einst zu Reichtum gelangte, plötzlich einen toten Mann findet. Mithilfe des Wassertaxisfahrers Karim kann Lipaire die Leiche entsorgen. Am nächsten Tag reist die ganze Familie an und wartet verzweifelt auf einen Barral, während Lipaire einen großen Coup wittert…

Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen und hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht – wie ich es von den Autoren gewohnt bin. Die „Unverbesserlichen“ sind eine chaotische Truppe, die sich aus sehr unterschiedlichen Charakteren zusammensetzt. Gerade dies sorgt für Unterhaltung. Ich muss allerdings sagen, dass mir die Hauptperson Lipaire nicht so sympathisch war. Trotzdem sind mir die Figuren mit der Zeit ans Herz gewachsen. Die Gegend in Südfrankreich ist sehr genau beschrieben und lässt eine gewisse Urlaubsstimmung aufkommen. Erst am Ende habe ich gesehen, dass die eingestreuten französischen Ausdrücke in einem Glossar übersetzt und erklärt wurden. Hier wäre ein kleiner Hinweis am Anfang des Buches nicht schlecht gewesen.

Das Buch läuft unter dem Genre „Krimi“. Wer die Autoren kennt, weiß, dass die Bezeichnung „Gaunerkömodie“, die ebenfalls verwendet wird, es aber viel besser trifft. Es herrscht zwar eine gewisse Spannung (Was wollte Familie Vicomte von Barral? Welcher Schatz wird gesucht? Fliegen die Machenschaften der „Unverbesserlichen“ irgendwann auf?). Doch es ist nicht so, dass man das Buch deshalb nicht mehr aus der Hand legen kann. Teilweise erinnert die Geschichte eher an einen humoristischen Roman.

Das Cover des Buches macht auf den ersten Blick klar, dass es sich um eine Geschichte handelt, die in Frankreich spielt. Da ich eher skandinavische Krimis bevorzuge, hätte das Cover wahrscheinlich nicht mein Interesse geweckt, wenn ich nicht die Namen der Autoren gelesen hätte. Der Titel ist treffend gewählt, wenn auch ein bisschen lang. Der Klappentext verrät nicht zu viel.

Es handelt sich um ein unterhaltsames Buch, das ich weiterempfehlen kann, auch wenn mir die „Kluftinger“-Reihe ein bisschen besser gefällt.

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Veröffentlicht am 17.06.2022

Erlebnisse im Wald

Wieso? Weshalb? Warum? Stickerheft - Im Wald
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Das Stickerheft „Im Wald“ befasst sich damit, was wir im Wald erleben können, welche Tiere im Wald leben, was ein Tangwald ist, wer in einem Bergwald lebt, wo die Tiere im Wald wohnen, was auf dem Waldboden ...

Das Stickerheft „Im Wald“ befasst sich damit, was wir im Wald erleben können, welche Tiere im Wald leben, was ein Tangwald ist, wer in einem Bergwald lebt, wo die Tiere im Wald wohnen, was auf dem Waldboden krabbelt und wächst, welche Pflanzen im Regenwald wachsen, was Försterinnen und Förster machen, welche Tiere nachtaktiv sind, wie sich der Wald im Herbst verändert und was Waldtiere im Winter machen.

Dies war unser erstes Stickerheft, und es konnte uns - wie die ganze „Wieso? Weshalb? Warum?“-Reihe von Ravensburger - überzeugen. Es richtet sich an Kinder zwischen vier und sieben Jahren. Die Seiten sind schön und ansprechend illustriert, und es gibt kindgerechte und informative Texte. Es geht überwiegend um den heimischen Wald. Die Themen sind durch viele Aufkleber zu ergänzen. Schön finde ich, dass dabei die Sticker den jeweiligen Seiten zugeordnet sind. So weiß man genau, welche Aufkleber für welche Seite gedacht sind, und muss keine Angst haben, etwas falsch oder zu viel einzukleben. Bei manchen Aufklebern ist der Platz genau vorgegeben, bei anderen können die Kinder frei entscheiden, wohin sie ihn auf der jeweiligen Seite kleben möchten. Schön finde ich die „Puzzle-Seite“. Für „besonders knifflige Sticker“ gibt es am Ende des Heftes eine Lösungsseite. Die Kinder werden also mehr gefordert als bei einem Stickerheft, in dem sie die Seiten völlig frei gestalten können.

Die Aufkleber lassen sich nach dem Aufkleben nicht mehr gut entfernen. Aber auch wenn man alle Seiten beklebt hat, kann man das Heft immer wieder zur Hand nehmen und die lehrreichen Texte lesen und sich die entsprechenden Bilder ansehen.

Das Cover passt zu der Reihe und ist ansprechend. Ich kann das Stickerheft weiterempfehlen und finde bei dieser Reihe auch das Preis-Leistungs-Verhältnis völlig angemessen.

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