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Veröffentlicht am 06.04.2022

Fliegende Sennerinnen

Todesfall
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Starreporterin Agnes Tveit ist mit ihrem Lebensgefährten Fredrik zurück in ihre Heimatstadt Voss gezogen und arbeitet für die lokale Zeitung. Sie ist bei der Eröffnung der Extremsportwoche anwesend, die ...

Starreporterin Agnes Tveit ist mit ihrem Lebensgefährten Fredrik zurück in ihre Heimatstadt Voss gezogen und arbeitet für die lokale Zeitung. Sie ist bei der Eröffnung der Extremsportwoche anwesend, die mit dem Fallschirmsprung eines Frauenquartetts in Trachten beginnen soll. Zusammen mit vielen anderen Zuschauern wird sie Zeugin, wie sich Veslemøy Lilands Fallschirm nicht öffnet und die junge Mutter von Zwillingen stirbt. Es stellt sich heraus, dass es sich um einen Mord handelt.

Das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen. Von Anfang an wird Spannung aufgebaut, die bis zum Ende nicht nachlässt. Agnes stößt bei ihren Ermittlungen immer wieder auf Aspekte, die einen neuen Blick auf die Geschehnisse erlauben. Es gibt Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, und auch die Lösung kam für mich überraschend und war trotzdem nachvollziehbar – wie es bei einem guten Krimi sein sollte.

Wer einen actiongeladenen, blutrünstigen Krimi erwartet, wird allerdings enttäuscht werden. Der Leser erfährt im Laufe des Buches auch viel über Agnes, ihre Probleme und ihre Vergangenheit, die mit dem Fall verbunden ist. In sie konnte ich mich trotzdem nicht richtig hineinversetzen. Es blieb eine gewisse Distanz.

Das Cover gefällt mir gut. Es zeigt eine typisch norwegische Landschaft, ist eigentlich sehr idyllisch, wirkt durch den dunklen Himmel aber düster und bedrohlich. Der Titel ist sehr gut gewählt, da er in diesem Fall auch wortwörtlich zu verstehen ist und zum Inhalt des Buches passt. Der Rückentext macht neugierig und verrät nicht zu viel vom Inhalt.

Mir hat das Buch gefallen, und ich kann mir gut vorstellen, weitere Bücher mit Agnes Tveit zu lesen. Im norwegischen Original ist bereits ein zweiter Band erschienen, welcher am Ende des Buches kurz vorgestellt wird.

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Veröffentlicht am 18.01.2022

Warum wandern Tiere?

Wieso? Weshalb? Warum? Tierwanderungen
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In dem Buch erfahren die Kinder, wohin Zugvögel fliegen, warum Tiere wandern, welche Tiere an Land umherziehen, warum manche Tiere gemeinsam wandern, welche Tiere in großer Höhe klettern, wer zwischen ...

In dem Buch erfahren die Kinder, wohin Zugvögel fliegen, warum Tiere wandern, welche Tiere an Land umherziehen, warum manche Tiere gemeinsam wandern, welche Tiere in großer Höhe klettern, wer zwischen Land und Wasser wechseln kann, welche Tiere im Wasser unterwegs sind, wer weit durch Meer und Fluss schwimmt, wer in Arktis und Antarktis wandert, wohin Vögel ziehen, wohin Insekten wandern, wie wir Tierwanderungen beobachten, wieso wir die Tiere erforschen, wo auf der Welt Tiere unterwegs sind und wie wir die Tiere unterstützen können.

Die Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ wird wahrscheinlich von den meisten Eltern und Kindern geschätzt. Auch dieses Buch ist schön illustriert und hat kindgerechte und informative Texte. Die Klappen regen zum Mitmachen an und liefern weiteres Hintergrundwissen. Auch als Erwachsener kann man meistens noch etwas lernen. In diesem Band waren es besonders viele Informationen, was wahrscheinlich darin liegt, dass sehr viele unterschiedliche Tiere vorgestellt werden. Für unser Kind war es nach ein paar Seiten erst einmal genug. Aber man kann das Buch ja gut einteilen, und inzwischen haben wir uns alles angesehen. Ein bisschen irritiert war ich, dass es am Anfang darum geht, wohin Zugvögel fliegen, und dass später noch einmal behandelt wird, wohin Vögel ziehen. Diese beiden Seiten hätte man vielleicht zusammenfassen können. Ansonsten gibt es aber nichts auszusetzen!

Das Cover passt zu der Reihe und ist ansprechend. Ich kann das Buch weiterempfehlen und finde bei dieser Reihe auch das Preis-Leistungs-Verhältnis angemessen.

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Veröffentlicht am 23.12.2021

Sorgsamer Umgang mit der Natur

Wieso? Weshalb? Warum? junior. Wie helfe ich der Umwelt?
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Diese Rezension bezieht sich auf die Buchausgabe.

In dem Buch lernen die Kleinen, wieso eine saubere Umwelt so wichtig ist, wohin der Müll gehört, wie sauber das Meer ist, wie wir Müll vermeiden und Wasser ...

Diese Rezension bezieht sich auf die Buchausgabe.

In dem Buch lernen die Kleinen, wieso eine saubere Umwelt so wichtig ist, wohin der Müll gehört, wie sauber das Meer ist, wie wir Müll vermeiden und Wasser sparen können, wo wir noch sparen können, wie wir Tieren und Pflanzen helfen, was auf den Tisch kommt und was in welche Tonne gehört…

Die Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ kennen wahrscheinlich die meisten Eltern. „Junior“ richtet sich speziell an die 2-4-Jährigen. Auch dieses Buch ist ansprechend illustriert und hat kindgerechte und informative Texte. Auf den meisten Seiten werden die Kinder eingebunden und können Fragen beantworten. Die Klappen regen zum Mitmachen an. Sie sind grundsätzlich stabil – wie auf der Rückseite angegeben. Allerdings sollte beim ersten Öffnen ein Erwachsener helfen. Uns ist leider eine Klappe ein Stück eingerissen.

Der Band behandelt ein sehr wichtiges Thema, nämlich den Umweltschutz. Die Kleinen erfahren, welche Bedeutung eine intakte Umwelt hat, und bekommen Tipps, wie sie selbst dazu beitragen können – oft mit einfachen Verhaltensweisen. Ich musste das Buch, nachdem es angekommen war, gleich mehrfach vorlesen. Am besten gefallen hat die Klappe mit dem Hund am Baum. ;)

Das Cover passt zu der Reihe und ist ansprechend. Ich kann das Buch weiterempfehlen und finde bei dieser Reihe auch das Preis-Leistungs-Verhältnis angemessen.

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Veröffentlicht am 25.09.2021

Santa needs reindeer

Morgen, Klufti, wird's was geben
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In diesem Jahr verlaufen die letzten Tage vor Weihnachten für Kluftinger anders als sonst. Alles beginnt damit, dass Erika zwei Tage vor dem Fest beim Christbaumschmücken von der Leiter fällt und mit ...

In diesem Jahr verlaufen die letzten Tage vor Weihnachten für Kluftinger anders als sonst. Alles beginnt damit, dass Erika zwei Tage vor dem Fest beim Christbaumschmücken von der Leiter fällt und mit ihrer Beinverletzung erst einmal im Krankenhaus bleiben muss. Kluftinger ist also auf sich alleine gestellt, und bereits abends nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Zudem reist am nächsten Tag „Joschi“ an, der japanische Schwiegervater seines Sohnes Markus, um den er sich nun auch alleine kümmern muss…

Das Buch war so, wie ich es nach der Leseprobe erwartet hatte. Es ließ sich leicht, flüssig und sehr schnell lesen und hat mich immer wieder zum Schmunzeln und Lachen gebracht. Kluftinger war genauso chaotisch, wie man ihn aus den Krimis kennt, und schlitterte von einer Katastrophe in die nächste. Manches war natürlich ein bisschen übertrieben, was mich aber nicht gestört hat. Amüsant fand ich auch das Gemisch aus Deutsch und Englisch, mit dem er sich mit Markus‘ Schwiegervater unterhalten hat.

Ich habe das (zugegeben nicht sehr dicke) Buch fast an einem Stück gelesen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht und ob es am Ende doch noch zu einem friedvollen Weihnachtsfest kommt. Am besten liest man eine solche Geschichte natürlich in der Vorweihnachtszeit, aber auch jetzt konnte man sich Kluftiger gut bei den Weihnachtsvorbereitungen und auf dem Weihnachtsmarkt vorstellen. Bei Vorablesen war bei Genre „Krimi“ angegeben, was aber definitiv nicht stimmt. Wer sich also auf einen Krimi freut, wird vielleicht enttäuscht werden.

Das Cover des Buches macht auf den ersten Blick klar, dass es sich um eine weihnachtliche Geschichte handelt. Auch der Titel ist sehr treffend gewählt. Der Klappentext verrät nicht zu viel. Ich denke, vor allem Fans der Kluftiger-Reihe werden dieses Buch lesen, aber auch ohne Vorkenntnisse hat man keine Probleme, dem Geschehen zu folgen.

Es handelt sich um ein unterhaltsames Buch, das ich weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 27.07.2021

Das Pferd war Erinnerung an eine andre Zeit

Arno und sein Pferd
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Arno hat sein kleines Holzpferd verloren. Es ist sein „großes Glück“. Sie suchen überall nach ihm – zunächst ohne Erfolg. Dem Vater wird es zu viel, und er meint, Arno könne ja mit einem seiner vielen ...

Arno hat sein kleines Holzpferd verloren. Es ist sein „großes Glück“. Sie suchen überall nach ihm – zunächst ohne Erfolg. Dem Vater wird es zu viel, und er meint, Arno könne ja mit einem seiner vielen anderen Spielsachen spielen. Doch das Pferd hat eine besondere Bedeutung für Arno: sein Opa hat es geschnitzt. Von ihm und der Zeit mit ihm träumt Arno nun jede Nacht…

Es ist ein schönes Bilderbuch. Ich musste es bereits mehrfach vorlesen. Der Text ist zwar relativ kurz – aber man hat auch nicht immer viel Zeit zum (Vor)lesen. Außerdem gibt es auf den Bildern einiges zu entdecken. Sie sind bunt, aber nicht zu schrill, und ein bisschen exotisch, da die Geschichte ja in einem anderen Land spielt. Die Texte in Reimform sind vielleicht nicht für jeden etwas, aber unser Kind mag sie. Ich bezweifle allerdings, dass dreijährige Kinder den tieferen Sinn des Buches verstehen. Ich finde, es ist nicht so deutlich, dass Arnos Opa gestorben ist. Da wären vielleicht andere Worte nötig gewesen.

Das Cover gefällt mir und regt an, das Buch in die Hand zu nehmen. Ich kann das Bilderbuch grundsätzlich weiterempfehlen, allerdings sollte man nicht zu viel zum Thema Verlust und Trauer erwarten. Ich weiß nicht, ob ich das Buch gekauft hätte, zumal es (wie alle Bilderbücher) nicht billig ist.

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