Eine Geschichte wie die Nacht selbst: düster, leise und voller Geheimnisse.
When the Moon touches my SoulEs gibt Bücher, die liest man – und es gibt Bücher, die spürt man. When the Moon Touches My Soul war für mich Letzteres. Von der ersten Seite an hat mich die Atmosphäre gefesselt: düstere Clubnächte in ...
Es gibt Bücher, die liest man – und es gibt Bücher, die spürt man. When the Moon Touches My Soul war für mich Letzteres. Von der ersten Seite an hat mich die Atmosphäre gefesselt: düstere Clubnächte in Los Angeles, Werwölfe, Vampire, dunkle Vergangenheit – und mittendrin eine Protagonistin, die so stark wie verletzlich ist.
Skylar hat mich als Figur sofort abgeholt. Sie ist keine Heldin, die alles unter Kontrolle hat, sondern jemand, der kämpft – mit der Verantwortung als Security-Chefin im berüchtigten Nightwing-Club, mit ihren Gefühlen und mit ihrer eigenen Vergangenheit. Ich mochte, wie tough sie nach außen wirkt, während sie innerlich oft mit sich selbst ringt. Besonders spannend wurde es, als Ryan auftaucht – geheimnisvoll, ruhig, ein Mensch unter Werwölfen. Ihre Verbindung entwickelt sich langsam, fast zögerlich, und genau das fand ich so authentisch. Kein sofortiges Verfallen, sondern ein vorsichtiges Annähern, voller Zweifel und innerer Konflikte.
Die Geschichte selbst hat mich oft atemlos zurückgelassen. Es passieren brutale Morde, die Spannung steigt mit jeder Seite – und obwohl ich normalerweise keine Thriller-Elemente in Romantasy brauche, haben sie hier perfekt funktioniert. Die düstere Stimmung, die Geheimnisse, die Rivalität zwischen Werwölfen und Vampiren – all das hat mich in seinen Bann gezogen. Ich habe mitgefiebert, mitgerätselt und mich manchmal regelrecht in der Nacht dieser Welt verloren.
Was mir besonders gefallen hat, war die emotionale Tiefe. Die Geschichte ist keine klassische Lovestory mit Kitschmomenten, sondern eher eine stille, vorsichtige Annäherung zweier verletzter Seelen. Skylar und Ryan begegnen sich auf Augenhöhe – und genau das macht ihre Beziehung so besonders. Keine toxische Dynamik, kein unnötiges Drama, sondern leise Intimität inmitten von Chaos und Dunkelheit.
Klar, ein paar Dinge hätten noch etwas mehr Raum verdient – zum Beispiel die Nebenfiguren oder die politischen Strukturen der übernatürlichen Welt. Aber das hat für mich dem Leseerlebnis keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: Ich sehe dieses Buch als Auftakt, der Lust auf mehr macht. Und ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird.