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Veröffentlicht am 03.08.2025

Eine Geschichte wie die Nacht selbst: düster, leise und voller Geheimnisse.

When the Moon touches my Soul
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Es gibt Bücher, die liest man – und es gibt Bücher, die spürt man. When the Moon Touches My Soul war für mich Letzteres. Von der ersten Seite an hat mich die Atmosphäre gefesselt: düstere Clubnächte in ...

Es gibt Bücher, die liest man – und es gibt Bücher, die spürt man. When the Moon Touches My Soul war für mich Letzteres. Von der ersten Seite an hat mich die Atmosphäre gefesselt: düstere Clubnächte in Los Angeles, Werwölfe, Vampire, dunkle Vergangenheit – und mittendrin eine Protagonistin, die so stark wie verletzlich ist.

Skylar hat mich als Figur sofort abgeholt. Sie ist keine Heldin, die alles unter Kontrolle hat, sondern jemand, der kämpft – mit der Verantwortung als Security-Chefin im berüchtigten Nightwing-Club, mit ihren Gefühlen und mit ihrer eigenen Vergangenheit. Ich mochte, wie tough sie nach außen wirkt, während sie innerlich oft mit sich selbst ringt. Besonders spannend wurde es, als Ryan auftaucht – geheimnisvoll, ruhig, ein Mensch unter Werwölfen. Ihre Verbindung entwickelt sich langsam, fast zögerlich, und genau das fand ich so authentisch. Kein sofortiges Verfallen, sondern ein vorsichtiges Annähern, voller Zweifel und innerer Konflikte.

Die Geschichte selbst hat mich oft atemlos zurückgelassen. Es passieren brutale Morde, die Spannung steigt mit jeder Seite – und obwohl ich normalerweise keine Thriller-Elemente in Romantasy brauche, haben sie hier perfekt funktioniert. Die düstere Stimmung, die Geheimnisse, die Rivalität zwischen Werwölfen und Vampiren – all das hat mich in seinen Bann gezogen. Ich habe mitgefiebert, mitgerätselt und mich manchmal regelrecht in der Nacht dieser Welt verloren.

Was mir besonders gefallen hat, war die emotionale Tiefe. Die Geschichte ist keine klassische Lovestory mit Kitschmomenten, sondern eher eine stille, vorsichtige Annäherung zweier verletzter Seelen. Skylar und Ryan begegnen sich auf Augenhöhe – und genau das macht ihre Beziehung so besonders. Keine toxische Dynamik, kein unnötiges Drama, sondern leise Intimität inmitten von Chaos und Dunkelheit.

Klar, ein paar Dinge hätten noch etwas mehr Raum verdient – zum Beispiel die Nebenfiguren oder die politischen Strukturen der übernatürlichen Welt. Aber das hat für mich dem Leseerlebnis keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: Ich sehe dieses Buch als Auftakt, der Lust auf mehr macht. Und ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Eine Geschichte wie ein Cozy Game – leise, tief und voller Gefühl

Novel Haven - Levels of Love
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Schon nach den ersten Seiten von Novel Haven wusste ich: Dieses Buch wird mich nicht mit lautem Drama fesseln – sondern mit Herz, Tiefe und ganz viel Gefühl. Und genau das hat es auch getan. Es erzählt ...

Schon nach den ersten Seiten von Novel Haven wusste ich: Dieses Buch wird mich nicht mit lautem Drama fesseln – sondern mit Herz, Tiefe und ganz viel Gefühl. Und genau das hat es auch getan. Es erzählt die Geschichte von Lara, die Cosy-Games entwickelt und davon träumt, mit ihrem Herzensprojekt auf der GameChanger-Convention Erfolg zu haben. Doch dort trifft sie ausgerechnet auf Luca – ihren größten Konkurrenten. Er steht für düstere, komplexe Horrorspiele, ist selbstbewusst, charmant und wirkt auf den ersten Blick wie das komplette Gegenteil von ihr.

Was mich so berührt hat, ist, wie langsam sich zwischen den beiden eine Verbindung entwickelt. Es gibt kein typisches „Knall und Kuss“, sondern leise Momente, Missverständnisse, gemeinsame Zweifel – und das Gefühl, endlich jemanden zu treffen, der einen wirklich sieht. Die Beziehung zwischen Lara und Luca baut sich ganz sanft auf. Sie ist ehrlich, verletzlich und fühlt sich genauso an wie ein echtes Leben, nicht wie ein Märchen. Genau das mochte ich so.

Auch das Setting ist einfach wunderschön gewählt. Die Convention, die in einem alten Leuchtturm stattfindet, zwischen Retro-Konsolen, Pixel-Designs und Kreativräumen, hat eine ganz eigene Atmosphäre. Es fühlt sich an wie ein Ort, an dem man selbst gern ein paar Tage verbringen würde. Die kleinen Kapitelillustrationen, die an Game-Icons erinnern, machen das Ganze noch besonderer und liebevoller.

Lara ist eine Figur, mit der ich mich unglaublich gut identifizieren konnte. Ihre Unsicherheiten, ihr Bedürfnis, alles richtig zu machen, ihr Wunsch, gesehen zu werden – das war so nachvollziehbar, dass ich sie oft einfach in den Arm nehmen wollte. Und Luca ist zwar auf den ersten Blick selbstsicher, aber je mehr man ihn kennenlernt, desto mehr zeigt sich seine Tiefe. Auch er trägt seinen Ballast, und es tut gut zu sehen, wie zwei Menschen langsam Vertrauen fassen – ohne sich zu verbiegen.

Was mir auch gut gefallen hat, waren die Nebenfiguren. Besonders Laras Freundinnen bringen eine warme, unterstützende Energie mit in die Geschichte, und Lucas bester Freund Maleek sorgt immer wieder für kleine Lacher und Leichtigkeit, ohne jemals fehl am Platz zu wirken.

Ich verstehe, wenn manche sagen, dass die Geschichte eher ruhig ist – aber genau das fand ich so schön. Novel Haven ist kein Buch, das man verschlingt, um zu wissen, wie es ausgeht. Es ist eins, das man fühlt. Seite für Seite. Es ist eine Geschichte übers Wachsen, übers Vertrauen, übers Scheitern und Wiederaufstehen. Und ja, über die Liebe – aber nicht nur zu einem Menschen, sondern auch zur eigenen Stimme, zu dem, was man erschaffen will.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Ein Buch wie ein stiller Sturm – leise, intensiv, wunderschön schmerzhaft

Moments So Blue Like Our Love (Blue Eternity 1)
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Manchmal stößt man auf eine Geschichte, die nicht laut ist, die nicht auf jeder Seite mit Dramatik um sich wirft – und einen trotzdem tiefer berührt als so mancher Pageturner. Moments So Blue Like Our ...

Manchmal stößt man auf eine Geschichte, die nicht laut ist, die nicht auf jeder Seite mit Dramatik um sich wirft – und einen trotzdem tiefer berührt als so mancher Pageturner. Moments So Blue Like Our Love war für mich genau so ein Buch. Es kam leise, aber es hat etwas in mir bewegt, das ich nicht sofort benennen konnte.

Die Geschichte beginnt mit Emmie, die alles verliert, was ihr Halt gegeben hat: ihren Traum vom Praktikum in London und ihren Freund. Was bleibt, ist ein Gefühl von Leere – und dann ein Angebot, das sie zuerst gar nicht annehmen will. Sie reist nach Sardinien, um dort als Assistentin für den gefeierten, aber unnahbaren Regisseur Sam zu arbeiten. Was sie nicht erwartet: dass genau dort, zwischen salziger Meeresluft und kreativem Chaos, etwas in ihr beginnt zu heilen.

Gabriella Santos de Lima hat einen Schreibstil, der mich mitten ins Herz getroffen hat. Ihre Sprache ist ruhig, fast poetisch – aber nie verkünstelt. Sie beschreibt Gefühle, als hätte sie sie selbst durchlebt. Emmies innere Zerrissenheit, ihr Wunsch, irgendwo dazuzugehören, gesehen zu werden, aber auch die Angst, sich dabei selbst zu verlieren – all das ist so greifbar, dass ich an vielen Stellen innehalten musste.

Und dann ist da Sam. Grummelig, verschlossen, scheinbar unnahbar. Aber hinter dieser Fassade steckt so viel mehr – Schmerz, Schuld, Sehnsucht. Zwischen Emmie und ihm entwickelt sich keine kitschige Insta-Romanze, sondern eine leise, echte Verbindung. Eine, die wehtut. Eine, die heilt. Und eine, die mich als Leserin vollkommen eingenommen hat.

Besonders stark fand ich auch das Setting: Sardinien mit seinen warmen Farben, der salzigen Luft, dem flirrenden Licht – das alles fühlte sich beim Lesen so lebendig an. Ich konnte die Wellen hören, das Kameraklicken spüren, die Stimmung am Set miterleben. Und die Kapitelüberschriften – allesamt Taylor-Swift-Songs – haben perfekt zur emotionalen Tiefe gepasst.

Ich habe das Buch mit einem dicken Kloß im Hals beendet. Weil es wehtat. Weil es schön war. Weil es ehrlich war. Es ist kein Buch, das sich nebenbei lesen lässt – es verlangt Raum. Aber wer sich darauf einlässt, bekommt eine Geschichte, die lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Bedingungslose Loyalität in einer Welt voller Blut und Schatten

Immortal with your kiss
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Ich muss ehrlich sagen: Der Einstieg in Immortal with Your Kiss fiel mir nicht ganz leicht. Die Erzählweise ist ungewöhnlich – stellenweise poetisch, dann wieder direkt und roh, mit wechselnden Perspektiven ...

Ich muss ehrlich sagen: Der Einstieg in Immortal with Your Kiss fiel mir nicht ganz leicht. Die Erzählweise ist ungewöhnlich – stellenweise poetisch, dann wieder direkt und roh, mit wechselnden Perspektiven und einer dichten Atmosphäre. Ich brauchte ein paar Kapitel, um wirklich anzukommen. Aber als ich mich daran gewöhnt hatte, hat mich die Geschichte vollkommen gepackt – und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen: Ella, die von Vampirin Maria großgezogen wurde, und Maria selbst – mächtig, elegant und gefährlich, aber gleichzeitig zutiefst verbunden mit dem Mädchen, das sie einst gerettet hat. Ihre Beziehung ist intensiv, liebevoll, aber auch tragisch, denn als Ella entführt wird, ist Maria gezwungen, mit ihren ärgsten Feinden – den Blutjägern – zusammenzuarbeiten.

Ella hingegen begegnet während ihrer Gefangenschaft einem Vampir, der ihr geistig wie emotional gefährlich nahe kommt – und plötzlich steht alles infrage, was sie zu wissen glaubte.

Was mich wirklich beeindruckt hat, war, wie viel Gefühl in dieser düsteren Geschichte steckt. Zwischen Gewalt, Blut und dunkler Magie blitzt immer wieder eine fast zärtliche Verbindung auf – nicht nur zwischen Ella und Maria, sondern auch in den neuen, feindlich-schimmernden Beziehungen, die Ella auf ihrem Weg erlebt. Es geht um Kontrolle, um Macht, um Vertrauen – und um eine Liebe, die nicht eindeutig gut oder böse ist.

Ja, es gibt brutale Szenen. Und ja, manchmal musste ich tief durchatmen. Aber genau das macht die Geschichte so besonders: Sie ist nicht weichgespült, sondern mutig, intensiv und emotional ehrlich. Und vor allem: Sie bleibt im Kopf.

Immortal with Your Kiss ist keine seichte Romantasy – sondern eine Geschichte über bedingungslose Loyalität, dunkle Versuchung und das, was wir bereit sind zu opfern, wenn uns jemand wirklich etwas bedeutet. Ich habe das Buch am Ende mit einem Gefühl von Gänsehaut zugeschlagen – und weiß schon jetzt, dass ich die Fortsetzung lesen muss.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Berühr mich nicht – oder du stirbst: Eine düstere Romantasy, die unter die Haut geht

Kingdom of the Black Crescent 1: Touch of Perish
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Es gibt Bücher, bei denen weiß man schon nach den ersten Seiten, dass sie einen nicht mehr loslassen. Kingdom of the Black war für mich genau so ein Buch. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht so genau, ...

Es gibt Bücher, bei denen weiß man schon nach den ersten Seiten, dass sie einen nicht mehr loslassen. Kingdom of the Black war für mich genau so ein Buch. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht so genau, was mich erwartet – nur, dass das Cover atemberaubend aussieht (dieser schwarze Mond!) und dass es um Magie, Geheimnisse und dunkle Romantik geht. Und was soll ich sagen? Ich bin vollkommen eingetaucht.

Die Geschichte beginnt mit Kaythara – einem Mädchen, das durch ihre bloße Berührung töten kann. Allein das hat mich sofort neugierig gemacht. Wie lebt man, wenn man niemanden anfassen darf? Wenn man zur Gefahr für andere wird? Kaythara lebt abgeschottet im Tempel, kontrolliert, gefürchtet – bis ein Fremder auftaucht, der sich ihr entgegenstellt. Ab da war ich komplett verloren in dieser Geschichte. Denn dieser Fremde ist nicht nur geheimnisvoll und gefährlich, sondern auch... tja, sagen wir: sehr faszinierend. Und er ist mehr als er zu sein scheint.

Die Dynamik zwischen den beiden ist von Anfang an elektrisierend. Es ist kein klassisches „Love at first sight“, sondern eher ein langsames Tasten, ein gegenseitiges Belauern. Genau das liebe ich an solchen Geschichten – wenn sich Gefühle erst durch Vertrauen, durch Spannung und durch gemeinsame Kämpfe entwickeln. Und davon gibt es hier einige.

Was mich wirklich beeindruckt hat, war die Welt, die Lexy v. Golden hier erschaffen hat. Dunkel, elegant, manchmal brutal – und trotzdem voller Schönheit. Es gibt Magie, eine düstere Vergangenheit, Vampire, königliche Intrigen und einen Fluchtplan, der alles verändert. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, Teil dieser Welt zu sein.

Natürlich gab es auch Momente, in denen ich kurz gestockt habe – vor allem, wenn plötzlich sehr viele Namen, Adelsfamilien und neue Begriffe auf einmal auftauchten. Manchmal hätte ich mir eine kleine Übersicht gewünscht, um nicht durcheinanderzukommen. Und das Vampir-Setting ist nicht in jeder Szene ganz konsistent – aber das war für mich kein echter Störfaktor. Die Spannung, die Atmosphäre und die Emotionen haben das für mich mehr als ausgeglichen.

Das Ende? Ein echter Cliffhanger. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergeht – und ein bisschen traurig, dass ich auf Band 2 warten muss.

Wenn du düstere Romantasy liebst, starke, zerrissene Heldinnen magst und dich gern in Welten voller Geheimnisse und verbotener Gefühle verlierst, dann solltest du Kingdom of the Black definitiv lesen. Ich hab’s verschlungen – und es war jede Seite wert.

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