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Veröffentlicht am 11.10.2025

Verbotene Liebe, Magie und vier gefährlich charmante Prinzen – Rezension zu The Never List

The Never List
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Ich habe The Never List von Jade Presley verschlungen – im wahrsten Sinne des Wortes. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten in dieser gefährlich schönen Welt gefangen, in der Macht, Magie und Begehren ...

Ich habe The Never List von Jade Presley verschlungen – im wahrsten Sinne des Wortes. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten in dieser gefährlich schönen Welt gefangen, in der Macht, Magie und Begehren untrennbar miteinander verknüpft sind.

Rylee Gray, die Protagonistin, hat mich sofort begeistert. Sie stammt aus den armen Ashlands, einem Ort, den die privilegierte Oberschicht am liebsten vergessen würde. Und trotzdem stellt sie sich mutig gegen ein System, das sie kleinhalten will. Ihre Mission: ihre verschwundene Schwester finden – auch wenn sie dafür ihr eigenes Leben riskiert. Als sie sich heimlich in den Palast einschleicht, gerät alles außer Kontrolle. Plötzlich steht sie im Zentrum des sogenannten „Choosing“, bei dem vier mächtige Prinzen ihre Fated Mate wählen.

Was folgt, ist eine Geschichte voller Spannung, Intrigen, verbotener Gefühle – und einer gehörigen Portion knisternder Chemie. Presley versteht es, diese „Why-Choose“-Dynamik so zu schreiben, dass sie nie lächerlich wirkt. Jeder der vier Prinzen – Jax, Kal, Axl und Pierce – hat eine eigene Persönlichkeit, eigene Geheimnisse, eigene Anziehungskraft. Es war fast unmöglich, sich auf einen von ihnen festzulegen, weil sie alle auf unterschiedliche Weise faszinierend sind.

Ich mochte besonders, dass Rylee kein typisches, naives „Chosen Girl“ ist. Sie ist clever, widerspenstig, manchmal verletzlich, aber niemals schwach. Ihre Dialoge sind bissig, ihre Gedanken voller Feuer. Und auch wenn die Geschichte romantisch und sinnlich ist, bleibt sie durch Rylees innere Stärke geerdet.

Natürlich hat das Buch auch seine Schwächen. Manche Momente entwickeln sich sehr schnell – gerade die emotionalen Verbindungen zwischen Rylee und den Prinzen passieren manchmal zu unmittelbar, um sich völlig echt anzufühlen. Der Mittelteil verliert etwas an Tempo, bevor es zum Finale hin wieder richtig fesselt. Aber das hat mich nicht gestört, weil die Atmosphäre, die Spannung und die Chemie einfach stimmen.

Was Jade Presley wirklich gut kann, ist dieses Gefühl von Gefahr und Verlangen nebeneinander zu setzen. Es gibt Szenen, die unglaublich intensiv sind – nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Und hinter all dem steckt eine Welt, die neugierig macht: düster, ungerecht, faszinierend.

The Never List ist kein Buch, das sich neu erfindet, aber eines, das seine Tropes perfekt spielt: Fated Mates, verbotene Liebe, Rebellion gegen ein grausames System – und das alles mit einem Schreibstil, der leicht, flüssig und süchtig machend ist.

Am Ende habe ich das Buch zugeklappt und gedacht: Ja, ich will mehr davon. Mehr von Rylee, mehr von dieser Welt, mehr von den Prinzen.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Wenn Freundschaft beginnt zu brennen

Kings of Cypress Pointe - Crossed Lines
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Ich habe Crossed Lines, den vierten Band der Kings of Cypress Pointe-Reihe, kürzlich gelesen – und obwohl ich bereits einige Bücher von Rachel Jonas & Nikki Thorne kenne, hat mich diese Geschichte auf ...

Ich habe Crossed Lines, den vierten Band der Kings of Cypress Pointe-Reihe, kürzlich gelesen – und obwohl ich bereits einige Bücher von Rachel Jonas & Nikki Thorne kenne, hat mich diese Geschichte auf eine ganz eigene Art berührt. Im Mittelpunkt stehen Josslyn und Dane, zwei beste Freunde, die sich eigentlich schon ihr ganzes Leben lang kennen – was man auch auf jeder Seite spürt. Zwischen ihnen herrscht von Anfang an eine Vertrautheit, die nicht künstlich wirkt, sondern wirklich greifbar ist.

Josslyn ist jemand, der sich stark an Regeln klammert, aus gutem Grund. Sie will sich und ihr Herz schützen – und genau das macht sie so greifbar. Ihre berühmte „Never-Have-I-Ever“-Liste ist mehr als nur eine lustige Spielerei, sie ist wie ein Spiegel ihrer Ängste und Sehnsüchte. Und dann ist da Dane – charmant, ein bisschen unverschämt, aber eben nicht nur der typische „Bad Boy“, sondern jemand, der Josslyn wirklich sieht. Wie er Stück für Stück versucht, ihre Mauern einzureißen, ist gleichzeitig unterhaltsam, romantisch und manchmal auch einfach nur süß.

Was mir besonders gefallen hat, war die emotionale Tiefe der Geschichte. Es geht nicht nur um Romantik, sondern auch um Vertrauen, um Loslassen und darum, sich selbst zu erlauben, glücklich zu sein. Die Nähe, die durch das gemeinsame Zusammenleben entsteht, bringt jede Menge Spannung mit sich – sowohl humorvolle als auch sehr intensive Momente. Man fiebert mit, will wissen, ob sie es wagen, die Grenze zwischen Freundschaft und Liebe zu überschreiten.

Der Schreibstil war wieder sehr angenehm zu lesen – locker, mit genau der richtigen Portion Gefühl. Ich war schnell im Buch drin und habe es fast in einem Rutsch durchgelesen. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren ist definitiv die große Stärke des Romans.

Natürlich gibt es auch kleine Schwächen: Manche Wendungen sind vorhersehbar, besonders wenn man viele Bücher aus dem Romance-Genre kennt. Und an wenigen Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe oder Spannung gewünscht. Aber das hat mein Lesevergnügen nicht wirklich geschmälert.

Insgesamt ist Crossed Lines eine gefühlvolle, romantische und gleichzeitig auch humorvolle Friends-to-Lovers-Geschichte, die nicht nur das Herz berührt, sondern auch zum Nachdenken anregt. Wer auf emotionale Liebesgeschichten mit einer Prise Selbstfindung steht, ist hier genau richtig. Für mich definitiv ein Highlight der Reihe – und Dane & Josslyn haben sich einen festen Platz in meinem Bücherherz gesichert.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Gefühlvolle Romance mit Herz und Geheimnissen

A Taste of Bitter Secrets
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Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und war sofort in der Geschichte gefangen. Gwen und Henry haben mich mit ihrer Dynamik total begeistert – sie sind so verschieden und trotzdem passt es perfekt. ...

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und war sofort in der Geschichte gefangen. Gwen und Henry haben mich mit ihrer Dynamik total begeistert – sie sind so verschieden und trotzdem passt es perfekt. Besonders mochte ich, dass die Autorin nicht nur die Liebesgeschichte erzählt, sondern auch Themen wie Familie, Selbstzweifel und alte Wunden einbindet. Dadurch hatte das Ganze für mich viel mehr Tiefe.

Der Schreibstil ist leicht, atmosphärisch und hat mich sofort abgeholt. Auch wenn man typische Romance-Tropes wiedererkennt, fand ich das überhaupt nicht störend, sondern genau richtig für ein Wohlfühlbuch mit Herzklopfen.

Insgesamt eine wunderschöne Mischung aus Romantik, Emotionen und Wohlfühlmomenten – genau das Richtige für alle, die Geschichten mit Gefühl lieben.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Wenn Erinnerungen verblassen, bleibt die Liebe

Say You'll Remember Me
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Ich habe dieses Buch mit einem Kloß im Hals beendet – und genau das macht Say You’ll Remember Me so besonders. Abby Jimenez schreibt keine perfekte Liebesgeschichte, sondern eine, die mitten ins Herz trifft.

Samantha ...

Ich habe dieses Buch mit einem Kloß im Hals beendet – und genau das macht Say You’ll Remember Me so besonders. Abby Jimenez schreibt keine perfekte Liebesgeschichte, sondern eine, die mitten ins Herz trifft.

Samantha und Xavier begegnen sich, verbringen einen magischen Tag miteinander – und dann zwingt das Leben sie in entgegengesetzte Richtungen. Was bleibt, ist eine Verbindung, die tiefer geht als Entfernung, Zeit oder Erinnerung.

Dieses Buch hat mich wirklich berührt. Es zeigt, wie Liebe aussieht, wenn das Leben nicht mitspielt. Wie man Verantwortung übernimmt, obwohl man selbst kaum atmen kann. Und wie viel Mut es braucht, jemanden loszulassen, den man eigentlich festhalten will.

Xavier ist einfach zum Verlieben – ein ruhiger, mitfühlender Typ, der nicht durch große Gesten glänzt, sondern durch echte Wärme. Samantha dagegen ist so realistisch geschrieben, mit all ihren Zweifeln, ihrer Stärke und ihrem Wunsch, das Richtige zu tun.

Ich hab gelacht, geschluckt, ein paar Tränen verdrückt und irgendwann einfach nur still dagestanden, weil das Ende so ehrlich war. Kein übertriebenes Happy End, sondern eins, das sich richtig anfühlt.

Wenn du Bücher magst, die dich fühlen lassen – wirklich fühlen – dann ist das genau das Richtige.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Zwischen Obsession und Verlangen – eine Liebe, die weh tut

Until I Get You (Fairview Hockey, Band 1)
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Claire Contreras hat mit Until I Get You eine Geschichte geschrieben, die mich gleichermaßen gefesselt, verstört und berührt hat. Schon die ersten Seiten lassen spüren, dass diese Liebesgeschichte keine ...

Claire Contreras hat mit Until I Get You eine Geschichte geschrieben, die mich gleichermaßen gefesselt, verstört und berührt hat. Schon die ersten Seiten lassen spüren, dass diese Liebesgeschichte keine einfache ist – sie ist roh, intensiv und schmerzhaft ehrlich. Lachlan Duke, der gefeierte Eishockeystar, trägt eine Dunkelheit in sich, die sich nur langsam offenbart. Und Lyla James, das Mädchen, das er nie vergessen konnte, kämpft mit den Schatten ihrer Vergangenheit. Zusammen bilden sie ein explosives Duo, das zwischen Leidenschaft und Zerstörung schwankt.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die emotionale Tiefe der Figuren. Beide sind kaputt, auf ihre eigene Weise, und trotzdem sucht man als Leserin unaufhörlich nach dem Moment, in dem sie endlich Frieden finden – miteinander oder allein. Contreras versteht es, Schmerz poetisch zu machen. Ihre Sprache ist intensiv, manchmal fast körperlich greifbar. Ich habe beim Lesen gezittert, mitgefühlt und mehr als einmal innegehalten, weil mich ein Satz so tief getroffen hat.

Doch Until I Get You ist keine Geschichte, die man leicht liest. Sie ist dunkel, manchmal unangenehm und moralisch herausfordernd. Lachlans Besitzanspruch, Lylas Misstrauen, die unausgesprochenen Wahrheiten – all das zieht einen in ein Geflecht aus Schuld, Begierde und Angst. Genau das macht den Roman so eindringlich. Es geht nicht um eine perfekte Liebe, sondern um zwei Menschen, die versuchen, sich aus der Dunkelheit herauszuwühlen.

Das College-Setting mit dem Eishockeyteam liefert dabei eine spannende Kulisse: harte Wettkämpfe, Leistungsdruck und der Schein des Erfolgs kontrastieren die inneren Kämpfe der Figuren. Auch die Nebencharaktere wirken lebendig und tragen dazu bei, dass man sich in Fairview wie in einer eigenen, gefährlich flirrenden Welt fühlt.

Kritisch sehe ich, dass die Struktur manchmal unruhig wirkt – Zeitsprünge und Rückblenden fordern Konzentration, und manche Szenen überschreiten bewusst Grenzen. Aber gerade das gehört zur Stärke des Buches: Es will nicht bequem sein. Es zwingt dich, hinzusehen.

Am Ende bleibt das Gefühl, etwas gelesen zu haben, das mehr ist als eine Liebesgeschichte – eher ein psychologischer Tanz zwischen Liebe, Rache und Selbstzerstörung. Für mich ist Until I Get You eine dieser Geschichten, die man nicht einfach abschließt, sondern noch Tage später nachspürt.

Fazit:
Ein dunkler, emotionaler Pageturner mit intensiver Atmosphäre und viel Gefühl. Kein Wohlfühlroman – aber einer, der unter die Haut geht.

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