Geheimnisse, Love-Triumph & gefährliche Rückkehr – fesselnde Romantic‑Suspense
SplitterversprechenManche Bücher liest man, weil man unterhalten werden will. Und dann gibt es Geschichten wie Splitterversprechen, die einen aufwühlen, mitreißen und mitten ins Herz treffen. Schon nach den ersten Seiten ...
Manche Bücher liest man, weil man unterhalten werden will. Und dann gibt es Geschichten wie Splitterversprechen, die einen aufwühlen, mitreißen und mitten ins Herz treffen. Schon nach den ersten Seiten wusste ich: Diese Geschichte würde mir unter die Haut gehen – und genauso war es auch.
Fallon Edwards kehrt nach sieben Jahren zurück nach New York – sieben Jahre, in denen sie im Zeugenschutz gelebt, ihre Vergangenheit ausgelöscht und jeden Bezug zu ihrem alten Leben verloren hat. Sie hat nicht nur ihren Namen geändert, sondern auch den Menschen verlassen, den sie mehr als alles andere liebte: Mason. Nun steht sie ausgerechnet auf seiner Verlobungsfeier. Und obwohl sie genau weiß, dass ihre Rückkehr alles nur komplizierter macht, kann sie nicht anders. Denn manche Dinge lassen sich nicht vergessen – und manche Gefühle verschwinden nicht, egal wie viele Jahre vergehen.
Ich habe Fallon sofort ins Herz geschlossen. Sie ist verletzlich und stark zugleich, zerrissen zwischen Schuldgefühlen, Angst und dem Wunsch nach Wahrheit und Versöhnung. Ihre innere Zerrissenheit war so greifbar, dass ich an mehreren Stellen wirklich schlucken musste. Auch Mason ist kein einfacher Charakter – verständlich wütend, verletzt, aber nie grausam. Die beiden verbindet eine Geschichte, die nicht nur von Liebe erzählt, sondern auch von Verlust, Verrat und dem Mut, wieder an das Gute zu glauben.
Was mich besonders begeistert hat, war die emotionale Tiefe dieser Geschichte. Es geht nicht nur um zweite Chancen, sondern auch um Vertrauen, um Angst, um das Schweigen, das zwischen Menschen entstehen kann – und darum, wie schwer es ist, alte Wunden zu heilen, wenn man nie die ganze Wahrheit erfahren hat.
Doch Splitterversprechen ist nicht nur emotional – es hat auch echte Spannungselemente. Die Drohungen, die Fallon erhält, verleihen der Geschichte eine düstere Note, die perfekt zur zerrissenen Atmosphäre passt. Ich habe mitgerätselt, mich gefragt, wer ihr schaden will, und war am Ende überrascht, wie gut sich alles zusammenfügt.
Marie Westendorf hat einen Schreibstil, der sich leicht lesen lässt, dabei aber nie oberflächlich ist. Die Sprache ist klar, emotional und manchmal fast poetisch, ohne zu kitschig zu wirken. Sie trifft genau die richtige Balance zwischen Gefühl und Handlung. Und obwohl es stellenweise ruhiger wird, verliert die Geschichte nie an Sogkraft.
Für mich ist Splitterversprechen ein echtes Herzensbuch – voller Schmerz, Hoffnung, Sehnsucht und der leisen Frage: Was passiert, wenn man zurückkehrt, obwohl man längst vergessen sein sollte?