Gefühlvoller Norderney-Roman
Für immer InselwindWorum geht es in dem Buch?
Svea ist in Norderney aufgewachsen und kommt nach Jahren wieder dorthin zurück. Ihre Ehe mit Martin ist am Ende, sie braucht eine Auszeit. Da trifft es sich gut, dass sie zu ...
Worum geht es in dem Buch?
Svea ist in Norderney aufgewachsen und kommt nach Jahren wieder dorthin zurück. Ihre Ehe mit Martin ist am Ende, sie braucht eine Auszeit. Da trifft es sich gut, dass sie zu einer Hochzeit eingeladen ist. Außerdem will ihre Oma Leni wiedersehen, die auf der Insel wohnt. Weiterhin wird sie ihre Cousine und Mann vertreten, die eine Ferienwohnung auf Norderney vermieten – aber selbst mal Urlaub machen wollen.
Plötzlich verliebt sie sich in Raik Radtke. Er arbeitet im Fahrradladen „Radlager“, den er nach dem Tod seiner Eltern übernommen hat.
Svea und Raik treffen sich immer wieder. Sie könnten eine Beziehung aufbauen, zumal Raik auch wieder Single ist. Mit seiner Freundin Lena hat er sich auseinandergelebt. Die beiden haben eine Tochter, namens Yara, die bei Lena in Köln lebt.
Doch Svea und Raik sind vorsichtig. Sie beide haben starke Gefühle füreinander, wollen aber nichts überstürzen.
Meine Meinung zu dem Buch:
In diesem Roman geht es sehr viel um Familie. Seitdem die Eltern der Radke-Geschwister bei einem Unfall ums Leben kamen, halten Raik, seine Zwillingsschwester Beeke und der Bruder Klaas sowie die Schwestern Nele und Tessa meistens zusammen, auch wenn nicht alle auf Norderney wohnen.
Klaas hat sich mit seinem Mann Daniel ein Leben auf dem Festland aufgebaut, kommt aber – anlässlich der Hochzeit von Sveas Cousine Annika – wieder nach Norderney und steht Svea immer wieder als Ratgeber und guter Zuhörer zur Seite. Auch die weiteren Familienmitglieder haben ihre Sorgen, können aber immer aufeinander bauen.
Besonders sympathisch fand ich in diesem Roman Svea und Raik – und ihre Gefühlsschwankungen sind sehr gut dargestellt. Man kann sich gut in die beiden hineindenken und versteht Zweifel und Zuneigung, die immer wieder aufkeimen.
Die ostfriesische Insel Norderney ist eine gute Kulisse für den Roman, obwohl für mich mehr Norderney-Feeling hätte dabei sein können. Manchmal ist der Roman etwas ausufernd, aber das passt gut zu einem Liebesroman.
Gestört haben mich falsche Worttrennungen, wie zum Beispiel „Kl-aas“ für einen Namen, den man nicht trennen kann – oder auch „aufm-unternd“, statt „auf-mun-ternd“.
Ich habe diesen Roman während eines Aufenthalts in Ostfriesland und sogar einiger Stunden auf Norderney gelesen, und er hat mir gut gefallen. Ich vergebe 4 Sterne.