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Veröffentlicht am 16.09.2024

Schön zum abendlichen Kuscheln mit den Kleinen

Maluna Mondschein
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Die kleine Fee Maluna lebt mit einer Schar illustrer Freunde im Zauberwald. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, den Menschenkindern, die immer nett und artig am Abend zu Bett gehen ab und an ein Feen-Geschenk ...

Die kleine Fee Maluna lebt mit einer Schar illustrer Freunde im Zauberwald. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, den Menschenkindern, die immer nett und artig am Abend zu Bett gehen ab und an ein Feen-Geschenk zu bringen.

Die Idee ist lustig und auch der Erzählstil, der die zuhörenden Kinder durch Maluna immer direkt anspricht ist gut gewählt. So sind die Zuhörer immer in die kleinen kurzen Kapitel eingebunden. Die bunten Bilder von Tina Kraus unterstützen die Handlung und lassen Kinder Maluna besser verstehen.

Ich möchte das Buch wirklich gerne weiter empfehlen. Auch wenn es von vielen Menschen die ich kenne immer gerne als Vorlesebuch für Mädchen gesehen wird bin ich der Überzeugung, dass es auch Jungen im Kindergartenalter am Abend gut beim Schlafengehen aufnehmen werden.

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Veröffentlicht am 15.09.2024

Einmal keine hohe Politik

Krieg der Rosen: Winterpilger
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Mit den beiden Flüchtlingen, dem ehemaligen Mönch Thomas und der ehemaligen Nonne Kathrine wurde ich als Leserin in die frühen Jahre der Rosenkriege in England mit Ausflügen über den Ärmelkanal nach Frankreich ...

Mit den beiden Flüchtlingen, dem ehemaligen Mönch Thomas und der ehemaligen Nonne Kathrine wurde ich als Leserin in die frühen Jahre der Rosenkriege in England mit Ausflügen über den Ärmelkanal nach Frankreich mitgenommen.
Dabei spielt sich die gesamte Handlung immer im Wahrnehmungsbereich des einfachen Volkes und ein wenig des niederen Adels ab. Die Gesamtpolitik der damaligen Zeit lässt der Autor weitestgehend weg und immer nur in Bruchstücken anklingen, sofern dies für die Handlung notwendig erscheint. Definitiv ein Plus für den Roman.
Sehr schön sind auch Clements Darstellungen des Kriegsalltags und der Schauplätzte, der aufgeladenen Atmosphäre vor und während einer Schlacht, sowie des doch harten Lebens zu dieser Zeit gelungen.
Der Roman liest sich gut und flüssig, wenn es bisweilen auch einige Längen in der häufig recht ausführlichen Beschreibung von Orten und Handlungen gibt, was für mich eigentlich das einzige Manko an dem gesamten Roman ergab. Gut nachvollziehbar sind die Entwicklung der Charaktere und damit meine ich nicht nur die der beiden Protagonisten, sondern auch die zahlreicher Nebenfiguren. Das gab dem Ganzen Tiefe und eine gewisse Spannung in der Handlung.

Liebhabern historischer Romane kann ich diesen nicht mehr sehr neuen Roman empfehlen, wenn man sich für das Leben während der Rosenkriege und nicht unbedingt die hohe Politik dieser Zeitspanne interessiert.

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Veröffentlicht am 15.09.2024

Schöne Fortsetzung, wenn auch nicht mehr ganz so spannend

Wikingerblut – Schlacht der Nordmänner
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Die Fortsetzung führt die Handlung nahtlos und konsequent fort.
Die Brüder gehen nun getrennte Wege und Kjelvar wird gezwungen, seine gerade wieder gefundene Frau zu verlassen.

Im wesentlichen ändert ...

Die Fortsetzung führt die Handlung nahtlos und konsequent fort.
Die Brüder gehen nun getrennte Wege und Kjelvar wird gezwungen, seine gerade wieder gefundene Frau zu verlassen.

Im wesentlichen ändert sich das Setting nicht – Bündnisse, Verrat, Rivalitäten und Feindschaften. Das ist alles recht schön geschrieben, hat streckenweise aber auch etwas an Flair verloren.
Über Kjelvar bringt die Handlung schottisch-angelsächsisches Flair ein, über Sigrè piktisches und mit Thorvik geht es bei den Wikingern weiter. Eben alle Settings der britischen Insel, die das 9.Jahrhundet so zu bieten hatte. Aber das macht die damalige Geschichte auch so interessant und facettenreich.
Ich fiebere zwar noch immer mit den Charakteren mit, doch bisweilen hebt sich die Handlung nicht mehr von anderen Wikingerromanen ab.
Fand ich Kjelvar im ersten Band als Charakter interessanter, so kippt das in diesem Buch zu Gunsten seines Bruders Thorvik.

Insgesamt betrachtet liest sich der Roman jedoch recht gut und ist in der Handlung sehr logisch und schlüssig aufgebaut. Das schätze ich an guten Büchern sehr.
Wer englische Geschichte im frühen Mittelalter mag und sich gerne in die Welt der Wikinger begibt wird auch diesen Band gewiss schätzen.

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Veröffentlicht am 15.09.2024

Für mich ein Flop

Kairra. Geschenk der Götter
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Der Covertext verhieß neben einem tollen Setting viel Spannung. Geblieben war am Ende für mich jedoch nur das schöne Setting, das an die Dune-Welt im weitesten Sinne erinnerte.

Kairra, die „Heldin“, die ...

Der Covertext verhieß neben einem tollen Setting viel Spannung. Geblieben war am Ende für mich jedoch nur das schöne Setting, das an die Dune-Welt im weitesten Sinne erinnerte.

Kairra, die „Heldin“, die Protagonistin, die es angeblich mit Göttern aufnimmt, die die Welt aus der Sklaverei herausführt. Für mich ist sie alles andere als eine Heldin, die Mädchen und Frauen ermutigen soll ihren eigenen Weg zu gehen. Warum?
Zunächst lernt man sie als Formwandlerin kennen, die bemüht ist sich, ihren kleinen Bruder und einen väterlichen Freund durch den täglichen Überlebenskampf ihrer Welt zu bringen. Ein vielversprechender Start.
Als sie jedoch ausgewählt wird, in die innerer Stadt, die Wohlstand und Glück verheißt zu gehen, ändert sich die Handlungsfähigkeit der Figur für mich radikal. Aus einer agierenden Person wird jetzt eine allein reagierende Persönlichkeit, die häufiger wie ein pubertierender Teenager auftritt und zwar nicht andere zwingt direkt für sie zu handeln, aber immer gerne andere handeln lässt anstatt selbst aktiv etwas zu tun. Irgendwie fällt ihr immer am Ende der „Ruhm“ für das Geschehen zu, obwohl eher ihre Mithelfenden wirklich etwas machen und sie nur mitläuft. Aber sie ist super von sich überzeugt.
Dann die Geschichte mit ihrer göttlichen Abstammung. Sie lernt ihren Göttervater kennen, der sich an sie jedoch nicht erinnern kann, da die Götter sich eben nicht für solche Banalitäten interessieren. Kairra wiederholt zwar immer wieder, dass sie den Vater eher leugnet und er ihr ja auch nichts bedeutet, denn sie konnte bisher ja alles ohne Götter erreichen und will das auch in Zukunft. Aber trotzdem nimmt sie die Hilfe, die ihr ihr Vater gibt wiederholt nur zu gerne an. Die Figur des göttlichen Vaters verstehe ich ganz ehrlich auch nicht wirklich. Es wird nicht schlüssig, warum er sich nach der kurzen Begegnung mit Kairra nun überhaupt für sie interessiert.
Und schließlich die Schlüsselszene, die mir den Roman doch ziemlich abspenstig gemacht hat.
Als Kairra mit Unterstützung von Cesszia, der Cousine des grausamen Statthalters, den es letztendlich zu besiegen gilt, aus der Stadt flieht, bitte letztere sie, sie zusammenzuschlagen, damit sie dem Statthalter die Flucht von Kairra begründen kann, ohne selbst in Verdacht zu geraten. Und? Selbstverständlich macht Kairra das nicht. Das überlässt sie natürlich ihrem väterlichen Freund und dem jungen Mann an ihrer Seite.
Da war das Buch für mich eigentlich schon durchgefallen. Denn was soll das denn bitte die Leserin lehren? Wenn es zu harten Entscheidungen kommt, lasse ich die Drecksarbeit andere machen?

Und damit mein Fazit, dass ich das Buch leider überhaupt nicht gut fand. Für mich gab es zu viele Ungereimtheiten und das Frauenbild, das Kairra vermittelt gefällt mir überhaupt nicht.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

Es ist nicht alles Gold, was glänzt…

Warrior Fairies. Die Macht der Jahreszeiten-Krone
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Mit der Feenprinzessin Eliane und der Stallgehilfin Rosa werden zwei unterschiedliche Mädchencharaktere vorgestellt. Eliane ist überschwänglich, etwas leichtsinnig und nie wirklich an die Folgen ihres ...

Mit der Feenprinzessin Eliane und der Stallgehilfin Rosa werden zwei unterschiedliche Mädchencharaktere vorgestellt. Eliane ist überschwänglich, etwas leichtsinnig und nie wirklich an die Folgen ihres Handelns denkend. Rosa hingegen arbeitet hart, ist zurückhaltend und möchte für ihre Arbeit geachtet und gefördert werden. Beide Mädchen leben nun einmal in sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten.

Und gerade dieser gesellschaftliche Aufbau der Feenwelt, in dem die Autorin eine wenn auch sehr einfach gestrickte Intrigengeschichte gebettet hat, macht aus der etwas oberflächlichen Feengeschichte eben etwas mehr. Denn die Handlung bietet den jungen Lesern eine Gesellschaft mit „Oben“ und „Unten“, Privilegierten und hart Arbeitenden. Sie zeigt, dass bei genauerem Hinschauen eben nicht „alles Gold ist, was glänzt“. Zudem regt es auch dazu an, sich einmal mit dem Thema Klima auseinander zu setzten, denn es geht immerhin um nichts geringeres, als das Gleichgewicht der Jahreszeiten.

Und so komme ich ganz letztendlich zu dem Schluss, dass diese Feen es wert sind, dass man ihre Geschichte lesen sollte.

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