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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2020

Schön geschrieben

Die 12 Häuser der Magie
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Wie es Titel und Verlagstext bereits erahnen lassen; in dem Auftaktroman der neuen Trilogie von Andreas Suchanek dreht sich alles wieder um Magie, Intrigen und um die Wahrheit hinter dem schönen Schein. ...

Wie es Titel und Verlagstext bereits erahnen lassen; in dem Auftaktroman der neuen Trilogie von Andreas Suchanek dreht sich alles wieder um Magie, Intrigen und um die Wahrheit hinter dem schönen Schein. Dabei bleibt der Autor dem Metier des Urban-Fantasy treu und entwickelt wie man es von ihm gewohnt ist rasant die Handlung, gibt immer nur so viel Informationen preis, wie unbedingt notwendig und konstruiert daraus zumeist sehr geschickt Irrungen und Wendungen der Geschichte.

Ich mag und schätze das sehr an den Werken von Andreas Suchanek.
Indes – irgendwie hatte ich mich auf etwas Neues gefreut, ja es fast erwartet. Denn bisher hat der Autor mich auch mit seinen anderen Reihen, die durch seinen gewohnt handlungsreichen Schreibstil hervorstechen, aber in ganz anderen Settings spielen, immer positiv überrascht. Von daher war ich schon ein wenig enttäuscht, dass es sich bei Schicksalswächter lediglich um einen soliden Roman handelt, der mir jedoch in Art und Weise – auch in der Handlung – irgendwie zu nah an seiner tollen Reihe Das Erbe der Macht ist und sich nicht von diesem abhebt. Deshalb konnte mich dieses Buch nicht so mitnehmen, wie ich es eigentlich bisher gewohnt bin. Das ist schon ein wenig schade.

Aber nichts desto Trotz ist es ein gelungener Auftakt, der Urban-Fantasy Leser sicher überzeugen kann. Und ich empfehle die Reihe gerne weiter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2020

Trolle, wie ich sie mag

Alben und Trolle - Die schwarze Armee
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In Snogaard leben Menschen und Trolle innerhalb einer Gesellschaft. Als Abkömmlinge der Riesen sind Trolle zwar groß und nach menschlichen Maßstäben roher und auch ein wenig verfressen, doch sie sind auch ...

In Snogaard leben Menschen und Trolle innerhalb einer Gesellschaft. Als Abkömmlinge der Riesen sind Trolle zwar groß und nach menschlichen Maßstäben roher und auch ein wenig verfressen, doch sie sind auch intelligent und sie verteidigen die Menschen.
Allein mit den Alben liegen sie seit Jahrhunderten im Zwist und es herrscht ein recht wager und fragiler Frieden mit Ihnen. Denn wem sind die schon fast unsterblich erscheinenden Alben nicht unheimlich? Jene Wesen, die einen in seinen Träumen erscheinen und dort für Albträume sorgen?
Doch dann landet eine Bedrohung aus dem Süden an den Stränden von Snogaard und die gefürchtetste Seherin der Trolle prophezeiht, dass diese schwarze Armee nur aufzuhalten sei, wenn man sich mit dem Erzfeind verbündet. Und so machen sich vier Trolle und eine Menschenfrau auf, den Albenkönig für die Sache zu gewinnen, indem sie ihm seine seit dreihundert Jahren gefangen gehaltene Tochter zurückbringen. Doch nicht alle Trollstämme sind damit einverstanden…

Mich hat dieser erste Band einer Trilogie wirklich gut unterhalten. Mir gefällt die Grundidee der bestehenden Gesellschaft Snoogards sehr gut sowie die Vielfalt der Trollcharaktere. Da gab es so ziemlich alle Typen – vom eher rohen Troll wie d’Uum bis hin zum sehr menschlichen Mjerelmyr. Die Alben sind auch eine tolle Rasse. Ich mag die Aufnahme von Elementen aus der irischen Mytologie der finsteren Nachtalben. Das alles hat eine sehr interessante Welt entstehen lassen. Aber auch die Invasionsarmee mit ihren Priesterinnen fand ich gut. Bisweilen hätten gerade im ersten Drittel des Buches für mich einige Handlungen etwas straffer sein können, aber die Handlung an sich war auch nicht zu ausschweifend beschrieben.

Der bildreiche und auch recht schlagfertige Schreibstil des Autors hat bei mir für eine gute Unterhaltung und zahlreiche Schmunzler gesorgt. Und an den richtigen Stellen hat er mich auch betroffen gemacht. Charaktere kann man kaum plastischer beschreiben, wie Max Heubeck es getan hat.

Ich warte voller Vorfreude den nächsten Band und kann dieses Buch Fantasylesern, die gerne einmal aus den steriotypen Highfantasywelten ein wenig ausbrechen nur empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2020

Vespasian in Kleinasien – von Armeniern und Parthern

Vespasian: Roms verlorener Sohn
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Dieser Teil führt uns in die Endzeit des Kaisers Claudius. Vespasian gerät immer tiefer in das politische Spiel Roms um Macht und Vorherrschaft und langsam, ja ganz langsam bringt er sich selbst mehr ein ...

Dieser Teil führt uns in die Endzeit des Kaisers Claudius. Vespasian gerät immer tiefer in das politische Spiel Roms um Macht und Vorherrschaft und langsam, ja ganz langsam bringt er sich selbst mehr ein und versucht innerhalb des ihm möglichen das Gespinst auch zu seinem Nutzen mitzugestalten – nicht ganz ungefährlich. Und da nicht immer alles so läuft wie man es plant, gerät er in parthische Gefangenschaft.

Was fand ich in diesem Band gut?
Die Charakterisierung Vespasians. Ich konnte die Entwicklung seiner Persönlichkeit gut nachvollziehen. Vespasian passt sich absolut pragmatisch den Entwicklungen seiner Zeit an. Er geht bewusst Risiken ein und gestaltet mit. Immerhin unterstützt er den Machtaufstieg Neros, da er durchaus erkennt, dass dieser am Ende mehr als nur scheitern wird und dann der Weg frei ist für andere Geschlechter an die Spitze der Macht – auch wenn das bedeutet, einen eventuell hoffnungsvollen Spross der eigentlichen Kaiserlinie sterben zu lassen.
Und als Zweites gefällt mir die bildgewaltige Darstellung der orientalisch geprägten Kultur der Parther. Als die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Römern und Parthern in Armenien beschrieben wird, kann man sich die Gegensätze zwischen beiden Kulturen so schön nachvollziehen. Gleiches gilt für die Szene Vespasians vor dem parthischen Großkönigs.

Erich Wittenberg hat das Buch wieder einmal hervorragend vorgetragen. Man mag dank seiner schönen Sprachmodulation die entsprechenden Charaktere oder findet sie auch richtig unsympatisch – je nachdem wie er diese sprachlich an einen heranträgt.

Also wieder ein tolles Hörbuch, bei dem es sich nicht um Zeitverschwendung handelt. Eine tolle Synthese aus Geschichte und Fiktion.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.12.2019

Unterschiede zwischen Antike und Heute einfach beschrieben

Das magische Baumhaus junior 19 - Das Geheimnis von Olympia
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Ja dieses Mal geht es in das Antike Griechenland. Während Philipp sich alles auf der Suche nach der nächsten Geschichte vor Ort in Ruhe ansehen und bestaunen kann, hat Anne leider so ihre Schwierigkeiten. ...

Ja dieses Mal geht es in das Antike Griechenland. Während Philipp sich alles auf der Suche nach der nächsten Geschichte vor Ort in Ruhe ansehen und bestaunen kann, hat Anne leider so ihre Schwierigkeiten. Sie muss erfahren, dass es für Mädchen und Frauen so einige Einschränkungen gibt, wie etwas die Olympischen Spiele nicht besuchen zu können oder gar Geschichten zu verfassen und herausgeben. Und als modernes Mädchen kann sie sich natürlich nicht zurück halten und gerät somit in große Schwierigkeiten. Doch wie immer kommen die Geschichten und Legenden den Kindern zu Hilfe.

Den Band fand ich besonders schön, denn ich mag Geschichte per se und in sehr einfachem Stil gehalten wurde Kindern die Unterschiede zwischen antiker und heutiger Kultur sehr anschaulich näher gebracht. Klar war mein Sohn ein wenig irritiert, als er erfuhr, dass Anne sich die Spiele nicht ansehen durfte, nur weil sie ein Mädchen ist. Um so schöner war dann für ihn die Flucht mit dem Pegasus. Das hatte ihn schon fasziniert.

Eine klare Leseempfehlung unsererseits.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.11.2019

Eine Geschichte, die auch durch die Illustrationen lebt

Rulantica (Bd. 1)
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Aquina ist kein Meermädchen wie andere. Sie sehnt sich aus dem Alltag heraus in eine weitere Welt als die ihre. Denn Rulantica wird hinter Nebeln verborgen gehalten und die Meermenschen müssen sie vor ...

Aquina ist kein Meermädchen wie andere. Sie sehnt sich aus dem Alltag heraus in eine weitere Welt als die ihre. Denn Rulantica wird hinter Nebeln verborgen gehalten und die Meermenschen müssen sie vor allen Menschen beschützen und können die Umgebung der Insel niemals verlassen.
Und dann erfährt Aquina auch noch, dass sie kein 100%iges Meermädchen ist und einen Bruder in der Menschenwelt hat. Doch damit hat sie ein Schlupfloch, um ihrer Welt zu entkommen. Und so macht sie sich auf die Suche nach ihrem Bruder Mats.
Aber was haben die nordischen Götter mit Rulantica vor und ist die Insel wirklich vor den Menschen sicher?

Das Buch hat uns sehr gefallen und richtet sich sowohl an Jungen als auch Mädchen. Mein Sohn kann sich an den tollen Illustrationen gar nicht satt sehen. Und obwohl er noch nicht zur Altersgruppe des Buches gehört, hat er es sich überwiegend vorlesen lassen.
Der lockere Erzählstil der Autorin Michaela Hanauer nahm uns mit in die farbenfrohe Welt der Meermenschen.
Die gekonnte Verknüpfung nordischer Mythologieelemente mit der abenteuerlichen Geschichte der Geschwister ist schwungvoll, so dass man das Buch nicht zur Seite legen mag, ehe die Geschichte gelöst ist. Auch die sehr umfangreiche Beschreibung der Lebenswelt von Aquina zu Beginn des Buches ist nicht störend, obwohl ich zugeben muss, dass die Geschichte selber erst mit ihrer Ankunft in der Menschenwelt an Fahrt aufnimmt.

Wir können das Erscheinen des zweiten Bandes im nächsten Sommer kaum erwarten.