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Veröffentlicht am 22.04.2021

Codex Alera

Codex Alera 4
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Tavi hält mit seiner Legion nun seit zwei Jahren die Stellung und weder er noch der Feind sind bereit nachzugeben. Während er schwierige und teils überlebensnotwendige Entscheidungen treffen muss, wird ...

Tavi hält mit seiner Legion nun seit zwei Jahren die Stellung und weder er noch der Feind sind bereit nachzugeben. Während er schwierige und teils überlebensnotwendige Entscheidungen treffen muss, wird hinter seinem Rücken eine Intrige nach der anderen gegen ihn geschmiedet. Und mehr als eine Person will Tavi tot sehen.

Während das gesamte Reich in den Canim eine tödliche Bedrohung sieht und jeder kampffähige Soldat ins Feld geführt wird, sieht Tavi mehr in diesem Volk als nur wilde Bestien. Er hält ein Bündnis für sinnvoll und setzt alles daran seine Ziele zu erreichen.

Isana war für mich in diesem Band die schwächste Figur. Sie versinkt permanent in Selbstmitleid, als wäre sie die einzige Person, die in diesem Krieg Opfer zu beklagen hat.
Fidelias hat mich in mehrere Hinsicht überrascht und einige neue Facetten an sich gezeigt.
Aber am meisten begeistert neben Tavi, hat mich Gaius Sextus, der nun endlich sein volles Potenzial entfalten und zeigen konnte.
Die Figuren habe einige Entscheidungen zu treffen, die mit schweren Konsequenzen verbunden sind. Dabei müssen persönliche Werte und Gefühle oft hinten angestellt werden. Ich war sehr sehr froh, nicht in der Haut unserer Helden stecken zu müssen.

Jim Butcher entwirrt in diesem Band einige Handlungsstränge und sorgt für ein klares und großes Gesamtbild. Gleichzeitig zieht er das Tempo deutlich an und sorgt für nicht endenwollende Spannung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2021

Hard Land

Hard Land
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Sam ist ein Außenseiter, der nur wenig Freunde hat und meist sich selbst überlassen ist. Um die Ferien nicht bei schrecklichen Verwandten zu verbringen nimmt er einen Ferienjob in einem Kino an. Die Geschichte ...

Sam ist ein Außenseiter, der nur wenig Freunde hat und meist sich selbst überlassen ist. Um die Ferien nicht bei schrecklichen Verwandten zu verbringen nimmt er einen Ferienjob in einem Kino an. Die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt, wodurch man einen eindringlichen Einblick in die Gefühlswelt des Teenagers bekommt.

Durch seinen Ferienjob lernt er neue Leute kennen und besonders Kirstie hat es ihm angetan. Sie ist ein eher rebellisches Mädchen, welches ihre Freizeit lieber mit Jungs als mit anderen Mädchen verbringt. Mit Make-up und dergleichen kann sie auch nichts anfangen. Insgesamt hat sie auf mich sehr reif für ihr Alter gewirkt und ich kann verstehen warum Sam sich so zu ihr hingezogen gefühlt hat.

Sam hat ein großes Päckchen zu tragen, denn seine Mutter ist schwer krank und die Prognose ist alles andere als gut. Da kommen Kirstie, Hightower und Cameron gerade recht, um ihm etwas Ablenkung zu verschaffen. Dieser Sommer wird für Sam unvergesslich, wunderschön und tief traurig zugleich.

Die Sprache von Benedict Wells hat mich zutiefst berührt und man gerät in einen Sog, aus dem es kein Entkommen gibt. Ich habe das Buch beinahe auf einen Rutsch gelesen, so gefesselt haben mich seine Erzählungen, so sehr berührt hat mich die Wahl seiner Worte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2021

Maske des Mondes

Maske des Mondes
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Vorab würde ich empfehlen die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da in diesem Teil Bezug auf den Schluss des Vorgängers genommen wird.
Während im ersten Teil Lewis und sein Butler Dietrich ...

Vorab würde ich empfehlen die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da in diesem Teil Bezug auf den Schluss des Vorgängers genommen wird.
Während im ersten Teil Lewis und sein Butler Dietrich im Vordergrund standen, rücken nun Inspector Powler und Claire an diese Stelle. Aber keine Sorge, die beiden Männer kommen dennoch nicht zu kurz und es gibt von Dietrich wieder einige humorvolle und zynische Seitenhiebe an Lewis.

Neben Claire lernt man aber auch Paul näher kennen und er hat mich wirklich überrascht. Während er oft wie ein oberflächlicher Lebemann wirkt, steckt in Wahrheit sehr viel Tiefe in ihm. Er hat mich definitiv überrascht.
Clarie musste jüngst einiges durchleben und ist anfangs sehr unsicher, schreckhaft und ängstlich. Aber je weiter die Geschichte voran schreitet, umso mehr kommt sie aus ihrem Schneckenhaus und öffnet sich.
Zu guter Letzt macht auch Lewis eine große Entwicklung durch. Er stellt sich seinen inneren Dämonen und schafft es mehr und mehr seine Sucht hinter sich zu lassen und zu einem neuen Lewis zu werden.

Der Fall war nicht weniger spannend als der letzte, jedoch gab es eine Entwicklung, die mir gar nicht gefallen hat. Ich sage nur: Chester. Wer das Buch liest, wird wissen was ich meine. Das war mir alles ein wenig zu aufgesetzt und over the top und hat für mich nicht in das Gesamtbild gepasst. Wie die Geschichte dann jedoch endet und der Ausblick auf einen dritten Teil, haben mich wiederum überzeugt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2021

Hush - Verbotene Worte

Hush - Verbotene Worte
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In Montane herrschen die Barden über das Land, denn mit ihren Beschwörungen können sie Macht über die Menschen ausüben. Tinte, Schrift und vor allem Bücher sind hoch gefährlich und können zum Tod führen ...

In Montane herrschen die Barden über das Land, denn mit ihren Beschwörungen können sie Macht über die Menschen ausüben. Tinte, Schrift und vor allem Bücher sind hoch gefährlich und können zum Tod führen und daher können nur sehr sehr wenige Menschen überhaupt lesen. Das Wort der Barden ist Gesetz und die meisten Bewohner leben in ständiger Angst vor dem blauen Tod. Hier merkt man deutlich wie die Autorin das Thema Fake News einarbeitet und wie verherend es sein kann, wenn man sich keine eigene Meinung bilden kann, sondern auf andere angewiesen ist.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Shae erzählt. Sie ist eine impulsive junge Frau, die often handelt bevor sie denkt und sich dadurch immer wieder in brenzlige Situationen bringt. Ihr Schicksal hat mich sehr berührt und ich habe sie direkt lieb gewonnen.
Die Autorin spielt hier auch mit dem Leser. Man ist ständig in der Ungewissheit ob Shae langsam verrückt wird und halluziniert oder ob das alles um sie herum wirklich passiert.

Es gibt auch eine kleine Lovestory in der Geschichte, allerdings bleibt diese sehr vage und lässt Raum für die eigene Fantasy.
Die Handlung wird temporeich erzählt, kommt dabei aber ohne große Action aus. Nie kann man sich sicher sein wer Freund und Feind ist und so bleibt es spannend bis zum Schluss. Ein wirklich gelungener Auftakt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2021

Ella im Abseits

Ella im Abseits
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Ella hat es alles andere als leicht in der Schule, denn das Mobbing ihrer Mitschüler nimmt einfach kein Ende. Egal ob sie versucht den anderen aus dem Weg zu gehen oder über deren fiese Sprüche zu lachen, ...

Ella hat es alles andere als leicht in der Schule, denn das Mobbing ihrer Mitschüler nimmt einfach kein Ende. Egal ob sie versucht den anderen aus dem Weg zu gehen oder über deren fiese Sprüche zu lachen, Ella findet einfach keinen Anschluss. Niemand aus ihrer Klasse möchte ihr helfen, aus Angst selbst zum Opfer zu werden und so ist Ella immer einsamer.

Mobbing ist ein wichtiges Thema und ich finde die Autorin zeigt sehr eindrücklich, was ein solches Verhalten beim Opfer auslösen kann. Leider habe ich auch einen großen Kritikpunkt. Im Klappentext wird ja erwähnt, dass Ella eines Tages verschwindet. Das Buch hat ca. 170 Seiten und zehn Seiten vor dem Ende passiert genau dieses Verschwinden. Der Schluss ist viel zu übereilt dargestellt, wenn man bedenkt, dass die Vorgeschichte 160 Seiten lang ist. Auch ist es nicht sonderlich realistisch geschrieben und ich konnte hier nur den Kopf schütteln. Keine Ahnung warum man das Buch derart abrupt enden lassen muss und im Klappentext versucht Spannung aufzubauen, die im Buch dann nicht mal ansatzsweise gegeben ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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