Profilbild von Thomasito

Thomasito

Lesejury Profi
offline

Thomasito ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Thomasito über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2025

Nette Idee mit unangenehmem Spice

Sweeter Than Pumpkin Spice
0

Grumpy x Sunshine meets herbstliches Kleinstadt-Setting: Wenn das mal nicht nach einem perfekten Buch für gemütliche Herbsttage zuhause klingt! 😍 Genau das schien "Sweeter than Pumpkin Spice" von Isabelle ...

Grumpy x Sunshine meets herbstliches Kleinstadt-Setting: Wenn das mal nicht nach einem perfekten Buch für gemütliche Herbsttage zuhause klingt! 😍 Genau das schien "Sweeter than Pumpkin Spice" von Isabelle Popp zu versprechen. Doch leider hat sich die Story anders entwickelt als erwartet.

Dabei hatte die Grundidee Potenzial. Die mürrische Sadie kehrt aus Los Angeles auf die Farm ihres Vaters in Pea Blossom zurück, um diesen beim jährlichen Kürbiswettbewerb zu vertreten. Doch sie hat die Rechnung ohne die Wildschweine gemacht, die das Kürbisfeld ihres Vaters zerstören... und ohne ihren neuen Nachbarn Josh.

Pea Blossom hat mir dabei als Setting sehr gut gefallen. Die herbstliche Kleinstadt-Atmosphäre war von Anfang an spürbar. Der Schreibstil ist zwar flüssig und angenehm zu lesen, wirkte gleichzeitig aber auch etwas distanziert, weshalb ich keine richtige Bindung zu den Protagonisten aufbauen konnte.

Hinzu kommt, dass ich anfangs mit Sadie so meine Probleme hatte und sie alles andere als sympathisch fand. Ich hatte damit gerechnet, dass sie grumpy ist, aber in meinen Augen war sie zu Beginn einfach nur unfreundlich und unnötig vulgär. Mit der Zeit hat sich das aber glücklicherweise etwas gelegt und ich wollte mehr über sie und die aufkeimende Romanze zwischen ihr und Josh erfahren.

Das Knistern zwischen den beiden war auf jeden Fall da und ich war gespannt, wie sich das entwickelt – doch dann kamen die spicy Szenen. Diese waren so unangenehm, dass ich mich beim Lesen doch sehr fremdgeschämt habe. Sie haben viel zu viel Platz eingenommen und wirkten unauthentisch und deplatziert, weshalb die Beziehung zwischen den beiden für mich sehr oberflächlich blieb.

Insgesamt hat mich "Sweeter than Pumpkin Spice" damit leider etwas enttäuscht. Ich mochte das herbstliche Kleinstadt-Setting und das anfängliche Knistern zwischen den beiden Protagonisten, aber mir hat die Tiefe gefehlt und der Spice war einfach too much.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.10.2025

Nettes Buch für zwischendurch

Honeybridge. All Mine
0

Mit "Honeybridge. All Mine" von Pippa Nixon habe ich mein zweites Herbstbuch des Jahres gelesen. 🍁 Und auch wenn es als Herbstbuch beworben wurde, wollte bei mir leider kein Herbstfeeling aufkommen. Und ...

Mit "Honeybridge. All Mine" von Pippa Nixon habe ich mein zweites Herbstbuch des Jahres gelesen. 🍁 Und auch wenn es als Herbstbuch beworben wurde, wollte bei mir leider kein Herbstfeeling aufkommen. Und auch sonst hatte ich so meine Probleme mit der Story.

Dabei hat mir die Ausgangssituation gut gefallen: Nach der Trennung von ihrem Exfreund zieht Protagonistin Isabella in das beschauliche Honeybridge außerhalb von London, wo sie sich den Traum eines eigenen Restaurants erfüllt. Die Storyline rund um das Restaurant war so vielversprechend und vor allem auch als ihre Nonna dann zu ihr gezogen ist, um sie zu unterstützen, hatte ich gehofft, dass das Thema mehr in den Vordergrund rückt. Dem war aber leider nicht so.

Stattdessen ging es die meiste Zeit um die körperliche Anziehung zwischen Isabella und ihrem neuen Nachbarn Etienne. Und auch wenn die beiden sich total zueinander hingezogen fühlen, dürfen sie sich nicht näherkommen – denn nach der Trennung von ihrem Ex hat sich Isabella ein einjähriges S3xverbot auferlegt. Dieses will sie durchziehen, was sie allerdings nicht davon abhält, die ganze Zeit die wildesten Fantasien von sich und Etienne zu haben und zweideutig mit ihm zu schreiben. Das fand ich mit der Zeit sehr anstrengend und hat auf mich einfach total konstruiert gewirkt.

Nichtsdestotrotz mochte ich sowohl Isabella als auch Etienne als Protagonisten und auch die Nebencharaktere – allen voran Etiennes Freunde Walker und Fox – waren alle auf ihre eigene Art so sympathisch. Das Gemeinschaftsgefühl der Einwohner von Honeybridge war die ganze Zeit zu spüren, was mir gut gefallen hat.

Insgesamt ist "Honeybridge. All Mine" ein Buch mit einer tollen Idee, sympathischen Charakteren und einem süßen Kleinstadt-Setting – doch leider konnte mich die Entwicklung der Story und vor allem auch der Liebesgeschichte nicht so wirklich überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.10.2025

Wohlfühlbuch im eisigen Nirgendwo

The Penguin Paradox
0

In "The Penguin Paradox" entführt uns Greta Milán in die Antarktis – genauer gesagt in eine Forschungsstation, in der die beiden Protagonisten Emerie und Beckett mehrere Monate auf engstem Raum miteinander ...

In "The Penguin Paradox" entführt uns Greta Milán in die Antarktis – genauer gesagt in eine Forschungsstation, in der die beiden Protagonisten Emerie und Beckett mehrere Monate auf engstem Raum miteinander verbringen müssen, und das, obwohl Emerie Beckett absolut nicht ausstehen kann. Wenn das mal keine interessante Ausgangssituation ist... 🤭

Miláns Schreibstil ist gewohnt flüssig und mitreißend, weshalb ich ab der Seiten in der Story war und nur so durch die Seiten geflogen bin. Und oh mein Gott, was habe ich das Setting geliebt! Die Station irgendwo im eisigen Nirgendwo, die Gruppendynamik und die Pinguine waren einfach so einzigartig, dass ich am liebsten selbst dort gewesen wäre. Einfach schön und cozy! 😍❄️

Gut gefallen haben mir auch die Charaktere, die alle auf ihre eigene Art sympathisch waren – auch wenn es mir Emerie mit ihrer übertriebenen Abneigung gegenüber Beckett anfangs nicht leicht gemacht hat, sie zu mögen. Je mehr ich sie aber kennengelernt habe, desto mehr mochte ich sie.

Trotz Emeries anfänglicher Abgeneigtheit gegenüber Beckett war das Knistern zwischen den beiden von Anfang an zu spüren. Ihre Annäherung im Laufe der Story war so schön und ich hatte beim Lesen mehrfach ein Lächeln im Gesicht – nicht zuletzt, weil es auch schön zu sehen war, wie sich Emerie weiterentwickelt.

Das Drama am Ende fand ich allerdings etwas kindisch und unnötig. Störend war für mich auch, dass die Frauenfiguren zum Teil klischeehaft und problematisch als entweder kalt und rational, hinterlistig oder mannstoll dargestellt wurden. Zum Glück wird dies gegen Ende aber noch etwas relativiert.

Insgesamt ist "The Penguin Paradox" trotz ein paar kleinerer Schwächen ein schönes Wohlfühlbuch für kalte Tage, das durch einen tollen Schreibstil, ein einzigartiges Setting und sympathische Charaktere überzeugt. 😍🐧

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2025

Grandioser Thriller

Aschesommer
0

Die Gruppe 4 ermittelt wieder! Nachdem "Krähentage" im letzten Jahr mein absolutes Thriller-Highlight war, habe ich mich tierisch darüber gefreut, dass die Reihe weitergeht. Mit "Aschesommer" liefert Benjamin ...

Die Gruppe 4 ermittelt wieder! Nachdem "Krähentage" im letzten Jahr mein absolutes Thriller-Highlight war, habe ich mich tierisch darüber gefreut, dass die Reihe weitergeht. Mit "Aschesommer" liefert Benjamin Cors den zweiten Serienkiller-Fall der Gruppe 4 ab, der wie auch schon sein Vorgänger ein richtiger Pageturner ist. 🌻

Wie auch schon in "Krähentage" hat mich der flüssige und atmosphärische Schreibstil ab der ersten Seite abgeholt. Der neue Fall ist wieder so kreativ und spannend inszeniert, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Im Zentrum steht ein Serienkiller, der sich bei seinen Morden an den fünf Massensterben der Erdgeschichte orientiert. Was für eine geniale Idee! 😱

Überzeugen konnte mich auch wieder die Gruppe 4, die sich aus so vielen unterschiedlichen Charakteren zusammensetzt und dennoch so gut funktioniert. Vor allem die beiden leitenden Ermittler Mila Weiss und Jakob Krogh sind so interessante und vielschichtige Charaktere, die nach wie vor ihr Päckchen und ihre Geheimnisse mit sich herumtragen. Das macht sie in meinen Augen aber umso nahbarer und sympathischer. Auch die anderen im Team sind so interessant, wobei ich im nächsten Band gerne noch etwas mehr über Frauke erfahren würde. Sie blieb im Vergleich zu den anderen fast etwas blass.

Der Antagonist und Strippenzieher hinter den Morden wird schon recht früh enthüllt – da dieser allerdings in einer geschlossenen Einrichtung sitzt, muss er zwangsläufig mit jemandem zusammenarbeiten. Ich fand es beängstigend, welch einen Einfluss Bode auf andere Menschen hat und wie sehr er sie für seine Zwecke manipulieren kann. Die grauenvollen Morde und die unerwarteten Plot Twists haben ihr übriges getan, dass mir beim Lesen ein Schauer nach dem anderen über den Rücken gelaufen ist.

"Aschesommer" ist ein spannender und rasanter Thriller, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Fall der Gruppe 4 – der dann eventuell sogar die Ereignisse aus dem Epilog von "Krähentage aufgreift? Ich würde es mir wünschen... 😱👀

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2025

Potenzial nicht ausgeschöpft

Locked in
0

Nach "Kaltherz" ist "Locked in" der zweite Thriller, den ich von Henri Faber gelesen habe. Ich fand die Grundidee rund um das Locked-in-Syndrom so spannend und erfrischend anders, dass ich das Buch unbedingt ...

Nach "Kaltherz" ist "Locked in" der zweite Thriller, den ich von Henri Faber gelesen habe. Ich fand die Grundidee rund um das Locked-in-Syndrom so spannend und erfrischend anders, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Leider konnte es mich aber nicht so richtig überzeugen.

Dabei geht die Story direkt total rasant los. Auf der Jagd nach einem Entführer schießt Kommissar Maertens diesen versehentlich ins Wachkoma – und das, ohne vorher den Aufenthaltsort seines Entführungsopfers zu erfahren. Hier kommt Professor Theo Linde ins Spiel, der eine Methode entwickelt hat, um mit Locked-in-Patienten zu kommunizieren. So ein spannendes Thema! Der flüssige und atmosphärische Schreibstil haben zudem dazu beigetragen, dass ich super in die Story gekommen bin und ein Kapitel nach dem anderen verschlungen habe.

Gut gefallen hat mir auch die wechselnde Erzählperspektive. Die Geschichte wird aus Sicht von Maertens und Linde geschildert, die beide interessante und zugleich wenig sympathische Charaktere sind, wobei mich letzteres aber nicht weiter gestört hat. Außerdem gibt es hin und wieder Kapitel aus der Perspektive eines unbekannten Mannes, der in einem Verlies eingesperrt ist.

Leider lassen das Erzähltempo und die Spannung aber recht schnell nach und die Story zieht sich zuerst sehr, bevor das Tempo wieder rasant angezogen wird. Die Locked-in-Thematik gerät immer mehr in den Hintergrund, ein Plot Twist und Zufall jagt den nächsten – und leider fühlt sich die Geschichte ab da einfach nur noch komplett konstruiert und unrealistisch an. Hier wäre meiner Meinung nach weniger eindeutig mehr gewesen.

Insgesamt hat "Locked in" zwar eine tolle und spannende Grundidee, doch die Umsetzung konnte mich letztlich leider nicht überzeugen. Dennoch hoffe ich, dass das nicht wie angekündigt Fabers letztes Werk war und wir noch mehr von ihm lesen dürfen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere